Top-Ligen • 25.04.2026

Es ist entschieden – und doch steigt niemand ab: Trotz einer dramatischen Finalissima in den Playouts der Quickline Handball League bleibt die Liga auch in der kommenden Saison unverändert. Der HSC Suhr Aarau gewinnt Spiel 5 gegen Handball Stäfa mit 34:32 und sichert sich den Ligaerhalt aus eigener Kraft, während es parallel kein aufstiegsberechtigtes NLB-Team mehr unter die Top Vier schafft.
Was als Abstiegskrimi mit maximaler Fallhöhe angekündigt war, entwickelte sich in der Schachenhalle zu einem nervenaufreibenden Schlagabtausch auf Augenhöhe. Beide Teams starteten angespannt, suchten Stabilität über die Defensive und tasteten sich vorsichtig in die Partie. Stäfa überraschte mit variablen, offensiven Abwehrsystemen, während Aarau mit Entschlossenheit dagegenhielt. Stäfa ging durch Herbst vom Siebenmeterpunkt in Führung, doch Aarau antwortete umgehend. In der Folge gewann der HSC zunehmend Zugriff, nutzte Einläufer gegen das offensiv agierende Stäfa konsequent zu Toren und setzte sich Mitte der ersten Halbzeit erstmals etwas ab. Besonders Popovski prägte diese Phase, während Sarlos für die nötige Effizienz im Abschluss sorgte. Stäfa blieb jedoch stets in Schlagdistanz, nicht zuletzt dank Yamada und Herbst. Zur Pause lag der HSC Suhr Aarau knapp mit 14:12 vorne.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel zunächst. Stäfa glich aus, nutzte Unsicherheiten im Aarauer Angriff und ging wenig später selbst in Führung. Beim HSC häuften sich technische Fehler, während defensiv vor allem das Zentrum zu anfällig blieb. Die Partie entwickelte sich in dieser Phase zu einem offenen Schlagabtausch: Führung Stäfa, Ausgleich Aarau; ein Muster, das sich über weite Strecken der zweiten Halbzeit zog. Erst in der Schlussviertelstunde gelang es dem HSC, das Momentum wieder leicht auf seine Seite zu ziehen. In Überzahl agierte das Team effizienter, reduzierte die Fehlerquote und kam durch Sarlos in der 47. Minute erstmals seit längerer Zeit wieder zur Führung. Die Schlussphase geriet zur reinen Nervensache. Stäfa nutzte eine doppelte Überzahl und glich kurz vor Schluss zum 31:31 aus. Doch der HSC behielt dank Sarlos die Nerven: Dieser verwandelte 90 Sekunden vor Ende einen Siebenmeter zur erneuten Führung. Ein Ballgewinn in der Defensive durch ebenjenen Sarlos brachte den HSC in erneut in Ballbesitz, ehe die letzten Sekunden hektisch und nur mit dem letzten Treffer von Knezevic verstrichen.
Die NLB entschied über das künftige QHL-Tableau
Mit dem Schlusspfiff entlud sich die Spannung, zumindest sportlich für das Heimteam. Denn während sich der HSC Suhr Aarau über den hart erkämpften Ligaerhalt freuen durfte, blieb für Stäfa die unmittelbare Konsequenz zunächst offen. Erst mit dem ebenso dramatischen Resultat aus der Nationalliga-B-Partie, wurde endgültig klar: Es gibt keinen Absteiger. CS Chênois Genève Handball (30:28 vs. HSG Baden-Endingen) und Pfadi Winterthur (36:25 gegen Steffisburg) gewannen ihre Partien in der NLB und buxierten sich auf die Ränge drei und vier. Aufstiegsberechtigte Teams sind somit in den Top Vier nicht zu finden. So endet eine der dramatischsten Playout-Serien der letzten Jahre mit einer besonderen Pointe: fünf Spiele, eine echte Finalissima – und am Ende bleibt das Liga-Tableau, wie es war.
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