SPL1 PLAYOFF-FINAL: Knapper 19:18-Sieg für Brühl im ersten Spiel

SPAR Premium League  •  18.05.2019

Kerstin Kündig und der LC Brühl gewinnen Spiel 1

Der LC Brühl hat das erste Playoff-Finalspiel der SPAR Premium League für sich entschieden. Die St. Gallerinnen siegten vor 1'000 Zuschauern in der heimischen Kreuzbleiche mit 19:18 (10:7) gegen den LK Zug. Damit kann der Rekordmeister aus der Ostschweiz am kommenden Mittwoch den 31. Titel der Vereinsgeschichte einfahren.

Die Anfangsphase im ersten Finalspiel um den Schweizer Titel bei den Frauen gehörte den Gastgeberinnen, die beim Stand von 1:1 fünf Tore in Serie erzielten. Somit konnte sich Brühl früh (13./6:1) ein Polster erarbeiten. Zugs zweites Tor fiel erst in der 14. Minute (2:6), dennoch kämpften sich die Gäste nach der Startviertelstunde zurück ins Spiel. Die Einwechslung von Goalie Marion Ort sorgte hierbei für die Initialzündung.

Die Torhüterin war blendend aufgelegt und zog den St. Galler Angreiferinnen mit zahlreichen Paraden den Zahn. Im ersten Durchgang parierte sie phasenweise mehr als 60 Prozent der Würfe auf ihr Tor, am Ende stand sie bei einer Abwehrquote von 48 Prozent. Allein, die gehemmte Offensive der Innerschweizerinnen wollte nicht wirklich ins Spiel finden. Keiner Zuger Angreiferin gelang es die gut stehende Deckung der Ostschweizerinnen ernsthaft zu gefährden. So blieb das 7:10 durch Sibylle Scherer in der 22. Minute der letzte Treffer im ersten Durchgang.

Auch nach dem Seitenwechsel dauerte es fast vier Minuten ehe der Ball das erste Mal wieder im Tor zappelte. Kerstin Kündig traf für den LCB per Penalty – acht weitere Minuten sollten vergehen, bevor Brühl ein weiteres Mal zum Torerfolg kam. Die Gäste nutzten das aus und erzielten in der 40. Minute das 11:11. Die Wende wollte dem Team von Christoph Sahli jedoch nicht gelingen. Stattdessen reagierte die Heimmannschaft und zum ersten Mal kamen in der ansonsten gehemmt wirkenden Partie Tempo und Spielwitz zur Geltung.

Dies führte zu einigen schön herausgespielten Treffern auf beiden Seiten, vertagte allerdings die Entscheidung. Diese fiel erst in der Schlussminute, als Zug zwar beim Stand von 17:19 verkürzen konnte und zehn Sekunden vor Spielende nochmals in Ballbesitz kam. Der Wurfversuch von Simona Cavallari fand jedoch nicht den Weg ins Tor.

Unter dem Strich ging der Sieg für Brühl aber auch in Ordnung. Die von Rolf Erdin trainierten Frauen fielen nach einem starken Start zwar selbst in ein Loch, lagen über die gesamte Spielzeit aber nie in Rückstand. Zug konnte lediglich viermal in der Partie auf Gleichstand stellen und verpasste es, aus der sehr guten Torhüterleistung Kapital zu schlagen. Zudem offenbarten beide Teams noch erhebliches Steigerungspotenzial für den weiteren Verlauf der Finalserie.

Der LC Brühl geht mit einem 1:0 im Rücken in das zweite Finalspiel am kommenden Mittwoch, 22. Mai, um 19.30 Uhr (live auf srf.ch/sport und handballTV) in der Sporthalle in Zug. Die St. Gallerinnen können dann mit einem weiteren Sieg die 31. Meisterschaft feiern. Zug muss gewinnen, um die Finalissima zu erzwingen.

Statistik

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Quelle: Matthias Schlageter

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