SHV richtet das Frauen-Nationalteam auf Olympia aus und verlängert mit Knut Ove Joa

Nationalteam Frauen  •  02.03.2026

173 Knut Ove Joa

Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) hat am Montag im Rahmen einer umfassenden Projektpräsentation offiziell den Startschuss für die «Roadmap 2032» gegeben. Ziel ist es, das Frauen-A-Nationalteam auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane auszurichten. In Zuge dessen verlängert der Verband mit Nationaltrainer Knut Ove Joa vorzeitig bis 2029.

Olympia 2032 als strategische Leitlinie
Mit der «Roadmap 2032» verankert der SHV die Olympischen Spiele 2032 als strategische Leitlinie im Frauen-Leistungssport. Die Qualifikation für Brisbane wird nicht als isoliertes Ziel verstanden, sondern als Resultat einer mehrjährigen, konsequent aufgebauten Entwicklung. Der Verband definiert dafür einen klar strukturierten Masterplan mit verbindlichen Meilensteinen und sportlichen Zwischenzielen: Bis 2029 sollen sich die Schweizerinnen regelmässig für Endrunden qualifizieren und in der Hauptrunde etablieren. Für die EHF EURO 2030 wird ein Platz unter den Top 8 angestrebt, an der WM 2031 der Viertelfinal – als Grundlage für eine erfolgreiche Olympia-Qualifikation.

Zentral ist dabei die Verbindlichkeit auf allen Ebenen. Ein neues Vertragsmodell für das «Roadmap 2032»-Kader regelt klare Leistungs- und Entwicklungsziele sowie die enge Abstimmung bei Clubentscheiden und sichert die Nationalspielerinnen ab. Der SHV investiert unter anderem in den Ausbau der Athletik- und sportpsychologischen Betreuung sowie in entsprechendes Fachpersonal. SHV-Präsident Pascal Jenny betont: «Wenn wir 2032 in Brisbane einlaufen wollen, müssen wir heute den Mut haben, gross zu denken und konsequent zu handeln. Diese Roadmap ist unser gemeinsames Versprechen an den Schweizer Frauenhandball. Wir investieren in Strukturen und erwarten klares Commitment.»

Engagement von Knut Ove Joa vorzeitig verlängert
Ein zentrales Signal des Abends war die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Knut Ove Joa bis 2029. Der Norweger steht seit 2023 an der Spitze des Frauen-A-Nationalteams und prägt seither die sportliche und strukturelle Weiterentwicklung massgeblich. So begeisterte das Team unter seiner Leitung an der Heim-Euro 2024 in Basel, erreichte erstmals eine Hauptrunde und stand 2025 zum ersten Mal an einer Weltmeisterschafts-Endrunde und erreichte auch an dieser die Hauptrunde.

Mit der Verlängerung schafft der Verband frühzeitig Planungssicherheit für die entscheidende Phase der Roadmap bis 2029, inklusive der Qualifikationszyklen für EURO 2030 und WM 2031. Luzia Bühler, SHV-Vizepräsidentin und Verantwortliche Leistungssport ordnet ein: «Langfristige Ziele brauchen langfristige Führung. Mit Knut Ove Joa haben wir einen Trainer, der sportliche Kompetenz, internationale Erfahrung und die nötige Klarheit in der Haltung vereint. Seine Verlängerung ist ein starkes Zeichen für die sportliche Ausrichtung.»

Auch Joa selbst bekennt sich klar zur Vision: «Wir haben in den letzten Jahren wichtige Grundlagen gelegt. Jetzt geht es darum, den nächsten Schritt zu machen: konsequent, mutig und gemeinsam. Olympia 2032 ist ein grosses Ziel. Aber grosse Ziele geben Energie und Richtung.»

Ein Projekt für den gesamten Frauenhandball
Die Roadmap 2032 ist mehr als ein sportliches Programm. Sie soll die Professionalisierung des Frauenhandballs in der Schweiz weiter vorantreiben, Strukturen schärfen und Identifikation schaffen. Der SHV versteht die Olympia-Ausrichtung als Plattform für Sichtbarkeit, Nachwuchsförderung und nachhaltige Entwicklung im Schweizer Handball.

Olympia 2032 beginnt jetzt.

Quelle: SHV / kolektiff

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