Nationalteam Frauen • 05.10.2026
In Norwegen hat das Schweizer Frauen-Nationalteam am nächsten Funken gearbeitet. Nun führt der Weg Richtung EM nach Tschechien. Nationaltrainer Knut Ove Joa hat 19 Spielerinnen aufgeboten, darunter Celia Heinzer. Lea Schärer ist diesmal von Beginn an dabei, Malin Altherr wieder fit. Die Reise antreten werden 18 Spielerinnen.
In Stavanger liess sich zuletzt beobachten, wie solche Funken entstehen: im direkten Duell mit Spielerinnen des norwegischen Spitzenclubs Sola, im gemeinsamen Suchen nach Lösungen, im Zutrauen, auf internationalem Niveau bestehen zu können. Die Schweizerinnen arbeiteten an ihrer Abwehr und daran, auch dann zum Abschluss zu kommen, wenn der schnelle Gegenstoss ausbleibt. Was wenige Autominuten von Joas Zuhause weitergewachsen ist, soll nun im nächsten Lehrgang Bestand haben. Auch die Wahl der Gegnerinnen folgt dabei einem klaren Gedanken. «Wir haben uns für die Vorbereitung bewusst Gegnerinnen ausgewählt, die den Teams entsprechen, auf die wir an der EURO treffen werden», sagt Knut Ove Joa.
Dafür setzt der Nationaltrainer weitgehend auf seine zuletzt nominierte Gruppe. Mit Celia Heinzer kommt eine Spielerin dazu, die nach einer langen Verletzungspause wieder angreift. Die 24-jährige Rückraumspielerin begann beim KTV Muotathal mit dem Handball und wechselte mit zwölf Jahren zum LK Zug. Dort entwickelte sie sich zur Leistungsträgerin, debütierte bereits mit 17 Jahren im A-Nationalteam und gewann 2021 Meisterschaft und Cup. Nach zehn Jahren in Zug führte ihr Weg 2024 zu den Spono Eagles. Mit den Nottwilerinnen holte sie 2025 erneut den Cup. Der nächste Schritt war da bereits ihr Ziel: Heinzer wollte ins Ausland. Ein Kreuzbandriss im rechten Knie zu Beginn der Saison 2025/26 unterbrach diesen Weg. Es folgten Rehabilitation und Aufbauarbeit, im Sommer 2026 schliesslich der Wechsel zum deutschen Zweitligisten VfL Waiblingen. Nun erhält sie auch im Nationalteam die Gelegenheit, sich einzubringen.
Eine neue Ausgangslage gibt es auch für Lea Schärer. Die Rückraumspielerin von GC Amicitia Zürich war zum letzten Lehrgang für die angeschlagene Malin Altherr nachgereist. Diesmal gehört sie von Beginn an zum Aufgebot. Altherr ihrerseits ist wieder fit: Auch die Spielerin des LC Brühl Handball steht Joa für den kommenden Zusammenzug zur Verfügung. Nicht aufgeboten ist hingegen Giuliana Manduca von den Spono Eagles. Die neue Kaderliste umfasst damit 19 Spielerinnen, zwölf davon stehen bei Vereinen im Ausland unter Vertrag. Nach Tschechien werden allerdings nur 18 Spielerinnen reisen; das Reisekader wird entsprechend noch reduziert.
Albrecht Sev, HSG Freiburg (GER)
Altherr Malin, LC Brühl Handball
Baumann Era, Viborg HK (DEN)
Bucher Nuria, HSG Blomberg-Lippe (GER)
Coker Clairebel, LC Brühl Handball
Emmenegger Mia, Team Esbjerg (DEN)
Erni Joline, GC Amicitia Zürich
Frei Avril, Tertnes HE (NOR)
Gautschi Daphne, Toulon Métropole (FRA)
Goldmann Norma, Bergischer HC (GER)
Hartz Claire, LC Brühl Handball
Heinzer Celia, VFL Waiblingen (GER)
Kähr Charlotte, TuS Metzingen (GER)
Kuratli Seraina, GC Amicitia Zürich
Riner Alessia, Neckarsulmer Sport-Union (GER)
Schärer Lea, GC Amicitia Zürich
Schüpbach Lea, Yellow Winterthur
Snedkerud Nora, Strasbourg ATH (FRA)
Wolff Laurentia, VfL Oldenburg (GER)
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