Ethik & Antidoping: Verantwortung geht uns alle an

Community  •  14.10.2026

Fairplay, Respekt und ein sauberer Sport gehen uns alle an. Ethik und Antidoping sind deshalb nicht nur Themen für den Leistungssport und die Nationalteams, sondern betreffen alle, die Teil des Schweizer Handballs sind.

Ein aktueller Fall zeigt, weshalb dieses Thema auch im Breitensport wichtig ist: Das Schweizer Sportgericht hat einen Amateur-Handballer wegen Besitzes und versuchter Anwendung der verbotenen Substanz Methasteron für vier Jahre gesperrt. Er hatte ein Produkt bestellt, mit dem er nach eigenen Angaben seine Trainingsroutine und Regeneration unterstützen wollte. Swiss Sport Integrity warnt in diesem Zusammenhang vor Supplementen, die grosse, schnelle oder unrealistische Wirkungen versprechen. Für den Schweizerischen Handball-Verband ist dies Anlass, unsere Mitglieder an die geltenden Bestimmungen zu erinnern und auf die Informationsangebote von Swiss Sport Integrity aufmerksam zu machen.

Auch im Breitensport gelten die Antidoping-Bestimmungen
Alle dem SHV angeschlossenen Vereine und deren Mitglieder unterstehen den geltenden Ethik- und Antidoping-Bestimmungen. Diese betreffen Spielerinnen, Trainerinnen, Funktionär*innen und weitere Vereinsmitglieder. Gerade im Breitensport ist vielen vielleicht nicht bewusst, dass diese Bestimmungen auch für sie gelten. Dabei können bereits alltägliche Situationen, beispielsweise die Einnahme eines Medikaments oder die Bestellung eines Nahrungsergänzungsmittels, Fragen zum Antidoping-Reglement aufwerfen.

Nahrungsergänzungsmittel: Genauer hinschauen lohnt sich

Nahrungsergänzungsmittel sind heute leicht erhältlich und werden vielfach über das Internet oder im Ausland bestellt. Proteinprodukte, Vitamine, Mineralstoffe, Pre-Workout-Produkte oder andere Supplemente gehören für viele Sportler*innen zum Trainingsalltag. Doch «frei erhältlich» bedeutet nicht automatisch «dopingkonform».

Nahrungsergänzungsmittel können Substanzen enthalten, die auf der Dopingliste stehen, teilweise auch aufgrund von Verunreinigungen oder nicht eindeutig deklarierten Inhaltsstoffen. Auch Produkte, die vom Hersteller ausdrücklich für Sportler*innen empfohlen werden, sind deshalb nicht automatisch unbedenklich. Es liegt in der Verantwortung jeder einzelnen Person, sich vor der Einnahme eines Produkts über dessen Inhaltsstoffe und die geltenden Antidoping-Bestimmungen zu informieren.

Gut zu wissen
Bei Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln gilt deshalb:

  • Prüfe vor der Einnahme, ob ein Wirkstoff auf der Dopingliste steht.

  • Verlasse dich nicht allein auf die Angaben des Herstellers oder Online-Shops.

  • Sei besonders vorsichtig bei Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Ausland oder bei Produkten mit unklarer Zusammensetzung.

  • Meide Supplemente, die grosse, schnelle oder unrealistische Wirkungen versprechen.

  • Informiere dich bei therapeutisch notwendigen Medikamenten über eine mögliche Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (TUE).

Swiss Sport Integrity bietet wichtige Informationen
Auf der Website von Swiss Sport Integrity finden sich hilfreiche Informationen zu verbotenen Substanzen und Methoden, Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln sowie zu Ausnahmebewilligungen zu therapeutischen Zwecken. Auch auf unserer Verbands-Seite sind alle wichtigen Informationen zu finden. Vereine können zudem eine wichtige Rolle übernehmen: Indem sie ihre Mitglieder informieren und auf die bestehenden Informationsangebote aufmerksam machen.

Quelle: SHV

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Der SHV ist der nationale Fachverband und das Kompetenzzentrum für den Handballsport in der Schweiz.
Der SHV ist Mitglied von Swiss Olympic sowie des Weltverbands IHF und der Europäischen Handball Föderation EHF.

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