Gelingt erneut ein Coup gegen Kroatien?

Nationalteam Männer  •  17.03.2026

251101 2217 Schweiz Kroatien Deuring

Aktuell befindet sich das Männer-Nationalteam im Rahmen des März-Lehrgangs in Kroatien. Dort trifft es am Donnerstag und Samstag in zwei Testspielen auf den EM-Bronzemedaillengewinner. Die beiden Duelle werden in der Schweiz nicht übertragen. Wir informieren auf unseren Kanälen über die Resultate.

Der Lehrgang mit den beiden Test-Länderspielen bietet Raum, um andere Konstellationen auszuprobieren, neue Spieler zu integrieren, Abläufe weiterzuentwickeln und noch mehr Spielpraxis im Rahmen des Nationalteams zu sammeln.

Andy Schmid dazu: "Aktuell haben wir im Team einige Spieler, die in ihren Vereinen eher wenig Spielzeit erhalten. Diese Spieler möchte ich supporten. Auch darum ist der Lehrgang in Kroatien für uns wichtig. Zudem wollen wir das Nationalteamgefühl aufleben lassen und in Wettkampfform bleiben." Dies ist insbesondere hinsichtlich der WM-Qualifikation im Mai gegen Italien von Bedeutung. 

Der Gegner aus dem aktuellen Lehrgang-Gastgeberland ist für die Schweizer ein Altbekannter. Im vergangenen Herbst trafen die beiden Teams ebenfalls im Rahmen von zwei Testspielen aufeinander, damals in der Schweiz. Dabei gelang dem Team von Andy Schmid in der Pilatus Arena ein Coup: Zum allerersten Mal in der Geschichte des Schweizer Männer-Handballs konnten die Kroaten bezwungen werden. An der diesjährigen Europameisterschaft traf die Schweiz dann in der Hauptrunde wieder auf Kroatien. In Malmö unterlag die Schweiz nach gutem Start mit 24:28. Auch diese Begegnung zeigte aber, dass das Team rund um Captain Nikola Portner mit den Besten der Welt mithalten kann. 

Frischer Wind durch neue Spieler
Mit Nico Eggimann und dem nachnominierten Nikos Sarlos als Debütanten sowie Tim Rellstab, der bereits vor einigen Jahren dabei war, bekommen drei neue Spieler die Möglichkeit, sich im Männer-Nationalteam zu zeigen und für frischen Wind zu sorgen. Man darf gespannt sein, welche neuen Konstellationen sich durch die Abwesenheit von Mehdi Ben Romdhane, Samuel Röthlisberger, Lukas Maros, Luca Sigrist und Noam Leopold ergeben und wie das Zusammenspiel in teilweise ungewohnten Formationen funktionieren wird. 

Die beiden Testspiele am Donnerstag und Samstag (Anpfiff jeweils um 17 Uhr) werden in der Schweiz nicht übertragen. Wir informieren auf unseren Kanälen über die Resultate aus den zwei Begegnungen gegen Kroatien. 

MNT Lehrgang Kroatien

Der Gegner im Kurz-Portrait

Kroatien gehört seit Jahrzehnten zur europäischen Spitze und bestritt Anfang Jahr seine 17. EHF-EURO-Endrunde in Serie. Nach dem enttäuschenden Abschneiden an der EURO 2024 leitete Kroatien einen Umbruch ein. Mit Dagur Sigurdsson steht seit 2024 ein international höchst erfahrener Trainer an der Seitenlinie, der für Struktur, aggressive Defensive und taktische Klarheit steht. Unter ihm gewann Kroatien an der WM 2025 Silber und an der EM 2026 Bronze.

Gleichzeitig stellt das aktuelle Team den Beginn einer neuen Ära dar: Es fehlt eine ganze Generation um Duvnjak, Karačić und Pešić. Die Verantwortung trägt nun eine neue Generation, angeführt von Ivan Martinović. Kroatiens Spiel lebt weiterhin von einer physischen, sehr aggressiven Abwehr, oft in einer variablen 5:1-Formation, sowie von mentaler Stärke.

Quelle: SHV (Text)/ SHV, Martin Deuring (Bilder)

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