Fairplay-Award & Modusänderung: Alle Infos zum Saisonstart 2026/27

Top-Ligen  •  14.08.2026

Die Sommerpause neigt sich dem Ende zu: Bereits am Mittwoch, 26. August 2026 füllen sich die Hallen wieder. Mit dem Start der Saison 2026/27 gibt es einige Neuerungen. Besonders in der Quickline Handball League verändert sich der Weg zum Meistertitel. Aber auch im Kampf um Auf- und Abstieg werden die Karten neu gemischt. Was bleibt, was ändert sich und welche Teams sind neu dabei? Die wichtigsten Punkte vor dem Saisonstart im Überblick.

Neuer Modus: Die QHL wird nach der Hauptrunde geteilt

Die grösste sportliche Veränderung gibt es in der Quickline Handball League, der höchsten Männer-Liga des Schweizer Handballs.

In der Hauptrunde treffen die zehn Teams zunächst je einmal zuhause und auswärts aufeinander. Danach trennen sich ihre Wege: Die sechs bestklassierten Teams ziehen in die Finalrunde ein, die übrigen vier spielen in der Abstiegsrunde weiter.

Für die Topteams wird der Weg zum Meistertitel in Zukunft kürzer: Das bisherige Playoff-Viertelfinal fällt weg. Nach der Finalrunde qualifizieren sich die vier besten Mannschaften direkt für die Halbfinals. Dort und im anschliessenden Final wird der Schweizer Meister im Best-of-5-Modus ermittelt.

Neuer Weg von der NLB in die QHL

Spannung verspricht auch das andere Ende der Tabelle. Der Letztplatzierte der QHL-Abstiegsrunde muss um seinen Platz in der höchsten Liga kämpfen – sofern aus der NLB ein aufstiegsberechtigter Herausforderer bereitsteht.

Dort spielen die beiden Erstplatzierten zunächst in einer Best-of-3-Finalserie um den NLB-Meistertitel. Der Meister fordert anschliessend den Letzten der QHL-Abstiegsrunde heraus. In einer Best-of-5-Barrage entscheidet sich, wer in der folgenden Saison in der höchsten Schweizer Liga spielt.

Steht aus der NLB kein aufstiegsberechtigtes Team zur Verfügung, entfällt die Barrage.

Änderungen in der SPL1 und SPL2

Auch bei den Frauen hat sich zuletzt einiges am Modus getan. Die Änderungen wurden allerdings bereits auf die zweite Saisonhälfte 2025/26 hin eingeführt und sind deshalb nicht komplett neu zum Saisonstart.

Die Auf-/Abstiegsrunde zwischen der SPL1 und SPL2 wurde vergrössert: Statt vier kämpfen seither sechs Teams um die Ligazugehörigkeit. Die Teams auf den Rängen 7 und 8 der SPL1 treffen dabei auf die vier bestklassierten Teams der SPL2, wobei maximal zwei nicht aufstiegsberechtigte Zweitteams teilnehmen können. Gespielt wird eine Doppelrunde. Die beiden bestplatzierten aufstiegsberechtigten Teams sichern sich einen Platz in der SPL1 für die folgende Saison.

Neu zum Saisonstart 2026/27 wächst zudem die SPL2 von acht auf zehn Teams. Nach einer Hauptrunde mit Hin- und Rückspiel ziehen die vier besten Mannschaften in die gemeinsame Auf-/Abstiegsrunde mit der SPL1 ein. Die Teams auf den Rängen 5 bis 10 spielen in der SPL2-Abstiegsrunde weiter.

Neue Regel für Zweitteams in der SPL2

Für Zweitteams gelten ab dieser Saison neue Vorgaben. Vor der Auf-/Abstiegsrunde müssen die Clubs acht Kontingentspielerinnen aus dem SPL1-Team bestimmen. Diese dürfen anschliessend nicht mehr für das SPL2-Team eingesetzt werden. Damit wird die Trennung zwischen Erst- und Zweitteam in der entscheidenden Saisonphase klarer geregelt.

Neue Teams in NLB und SPL2

Während in QHL und SPL1 in der vergangenen Saison kein Team abstieg, gibt es eine Stufe darunter einige neue Duelle.

In der NLB sind der HC Arbon und die HSG Siggenthal/Baden-Endingen neu dabei. Nicht mehr zur zweithöchsten Liga gehören die SG TV Birsfelden und die SG Wädenswil/Horgen.

Auch das Teilnehmerfeld der SPL2 sieht in der neuen Saison etwas anders aus. Die Liga wird von acht auf zehn Teams aufgestockt. Dadurch steigen mit GC Amicitia Zürich und den Red Dragons Uster zwei Teams aus der 1. Liga auf.

Daneben gibt es einige Veränderungen bei den bestehenden Teams: LK Zug II tritt neu ohne Spielgemeinschaft an, während Spono Eagles II neu als SG Spono Willisau startet. Die bisherige Ligazugehörigkeit des HSC Kreuzlingen wurde an die SG Kadetten Schaffhausen-HSCK übertragen.

Fairplay wird ausgezeichnet

Fairness zahlt sich in der neuen Saison gleich doppelt aus: Der Schweizerische Handball-Verband und die Titelsponsorin der Quickline Handball League lancieren erstmals den Quickline Fairplay Award. Ausgezeichnet wird das fairste Team der Quickline Handball League.

Entscheidend dafür ist, was auf der Platte passiert: Die Wertung basiert auf den Matchcenter-Daten zu ausgesprochenen Strafen während der regulären Saison.

Das Ranking läuft über die gesamte Saison und wird auch auf handball.ch zu sehen sein.

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Quelle: SHV / Elena Hatebur (Text); Alexander Wagner (Bild)

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