Mit einer verlässlichen Basis Richtung EURO

Nationalteams  •  25.10.2026

Die Schweiz beendet den Lehrgang in Tschechien mit einem 28:27-Sieg im zweiten Testspiel. Nationaltrainer Knut Ove Joa nimmt aus den beiden Vergleichen vor allem Vertrauen in die Defensive mit. In der direkten EM-Vorbereitung im November soll daraus noch mehr entstehen; auch bei den Serbien-Testspielen mit dem Auftritt am 28. November in der St. Galler Kreuzbleiche.

Zwischen der Niederlage vom Freitag und dem Sieg am Sonntag liegen Trainingseinheiten und Fortschritte in entscheidenden Details. «Das Spielbild war mehr oder weniger dasselbe», sagt Knut Ove Joa. Sein Team habe sich diesmal in einigen Phasen mehr Zeit im Angriff genommen, disziplinierter gespielt und am Ende ihre Chancen besser genutzt. Gerade die Schlussphase macht diesen Unterschied sichtbar. Als Tschechien vorne liegt, bleibt die Schweiz im Spiel. Claire Hartz gibt im Tor Rückhalt, vorne übernehmen mehrere Spielerinnen Verantwortung. Daphne Gautschi, Nora Snedkerud und Laurentia Wolff tragen mit ihren späten Treffern dazu bei, dass das Team diesmal den knappen Vorsprung über die Zeit bringt.

Was Joa nach dieser Woche am meisten Zuversicht für die EURO gibt, ist jedoch die Grundlage beider Auftritte: «Es ist die Abwehr. Sie gibt uns Vertrauen.» Zusammen mit den guten Torhüterinnenleistungen soll sie das Schweizer Spiel tragen. Am Sonntag gelingt es zudem häufiger, aus dieser Arbeit schnelle Angriffe und Tore zu entwickeln. Genau dort will der Nationaltrainer weiter ansetzen.

Nach der ersten WM 2025 und der aus eigener Kraft geschafften EM-Qualifikation wächst der Anspruch. Gleichzeitig verändert sich das Team weiter. Spielerinnen rücken nach, Aufgaben werden neu verteilt. Joa zeigt sich beeindruckt, wie viel Verantwortung die neu hinzugekommenen Akteurinnen übernehmen. Der Erfolg gegen eine tschechische Auswahl mit Spielerinnen aus Champions-League-Clubs gibt dieser Arbeit zusätzliche Bestätigung.

Im November kommt das Nationalteam zur unmittelbaren EURO-Vorbereitung zusammen. Die Testspiele gegen Serbien bieten die nächste Gelegenheit, das Zusammenspiel zu festigen und die gute Defensive noch konsequenter für den Angriff zu nutzen. Am 28. November kann das Schweizer Publikum diesen nächsten Schritt in der Kreuzbleiche in St. Gallen begleiten. Kurz darauf warten in Rumänien Nordmazedonien, Norwegen und die Gastgeberinnen. Aus Most nimmt die Schweiz das Vertrauen mit, auch unter Druck gemeinsam Lösungen finden zu können. In der letzten Vorbereitung soll daraus jene Verlässlichkeit wachsen, die es an der Endrunde braucht.

Quelle: SHV / Beni Rachad (Text); Petr Maťašeje (Bild)

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