Nationalteam Männer • 13.01.2026

Das Schweizer Nationalteam ist am Mittwoch nach Oslo (NOR) gereist – an Bord der Swiss-Maschine, die niemand geringeres als Marco Eggenschwiler flog. Mit den Glückwünschen den ehemaligen Nationalspielers und heutigen Piloten bereitet sich die Schweiz auf das erste EM-Spiel am Freitagabend vor.
«Ich wünsche dem sich an Bord befindenden Schweizer Nationalteam viel Erfolg für die bevorstehende Europameisterschaft und allen anderen Gästen einen guten Aufenthalt in Oslo.» Mit dieser Durchsage durch die Lautsprecher im Flugzeug begann am Mittwoch für die Schweizer Handballer offiziell die EM 2026. Gesprochen wurde sie vom Piloten im Cockpit. Kein geringerer als der ehemalige Nationalspieler Marco Eggenschwiler (Im Titelbild).
Eggenschwiler absolvierte bis 2008 insgesamt 45 Länderspiele für das Schweizer A-Nationalteam und erzielte dabei 21 Tore. Heute fliegt der Niederrohrdorfer als Linienpilot im Cockpit der Swiss. Dass er nun das aktuelle Nationalteam nach Oslo brachte, ist eine jener Geschichten, die das Leben so schreibt. Der frühere Nationalspieler im Cockpit, bei ihm unser aktuelle Teamcaptain. Geimeinsam steuern sie die Maschine, die nächste Generation auf dem Weg zum Grossanlass.
Letzte Feinabstimmungen
Zu Wochenbeginn war das Team von Nationaltrainer Andy Schmid in den Trainingsmodus zurückgekehrt. Die Eindrücke aus dem Yellow Cup wurden aufgearbeitet, Details geschärft, Abläufe verfeinert. Es ging nicht mehr um Grundsätzliches, sondern um Nuancen: Entscheidungsfindung unter Druck, Ballkontrolle in kritischen Phasen, Abstimmung in der Defensive. Genau jene Punkte, die Schmid nach dem Turniersieg offen angesprochen hatte.
Der Erfolg in Winterthur war verdient und wichtig, aber er offenbarte auch jene kleinen Schwankungen, die auf EM-Niveau schnell bestraft werden. Sportlich lieferte der Yellow Cup dennoch wertvolle Bestätigung. Die Breite im Kader ist da, das Tempo hoch, der Spielwitz sichtbar. Vor allem die Comebacks von Nikola Portner und Manuel Zehnder verliehen den Tests unter Realbedingungen zusätzliche Bedeutung. Portner brachte nach seiner Rückkehr sofort Stabilität ins Tor, Zehnder setzte mit seiner Rückkehr ausgerechnet in Winterthur ein emotionales Ausrufezeichen. Acht Tore im Auftaktspiel gegen die Ukraine, Präsenz, Mut, Verantwortung. Vieles erinnerte daran, weshalb er als einer der prägenden Spieler dieser Generation gilt.
Gleichzeitig bestätigte das Turnier, was sich in den letzten Monaten abgezeichnet hat: Dieses Team funktioniert nicht über Einzelspieler, sondern über ein kollektives Verständnis von Leistung. Unterschiedliche Formationen, wechselnde Rollen, Verantwortung auf vielen Schultern: die Schweiz ist variabler und reifer geworden. Dass im «Finalspiel» gegen Nordmazedonien trotz komfortabler Pausenführung nochmals eine schwierige Phase überstanden werden musste, passt ins Gesamtbild: bereit, aber noch nicht fertig. Und genau darin liegt die Chance.
Die Europameisterschaft 2026 kann starten.
Die Vorrundenspiele des Schweizer Nationalteams in der Gruppe D werden live im TV zu sehen sein: SRF zwei überträgt alle drei Begegnungen am Freitag, Sonntag und Dienstag:
16.01.2026, 20:30 Uhr | Färöer - Schweiz
18.01.2026, 20:30 Uhr | Schweiz - Slowenien
20.01.2026, 18:00 Uhr | Montenegro - Schweiz
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