Nationalteams Nachwuchs • 07.07.2026

Das Schweizer U16-Nationalteam der Frauen hat die European Open in Göteborg auf dem starken 4. Schlussrang abgeschlossen. Das Team von Headcoach Jürgen Fleischmann zeigte über das gesamte Turnier eine überzeugende Entwicklung und bewies, dass die Schweiz auch mit diesem Jahrgang zu den besten Nachwuchsnationen Europas gehören kann.
Die Schweizer U16-Juniorinnen haben an der Women’s 16 European Open in Göteborg ein starkes Turnier gespielt. Nach überzeugenden Auftritten in der Vorrunde, einem klaren Viertelfinalsieg und zwei engen Spielen in der Finalphase beendet die Schweiz das Turnier auf dem 4. Schlussrang.
Besonders bemerkenswert war der Auftritt gegen Deutschland in der Vorrunde. Die Schweiz war das einzige Team, das den späteren Europameister nicht nur fordern, sondern auch besiegen konnte. Für Headcoach Jürgen Fleischmann war diese Partie der stärkste Auftritt des Schweizer Teams: «Das Spiel gegen Deutschland war überragend.» Grundlage für die starken Leistungen war aus Sicht des Trainers vor allem die Defensive. Die Schweiz fand über weite Strecken des Turniers viel Stabilität in der Deckung und konnte sich damit gegen starke internationale Konkurrenz behaupten. Im Viertelfinal folgte ein deutlicher 33:19-Sieg gegen Serbien, mit dem sich die Schweizerinnen den Einzug in den Halbfinal sicherten.
Dort wartete Ungarn. In einer intensiven und engen Partie musste sich die Schweiz erst nach Verlängerung mit 28:32 geschlagen geben. Auch das Spiel um Platz 3 gegen Kroatien ging mit 23:24 äusserst knapp verloren. «Es waren Details im Angriff, weniger technische Fehler und ein bisschen Wettkampfglück in den Crunchtimes», ordnet Fleischmann die entscheidenden Phasen ein.
Trotz der beiden knappen Niederlagen zum Abschluss überwiegt die positive Bilanz klar. Die Schweiz zeigte, dass sie auch mit diesem Jahrgang unter den Topnationen mitspielen kann. Gleichzeitig betont Fleischmann, dass der Weg weitergeht: «Das Team hat sich im letzten Jahr gut entwickelt, muss aber noch viel lernen, um auch zukünftig mit den Topteams mitspielen zu können.» Die Entwicklung im vergangenen Jahr stimmt den Headcoach besonders positiv. Er habe Fortschritte in allen Bereichen gesehen. Für die Spielerinnen sei das Turnier eine wichtige Erfahrung gewesen, gerade mit Blick auf Widerstände und die Anforderungen auf internationalem Niveau. «Ich hoffe, sie nehmen vieles mit. Vor allem, dass grosser Widerstand nötig ist, um sich selbst weiterzuentwickeln.»
Für den Schweizer Nachwuchs-Handball ist der 4. Rang ein starkes Zeichen. Die U16-Juniorinnen haben in Göteborg nicht nur Resultate geliefert, sondern auch gezeigt, dass in diesem Jahrgang viel Potenzial steckt. Für viele Spielerinnen geht der Weg in den kommenden Jahren im U18-Nationalteam weiter, wo sie sich auf internationalem Niveau weiterentwickeln können.
Der Schweizerische Handball-Verband gratuliert den Spielerinnen und dem Staff um Headcoach Jürgen Fleischmann herzlich zum starken Auftritt an der European Open.
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