Die Schweiz erfüllt ihre Pflicht und dominiert im dritten EM-Spiel

Nationalteam Männer  •  20.01.2026

250 Seravalli

Mit klarem Fokus und der nötigen Konsequenz erledigte die Schweiz im letzten Gruppenspiel ihre Pflicht. Gegen Montenegro lieferte das Team von Andy Schmid über 60 Minuten eine abgeklärte Leistung ab, gewann deutlich und hielt damit die eigene Ausgangslage zumindest rechnerisch am Leben: Mit einem slowenischen Sieg stünde die Schweiz in der Hauptrunde.

Die Schweiz startete konzentriert in die Partie. Der gut aufgelegte Luca Sigrist eröffnete das Skore der Partie. Defensiv sorgte Nikola Portner mit seinen Paraden in der Anfangsphase für Sicherheit, dennoch glich Montenegro zunächst zum 3:3 aus. Das Team erspielte sich in der Folge mit Geduld viele gute Situationen, liess jedoch mehrere klare Chancen liegen. Mit zunehmender Spielzeit erhöhte die Schweiz das Tempo und wurde klar spielbestimmend. Lenny Rubin traf dann zum 8:5, gewann im Rückzug den Ball und vollendete wenig später selbst den Gegenstoss zum 9:5. Der für Rubin frisch eingewechselte Luka Maros erhöhte ebenfalls und übernahm dessen Vorgängers gute Phase direkt. Doch trotz spielerischer Kontrolle der Schweizer blieb die Chancenverwertung fehleranfällig, weshalb Schmid beim Stand von 14:11 zur Auszeit griff, die Erkenntnis: Montenegro kam vor allem mit Distanzwürfen zum Erfolg. Positiv wirkte sich die darauffolgende Einwechslung von Mathieu Seravalli aus, der mit seinen ersten Turnier-Paraden half, den Vorsprung auszubauen. Zur Pause führte die Schweiz deshalb folgerichtig mit 22:16.

Nach dem Seitenwechsel baute die Schweiz den Vorsprung konsequent aus. Gino Steenaerts erhöhte in der 36. Minute erstmals auf zehn Tore (26:16), Felix Aellen stellte wenig später den 13-Tore-Abstand her. Die Schweizer gaben nun klar den Ton an, der zehnfache Torschütze Luca Sigrist prägte das Spiel mit hohem Tempo und wiederholten Durchbrüchen. Zwischen der 40. und 46. Minute pendelte sich der Vorsprung bei 13 bis 14 Toren ein, auch dank weiterer wichtiger Paraden von Mathieu Seravalli, der sich zum Ende ganze 12 Paraden gutschreiben lassen durfte. Die Schweiz blieb geduldig und spielfreudig, liess jedoch in der Schlussphase weitere Möglichkeiten unnötig liegen. Ein sehenswert herausgespielter Kempa blieb beispielsweise ungenutzt, später scheiterte Lukas Laube frei am gegnerischen Torhüter, der sich nun ebenfalls noch einstempfelte. Am klaren Spielverlauf änderte dies jedoch nichts, die Schweiz kontrollierte die zweite Halbzeit souverän, erhöhte in der 57. Minute sogar auf +16, was die Negativdifferenz gegenüber den Färingern sogar ausglich. Damit erfüllt die Schweiz ihre Pflicht und gewinnt 26:43!

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MONTENEGRO - SCHWEIZ 26:43 (16:22)
MEN’S EHF EURO 2026 | Unity Arena, Baerum Oslo | 2’579 Zuschauende | SR: Alvarez/Bustamante (ESP)

Schweiz: Portner (5 Paraden), Seravalli (12P); Meister (1 Tor), Rubin (10), Zehnder M. (3), Aellen (1), Röthlisberger (1), Kusio, Maros (3), Steenaerts (8), Laube (2), Sigrist (10), Zehnder S. (4), Willecke, Leopold, Ben Romdhane.

Bemerkungen: 0 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 1 x 2 Minuten gegen Montenegro. Die Schweiz spielte ohne Küttel und Wanner (beide überzählig).

So geht es weiter

Jetzt gilt es, auf die Unterstützung von Slowenien gegen die Färöer zu hoffen. Der deutliche Vorsprung der Schweizer hilft, dass es keine Rolle spielt, wie hoch die Färinger verlieren. Dies ist jedoch die Basis. Bei einem Sieg der Slowenen stünden wir in der Hauptrunde.

Quelle: SHV / Beni Rachad (Text); kolektiff (Bild)

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