Die QHL-Hauptrunde ist gespielt: Das sind die letzten Resultate und Playoff-Paarungen

Quickline Handball League  •  08.04.2022

05 220209 Wacker Thun Kadetten Schaffhausen Romystreit

Die Hauptrunde der Quickline Handball League ist beendet. Am Freitagabend beschlossen die zehn Teams die 27. und letzte Runde vor den Playoffs und den Playouts. Am letzten Spieltag feierten Kadetten Schaffhausen, GC Amicitia Zürich und der RTV 1879 Basel nochmals einen Sieg. Zwei Duelle endeten unentschieden.

KAD-OTM

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Zum Abschluss der Hauptrunde standen sich in der BBC Arena zwei der drei grossen Handballclubs aus der (Nord-)Ostschweiz gegenüber. Die Kadetten zeigten sich drei Tage nach dem nervenaufreibenden Auswärtsspiel in der European League in Schweden gut aufgelegt. Zwar dauerte es eine ganze Weile bis die Kadetten sich von den Gästen aus St. Gallen absetzen konnten, ab dem 4:3 (6.) lag Schaffhausen aber durchgehend in Front. Der TSV St. Otmar spielte in der Startminuten zwar gut mit, verlor bis zur 15. Minute beim 6:11 aber schon ein bisschen den Anschluss. Die Gäste kämpften sich jedoch wieder bis auf 10:12 heran (19.), um dann sechs Minuten ohne eigenen Treffer zu bleiben. Die Kadetten zogen auf 17:10 davon. Das Szenario Aufholjagd und anschliessender Run von Schaffhausen wiederholte sich kurz vor und in den Minuten nach der Pause. Zunächst kam der TSV St. Otmar auf 16:18 heran (33.), zehn Minuten später führten die Gastgeber wieder mit 25:17. St. Gallen mühte sich redlich, die Kadetten hatten aber jederzeit alles im Griff. Gegen Ende der Partie führte das Heimteam phasenweise mit elf Treffern, beim Schlusspfiff Stand ein diskussionsloser 35:25-Erfolg zu Buche. Die Kadetten standen zuvor schon als Sieger der Hauptrunde fest. Für die St. Galler wurde es ein tabellarisch bitterer Abend: Vor dem Spiel hatten sie die Chance bis auf Rang 4 zu klettern. Am Ende wurden die Ostschweizer im dicht gedrängten Mittelfeld bis auf Rang 7 durchgereicht.

WAC-PFA

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Das Verfolgerduell zwischen den Zweitplatzierten Gästen aus Winterthur und dem Drittplatzierten Gastgeber aus Thun endete mit einem Unentschieden. Beide Teams lieferten sich im ersten Durchgang ein Duell absolut auf Augenhöhe. Pfadi konnte zwar mehrfach mit einem Treffer vorlegen, Wacker gelang aber stets innert kürzester Zeit der Ausgleichstreffer. Ein einziges Mal, beim 6:4 für Winterthur waren die Kontrahenten im ersten Durchgang mehr als einen Treffer voneinander getrennt. Umso wenig überraschend ging es mit 10:10 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts. Vor allem die intensiv arbeitenden Abwehrreihen dominierten weitestgehend das Geschehen in der Lachenhalle. Dies änderte sich ab der 44. Minute, als es den Berner Oberländern gelang, vier Tore in Serie zu erzielen. Wacker setzte sich dadurch bis auf 18:13 ab (47.). Pfadi wollte sich aber nicht geschlagen geben und kam durch Roman Sidorowicz in der 54. Minute wieder auf 19:20 heran. Bis in die Schlussminute war der Ausgang der Partie offen. Beim Stand von 24:24 nahm Thun sein letztes Timeout. Den anschliessenden Spielzug verwandelte Gabriel Felder 18 Sekunden vor dem Ende zum 25:24. Pfadi blieb noch ein Angriff. Winterthur lancierte Joël Bräm am Flügel, der wurde gefoult und zwei Sekunden vor dem Ende erzielte Kevin Jud den Ausgleich. Unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden zwischen den zwei besten Teams der Hauptrunde hinter dem souveränen Leader Schaffhausen.

