07.09.2026
Für das Schweizer Frauen-Nationalteam steht der nächste Lehrgang auf dem Programm. Im Hinblick auf die Europameisterschaft im Dezember 2026 reist das Team von Nationaltrainer Knut Ove Joa für einen Trainingslehrgang nach Norwegen. 18 Spielerinnen stehen im Aufgebot.
Die Europameisterschaft im Dezember bildet den grossen Saisonhöhepunkt für das Schweizer Frauen-Nationalteam. Bis dahin stehen verschiedene Lehrgänge und Testspiele auf dem Programm, um das Team weiterzuentwickeln und optimal auf die EM in Rumänien vorzubereiten.
Der bevorstehende Lehrgang in Norwegen bietet dem Team die Möglichkeit, gemeinsam zu trainieren, Abläufe zu festigen und sich auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sind es die Geschichten und Persönlichkeiten hinter den Spielerinnen, die die Schweizer Nati ausmachen und den Handball für immer mehr Menschen erlebbar machen.
Sev Albrecht nach Pause zurück
Eine Rückkehr gibt es im Aufgebot von Knut Ove Joa: Sev Albrecht ist wieder Teil der Frauen-Nati. Die 21-jährige rechte Flügelspielerin hatte nach der Saison 2024/25 eine Handballpause eingelegt.
Zuvor spielte Albrecht beim HV Herzogenbuchsee und bei den Spono Eagles und durchlief verschiedene Schweizer Nachwuchsnationalteams. Im Sommer 2026 wechselte sie zur HSG Freiburg nach Deutschland und kehrt nun auch ins Nationalteam zurück. Ihre Rückkehr steht dabei auch für einen persönlichen Weg zurück auf die internationale Bühne.
Schüpbach zurück in der Schweiz
Nach sieben Jahren im Ausland ist Lea Schüpbach in die Schweiz zurückgekehrt. Die Torhüterin begann ihre Karriere bei Yellow Winterthur und wechselte 2017 zu den Spono Eagles. Zwei Jahre später folgte der Schritt ins Ausland zu Paris 92. Über die deutsche Bundesliga mit der HSG Bad Wildungen und TuS Metzingen führte ihr Weg zuletzt nach Frankreich zu Plan-de-Cuques.
Im Sommer 2026 kehrte die 28-Jährige zu ihrem Stammverein Yellow Winterthur zurück. Mit ihrer internationalen Erfahrung verstärkt sie damit wieder ein Team in der Swiss Premium League und bleibt gleichzeitig Teil der Schweizer Nationalmannschaft. Ihre Geschichte verbindet damit Schweizer Handball, Auslandserfahrung und die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln.
Elf Legionärinnen im Aufgebot
Joa setzt auf eine Mischung aus etablierten Kräften und Spielerinnen mit internationaler Erfahrung. Insgesamt stehen elf Legionärinnen im Aufgebot, die bei Vereinen ausserhalb der Schweiz unter Vertrag stehen.
Besonders stark vertreten ist die deutsche Bundesliga mit Nuria Bucher (HSG Blomberg-Lippe), Norma Goldmann (Bergischer HC), Charlotte Kähr (TuS Metzingen), Rückkehrerin Sev Albrecht (HSG Freiburg) und mit der Rückkehr nach einer Verletzung auch Laurentia Wolff (VfL Oldenburg) und Alessia Riner (Neckarsulmer Sport-Union).
Besonders erfolgreich war die vergangene Saison für Nuria Bucher. Mit der HSG Blomberg-Lippe wurde sie deutsche Meisterin und gewann zudem den deutschen Supercup.
Aus Dänemark reisen Era Baumann (Viborg HK) und Mia Emmenegger (Team Esbjerg) an. In Frankreich stehen Daphne Gautschi (Toulon Métropole) und Nora Snedkerud (Strasbourg ATH) unter Vertrag. Avril Frei spielt mit Tertnes HE selbst bereits in Norwegen.
Aus der Schweizer Liga sind Malin Altherr, Claire Hartz und Clairebel Coker (alle LC Brühl Handball), Joline Erniund Seraina Kuratli (beide GC Amicitia Zürich), Giuliana Manduca (Spono Eagles) sowie Lea Schüpbach (Yellow Winterthur) aufgeboten.
Weiterhin verzichten muss das Schweizer Team auf Tabea Schmid. Die Kreisläuferin fehlt nach ihrer Verletzung an der Weltmeisterschaft weiterhin. Ebenfalls nicht im Aufgebot steht Lisa Herger, die aufgrund der Rückkehr von Laurentia Wolff vorerst nicht berücksichtigt wurde.
Das Aufgebot zeigt damit auch die Entwicklung des Schweizer Frauenhandballs: Spielerinnen sammeln Erfahrungen in den besten Ligen Europas, kehren nach Verletzungen zurück, finden nach Auslandsjahren zurück in die Schweiz oder gehen ihren ganz persönlichen Weg im Spitzensport. Genau diese Geschichten machen die Nationalmannschaft und den Schweizer Handball aus.
Mit dem Lehrgang in Norwegen geht die Vorbereitung auf die EM weiter. Bis zum Turnier im Dezember stehen weitere gemeinsame Erfahrungen, intensive Trainings und internationale Begegnungen bevor, und damit viele weitere Momente, die zeigen, was Schweizer Handball bewegen kann.
Albrecht Sev, HSG Freiburg (GER)
Altherr Malin, LC Brühl Handball
Baumann Era, Viborg HK (DEN)
Bucher Nuria, HSG Blomberg-Lippe (GER)
Coker Clairebel, LC Brühl Handball
Emmenegger Mia, Team Esbjerg (DEN)
Erni Joline, GC Amicitia Zürich
Frei Avril, Tertnes HE (NOR)
Gautschi Daphne, Toulon Métropole (FRA)
Goldmann Norma, Bergischer HC (GER)
Hartz Claire, LC Brühl Handball
Kähr Charlotte, TuS Metzingen (GER)
Kuratli Seraina, GC Amicitia Zürich
Manduca Giuliana, Spono Eagles
Riner Alessia, Neckarsulmer Sport-Union (GER)
Schüpbach Lea, Yellow Winterthur
Snedkerud Nora, Strasbourg ATH (FRA)
Wolff Laurentia, VfL Oldenburg (GER)
Der SHV ist der nationale Fachverband und das Kompetenzzentrum für den Handballsport in der Schweiz.
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