U20 Championship: Die Schweiz besiegt auch Rumänien

Nationalteams  •  18.07.2022

GBR ISR 16

Zweiter Sieg im zweiten Spiel für die Schweizer U20 Nationalmannschaft an der EHF Championship in Bulgarien. Die Equipe von Cheftrainer Marcel Tobler setzte sich am Montagnachmittag in Varna gegen Rumänien mit 33:27 (17:13) durch. Die Eidgenossen taten sich lange schwer, siegten letztlich aber dennoch diskussionslos. Nach einem Tag Pause steht am Mittwoch das nächste Gruppenspiel an.

Spielverlauf

Beide Mannschaften starteten ausgeglichen in die Partie. Nachdem zunächst die Rumänen knapp vorlegen konnten, lagen die U20 Junioren der Schweiz in der elften Minute erstmals in Front (6:5). Mitte der ersten Halbzeit nahm der Schweizer Express dann richtig Fahrt auf. Aus einer 8:7-Führung in der 16. Minute machten die Junioren von Cheftrainer Marcel Tobler innert zehn Minuten ein 16:9. Rumänien stemmte sich gegen den grossen Rückstand, so dass die Schweizer beim 17:13 Halbzeitstand immerhin noch ein 4-Tore-Polster mit in die Pause nehmen konnten.

Anders als im Auftaktspiel gegen die Ukraine verlief der Start in den zweiten Durchgang dann jedoch nicht wunschgemäss. Die Rumänen setzten ihren Lauf von Ende der ersten Halbzeit fort und die Schweiz führte in der 38. Minute nur noch mit 19:17. Unter den Augen der in Varna anwesenden Ingo Meckes (Chef Leistungssport) und Michael Suter (Trainer A-Nationalmannschaft) suchten die Schweizer nach den Lücken in der gegnerischen Deckung und fanden sie zunächst nicht. Die Folge: Nach 46 Minuten war das Polster der Schweiz auf einen Treffer geschmolzen (22:21). Rumänien schnupperte an der Wende, vollzog sie aber nicht.

Die Eidgenossen, um den siebenfachen Torschützen Lionel Mirdita, fingen sich wieder und fanden durch Onelio Gomboso und Laurin Rinderknecht zu ihrem erfolgreichen Tempospiel zurück. Erneut gelang es ihnen sich abzusetzen und in der 56. Minute lagen sie mit 31:24 in Front. Das reichte, um den zweiten Sieg im zweiten Spiel einzufahren. Am Ende stand ein ordentliches und verdientes 33:27 auf der Anzeigetafel.

Das sagt der Trainer

Marcel Tobler zur Partie: "Es war von Anfang an ein hartes und intensives Spiel. Zwischen der zehnten und 25. Minute hatten wir eine gute Phase, in der wir wegziehen können. Drei, vier unglückliche Aktionen verbauen uns dann ein noch besseres Pausenresultat. Dieses ungute Gefühl stand leider auch zum Start in die zweite Halbzeit im Raum, so dass wir einige brenzlige Situationen zu bestehen hatten. Es gab dort dann Momente, in denen die Auslösungen nicht konsequent und zu viel aus dem Stand gespielt wurde. Gleichzeitig bekamen wir ihren Kreisläufer nicht in den Griff, dadurch kam Rumänien besser auf. Es ist uns aber gelungen uns da raus zu kämpfen und rechtzeitig wieder zu unserem Spiel zu finden."

Marcel Tobler's Fazit und Ausblick: "Unter dem Strich sind wir mit der Leistung der Jungs aber zufrieden. Trotz der paar Kleinigkeiten, die wir noch besser machen können, war es denke ich eine Leistungssteigerung, da Rumänien stärker einzuschätzen ist als die Ukraine und wir schlussendlich den Sieg ungefährdet über die Zeit gebracht haben. Jetzt gilt es morgen an unserem freien Tag den Fokus komplett auf die Regeneration zu legen und am Mittwoch greifen wir wieder an."

Telegramm

Schweiz: Bachmann, Scheidiger; Aellen, Gomboso (6), Rinderknecht (3), Leopold (3/3), Osterwalder (1), Waldvogel (1), Reichmuth, Willecke (2), Schneider (1), Bamert (4), Koc, Mirdita (7), Heinis (4), Sahin (1). 
Bemerkungen: 4x 2min gegen die Schweiz, 8x 2min gegen Rumänien. Schweiz setzt alle Spieler ein. Best Player Schweiz: Lionel Mirdita.

So geht es weiter

Die Schweizer Nationalmannschaft hat am Dienstag spielfrei und tritt erst am Mittwoch, 20. Juli, zu ihrem nächsten Vorrundenspiel an. Um 12 Uhr heisst der Gegner dann Kosovo. Die Kosovaren sind nach drei Spielen noch punktlos und liegen auf dem letzten Tabellenplatz. Das dritte von vier Spielen in der Vorrundengruppe B im bulgarischen Varna wird erneut live auf EHF TV im Livestream übertragen.

Quelle: Matthias Schlageter (Text), EHF (Bild)

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