Handball Schweiz • 28.12.2025

Im grossen Final des Mobiliar Handball Cup krönten sich die Kadetten Schaffhausen am Sonntagabend in der Pilatus Arena vor 2’649 Zuschauenden zum Cupsieger 2025/26. In einem intensiven Endspiel gegen Pfadi Winterthur setzte sich der ungeschlagene QHL-Leader durch und sichert sich den club-elften Pokal und damit die erste Trophäe der laufenden Spielzeit.
Der Cupfinal begann nach einer spektakulären LED-Show und der Schweizer Nationalhymne ohne jegliches Abtasten, standen sich die beiden Teams doch bereits vor Wochenfrist schon gegenüber. Die Kadetten Schaffhausen standen defensiv von Beginn weg stabil und bestraften früh die technischen Fehler von Pfadi Winterthur durch Mobiliar-Topscorer Ríkhardsson im Gegenstoss. Beide Teams agierten, getragen von den beiden Fanlagern, mit viel Härte in der Abwehr. Pfadi tat sich offensiv daher schwer und blieb über achteinhalb Minuten ohne Treffer, weshalb Headcoach Cvetkovic seine Männer mittels Buzzer zur Besprechung bat. In der Folge häuften sich technische Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten, gleich zwei vergebene Würfe aufs verwaiste Tor des ungeschlagenen QHL-Leaders hielten die Zwei-Tore-Differenz zu Gunsten der Schaffhauser jedoch aufrecht. Nach mehreren Zeitstrafen und einer roten Karte gegen Reznicky bäumte Pfadi auf und glich in der 25. Minute sogar in Unterzahl durch einen von Mobiliar Topscorer Mierzwa verwandelten Gegenstoss aus. Schaffhausen blieb jedoch ruhig, fand defensiv erneut zu Stabilität und setzte sich bis zur Pause wieder ab. Mit 14:11 für die Kadetten ging es in die Kabinen.
Nach der Pause meldete sich Pfadi Winterthur nochmals zurück und verkürzte früh. Doch zu viele technische Fehler des Herausforderers erlaubten es den Kadetten Schaffhausen, den Vorsprung erneut auf vier Tore auszubauen. Pfadi blieb kämpferisch, kam nach einem Ballgewinn und einem sehenswerten Treffer von Cuencas in der 41. Minute nochmals auf 19:20 heran, die Partie schien zu kippen. Ein Team-Timeout von Kadetten-Coach Hrvoje Horvat heizte die Winterthurer Fans nochmals an, stoppte den Pfadi-Lauf aber nur bedingt. Mierzwa vergab wenig später erstmals in diesem Spiel einen Gegenstoss, ehe Ríkhardsson per Siebenmeter eiskalt reagierte. Als Mierzwa danach auch vom Punkt scheiterte und Lier einen Abpraller zum 23:20 verwertete, wuchs der Vorsprung erneut an. Kurz darauf parierte Kadetten-Keeper Car einen weiteren Siebenmeter. Ab der 45. Minute agierte Schaffhausen äusserst routiniert, kontrollierte das Geschehen und liess nichts mehr anbrennen. Mit weiteren Paraden von Bergmann brachten die Kadetten ihren Vorsprung souverän über die Zeit und krönten sich mit dem 29:26-Sieg verdient zum Cupsieger.
Im Spiel um Rang drei fanden beide Teams nur schwer ins Spiel. Der BSV Stans biss sich zu Beginn an der kompakten 6:0-Abwehr des TSV St. Otmar St. Gallen die Zähne aus und benötigte über achteinhalb Minuten bis zum ersten Treffer. Gleichzeitig tat sich auch Otmar offensiv schwer, nach zehn Minuten stand es erst 2:2, geprägt von zahlreichen technischen Fehlern. Stans nutzte nun ihren Flow aus der zweiten Reihe, ging in der 14. Minute erstmals in Führung und erhöhte durch Franco Inderbitzin im Gegenstoss in der 18. Minute auf drei Tore Differenz, getragen von starken Paraden von Estermann. Otmar blieb ruhig, glich wenig später aus und übernahm nach einem Team-Timeout von Trainer Michael Suter wieder das Kommando. In der Schlussphase des ersten Umgangs setzten sich nochmals die St. Galler ab und nutzten die erneute Mühe der Stanser gegen Abwehr und Torhüter Björkman Myhr zur 16:13-Pausenführung.
Nach der Pause stemmte sich der BSV Stans nochmals gegen die drohende Entscheidung. Zwei starke Paraden von Estermann hielten Stans im Spiel, offensiv dauerte es jedoch erneut lange, rund fünf Minuten bis zu ihrem ersten Treffer der zweiten Hälfte. Der TSV St. Otmar St. Gallen nutzte diese Phase, um den Vorsprung zunächst auf vier, nach einer Zeitstrafe gegen Stans gar auf fünf Tore auszubauen. Doch die Nidwaldner liessen die Köpfe nicht hängen. Getragen von weiteren Paraden Estermanns und einem stabilisierten Abwehrverbund kämpfte sich Stans zurück. Otmar stellte zwischenzeitlich auf den siebten Feldspieler um, hielt den Gegner so auf Distanz, trotz eines Treffers ins leere Tor. Als die Stanser Fans ihr Team nochmals nach vorne trugen und auf 22:24 verkürzten, blieb die Partie kurz offen. In der 54. Minute sorgte Stroustrup mit dem Treffer zum Vier-Tore-Vorsprung für die Vorentscheidung. Zwar kam Stans nochmals heran, am Ende brachte Otmar den Vorsprung in einer dramatischen Schlussphase jedoch souverän über die Zeit und sicherte sich mit dem 30:28-Sieg verdient die Bronzemedaille.
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