Spende und Kusio knacken die 1000er-Marke

Quickline Handball League  •  10.04.2026

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Die diesjährigen Playoff-Viertelfinals der Quickline Handball League schreiben nicht nur sportliche Geschichten, sondern auch statistische: Mit Aleksander Spende und Michael Kusio haben gleich zwei Spieler die Marke von 1'000 Toren in der höchsten Schweizer Liga durchbrochen.

Dabei könnten die Wege der beiden kaum unterschiedlicher sein. Spende, der beim RTV Basel seit Jahren eine tragende Rolle im Rückraum einnimmt, erreichte die 1'000 Tore in gerade einmal 148 Spielen. Mit einem Schnitt von 6,7 Treffern pro Partie gehört er damit über die Jahre zu den effizientesten Scorern der Liga. Seine Zahlen stehen sinnbildlich für einen Spielertyp, der Verantwortung übernimmt, Würfe sucht und in entscheidenden Momenten präsent ist. Es ist diese Mischung aus Wurfqualität, Spielverständnis und Konsequenz im Abschluss, die ihn zu einer der prägendsten Offensivfiguren der vergangenen Jahre macht.

Ganz anders liest sich die Statistik von Kusio. Der bald 28-jährige Linkshänder vom BSV Bern, der vor kurz vor seinem Wechsel in die französische Liga steht, benötigte 271 Spiele für seine 1'000 Treffer und weist einen Schnitt von 3,7 Toren pro Partie auf. Was auf den ersten Blick weniger spektakulär erscheint, gewinnt bei genauerem Hinsehen an Bedeutung: Kusio steht für Konstanz. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg hat sich der Nationalspieler in der Liga behauptet, sich stetig weiterentwickelt und sich zu einer festen Grösse in seinem Team und darüber hinaus im Schweizer Handball etabliert. Seine Karriere ist geprägt von Verlässlichkeit und der Fähigkeit, über lange Zeiträume hinweg Leistung zu bringen.

So unterschiedlich die Zahlen auch sind, so klar ist der gemeinsame Nenner: 1'000 Tore erzielt man nicht zufällig. Diese Marke setzt nicht nur individuelle Qualität voraus, sondern auch Vertrauen der Trainer, körperliche Robustheit und die Bereitschaft, über Jahre hinweg Verantwortung zu übernehmen. Spieler, die diese Schwelle erreichen, prägen ihre Teams oft weit über einzelne Saisons hinaus.

Die ewige Torschützenliste
Ein Blick auf die ewige Torschützenliste ordnet die Leistung zusätzlich ein. Angeführt wird diese weiterhin von Goran Perkovac, der in 359 Spielen beeindruckende 2'637 Tore erzielte und damit auf einen Schnitt von 7,3 Treffern pro Partie kommt. Direkt hinter ihm steht Jae-Won Kang, der Perkovac mit 2'269 Toren in 345 Spielen auf den Versen war. Werte, die bis heute als Massstab für offensive Dominanz gelten und zeigen, in welchem exklusiven Kreis sich Spende und Kusio nun bewegen.

Dass Spende und Kusio ihren persönlichen Meilenstein ausgerechnet in der intensivsten Phase der Saison erreichen, passt ins Bild: Wenn der Druck steigt, zeigt sich, welche Spieler über Jahre hinweg den Unterschied gemacht haben. Spende und Kusio gehören zweifellos dazu, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise.

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Quelle: SHV, Jürg Jungi (Text) / Martin Deuring, Adrian Ehrbar (Bilder)

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