Nationalteam Frauen • 08.03.2026

Das Schweizer Frauen-Nationalteam zeigte im Rückspiel der EM-Qualifikation gegen die Niederlande eine deutliche Reaktion auf die Partie vom Donnerstag. Gegen den WM-Vierten hielt die Schweiz lange mit und lag zur Pause nur -1 zurück, ehe sich die Niederländerinnen in der zweiten Halbzeit mit ihrer Routine nur knapp durchsetzen konnten.
Der Start in die Partie verlief auf beiden Seiten harzig. Viele technische Fehler prägten die Anfangsphase, in der die Niederländerinnen zunächst zwei Schweizer Ballverluste in Tore ummünzten. Erst in der 4. Minute erzielte Nuria Bucher per Siebenmeter, nach einem Foul an Malin Altherr, den ersten Schweizer Treffer. Danach fand die Schweiz besser ins Spiel und Lea Schüpbach knüpfte im Tor an ihre starke Leistung aus dem Hinspiel an. Sie lancierte mit einem weiten Pass Mia Emmenegger, die den Gegenstoss zur ersten Schweizer Führung (3:2) verwertete. Die Gastgeberinnen hielten in der Folge jedoch gut mit und führten nach zehn Minuten mit 6:5. Der niederländische Headcoach Henrik Signell reagierte bereits in der 14. Minute beim Stand von 7:6 für sein Team mit einer ersten Auszeit. Auch danach blieb die Partie ausgeglichen. Schüpbach überzeugte weiter mit Paraden, während Emmenegger mit Steals und Gegenstössen wichtige Impulse setzte. Die Schweizerinnen zeigten im ersten Umgang genau die Reaktion, die Nationaltrainer Knut Ove Joa vor dem Spiel gefordert hatte: länger dagegenhalten als im Hinspiel und die starke Anfangsphase ausdehnen.
Die Schweiz startete nach dem Pausentee engagiert in die zweite Halbzeit und erspielte sich mit der siebten Feldspielerin zwar gute Chancen. Doch nach einem Fehlwurf und einem Stürmerfoul nutzten die Niederländerinnen die Fehler der Gäste konsequent und setzten sich auf 15:12 ab. In der Folge häuften sich die technischen Fehler auf Schweizer Seite, während die Niederlande ihre Angriffe effizienter ausspielte, als noch in der ersten Halbzeit. Beim Stand von 17:13 nahm Knut Ove Joa in der 38. Minute eine Auszeit, doch kurz darauf wuchs der Rückstand erstmals auf fünf Tore an. Trotz einzelner guter Aktionen, etwa von Avril Frei mit starken Einzelaktionen und einem Assist auf Era Baumann, blieb der Abstand bestehen. Und als die Niederlande in der 57. Minute bei eigenem Plus drei auf fünf Spielerinnen reduziert wurde, schien für die Schweiz nochmals alles möglich: Erni verkürzte auf minus zwei, doch das Heimteam liess sich nicht beirren. Schlussendlich gewinnt die Niederlande ein knappes Spiel mit 25:22. Insgesamt zeigte die Schweiz einen deutlich reiferen Auftritt als im Hinspiel und machte sichtbar einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung.
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Niederlande - Schweiz 25:22 (13:12)
WOMEN'S EHF EURO 2026 QUALIFIERS | Topsportcentrum, Almere | 2'000 Zuschauende | SR: Duplii/Pobedrina (UKR)
Schweiz: Schüpbach (15 Paraden), Kuratli; Emmenegger (5 Tore), Bucher (5), Gautschi (3), Baumann (3), Erni J. (3), Frei (2), Altherr (1), Erni K., Coker, Goldmann, Manduca, Brunett, Snedkerud, Truchot
Bemerkungen: 4 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 3 x 2 Minuten gegen die Niederlande. Die Schweiz spielte ohne Herger (überzählig).
Der klare Auswärtssieg in Italien, der überzeugende Auftritt zuhause gegen Bosnien-Herzegowina und die Reaktion im Rückspiel gegen die Niederlande haben gezeigt, welches Potenzial im Team steckt. Gleichzeitig boten die März-Spiele die Möglichkeit, neue Spielerinnen auf internationalem Niveau zu testen und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Mehrere neue Gesichter übernehmen neu Verantwortung, während sich neue Konstellationen im Team entwickeln. Nationaltrainer Knut Ove Joa nutzt diese Phase bewusst, um den Kader breiter aufzustellen und Perspektiven für die kommenden Jahre zu schaffen.
Trotz dieser Entwicklung bleibt das Ziel klar: Die Schweiz will sich für die EHF EURO 2026 qualifizieren. Entscheidende Schritte auf diesem Weg folgen am 12. April; dann wartet in Zürich ein Schlüsselspiel in der Qualifikation. Mit der Unterstützung möglichst vieler Zuschauerinnen und Zuschauer im Rücken will das Team den nächsten Schritt machen und gemeinsam mit den Fans ein starkes Zeichen für den Schweizer Frauenhandball setzen.
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