WM-Playoffs im Visier: Schweizer Nationalteam bereit für Italien-Duell im Hallenstadion

Nationalteam Männer  •  27.04.2026

Lukas Laube Im Hallenstadion Gegen Deutschland A Wagner 2025

Am 13. Mai wird das Zürcher Hallenstadion erneut zur grossen Bühne für den Schweizer Männer-Handball. Im Hinspiel der WM-Playoffs trifft das Nationalteam auf Italien – mit dem klaren Ziel, sich eine ideale Ausgangslage für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland zu schaffen. Nun hat Nationaltrainer Andy Schmid sein Kader für dieses wichtige Spiel bekannt gegeben.

Bewährte Legionärskraft im Aufgebot
Das Aufgebot vereint Erfahrung aus internationalen Topligen mit bewährten Kräften aus der heimischen Liga. Gleich zehn Schweizer Nationalspieler stehen aktuell bei Vereinen im Ausland unter Vertrag. Angeführt wird die Legionärsgruppe von Leistungsträgern wie Nikola Portner, Lenny Rubin oder Lukas Laube. Auch die beiden Nati-Zehnder, Samuel Zehnder und Manuel Zehnder, gehören zum Kader – Letzterer überzeugte zuletzt beim Lehrgang in Kroatien mit dem wichtigen Ausgleichstreffer. Auch Noam Leopold, der sich beim HBC Nantes in der Champions League etabliert hat und sein Engagement kürzlich bis 2030 verlängerte, steht ebenfalls im Aufgebot. Mit Joël Willecke und Samuel Zehnder sind zudem zwei Akteure vertreten, die jüngst mit dem TBV Lemgo Lippe beim Final4-Turnier für Aufsehen sorgten und sich an diesem spektakulären Finalwochenende die Bronzemedaille sicherten. Währenddessen reist Abwehrchef Samuel Röthlisberger als frischgebackener Vater ins Nati-Camp.

Nationale Playoff-Form als zusätzlicher Boost
Auch die in der Schweiz tätigen Nationalspieler reisen mit viel Selbstvertrauen an. Sämtliche Akteure, darunter Luca Sigrist (HC Kriens-Luzern), Luka Maros (Kadetten Schaffhausen) oder Mathieu Seravalli (BSV Bern), stehen aktuell in den Playoff-Halbfinals der heimischen Liga und befinden sich somit mitten im Wettkampfmodus. Zusätzliche Erfolgsmeldungen sorgen für weitere Dynamik im Team: Michael Kusio wird nach der Saison den Schritt nach Frankreich wagen, während Levin Wanner (beide BSV Bern) künftig in der Bundesliga bei Lemgo auf seine Nationalteamkollegen trifft.

Von Kroatien gegen Italien
Die Vorbereitung auf die WM-Playoffs verlief für das Schweizer Nationalteam vielversprechend. Beim Lehrgang im März in Kroatien zeigte das leicht veränderte Team unter Nationaltrainer Andy Schmid eine eindrückliche Reaktion auf die klare Niederlage im ersten Spiel und erkämpfte sich im zweiten Duell ein starkes 35:35-Unentschieden gegen den EM-Dritten. Vor allem die offensive Variabilität, das hohe Tempo sowie die deutlich verbesserte Effizienz im Abschluss unterstrichen das vorhandene Potenzial seiner Auswahl. Gleichzeitig offenbarte der Lehrgang auch, worauf es in den entscheidenden Spielen ankommen wird: Konstanz auf höchstem Niveau. "Wenn wir nahe an unserem Maximum spielen und dieses über die gesamte Spielzeit halten, haben wir auch gegen Topteams eine Chance", so Schmid damals. Genau diese Stabilität wird nun gegen Italien gefordert sein – einen Gegner, der keinesfalls zu unterschätzen ist.

Die von Bob Hanning trainierte "Squadra Azzurra" hat in den vergangenen Monaten mehrfach ihre Qualität unter Beweis gestellt, bot in der EM-Qualifikation starken Nationen wie Spanien und Serbien Paroli und verabschiedete sich im Januar mit einem 29:28-Sieg gegen Polen aus dem Turnier. Umso wichtiger wird der Heimvorteil im Zürcher Hallenstadion. Bereits im vergangenen Jahr sorgten über 8’000 Fans für eine aussergewöhnliche Atmosphäre, die das Nationalteam spürbar beflügelte. Genau diese Energie von den Rängen wird auch im bevorstehenden Playoff-Hinspiel entscheidend sein, wenn die Schweiz den nächsten Schritt Richtung Weltmeisterschaft 2027 machen will. Tickets für dein Erlebnis am Auffahrtsmittwoch sind folgend erhältlich:

Quelle: SHV / Beni Rachad (Text); Alexander Wagner (Bild)

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