Nationalteam Männer • 25.01.2026

Ein früher Rückstand, fehlendes Tempo und zu wenig Ertrag aus Defensivaktionen: Die Schweiz findet gegen Kroatien nach gutem Beginn nicht mehr in ihren Rhythmus und kann den physisch und taktisch abgeklärten Auftritt des Vize-Weltmeisters über weite Strecken nicht mehr entscheidend brechen.
Die Schweiz startet defensiv konzentriert in die Partie. Nach einem Ballgewinn durch Zehnder trifft sie im Gegenstoss zum 1:0, kurz darauf folgt nach einem Block bereits das 2:0. Das Spiel ist von Beginn an sehr physisch, Kroatien kassiert deshalb früh eine Zeitstrafe. In Überzahl fehlt den Schweizern im Angriff jedoch die Bewegung, dennoch hält Portner hinten stark und trifft sogar ins verwaiste kroatische Tor. Sigrist erhöht nach 8:40 Minuten auf 3:0. Kroatien braucht den siebten Feldspieler, um zum ersten Treffer zu kommen, und reagiert nach dem 5:1 in der zehnten Minute mit einem frühen Team Time-out. In der Folge kippt das Momentum: Zeitstrafen gegen Aellen und Meister, technische Fehler im Schweizer Angriff und fehlendes Tempo bringen Kroatien zurück ins Spiel. Mit einem 5:2-Lauf gleicht Kroatien aus und geht wenig später erstmals in Führung. Da nun auch defensiv die Dichte fehlt und die Schweizer Schlussmänner zu wenig unterstützt werden, ziehen die Kroaten bis auf den 13:11 Pausenstand davon.
Auch nach dem Seitenwechsel setzt sich das Bild der ersten Halbzeit fort. Zwar kassiert Kroatien früh eine Zeitstrafe, doch die Schweiz kann daraus keinen Profit schlagen. Die Kroaten agieren nun sehr routiniert, spielen lange Angriffe, finden immer wieder Lücken oder kommen zu freien Distanzwürfen ohne Block. So bauen sie ihren Vorsprung bis auf 18:14 aus, was Schmid in der 40. Minute zu einer Auszeit zwingt. Zwar gelingt danach ein schön herausgespielter Treffer über die Achse Maros–Laube, insgesamt bleibt der Schweizer Auftritt jedoch vorne wie hinten unsauber. Das Tempo fehlt, insbesondere die zweite Welle kommt kaum mehr zur Geltung. In dieser Phase zeigt Seravalli mit mehreren Paraden, unter anderem zwei Big Saves innert kurzer Zeit, dass sich das Team in der Defensive wehrt, doch der Angriff kann dies nicht nutzen. Kroatien hält den Abstand konstant bei vier Toren und lässt die Schweiz trotz eines kurzen Aufbäumens nicht näher als auf zwei Treffer herankommen. In der Schlussphase spielen die Kroaten die Partie abgeklärt zu Ende und gewinnen 28:24.
SCHWEIZ - KROATIEN 24:28 (11:13)
MEN’S EHF EURO 2026 | Malmø Arena, Malmø | 5’480 Zuschauende | SR: Schulze/Tönnies (GER)
Schweiz: Portner (3 Paraden), Seravalli (4P.); Meister, Rubin, Zehnder M. (3 Tore), Aellen, Röthlisberger, Kusio (2), Maros (5), Sigrist (2), Steenaerts (2), Laube (2), Wanner (1), Zehnder S. (6), Willecke, Leopold, Ben Romdhane (1).
Bemerkungen: 5 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 3 x 2 Minuten gegen Kroatien. Die Schweiz spielte ohne Küttel und Wanner (beide überzählig).
Die Hauptrundengruppe bleibt nach dem heutigen Spieltag maximal eng. Nach dem Sieg Islands gegen Schweden und dem erwarteten Erfolg Sloweniens gegen Ungarn stehen vier Teams mit je vier Punkten in der vorderen Tabellenhälfte, die Rotweissen stehen mit einem Punkt auf dem letzten Rang ihrer Gruppe. Für die Schweiz geht es am Dienstag mit dem Duell gegen Island (15:30 Uhr) weiter, ehe bereits am Mittwoch (20:30 Uhr) der nächste Gradmesser gegen Schweden wartet. Beide Partien werden live auf SRF übertragen.
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