Handball Schweiz • 26.12.2025

Der Mobiliar Handball Cup steht vor seinem Höhepunkt. In der Pilatus Arena werden am Sonntag die letzten Entscheidungen gefällt: Um 15.00 Uhr steht das Spiel um Platz drei zwischen dem BSV Stans und Otmar St. Gallen auf dem Programm, ehe um 18.00 Uhr im grossen Cupfinal zwischen Pfadi Winterthur und den Kadetten Schaffhausen der Cupsieger gekürt wird. Tickets für den Finalsonntag sind ab sofort erhältlich!
Nach zwei intensiven Halbfinals vor 2'345 Zuschauenden ist das Tableau für den Finalsonntag im Mobiliar Handball Cup gesetzt. In der Pilatus Arena stehen am Sonntag die letzten Entscheidungen eines stimmungsvollen Final4-Wochenendes an. Während sich im Spiel um Platz drei zwei enttäuschte, aber hochmotivierte Teams gegenüberstehen, kommt es im grossen Final zum Duell der beiden Halbfinal-Sieger. Mit den Kadetten Schaffhausen und Pfadi Winterthur treffen im Endspiel Titelroutine und Finalhunger aufeinander: zwei Teams, die sich am Samstag auf unterschiedliche Art durchgesetzt haben und nun nur noch ein Schritt vom Cuptriumph trennt. Der Mobiliar Handball Cup geht damit in seine entscheidende Phase: alles oder nichts, Bühne frei für die letzten 60 Minuten.
Das zweite Cup-Halbfinal zwischen den Kadetten Schaffhausen und dem TSV St. Otmar St. Gallen startete ausgeglichen. Bis zum 4:4 in der 9. Minute tasteten sich beide Teams ab, ohne klare Vorteile zu schaffen. In der 12. Minute setzte Otmar das erste Ausrufezeichen: Zwei Treffer in Folge, einer davon ein sehenswerter Dreher im Gegenstoss von Tobias Wetzel, verschafften den Ostschweizern kurzzeitig das Momentum. Auch je eine Zeitstrafe für beide Teams änderte nichts daran, dass die Olma-Städter das Spieldiktat übernahmen. Zudem blieb ein gehaltener Siebenmeter von Kadetten-Keeper Bergmann folgenlos, da der Wurf wegen eines Abwehrfehlers wiederholt werden musste und ihn Stroustrup sicher verwertete. Offensiv bekundeten beide Teams Mühe, Schaffhausen fand nur schwer Lösungen, Otmar blieb vor allem vom Siebenmeterstrich effizient. Nach einem Team-Timeout der Kadetten in der 22. Minute verkürzte Odinn Rikhardsson kurz vor der Pause ebenfalls per Siebenmeter, beim Stand von 15:16 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Ein missglückter Flieger von TSV St. Otmar St. Gallen neben das Tor ermöglichte den Kadetten Schaffhausen den Anschluss zum 17:18. In einer zunehmend harzigen Phase mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten verhinderten zunächst zwei wichtige Paraden von Björkman Myhr im Otmar-Tor den Ausgleich. Dieser fiel dennoch in der 46. Minute zum 21:21. Otmar reagierte mit einem Team-Timeout, leistete sich danach jedoch erneut einen Ballverlust. Schaffhausen konnte daraus kein Kapital schlagen, kassierte selbst einen technischen Fehler, Otmar ging wieder in Führung (22:21). In der 49. Minute drehte Odinn Rikhardsson per Siebenmeter die Partie erstmals zugunsten der Kadetten (23:22), wenig später zogen die Munotstädter auf 25:23 davon. Die Schlussphase blieb offen: Martinovic vergab frei vor Björkman Myhr, wenig später setzte Andrin Schneider einen freien Wurf neben das Tor und verursachte zusätzlich einen Wechselfehler samt Siebenmeter. Doch auch Rikhardsson liess eine klare Chance liegen. Otmar bekam nochmals die Möglichkeit zurückzukommen, brachte den letzten Siebenmeter aber nicht an Schaffhausens Bergmann vorbei. Die Partie endete 28:26 für den zweiten Finalisten Kadetten Schaffhausen.








Der Auftakt zum ersten Cup-Halbfinal hätte aus Sicht des BSV Stans kaum emotionaler sein können. Kurz vor dem Anpfiff stimmten die Stanser Fans ein Geburtstagsständchen für Captain Nando Kuster an und auf dem Feld legte der NLB-Vertreter passend nach. Die Nidwaldner erzielten die ersten beiden Treffer und gaben, getragen von ihren lautstarken Fans, klar den Ton an. Pfadi Winterthur bekundete in den ersten zehn Minuten Mühe und lag mit 2:5 zurück. Erst die Einwechslung von Cuencas brachte mehr Stabilität, dennoch hielt Stans den QHL-Vertreter zunächst auf Abstand. Pfadi fand nun vermehrt über das Tempo ins Spiel, vor allem Mierzwa sorgte mit schnellen Gegenstössen für Akzente. Auf der Gegenseite glänzte Stanser Torhüter Estermann mit einer Siebenmeter-Parade samt Nachwurf, ehe Pfadi-Keeper Kusnandar ebenfalls doppelt vom 7m-Strich parierte. Der Lohn für die Zürcher folgte in der 21. Minute mit dem Ausgleich zum 10:10. Eine kurze doppelte Überzahl nutzte Pfadi schliesslich zur ersten Führung, ehe es mit 15:17 für die Winterthurer in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Pfadi Winterthur den besseren Start und zog mit einem 3:0-Lauf auf 20:15 davon. Doch wer meinte, der BSV Stans würde sich davon entmutigen lassen, täuschte sich. Die Nidwaldner hielten dagegen, kämpften weiter mit viel Herz, standen jedoch vor der Frage, ob der Rückstand nicht bereits zu gross war. Pfadi kontrollierte die Partie nun weitgehend und hielt Stans konstant auf vier bis fünf Tore Distanz, auch als der Aussenseiter mit zwei Kreisläufern taktisch variierte. Spätestens als Mierzwa erneut über den Tempogegenstoss zum 25:19 traf, schien das Momentum endgültig auf Seiten des QHL-Vertreters zu kippen. Zu viele technische Fehler verhinderten eine weitere Annäherung der Stanser. In der Schlussphase liess der Finalfavorit nichts mehr anbrennen und spielte den Vorsprung souverän nach Hause. Pfadi Winterthur setzte sich folgerichtig 34:25 durch und löste das erste Ticket für den Cupfinal.








Zunächst bietet das Spiel um Platz drei zwischen dem BSV Stans und Otmar St. Gallen um 15.00 Uhr jenen Teams eine letzte Bühne, die den Finaleinzug knapp verpasst haben. Sie treten mit offenem Visier und ohne taktische Zurückhaltung an, um die Wunden aus dem Halbfinalspiel heilen zu lassen. Der emotionale Höhepunkt folgt um 18.00 Uhr mit dem grossen Cupfinal, wenn Pfadi Winterthur und die Kadetten Schaffhausen um die prestigeträchtige Trophäe kämpfen und ein intensives Wochenende seinen sportlichen Abschluss findet. In der Pilatus Arena wartet damit ein Finalsonntag, der Spannung, Emotionen und Cup-Geschichte verspricht – und einen Sieger, der den Weg nach Luzern bis ganz ans Ziel gegangen ist.
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