Nationalteam Männer • 08.01.2026

Heute Abend wird es ernst. Mit dem Startspiel gegen die Ukraine eröffnet das Schweizer Männer-Nationalteam in der Win4 Arena in Winterthur den Yellow Cup, die letzte und wichtigste Standortbestimmung vor der Europameisterschaft 2026. Drei Spiele in drei Tagen, Turnierrhythmus, Drucksituationen: Genau das Umfeld, das es braucht, um bereit zu sein für Oslo.
Nationaltrainer Andy Schmid hat die Marschrichtung klar definiert: Der Fokus liegt auf der eigenen Struktur, auf klaren Abläufen und auf der Verteilung der Verantwortung innerhalb des Teams. «Wir wollen Dinge testen, Automatismen festigen und bewusst auch Risiken eingehen», lautet die Devise. Fehler sollen jetzt passieren, nicht an der EM. «Der grösste Schritt im Schweizer Handball ist der Mindset», betonte Schmid zuletzt gegenüber der EHF. Genau dieser Anspruch soll sich nun auch auf dem Feld zeigen: Präsenz von der ersten Minute an, klare Abläufe, hundert Prozent Engagement. Der heutige Gegner Ukraine eignet sich dafür bestens. Die Osteuropäer sind ebenfalls für die EM qualifiziert, treten physisch robust auf und spielen mit hoher Intensität. Für die Schweiz ist es ein Gradmesser, der wenig Spielraum für Nachlässigkeiten lässt. Gefordert sind vor allem Stabilität in der Abwehr, Konsequenz im Umschaltspiel und die Fähigkeit, das eigene Tempo über 60 Minuten durchzuziehen. Ein Augenmerk liegt auch auf der Belastungssteuerung und den personellen Varianten. Der Yellow Cup bietet die Gelegenheit, in drei Spielen an drei Tagen unterschiedliche Konstellationen zu testen, ohne den Wettkampfgedanken aus den Augen zu verlieren. Gerade im Hinblick auf die EM-Gruppenphase zählt jede Erkenntnis, sei es in Unterzahlsituationen, bei der Chancenverwertung oder im Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis.
Ein besonderer Fokus liegt auf Manuel Zehnder. Vor genau einem Jahr riss sich der Spielmacher am Yellow Cup das Kreuzband, nun steht er ausgerechnet in Winterthur vor seinem Comeback im Nationalteam. Nach Monaten der Reha, mentaler Aufbauarbeit und dem Wiedereinstieg beim Champions-League-Sieger Magdeburg ist der 26-Jährige wieder einsatzbereit. Sein Auftritt ist nicht nur sportlich relevant, sondern auch ein Symbol für den Weg dieses Teams: Rückschläge annehmen, wachsen, zurückkommen. Ebenfalls zurück ist Nikola Portner, der sein Comeback auf Schweizer Boden geben wird.
Für das Publikum in Winterthur ist das Turnier gleichzeitig die letzte Gelegenheit, die Nati vor dem Abflug nach Oslo live zu erleben. Das Team will sich entsprechend präsentieren: fokussiert, entschlossen und mit der Haltung eines Teams, das weiss, was es kann, aber auch, woran es noch arbeiten muss. Der Yellow Cup ist damit weit mehr als ein Traditionsturnier. Er ist die letzte Standortbestimmung. Und das heutige Spiel gegen die Ukraine der nächste echte Test auf dem Weg zur EM 2026 - live zu sehen auf S1 (oder aus dem Ausland via Livestream).

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