Im Spotlight • 17.09.2026
In der Porträtserie «Für den Handball. Ein Leben lang» würdigt und dankt der Schweizerische Handball-Verband vier langjährigen Schiedsrichter-Funktionären. Eine Regelfrage. Eine knifflige Situation. Irgendwo ist man sich nicht ganz sicher. Dann gibt es im Schweizer Handball eine Adresse, die fast alle kennen: Hanspeter Knabenhans. Über Jahrzehnte wird er zum Regelpapst der Schweiz. Nun, nach 58 Jahren, findet seine Karriere ein Ende.
Der Name Hanspeter Knabenhans ist in der Schweiz und international bekannte Adresse, wenn es um Regeln geht.
Seit fast sechs Jahrzehnten beschäftigt sich Knabenhans mit dem Schiedsrichterwesen. Er ist Delegierter und Beobachter in den Spitzenligen, unterrichtet an Kursen und begleitet Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in ihrer Ausbildung.
Seine Fähigkeiten reichen weit über einfach Antworten hinaus. Knabenhans erklärt und hinterfragt. Und er schärft den Blick für jene Situationen, in denen zwischen einem richtigen und einem falschen Entscheid manchmal nur ein kleines Detail liegt.
So wird sein Wissen über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Schiedsrichterausbildung. Generationen von Unparteiischen kommen mit ihm in Kontakt und nehmen etwas von seiner Erfahrung mit auf das Spielfeld.
2010 erreicht seine Karriere einen besonderen Meilenstein. Die Internationale Handballföderation IHF benennt drei internationale Regel-Experten. Auch Knabenhans wird ausgewählt.
Der damalige Präsident der IHF-Regel- und Schiedsrichterkommission, Manfred Prause, nominiert den Schweizer aufgrund seiner wertvollen Mitarbeit bei Regelfragen zum «PRC Rule Expert».
Was in der Schweiz längst bekannt ist, erhält damit auch international Gewicht: Wenn es um die Feinheiten des Regelwerks geht, ist Hanspeter Knabenhans eine gefragte Stimme.
Seine Arbeit spielt sich dabei nicht nur auf dem Papier ab. Er gibt sein Wissen weiter, diskutiert Situationen mit Schiedsrichtern und hilft dabei, Regeln dort verständlich zu machen, wo sie am Ende zählen: auf dem Spielfeld.
No fire without a spark: Jede grosse Schiedsrichterkarriere beginnt mit einem ersten Schritt. Mit einem ersten Spiel, einer ersten Halle, einem ersten Pfiff. Was daraus entstehen kann, zeigen die Geschichten unserer langjährigen Schiedsrichter-Funktionäre.
Vielleicht ist dein erster Pfiff der Anfang deiner eigenen Geschichte.
Erlebe den Handball aus einer neuen Perspektive und werde Teil des Feuers, das unseren Sport antreibt.
Eine vollständige Liste seiner Einsätze und Funktionen würde seiner Laufbahn kaum gerecht werden. Denn Knabenhans' Einfluss lässt sich nicht an einer bestimmten Zahl von Spielen festmachen.
Er steckt in den vielen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, die er ausgebildet, begleitet und geprägt hat. In jenen, die heute im Breiten- und Spitzensport die Pfeife tragen.
Von 2000 bis 2020 ist Knabenhans als Delegierter für den Schweizerischen Handball-Verband tätig. 2021 ernennt ihn die Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied des SHV. Auch der Zürcher Handballverband und der HC Wädenswil würdigen seine Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft.
Sein vielleicht grösster Beitrag ist deshalb nicht ein einzelner grosser Einsatz. Es ist das Wissen, das er über Jahrzehnte weitergibt. Von einer Generation zur nächsten.
Der Schweizerische Handball-Verband dankt dir, lieber Hanspeter, ganz herzlich für dein enormes Fachwissen, deine Genauigkeit und deine jahrzehntelange Leidenschaft für das Schiedsrichterwesen.
Der SHV ist der nationale Fachverband und das Kompetenzzentrum für den Handballsport in der Schweiz.
Der SHV ist Mitglied von Swiss Olympic sowie des Weltverbands IHF und der Europäischen Handball Föderation EHF.
Schweizerischer Handball-Verband
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