13.04.2026

Rang 12 bei der Heim-EM 2024, erstmalige WM-Teilnahme zum Ende des vergangenen Jahres, nun zum dritten Mal in Folge die EM-Teilnahme gesichert: Daphne Gautschi reitet zusammen mit dem Frauen-Nationalteam auf der Erfolgswelle. Und diese soll kontinuierlich weiter Fahrt aufnehmen, mit dem Fernziel Olympia 2032 in Brisbane.
«Glücklich. Zufrieden. Vorfreudig.» So beschreibt Daphne Gautschi ihre Gefühlslage am Sonntagabend des 12. Aprils. Soeben durfte sie zusammen mit ihrem Team den Sieg im letzten EM-Quali-Spiel gegen Italien sowie das Erreichen der EM-Endrunde 2026 feiern. Und das in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Saalsporthalle mit 2'400 Fans.
«Zu Beginn des Spiels konnten wir noch nicht so frei aufspielen wie gewünscht. Wir wollten den Fans beweisen, dass wir es verdienen, an der EM 2026 dabei zu sein. Mit der Zeit haben wir es geschafft, diesen Druck abzulegen, sind in den Flow gekommen und haben es so richtig genossen.»
Es ist das erste Mal, dass die Qualifikation aus eigener Kraft geschafft wurde – und dies bereits vorzeitig in der zweitletzten Spielrunde vom 9. April in Bosnien. Diesen Moment des Triumphs hat Daphne zusammen mit dem Team im kleinen Rahmen gefeiert. Auswärts ohne Heimpublikum und mit dem Wissen, dass drei Tage später noch das abschliessende Spiel gegen Italien auf dem Programm steht. Allzu gross fiel die Party dementsprechend nicht aus: «Wir haben in der Garderobe gemeinsam getänzelt und waren natürlich alle total happy.» Einen Einblick dazu gibt es im nachfolgenden Video:
Daphne's Highlight der gesamten EM-Qualifikations-Kampagne war die 22:25-Niederlage im März auswärts gegen den WM-Vierten Holland. Eine Niederlage als Highlight? Klingt im ersten Moment ungewöhnlich, ist mit ihrer Erklärung dazu aber gut nachvollziehbar: «Nach dem sehr schwierigen Heimspiel gegen Holland in der Pilatus-Arena mit der deutlichen Niederlage konnten wir ein paar Tage später eine ganz starke Antwort zeigen. Dies hat bewiesen, dass wir innerhalb von kurzer Zeit mit Video-Analysen, mit vielen Gesprächen und zusätzlichen Trainings so viel verändern können. Das hat mich extrem stolz gemacht. Wenn wir so spielen, können wir auch gegen die ganz Grossen mithalten.»
Die ganz Grossen sind auch an der EM-Endrunde 2026 dabei. So wie die Schweiz, zum dritten Mal in Folge. Was bedeutet dieser Erfolg für Daphne persönlich? «Sehr, sehr viel! Vor allem auch, weil wir es dieses Mal aus eigener Kraft geschafft haben. Es zeigt, dass wir wirklich gut gearbeitet haben die letzten Jahre. Und natürlich wollen wir auch weiterhin so gut arbeiten.»
Olympia 2032 als Leitstern
Bei regelmässigen EM- und WM-Teilnahmen soll es nämlich nicht bleiben. Im März ist offiziell der Startschuss für die «Roadmap 2032» gefallen. Ziel ist es, das Frauen-A-Nationalteam auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane auszurichten. Die Erfolgswelle soll also weiter Fahrt aufnehmen. Und so richtig gross werden. #CatchTheWave
Daphne dazu: «Die Roadmap 2032 schafft die Grundlage dafür, dass wir träumen dürfen. Auf der einen Seite erscheint 2032 noch sehr weit weg, auf der anderen Seite vergehen sechs Jahre aber doch recht schnell. Vorher gibt es noch viele Dinge, die wir erreichen wollen und müssen: stetig an Europa- und Weltmeisterschaften dabei sein und dort immer besser abschneiden. Wenn wir das schaffen, erlaube ich mir dann auch selbst, so richtig von Olympia zu träumen. In Brisbane 2032 dabei zu sein, wäre für mich mein Karriere-Highlight.»
Seit dem Startschuss im März spürt Daphne im gesamten Umfeld auch bereits eine Veränderung: «Wir alle merken, dass wenn wir als Team so weitermachen, wir nochmals ein ganz anderes Level erreichen können. Der Verband schafft die nötigen Strukturen, um dieses grosse Ziel zu erreichen. Das empfinde ich als sehr wertschätzend. Auch beim Publikum ist ein gewisser Funken spürbar. Die Fans merken wohl, dass etwas Grosses entstehen kann.»
Was genau «etwas Grosses» sein wird, das wird die Zukunft zeigen. Mit der erfolgreichen EM-Quali ist ein erster, wichtiger Schritt getan. Viele weitere werden auf dem Weg zum Fernziel Brisbane folgen.

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