U16-Schweizerinnen überzeugen in Ungarn

Nationalteams Nachwuchs  •  11.03.2026

185 U16JWNT

Das Schweizer U16-Frauen-Nationalteam hat bei seinem Lehrgang in Ungarn ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. In zwei internationalen Testspielen gegen Gastgeber Ungarn blieb die Auswahl von Nationaltrainer Marco von Ow ungeschlagen und kehrte mit einem Sieg und einem Remis zurück. Für den Trainer ein Resultat mit Aussagekraft: «Wir sind sehr zufrieden, in Ungarn ungeschlagen zu bleiben ist ein super Resultat.»

Besonders beeindruckt zeigte sich von Ow von der Mentalität seines Teams. Beide Spiele waren geprägt von schwierigen Phasen, in denen die Schweizerinnen zunächst in Rückstand gerieten. «Vor allem überzeugt hat mich die Mentalität, beide Spiele nach Rückstand wieder ausgleichen zu können», erklärt der Trainer. Gerade in internationalen Begegnungen sei diese Widerstandsfähigkeit ein wichtiger Entwicklungsschritt für junge Spielerinnen.

Die Spiele lieferten auch wichtige sportliche Erkenntnisse. Besonders die Intensität und Geschwindigkeit auf internationalem Niveau stellten hohe Anforderungen an das Team. «Wir müssen uns bereits in der Vorbereitung auf diese Spielhärte und -geschwindigkeit einstellen», sagt von Ow. Andernfalls drohe man auf diesem Niveau schnell ins Hintertreffen zu geraten. «Wenn wir das nicht tun, gehen wir chancenlos unter und die Spielerinnen können ihr Potential nicht ausschöpfen.» Gleichzeitig sieht der Nationaltrainer deutliche Fortschritte im Vergleich zu früheren Auftritten des Jahrgangs. Mit jedem Lehrgang wachse das Verständnis innerhalb des Teams. «Die Spielerinnen lernen sich in dieser Konstellation besser kennen. Die Kommunikation wird einfacher», erklärt von Ow. Besonders in der Defensive zahle sich dieses bessere Zusammenspiel bereits aus. Hinzu komme, dass einzelne Spielerinnen individuell Fortschritte gemacht hätten und diese zunehmend in das Team einbringen könnten. Internationale Vergleiche spielen dabei eine zentrale Rolle in der Entwicklung junger Nationalspielerinnen. «Jedes Spiel für das eigene Land ist etwas Besonderes», betont von Ow. Der direkte Vergleich mit gleichaltrigen Spielerinnen aus anderen Ländern helfe dabei, das eigene Niveau realistisch einzuordnen. «So bekommt jede Spielerin Klarheit darüber, an welchen Dingen sie weiter arbeiten muss.»

Die nächsten Entwicklungsschritte sind für den Trainer klar definiert. Einerseits gehe es darum, dass die Spielerinnen ihre individuellen Stärken besser erkennen und gezielt ins Team einbringen. Andererseits soll sowohl der Deckungsverbund als auch das Angriffsspiel auf Basis der bestehenden Struktur weiterentwickelt werden. Die nächste Standortbestimmung steht bereits bevor: Im April wartet mit Deutschland der nächste internationale Härtetest auf das Schweizer Team. «Diese Entwicklungsschritte werden dort automatisch eingefordert werden», sagt von Ow. Die Spiele in Ungarn haben jedoch gezeigt, dass dieser Jahrgang auf einem vielversprechenden Weg ist.

Quelle: SHV / Beni Rachad (Text); Zsolt Kolati (Bild)

Das könnte dich auch interessieren

Der SHV ist der nationale Fachverband und das Kompetenzzentrum für den Handballsport in der Schweiz.
Der SHV ist Mitglied von Swiss Olympic sowie des Weltverbands IHF und der Europäischen Handball Föderation EHF.

Schweizerischer Handball-Verband ,
Tannwaldstr. 2, 4600 Olten
Tel +41 31 370 70 00 -
shv-fsh@handball.ch


Zum Seitenanfang