Nationalteam Frauen • 17.04.2026

Mit grosser Spannung wurde die Auslosung der WOMEN’S EHF EURO 2026 erwartet und sie bringt für das Schweizer Frauen-Nationalteam eine ebenso reizvolle wie anspruchsvolle Ausgangslage. In Gruppe B trifft die Schweiz in Cluj-Napoca (ROU) auf Titelverteidiger Norwegen, Gastgeber Rumänien sowie Nordmazedonien.
Bereits die Teilnahme an dieser Endrunde ist ein Meilenstein: Erstmals hat sich die Schweiz aus eigener Kraft für eine Europameisterschaft qualifiziert. Die jüngsten Siege gegen Bosnien & Herzegowina und Italien unterstreichen die positive Entwicklung des Teams von Nationaltrainer Knut Ove Joa eindrücklich.
Starke Gegner als nächste Herausforderung
Die Auslosung verspricht hochklassige Spiele. Norwegen gilt seit Jahren als Massstab im internationalen Frauenhandball und reist als amtierender Europameister an. Auch Rumänien zählt, insbesondere vor heimischem Publikum, zu den Topteams Europas. Nordmazedonien komplettiert eine Gruppe, die der Schweiz alles abverlangen wird. Für das junge Schweizer Team ist diese Konstellation jedoch auch eine grosse Chance. Nach dem historischen Einzug in die Hauptrunde an der EURO 2024 und dem starken 12. Schlussrang sowie der erst im Dezember abgeschlossenen Weltmeisterschaft mit Einzug in die Hauptrunde haben die Spielerinnen bewiesen, dass sie mit etablierten Nationen mithalten können.
Erfahrungen aus 2024 als Fundament
Die Erinnerungen an die letzte Europameisterschaft im eigenen Land sind noch frisch. Trotz klarer Niederlagen gegen Topteams wie Norwegen und Rumänien an der WM zeigte die Schweiz an beiden Turnieren ihr Potenzial. Gerade diese Spiele haben wertvolle Erkenntnisse geliefert, wie Nationaltrainer Joa betonte: Gegen die Weltbesten zu bestehen, erfordert Konstanz, Effizienz und mentale Stärke über 60 Minuten.
Klare Ziele für 2026
Für die EURO 2026, die vom 3. bis 20. Dezember in fünf Ländern ausgetragen wird, ist die Zielsetzung klar: Die Schweiz will den nächsten Schritt machen. Um den Sprung in die Hauptrunde zu schaffen, ist ein Platz unter den Top zwei der Gruppe erforderlich. Die Herausforderung ist gross, doch das Selbstvertrauen ebenso. Die erfolgreiche Qualifikation und die Fortschritte der letzten Jahre geben Anlass zur Zuversicht - ganz nach dem Motto von Bill Walsh: "Champions behave like champions before they’re champions; they have a winning standard of performance before they are winners." Denn die Auslosung markiert den nächsten Meilenstein in der Entwicklung des Schweizer Frauenhandballs. Die Kombination aus internationaler Erfahrung, jungen Talenten und wachsendem Selbstverständnis lässt optimistisch in Richtung EURO 2026 blicken. Die Schweiz reist nicht nur als Teilnehmerin nach Cluj-Napoca, sondern mit dem klaren Anspruch, sich auf der grossen Bühne weiter zu etablieren um dem grossen Ziel einen Schritt näher zu kommen.
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