Handball Schweiz • 22.09.2026
Mehr Kinder im Handball, neue Perspektiven für Talente und die Heim-EURO 2028 im Blick: An der 52. Mitgliederversammlung des Schweizerischen Handball-Verbands stand die Weiterentwicklung des Sports im Zentrum. Vertreterinnen und Vertreter von 148 Vereinen kamen am 19. September in der Swiss Life Arena zusammen. Ihr Engagement bildet die Grundlage dafür, dass aus wachsender Begeisterung eine nachhaltige Entwicklung wird.
In der Swiss Life Arena wird 2028 die europäische Handballspitze auflaufen. An der Mitgliederversammlung gehörte die Bühne den Menschen, die den Schweizer Handball im Alltag tragen. Zentralpräsident Pascal Jenny stellte die Vereine und ihre Engagierten ins Zentrum: Sie bringen Kinder zum Sport, begleiten Jugendliche und schaffen ein Umfeld, in dem Menschen über Jahre verbunden bleiben. Die gemeinsame Aufgabe ist klar: Wer Handball entdeckt, soll eine Perspektive finden, dabei zu bleiben. Als Spielerin oder Spieler, an der Seitenlinie, mit der Pfeife oder in der Vereinsführung.
Mehr Kinder brauchen starke Vereine
Seit der Saison 2021/22 ist die Zahl der Kinderhandball-Lizenzen um 31 Prozent gestiegen. Die Mobiliar Handball Games erreichen über 34’000 Kinder, das Programm Handball macht Schule fast 27’000 Schülerinnen und Schüler. Die Vereine leisten entscheidende Arbeit, damit aus diesen ersten Begegnungen regelmässige Trainings, neue Teams und langjährige Zugehörigkeit entstehen.
Das Wachstum bringt zusätzliche Aufgaben mit sich. Mehr Kinder brauchen mehr Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie engagierte Menschen im Vereinsalltag. Die Vereinsumfrage 2026, an der 142 Vereine teilnahmen, bestätigt diesen Bedarf. Bestehende Engagierte zu unterstützen und weitere Menschen für Verantwortung im Handball zu gewinnen, bleibt deshalb ein Schwerpunkt des Verbands.
Die Heim-EURO als Chance für den ganzen Handball
Mit der Heim-EURO 2028 bietet sich die Gelegenheit, diese Entwicklung zu verstärken. Die Aufmerksamkeit rund um das Turnier soll langfristig für den Sport wirken: durch neue Zugänge zum Handball, Impulse für die Vereine und eine stärkere Verankerung in der Öffentlichkeit. CEO Séverine Tresch zeigte auf, wie der SHV diesen Weg mit neuen Partnerschaften und einer Kommunikation unterstützt, die Menschen und ihre Geschichten sichtbar macht. Dazu gehören Nationalspielerinnen und Nationalspieler ebenso wie jene, die seit Jahren – aus Sicht der medialen Öffentlichkeit - im Hintergrund wirken.
Dass sich Menschen für gemeinsame Handballmomente mobilisieren lassen, zeigt der Ticketverkauf für den Anlass vom 8. November: Innerhalb von zwei Wochen wurden knapp 6’000 Tickets verkauft. Mit einem tollen Erlebnisprogramm rund um das Spiel möchte der SHV möglichst vielen Menschen den Weg in die Halle ermöglichen. Auch die Nachwuchsförderung entwickelt sich weiter. Die neu gestartete CONCORDIA Männer-Handball-Akademie erweitert die bestehenden Förderstrukturen in Zusammenarbeit mit dem aktuell wohl wirkungsvollsten Leistungszentrum von Europa, dem OYM. Gemeinsam mit den Vereinen und Nationalteams soll sie Talente auf ihrem Weg begleiten und die sportliche Entwicklung langfristig stärken. Das Interview zwischen Vizepräsidentin Luzia Bühler und Nationaltrainer Andy Schmid zeigte die Vorfreude und die Intensität mit Blick auf die anstehenden Highlights auf interessante Art und Weise und wurde von den Mitglieder und Funktionären des SHV sehr geschätzt.
Mitglieder bestätigen den eingeschlagenen Weg
Die Versammlung genehmigte die Jahresrechnung 2025/26 mit einem Gewinn von 6’607 Franken einstimmig. Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde das Budget 2026/27, das einen Gewinn von 5’706 Franken vorsieht. Die Lizenzbeiträge und die Vereinsgebühr bleiben unverändert. Mit der Verankerung einer Athletenkommission in den Statuten stärkt der SHV die Mitsprache der Spielerinnen und Spieler. Nils Haldemann wurde zudem einstimmig in die Disziplinarkommission Breitensport gewählt. Neu gehören der HC Brienzersee, der HC de la Gruyère, Handball Chur Grischun und der Beachhandballclub Rappi-Jona zum Verband.
Wertschätzung für das, was bleibt
Die Ehrungen machten sichtbar, wie stark persönliche Beiträge den Sport prägen. Adrian Kneubühler und Vroni Keller wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die langjährigen Schiedsrichter-Funktionäre Ernst Moser, Paul Waldburger und in Abwesenheit Fritz Rudin und Hanspeter Knabenhans erhielten für ihren langjährigen Einsatz zu Gunsten der Schiedsrichterei und des Handballs Standing Ovations. Ihr Einsatz steht stellvertretend für viele Menschen im Schweizer Handball und löste auch beim Zentralpräsidenten sichtlich Emotionen aus: «Vor euer Leistung, eurem Enthusiasmus und vor allem eurer Wirkung für unseren geliebten Sport, können wir alle einfach nur den Hut ziehen und uns vor Respekt verneigen», meinte Zentralpräsident Jenny.
Die Persönlichkeiten geben Erfahrung weiter, schaffen Möglichkeiten und begeistern andere fürs Mitmachen. Auf dieser Grundlage wächst der Sport; im nächsten Training ebenso wie auf dem Weg zur Heim-EURO 2028.
Der SHV ist der nationale Fachverband und das Kompetenzzentrum für den Handballsport in der Schweiz.
Der SHV ist Mitglied von Swiss Olympic sowie des Weltverbands IHF und der Europäischen Handball Föderation EHF.
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