Ein erster Schritt als U20. Eine letzte Minute, die Mut macht

Nationalteams  •  26.10.2026

Beim ersten gemeinsamen Lehrgang als U20 wachsen die Schweizer Nachwuchsspielerinnen weiter zusammen. Das 33:33 gegen Freiburg liefert neben wichtigen Erkenntnissen einen Moment, der Mut macht: In der letzten Minute hält das Team gemeinsam stand.

Noch einmal Time-out. Noch einmal besprechen, was jetzt zählt. In der letzten Minute gegen Freiburg erzielt die Schweiz ein Tor und verteidigt anschliessend so diszipliniert, dass sie keinen Gegentreffer mehr zulässt. Das 33:33 ist gesichert, nachdem die Partie bereits zur Pause beim Stand von 15:15 ausgeglichen war.

Für Trainerin Greta Grandjean bleibt diese Schlussphase besonders hängen: «So konnten wir die Crunchtime erfolgreich gestalten.» Es ist ein kleiner Funke aus diesem ersten gemeinsamen U20-Lehrgang: Die Spielerinnen finden unter Druck eine Lösung und setzen sie zusammen um.

Gemeinsam etwas entwickeln
Vom 21. bis 24. Oktober stand in Schaffhausen auch der Austausch im Mittelpunkt. Welche Erfahrungen bringen die Spielerinnen mit? Wo steht das Team? Und welche Ziele will sie gemeinsam verfolgen? Im Training wurde das konkret: Entscheidungsverhalten, Überzahlsituationen und die Zusammenarbeit in Kleingruppen standen im Fokus. Die Schweizerinnen wollen mehr Tempo, Sicherheit und Konstanz in ihr Spiel bringen.

Die Begegnung in Freiburg stellte sie vor zusätzliche Herausforderungen. Nora Emmenegger, Manon Roux und Sophia Rhyner fehlten bereits verletzungsbedingt. Im Training vor dem Spiel fielen zudem Nora Heer und Sophia Steiger aus.

Kampfgeist und klare Aufgaben
Freiburg ging zunächst mit 4:0 in Führung. Doch die Schweizerinnen kämpften sich zurück. Trotz der schwierigen personellen Situation zeigten sie aus Sicht der Nationaltrainerin grossen Einsatz und viel Kampfgeist. Gleichzeitig machte die Partie deutlich, woran das Team weiterarbeiten muss: technische Fehler reduzieren, die Wurfquote verbessern und konstantere Entscheidungen treffen. Die gelungene Schlussminute gibt dafür einen ersten Anknüpfungspunkt.

Welche Spielerinnen man auf diesem Weg besonders im Auge behalten sollte? Gretas Antwort: «Alle!» Für die kommenden internationalen Aufgaben soll das gesamte Team weiter zusammenwachsen.  Die U20-Frauen nehmen aus Schaffhausen und Freiburg erste Funken mit. In den nächsten Zusammenzügen wollen sie darauf aufbauen.

Quelle: SHV / Beni Rachad (Text); zVg (Bild)

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