Wacker Thun triumphiert in Gümligen

Handball Schweiz  •  17.03.2019

Wacker Thun feiert in der Mobiliar Arena in Gümligen den sechsten Cupsieg. (Alexander Wagner)

Wacker Thun hat sich in der ausverkauften Mobiliar Arena in Gümligen zum Schweizer Cupsieger gekürt. Die Berner Oberländer besiegten die Kadetten Schaffhausen in einem sehr attraktiven Final vor 2'321 Zuschauern mit 30:25 nach Verlängerung.

Die Kadetten Schaffhausen haben es auch im dritten Anlauf nicht geschafft, einen Cupfinal gegen Wacker Thun zu gewinnen. Die Berner Oberländer gewannen nach 2012 und 2013 zum dritten Mal ein Endspiel gegen die Schaffhauser – es ist der sechste Cupsieg der Vereinsgeschichte.

Es war indes kein Triumph mit Ansage. Nach der kleinen Baisse in der Meisterschaft traten die Thuner in Gümligen zumindest nicht als Favorit an. Sie hatten aber den Vorteil der grossen Unterstützung durch das Publikum und warfen ihre bekannten Stärken in die Waagschale. So wuchs die Mannschaft von Trainer Martin Rubin nicht zum ersten Mal in einer entscheidenden Partie über sich hinaus.

Wacker wächst über sich hinaus

Wacker war spielerisch nicht unbedingt die bessere Mannschaft – bestimmt aber in Bezug auf Herz und Leidenschaft. In einer ausgeglichenen und mitreissenden Partie auf hohem Niveau kämpften sich die Thuner in einer schwierigen Phase nach 17:20-Rückstand (46.) nämlich wieder zurück. Massgeblichen Anteil daran hatte Flavio Wick, der nach seiner Einwechslung mit mehreren Big Saves glänzte und die Kadetten zur Verzweiflung trieb.

Wacker zwang das Glück auf seine Seite, spielte sich in der Schlussphase die Vorteile in die Hand und hätte die Partie bereits zum Ende der zweiten Halbzeit beim Stand von 24:24 gewinnen können. Doch Kadettens Goalie Kristian Pilipovic stoppte den letzten Wurf von Nicolas Suter zwei Sekunden vor der Sirene in extremis wenige Zentimeter vor der Linie.

Kadetten ohne Reserven

Das mit dem Sieg holten die Thuner aber in der Folge nach: Sie sorgten in der Verlängerung nämlich bald für klare Verhältnisse. Die Schaffhauser blieben sieben Minuten ohne Torerfolg. Und als Zarko Sesum (68.) endlich wieder traf, hatte Wacker die Partie mit vier Treffern bereits entschieden. Die Mannschaft von Petr Hrachovec, die auf den verletzten Regisseur Gabor Csaszar verzichten musste und in der auch noch Dimitrij Küttel verletzt ausfiel (38.), hatte in der Extratime keine Reserven mehr.

In der wunderbaren Ambiance in Gümligen wurden die Berner Oberländer ihrem Ruf als Cupmannschaft gerecht. In ihrem siebten Final feierten sie den sechsten Titel. Die Kadetten Schaffhausen verloren zum dritten Mal ein Endspiel und warten seit 2016 auf einen Triumph in diesem Wettbewerb.

Die ausverkaufte Mobiliar Arena in Gümligen während des Cupfinals der Männer. (Alexander Wagner)

Telegramm

Wacker Thun – Kadetten Schaffhausen 30:25 n.V. (24:24, 12:10)
Mobiliar Arena, Gümligen – 2'321 Zuschauer (ausverkauft) – Sr. Brunner/Salah.
Torfolge: 0:1, 5:6, 7:6, 11:10, 12:10; 12:12, 13:12, 14:13, 14:15, 15:16, 17:16 (38.), 17:20 (46.), 19:20, 19:21, 20:22, 22:22, 22:23, 24:23, 24:24; 28:24 (67.), 28:25, 30:25.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Wacker; 6mal 2 Minuten gegen die Kadetten.
Wacker: Winkler (7 Paraden)/Wick (8 Paraden); Holm (1), Linder (4), Felder, Raemy (6), Dähler (5), Suter (3), Wyttenbach 7/7), Friedli (1), Simon Huwyler, Guignet (1), Stefan Huwyler, Krainer, Gruber, Caspar (2).
Kadetten: Stevanovic (2 Paraden)/Pilipovic (5 Paraden); Meister (3), Zehnder, Wanner, Küttel (3), Schopper, Novak, Beljanski (1), Gerbl (4), Sesum (6/3), Teubert, Maros (5), Schelker (1), Frimmel (2), Herburger.
Bemerkungen: Wacker ohne Delhees und Lanz. Kadetten ohne Markovic, Tominec, Csaszar und Haas (alle verletzt) Wyttenbach verschiesst Penalty (32./12:11). Küttel verletzt ausgeschieden (38.).

Ticker

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17.03.2019

Schweizer Cupfinals 2019

Wacker Thun und die Spono Eagles haben sich am erstmals durchgeführten Cupfinaltag zu den neuen Schweizer Cupsiegern gekürt. Den wunderbaren Rahmen für die beiden mitreissenden Endspiele bildeten 2'321 Zuschauer in der erstmals ausverkauften Mobiliar Arena in Gümligen bei Bern.

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Quelle: Marco Ellenberger

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