GC Amicitia Zürich und der LC Brühl Handball messen sich im SPL1-Final

Top-Ligen  •  07.05.2026

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Die Halbfinalserien der Swiss Premium League sind entschieden. Sowohl GC Amicitia Zürich als auch der LC Brühl Handball gewinnen ihre Best-of-Three-Serien in zwei Spielen. Damit kommt es im Final zur Neuauflage des diesjährigen Cupfinals und eines denkwürdigen Playoff-Finals von vor zwei Jahren.

Die Finalpaarung in der Swiss Premium League der Frauen steht fest: GC Amicitia Zürich trifft auf den LC Brühl Handball. Beide Teams lösten ihr Ticket für die Endspielserie auf direktem Weg. GC Amicitia setzte sich gegen den LK Zug mit 2:0 Siegen durch, der LC Brühl Handball entschied seine Halbfinalserie gegen Yellow Winterthur ebenfalls in zwei Partien für sich. Damit treffen im Playoff-Final die beiden prägenden Teams dieser Saison aufeinander. GC Amicitia Zürich geht als Qualifikationssieger und frisch gekürter Cupsieger in die Serie. Im Cupfinal hatte sich das Team gegen den LCB durchgesetzt und damit den ersten Titel seit über zwanzig Jahren gewonnen. Für Brühl geht es nun um die Titelverteidigung in der Meisterschaft und um eine sportliche Reaktion auf die Niederlage im Cupfinal.

Zürcherinnen mit Nervenstärke
GC Amicitia Zürich legte im ersten Halbfinalspiel gegen den LK Zug den Grundstein für den Finaleinzug. In der Saalsporthalle gewann das Team von Kent Ballegaard deutlich mit 30:18. Vor allem die Defensive der Zürcherinnen setzte ein klares Zeichen. GCA agierte kompakt, aggressiv und liess den Zugerinnen kaum Raum zur Entfaltung. Dahinter überzeugten Seraina Kuratli und Zoë Krüger mit starken Paraden. Im Angriff führte Kerstin Kündig klug Regie, während Leonie Aellen mit zehn Toren die erfolgreichste Werferin war. Der LK Zug fand in dieser ersten Partie kaum Mittel gegen die Zürcher Defensive. Viele technische Fehler und eine ungenügende Chancenauswertung verhinderten, dass die Zugerinnen länger im Spiel bleiben konnten. Bereits zur Pause lag GCA mit 15:7 vorne, danach kontrollierte der Favorit die Partie souverän.

Deutlich enger wurde es im zweiten Spiel in Zug. Der LK Zug zeigte vor einer schönen Heimkulisse die erwartete Reaktion, verlangte GC Amicitia alles ab und zwang die Zürcherinnen in die Verlängerung. Dort setzte sich GC Amicitia schliesslich mit 40:36 durch und machte den Finaleinzug perfekt. Damit zeigte GCA in der Halbfinalserie zwei unterschiedliche Qualitäten: Im ersten Spiel dominierte das Team über Defensive, Torhüterinnenleistung und Effizienz. Im zweiten Spiel bewies es Nervenstärke, Ausdauer und die Fähigkeit, auch in einer engen Playoff-Partie die entscheidenden Momente für sich zu nutzen.

Brühl mit klarem Statement gegen Yellow
Auch der LC Brühl Handball startete mit einem Ausrufezeichen in die Halbfinalserie. Gegen Yellow Winterthur gewann der Titelverteidiger das erste Spiel in der Kreuzbleiche mit 37:24. Von Beginn an übernahmen die St.Gallerinnen die Kontrolle und dominierten die Partie über weite Strecken klar. Besonders auffällig war die geschlossene Teamleistung. Trotz angespannter Personalsituation, Ex-Nationaltorhüterin Sladana Dokovic gab sogar ihr Comeback, fand Brühl früh in den Playoff-Modus. Malin Altherr übernahm Verantwortung und erzielte zwölf Tore. In der zweiten Halbzeit setzte sich der Meister mit einer starken Phase endgültig ab: Aus einem 25:18 wurde innert weniger Minuten ein 34:18. Yellow fand in dieser Phase weder defensiv noch offensiv Zugriff.

Yellow Winterthur musste nach der Niederlage in St.Gallen eine Reaktion zeigen. Im eigenen Bericht sprach der Club von einer enttäuschenden Leistung und davon, dass vor allem die routinierten Leistungsträgerinnen für Spiel zwei gefordert seien. Doch auch im zweiten Duell liess Brühl am Ende nichts mehr anbrennen. Die St.Gallerinnen sicherten sich auswärts nach einem lange ausgeglichenen Spiel den zweiten Sieg und damit den Einzug in den Playoff-Final.

Neuauflage mit Geschichte
Der Final zwischen GC Amicitia Zürich und dem LC Brühl Handball ist weit mehr als nur das Duell der beiden Halbfinalsieger. Es ist die Neuauflage des diesjährigen Cupfinals, das GC Amicitia für sich entschied. Für die Zürcherinnen war dieser Erfolg historisch: Er bedeutete den ersten Titel seit über zwanzig Jahren und bestätigte die starke Entwicklung des Teams. Gleichzeitig erinnert die Paarung an den Playoff-Final von vor zwei Jahren. Damals lieferten sich GC Amicitia und der LC Brühl Handball eine atemberaubende Serie über fünf Spiele. Beide Teams forderten sich bis ans Limit, ehe sich der Rekordmeister aus St.Gallen hauchdünn durchsetzen konnte. Genau diese Vorgeschichte gibt der neuen Finalserie zusätzliche Brisanz.

Finalstart am 16. Mai
Die Finalserie beginnt am 16. Mai und wird im Best-of-Five-Modus ausgetragen. Wer zuerst drei Spiele gewinnt, wird Schweizer Meister. Alle Partien werden live von SRF übertragen. Nach zwei kurzen Halbfinalserien ist die Ausgangslage klar: GC Amicitia Zürich kommt mit dem Selbstvertrauen des Cupsiegers und Qualifikationssiegers in den Final. Der LC Brühl reist als Titelverteidiger und Rekordmeister an, mit dem Wissen, dass er in Playoff-Serien nur schwer zu bezwingen ist. Es ist ein Final mit sportlicher Qualität, mit nationalen Leistungsträgerinnen auf beiden Seiten und mit viel Geschichte. Cupfinal-Revanche, Neuauflage eines Fünf-Spiele-Krimis und Kampf um den Schweizer Meistertitel: Mehr Spannung kann eine Finalserie kaum versprechen.

Quelle: SHV / Beni Rachad (Text); Frédéric Diserens (Bild)

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