U20 Championship: Erfolg über den Kosovo bringt vorzeitige Halbfinalqualifikation

Nationalteams  •  20.07.2022

GBR ISR 18

Die Schweizer U20 Nationalmannschaft steht an der EHF Championship in Bulgarien im Halbfinale. Das Team von Cheftrainer Marcel Tobler gewann in Varna gegen den Kosovo mit 39:16 (19:9) und feierte damit den dritten Sieg im dritten Spiel. Bereits vor dem abschliessenden Gruppenspiel gegen Nordmazedonien (Donnerstag, 16 Uhr) kann die Schweiz damit nicht mehr von den ersten beiden Rängen verdrängt werden.

Spielverlauf

Die Schweiz ging von der ersten Sekunde an ein hohes Tempo, was sich in einer schnellen 5:1-Führung (6.) niederschlug. Die noch punktelosen Kosovaren hielten in ihrem letzten Gruppenspiel zunächst dagegen und verkürzten auch dank dreier Treffer des Berners Ardin Berisha auf 5:6 (10.). Dieser kurze Wachmacher brachte die letzten paar Prozente ins Schweizer Spiel zurück. Anschliessend zogen die Eidgenossen mit einem 10:1-Lauf davon und führten auch in der Höhe verdient zur Pause letztlich mit 19:9.

Das Team um den Topskorer Andrin Schneider (7 Tore) setzte sich auch nach dem Seitenwechsel scheinbar mühelos weiter ab. Captain Felix Aellen markierte in der 50. Minute durch das 32:12 den erstmaligen 20-Tore-Vorsprung. Am Ende lagen beim 39:16 ganze 23 Treffer zwischen dem souveränen und verlustpunktfreien Tabellenführer Schweiz und Ranking-Schlusslicht Kosovo.

Der Schweizer Staff nutzte die Partie, um angeschlagenen Akteuren Verschnaufpausen zu ermöglichen und gleichzeitig Spielern, die in den ersten beiden Spielen mehrheitlich auf der Bank sassen, Einsatzzeit zu geben. Einziger Wehrmutstropfen beim Kantersieg war der verletzungsbedingte Ausfall von Laurin Rinderknecht, der sich beim Torwurf den Fuss vertrat und nicht mehr weiterspielen konnte. Glücklicherweise konnten die Verantwortlichen nach dem Spiel Entwarnung geben.

Das sagt der Trainer

Marcel Tobler zum Sieg gegen den Kosovo: "Das Ziel heute war, Kräfte zu sparen, in der Verteidigung einige taktischen Sachen auszuprobieren und ganz generell mit einem guten Gefühl aus der Partie rauszugehen. Wir wollten den Teamgeist und die positive Stimmung unbedingt beibehalten. All das ist uns heute wunderbar gelungen. Zudem haben wir uns vorzeitig für das Halbfinale qualifiziert und einige Spieler ins Turnier reingebracht, die für uns im weiteren Verlauf noch sehr wichtig sein können. Von dem her war es heute ein rundum zufriedenstellender Auftritt."

Marcel Tobler zur Ausgangslage im letzten Gruppenspiel: "Wir blicken gespannt auf das Duell zwischen Rumänien und Nordmazedonien am Mittwochnachmittag. Gewinnt Rumänien, dann haben wir schon heute Rang 1 sicher, siegen die Mazedonier, dann gibt es morgen ein Endspiel um den Gruppensieg. Wir möchten auf jeden Fall Rang 1 in der Gruppe behalten. Allein schon, weil wir dann am Samstag das erste Halbfinale spielen und so etwas mehr Regeneration für den Abschlusstag am Sonntag haben."

Telegramm

Schweiz: Bachmann, Scheidiger (1); Aellen (3), Gomboso (3), Rinderknecht (1), Leopold (2/2), Osterwalder (3), Waldvogel (4), Reichmuth (4), Willecke (2), Schneider (7), Bamert, Koc (1), Mirdita (1), Heinis (4), Sahin (3). 
Bemerkungen: 1x 2min gegen die Schweiz, 3x 2min gegen den Kosovo. Bamert nicht eingesetzt. Rinderknecht verletzt ausgewechselt. Best Player Schweiz: Andrin Schneider.

So geht es weiter

Schon jetzt ist klar, dass die Schweizer am Samstag im Halbfinale antreten werden. Offen ist noch, ob sie dies als Gruppensieger oder als Zweitplatzierte tun werden. Bevor es in die Vorschlussrunde geht, muss am Donnerstag um 14 Uhr aber noch das letzte Gruppenspiel gegen Nordmazedonien bestritten werden. Auch das abschliessende Gruppenspiel wird live auf EHF TV übertragen.

Quelle: Matthias Schlageter (Text), EHF (Bild)

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