Mit der ganzen Handball Schweiz gegen die Weltspitze

Nationalteams  •  08.11.2026

Die Schweiz trifft heute Sonntag um 16 Uhr in der Swiss Life Arena auf Dänemark. Gegen den Olympiasieger, Welt- und Europameister wartet die bislang grösste Bühne dieser jungen Saison. Nach dem Auftritt in Portugal geht es für das Team von Andy Schmid darum, den nächsten Schritt zu machen: gemeinsam Lösungen finden, Chancen konsequenter nutzen und die Energie der Rekordkulisse aufnehmen.

Diese Woche hat gezeigt, worauf die Schweiz aufbauen kann. Und woran sie arbeiten muss. Beim 28:33 in Porto erarbeitete sie sich gegen eine starke portugiesische Mannschaft gute Möglichkeiten, liess aber zu viele davon ungenutzt. Die Einsatzbereitschaft stimmte. Nach dem bitteren WM-Aus gegen Italien war das eine wichtige Antwort.

«Unsere Gemeinschaft ist unser Erfolgsgeheimnis», sagte Andy Schmid nach der Partie. Auf dem Feld wurde sie dort sichtbar, wo die Schweizer füreinander Räume schufen: Felix Aellen fand Joël Willecke am Kreis, Mehdi Ben Romdhane setzte die Abwehr mit seinen Durchbrüchen unter Druck. Willecke erzielte acht Tore. Es waren konkrete Ansätze für ein Team, in dem Spieler Verantwortung übernehmen und neue Verbindungen wachsen. Heute wird entscheidend sein, diese Möglichkeiten häufiger in Tore zu verwandeln.

Aellen trifft Gidsel wieder
Wie anspruchsvoll das gegen Dänemark wird, weiss Felix Aellen aus unmittelbarer Erfahrung. Noch vor einer Woche erzielte er für Eisenach zehn Tore gegen die Füchse Berlin und brachte den Favoriten in Schwierigkeiten. Am Ende setzte sich Berlin durch, angeführt von Mathias Gidsel. Heute begegnen sich die beiden im Nationaltrikot wieder. Aellens Auftritt steht dabei für das Selbstvertrauen, das mehrere Schweizer aus ihren Vereinen mitgebracht haben: Sie können auch gegen grosse Namen etwas bewirken.

Dänemark reist seinerseits mit einem 28:28 gegen Spanien nach Zürich. Erst zwei späte Treffer von Hjalte Lykke und Gidsel verhinderten zum Euro-Cup-Auftakt eine Heimniederlage. Gidsel traf neunmal, Simon Pytlick siebenmal. Das Resultat zeigt, dass auch dieses Team unter Druck geraten kann. Für die Schweiz dürfte es deshalb besonders darauf ankommen, sorgfältig mit dem Ball umzugehen und nach eigenen Abschlüssen schnell wieder Ordnung in der Defensive zu finden. Jeder einfache Gegenstoss würde die Aufgabe zusätzlich erschweren.

Die Handball-Schweiz rückt zusammen
Auf den Rängen ist bereits sichtbar, was gemeinsam entstehen kann. Schon über 11’500 Plätze sind am Spieltag-Morgen vergeben. Die Handball-Schweiz kommt zusammen: Vereinskolleginnen und Vereinskollegen, Nachwuchsteams, Familien und Menschen, die unser Nationalteam vielleicht zum ersten Mal live erleben. Hinter der angekündigten Rekordkulisse stehen Tausende einzelne Entscheidungen, heute dabei zu sein.

Diese Unterstützung kann gerade dann wertvoll werden, wenn Dänemark seine Klasse ausspielt. Wenn ein Angriff misslingt, wenn die Beine schwer werden oder die Schweiz einem Rückstand nachläuft. Dann braucht es die nächste gemeinsame Abwehraktion – und eine Halle, die dabei bleibt.

Heute beginnt das nächste Stück Heim-EM
In derselben Arena wird die Schweiz im Januar 2028 ihre Heim-EM bestreiten. Heute erhält sie eine frühe Gelegenheit, diese Bühne mit Leben zu füllen und die Verbindung zu ihrem Publikum weiter aufzubauen. Der Weg dorthin führt über genau solche Aufgaben: gegen höchste Qualität bestehen lernen, Verantwortung teilen und unter Druck zusammenbleiben.

Heute um 16 Uhr geht dieser Weg weiter. Komm in Rot. Sei von der ersten Abwehraktion an dabei. Und gib deine Energie weiter.
No fire without a spark.

Quelle: SHV / Beni Rachad (Text); Benjamin Faes (Bild)

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