Inklusives Mediateam im Einsatz: Handball sichtbar machen – für alle

Community  •  29.05.2026

229 Inkl Mediateam

Beim Länderspiel des Schweizer Männer-Nationalteams gegen Italien am 13. Mai 2026 im Zürcher Hallenstadion war nicht nur auf dem Spielfeld viel los. Auch neben dem Feld war ein besonderes Team im Einsatz: Das inklusive Mediateam des Schweizerischen Handball-Verbands begleitete den Event aus nächster Nähe und sammelte Eindrücke, Stimmen und Geschichten rund um den Handballabend.

Mit dabei waren Cyrill Bauer, Flavio Völlm, Oliver Fisch und Kaja Hengärtner. Sie führten Interviews, beobachteten das Geschehen auf und neben dem Feld und hielten ihre Eindrücke fest. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Beeinträchtigung aktiv in die Medienarbeit einzubeziehen und ihnen eine sichtbare Rolle innerhalb der Handball-Community zu geben. Genau diese Sichtbarkeit ist für den SHV zentral: Inklusion soll nicht nur mitgedacht, sondern gelebt und nach aussen getragen werden.

Ein Highlight war das Interview mit Nationaltrainer Andy Schmid. Er sprach über die Vorfreude auf das Heimspiel, den positiven Umgang mit Druck im Spitzensport und den Fokus auf die WM-Qualifikation gegen Italien. Besonders sympathisch: Auf die Frage, was das Mediateam noch besser machen könne, antwortete Schmid mit einem Augenzwinkern, vielleicht hole er sich nach dem Spiel selbst Tipps ab, wie sein Team noch besser Handball spielen könne. Auch Italiens Nationaltrainer Bob Hanning nahm sich Zeit für das inklusive Mediateam. Er lobte die Entwicklung des Schweizer Nationalteams, bezeichnete die Schweiz als Vorbild für Italien und sprach sehr wertschätzend über Andy Schmid. Auf die Bedeutung von Inklusion im Handball angesprochen, fand Hanning klare Worte: Menschen, die Begeisterung für den Sport mitbringen, sollen unterstützt und eingebunden werden. Handball sei ein persönlicher Sport, der stark auf Freundschaft beruhe.

Flavio Völlm verfasste zudem einen eigenen Spielbericht (siehe Download weiter unten). Darin schilderte er die Stimmung im Hallenstadion, die Einlaufzeremonie mit den Nationalflaggen und den Spielverlauf. Nach einem schwierigen Start steigerte sich die Schweiz deutlich und gewann das spannende Duell am Ende mit 32:29. Besonders Torhüter Nikola Portner prägte die zweite Halbzeit mit wichtigen Paraden, unter anderem bei mehreren Siebenmetern.

Der Einsatz im Hallenstadion zeigt, wie Inklusion im Handball konkret aussehen kann: Menschen übernehmen Verantwortung, bringen ihre Perspektive ein und werden Teil der Berichterstattung. Für den SHV ist das inklusive Mediateam deshalb mehr als ein einzelnes Projekt. Es ist ein wichtiger Schritt, um Barrieren abzubauen, Teilhabe zu ermöglichen und die Vielfalt der Handballfamilie sichtbar zu machen. Passend dazu rückt Ende Mai auch der inklusive Sport insgesamt in den Fokus: An den National Summer Games 2026 in Zug ist Handball erstmals offiziell als Sportart vertreten. Damit erhält die Sportart eine weitere Plattform, um zu zeigen, dass Handball Menschen verbindet – auf dem Feld, auf der Tribüne und in der Kommunikation.

Quelle: SHV

Das könnte dich auch interessieren

Der SHV ist der nationale Fachverband und das Kompetenzzentrum für den Handballsport in der Schweiz.
Der SHV ist Mitglied von Swiss Olympic sowie des Weltverbands IHF und der Europäischen Handball Föderation EHF.

Schweizerischer Handball-Verband ,
Tannwaldstr. 2, 4600 Olten
Tel +41 31 370 70 00 -
shv-fsh@handball.ch


Zum Seitenanfang