HCK-HSC

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14 Minuten vor Spielende deutete alles auf einen Heimsieg der Innerschweizer hin. Beim Stand von 22:16 hatte Kriens-Luzern nicht nur sechs Tore Vorsprung, auch das Momentum im Maihof in Luzern sprach deutlich für die Gastgeber. Die Gäste aus dem Aargau gaben sich aber nicht geschlagen, sondern kämpften sich trotz Rumpfkader nach schwerwiegenden Ausfällen in die Partie zurück. Fünf Minuten vor Spielende war Suhr Aarau wieder bis auf ein Tor dran (23:24), es dauerte aber bis zum letzten Angriff der Partie, ehe der Ausgleich zum 27:27 Endstand fiel. Fast 45 Minuten lang lag der HSC zuvor in Rückstand. Gemessen am Spielverlauf fühlte sich das Resultat für die Gastgeber dadurch wie eine Niederlage an. Schlussendlich haben die Luzerner aber dennoch allen Grund zur Freude. Lange hinkten die Innerschweizer in der Hauptrunde den eigenen Ansprüchen hinterher und es drohte auf Rang 8 liegend ein Viertelfinal-Duell mit den Kadetten, das der HCKL unbedingt vermeiden wollte. Dank fünf Punkten aus den letzten drei Spielen verbesserte sich Kriens-Luzern aber in der Endabrechnung noch auf Rang 6. Eine noch bessere Nachricht hatte nur noch der HSC, der die Hauptrunde auf Rang 4 beschliesst, parat: Goalie Dragan Marjanac feierte fast ein Jahr nach seiner schweren Verletzung sein Comeback.

GCA-BSV

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Vor dem Duell zwischen Zürich und Bern war klar: der Verlierer der Partie würde es als Achter mit dem haushohen Meisterschaftsfavoriten Schaffhausen zu tun bekommen. Diese bittere Pille erwischten die Gäste aus Bern. Der BSV lief die komplette zweite Halbzeit einem kleinen aber stabilen Rückstand hinterher und schaffte es nicht, die Wende herbei zu führen. Bis zum 10:10 nach 24 Minuten verlief die Partie zuvor absolut auf Augenhöhe. Vor der Pause erspielte sich GC Amicitia dann aber zunächst ein Polster von drei Toren, das sie nach dem Seitenwechsel auf vier Treffer ausbauen konnten (15:11/33.). Fortan biss sich das Team von Gästecoach Martin Rubin vergeblich die Zähne an den Zürchern aus, die bis zum Spielende immer mindestens zwei Tore zwischen sich und den BSV legten und mit Paul Bar im Tor den Matchwinner in den eigenen Reihen hatte. Am Ende war GC Amicitia durch den Heimsieg der Gewinner des Spieltags. Die Zürcher kletterten im dicht gedrängten Tabellenmittelfeld noch bis auf Rang 5, Bern muss mit dem undankbaren achten Rang Vorlieb nehmen.

CSC-RTV

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In der Westschweiz fand zum Abschluss der Hauptrunde die Generalprobe für die Playouts statt. Sowohl Gastgeber Chênois wie auch die Gäste aus Basel standen zuvor bereits als Playout-Teilnehmer fest und werden sich somit in den kommenden Wochen noch mehrmals gegenüberstehen. Im so gesehen bedeutungslosen Hauptrundenabschluss lieferten beide Teams schon mal einen Vorgeschmack auf den Kampf um den Klassenerhalt ab. Der RTV erwischte einen fast perfekten Start und führte nach sieben Minuten mit 6:1. Chênois biss sich von Minute zu Minute aber in die Partie hinein und belohnte sich mit dem Ausgleich zum 10:10 in der 25. Minute. Zwei Minuten später ging Genève sogar in Führung und behielt den knappen Vorsprung bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel duellierten sich die Playout-Kontrahenten auf Augenhöhe. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff war beim Stand von 22:22 noch alles offen. Basel konnte sich anschliessend einen kleinen Vorteil von zwei Toren verschaffen, der den Nordwestschweizern reichte, um den knappen Auswärtssieg einzufahren. Die Partie verdeutlichte, dass trotz des grossen Unterschieds von 17 Punkten die Ausgangslage für die Playoffs total offen ist. Bitter für Basel: Der RTV holte mehr Punkte als in der Vorsaison, als man sich noch als Achter für die Playoffs qualifizieren konnte. 

Die Playoff-Paarungen

Damit kommt es ab dem 20./21. April zu den folgenden Duellen im Playoff-Viertelfinale:

Kadetten Schaffhausen (1.) - BSV Bern (8.)

Pfadi Winterthur (2.) - TSV St. Otmar St. Gallen (7.)

Wacker Thun (3.) - HC Kriens-Luzern (6.)

HSC Suhr Aarau (4.) - GC Amicitia Zürich (5.)

Weitere Details zu den Playoffs wie die genauen Spielansetzungen oder die geplanten TV-Übertragungen folgen in den kommenden Tagen.

Quelle: Matthias Schlageter (Text), Romy Streit (Bild)

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