Ausrufezeichen zum Lehrgang-Abschluss gegen Kroatien

Nationalteam Männer  •  21.03.2026

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Die Schweiz beendet den Kroatien-Lehrgang mit einem 35:35-Unentschieden – ein Ausrufezeichen, nachdem sie am Donnerstag im ersten Duell den Kroaten klar unterlegen war. Am 13. Mai steht der nächste Härtetest an: Gegen Italien kann das Nationalteam im Zürcher Hallenstadion einen grossen Schritt in Richtung WM-Qualifikation machen.

«Wir können richtig stolz sein. Auswärts vor voller Halle gegen den EM-Dritten ein Unentschieden zu erspielen, ist nicht selbstverständlich. » Die Spieler von Nationaltrainer Andy Schmid zeigen am Samstagabend im kroatischen Esseg (Osijek) die geforderte Reaktion und beenden den einwöchigen Lehrgang mit einem 35:35-Unentschieden. Zur Halbzeit liegt Kroatien noch knapp vorne (17:16), doch die Schweiz leistet sich im zweiten Durchgang nur wenige Ballverluste und noch weniger Fehlwürfe, liegt in der 53. Minute sogar mit 33:32 vorne. Obwohl sich die Kroaten per 7-Meter wieder in Führung bringen, behält das Nationalteam einen kühlen Kopf; Manuel Zehnder wirft zum Spielende das letzte Schweizer Tor zum 35:35-Unentschieden.

«Natürlich hätten wir heute gerne einen Punkt mehr geholt. Aber wenn du kurz vor Schluss ausgleichst, bist du ebenso happy», so Andy Schmid weiter. «Wir haben über 60 Minuten ein gutes Spiel gezeigt, aufs Tempo gedrückt und im Vergleich zu Donnerstag bessere Lösungen gefunden. Wir haben einfach gespielt, aber trotzdem Varianten in unser Spiel gebracht und waren auf allen Positionen torgefährlich.» Das gilt besonders für das Flügel- und Kreisspiel, das im ersten Testspiel kaum torentscheidend gewesen war. Am Samstag zeichnen sich unter anderem Samuel Zehnder (10 Tore) und Gino Steenaerts (5) aus, auch Lukas Laube mit sechs persönlichen Treffern gehört zu den Topscorern.

Ausgeglichene Bilanz

In den vergangenen Monaten standen sich die beiden Nationen insgesamt fünf Mal gegenüber. Neben dem 30:28-Sieg in der Pilatus Arena und dem 35:35-Unentschieden vom heutigen Samstag schnupperte das Schweizer Team zwei weitere Male an der Sensation gegen den WM-Zweiten und EM-Dritten. Eine Entwicklung, die das Potenzial des Schweizer Teams ebenso aufzeigt wie seine aktuellen Baustellen: »Wenn wir nahe an unserem Maximum spielen und dieses durchgängig halten, haben wir auch gegen solche Gegner eine Chance», so Schmid weiter. Für Experimente und spontane Aktionen fehle hingegen noch die Stabilität. Auch darum seien Lehrgänge mit hochgradigen Testgegnern von grosser Bedeutung.

Gleichzeitig nutzte der Trainer-Staff den sechstägigen Lehrgang, um drei neue Nationalspieler in den Kader zu integrieren. Tim Rellstab zeigte im zweiten Spiel sein Potenzial und steuerte mehrere Aktionen zum Schweizer Erfolg hinzu. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und dass ich dem Team helfen konnte», sagt Rellstab nach dem Spiel. «Ich habe mich die ganze Woche über super im Team integriert gefühlt; für das eigene Land zu spielen ist immer ein besonderer Moment.» Auch Nikos Sarlos und Nico Eggimann, der im ersten Spiel zwei Treffer erzielten, konnten erfolgreich Nationalteam-Luft schnuppern. Insgesamt gelang es dem Team, die gewichtigen Absenzen – Luca Sigrist, Mehdi Ben Romdhane, Lukas Maros, Samuel Röthlisberger und Noam Leopold – mehrheitlich zu kompensieren.

Nächster Fight gegen Italien

Der nächste Härtetest der Schweizer Nationalmannschaft steht Mitte Mai an, wenn es im Zürcher Hallenstadion gegen Italien um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland geht. Es wäre die erste sportliche Qualifikation der Schweiz für eine Weltmeisterschaft seit 1995. Tickets für das wichtige WM-Playoffspiel gibt’s im Ticketshop.

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Telegramm

Kroatien – Schweiz 35:35 (17:16)

Schweiz: Portner (8 Paraden), Seravalli; Meister, Rubin (3 Tore), Zehnder M. (3), Aellen (4), Kusio (2), Küttel, Steenaerts (5), Laube (6), Rellstab, Wanner, Eggimann, Zehnder S. (10), Willecke (2), Sarlos.

Bemerkungen: 2 x 2 Minuten gegen die Schweiz.

Quelle: Carolin Thevenin (Text), Jozo Čabraja/Kolektiff images (Bild)

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