Nationalteam Männer • 19.03.2026

Das Schweizer A-Nationalteam leistet sich im ersten Testspiel gegen den kroatischen EM-Dritten zu viele Ballverluste und verliert mit 34:26 (15:14). Am Samstag zum Ende des Lehrgangs stehen sich die beiden Teams erneut gegenüber.
Im vierten Duell gegen Kroatien innert fünf Monaten muss sich das Schweizer A-Nationalteam zum dritten Mal geschlagen geben. Mit einem veränderten Kader und mehreren fehlenden Stammkräften spielt die Schweiz in der ersten Hälfte über weite Strecken gut mit (15:14 Halbzeitstand), überlässt der kroatischen Offensive im zweiten Durchgang aber zu viele Bälle und kassiert damit einfache Tore. Beste Werfer auf Schweizer Seite sind Manuel Zehnder (6 Tore), Samuel Zehnder (5) und Joël Willecke (4). Für Lenny Rubin ist es das 100. Länderspiel im Schweizer Dress.
Spielverlauf
Das Schweizer Team gerät bereits in den ersten Minuten mit 7:3 in Rückstand, in der Deckung fehlt die nötige Aggressivität, um den EM-Dritten zu stoppen. Doch die taktische Umstellung auf das 7:6-Spiel trägt Mitte der ersten Hälfte Früchte; mit variablen und konsequent ausgeführten Spielzügen kommt die Nati wieder an die Kroaten heran. Zur Halbzeit fehlt nur ein Tor zum Ausgleich (15:14). Auch zu Beginn der zweiten Hälfte spielen die Schweizer konzentriert im Angriff, Dimitrij Küttel verkürzt auf 17:16. Im Anschluss folgt jedoch der «fatale» Einbruch, jene Schwächephase, in der zu viele Fehlwürfe und technische Fehler dem Gegner in die Hände spielen. «Gegen eine Nation wie Kroatien, die an den letzten beiden Grossturnieren eine Medaille gewonnen hat, werden solche Schwächephasen sofort bestraft», analysiert Nationaltrainer Andy Schmid unverblümt nach dem Spiel. Somit sei das 34:26-Endergebnis ernüchternd, am Ende aber gerecht: «Wir stellen hohe Ansprüche an uns und wollen uns mit den Besten messen. Dafür müssen wir in jeder Spielminute 100 Prozent geben. Das war heute nicht der Fall.»
Schmid hebt dennoch die positive Phase in der ersten Spielhälfte hervor: «Wenn wir in der Deckung den Zugriff finden und im Angriff konsequent spielen, können wir mit jeder Nation mithalten.» Neben dem 7:6-Spiel, das einen entscheidenden Anteil an dieser Phase hatte, will das Schweizer Team die aktuellen Testspiele nutzen, um weitere Deckungsvarianten zu testen. Der Blick ist dabei klar auf die kommende WM-Qualifikation gerichtet, die das Team gegen Italien bestreiten wird.
Am Donnerstagabend kamen mit Nico Eggimann und Nikos Sarlos zwei der drei Neuen im Schweizer Kader zum Einsatz. Die Chance, sich im Nati-Dress zu beweisen, hat besonders Eggimann mit zwei persönlichen Treffern genutzt. «Ich war vor dem Spiel nervös, habe dann aber jede Minute genossen», so der 24-Jährige des BSV Bern.
Am Samstag steht der zweite Vergleich mit Kroatien an. Anpfiff ist wiederum um 17 Uhr, das Resultat erfährst du auf den Kanälen von handball.ch.
Kroatien – Schweiz 34:26 (15:14)
Schweiz: Seravalli (6 Paraden), Portner (4); Meister, Rubin (2 Tore), Zehnder M. (6), Aellen (3), Kusio, Küttel (2), Steenaerts, Laube, Rellstab, Wanner (2), Eggimann (2), Zehnder S. (5), Willecke (4), Sarlos.
Bemerkungen: 1 x 2 Minuten gegen die Schweiz. 100. Länderspiel von Lenny Rubin.
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