Die Saison 2025/26 brachte den Schweizer Nationalteams wichtige internationale Auftritte und unterschiedliche Resultate. Das Männer-Nationalteam erreichte an der EHF EURO erstmals die Hauptrunde, verpasste danach jedoch die WM-Qualifikation. Das Frauen-Nationalteam überzeugte bei seiner ersten WM-Teilnahme und qualifizierte sich anschliessend souverän für die nächste EM. Auch im Nachwuchs standen mehrere internationale Endrunden im Zentrum.
Das Männer-Nationalteam erlebte diese Saison ein Wechselbad der Gefühle. Die EHF EURO 2026 war geprägt von Hochs und Tiefs. Dank dem Wunder von Oslo schaffte das junge Team den erstmaligen Einzug in die EM-Hauptrunde, welche mit zwei Unentschieden gegen Ungarn und Island nicht an Spannung zu überbieten war. Für die darauffolgenden WM-Playoffs gegen Italien war man zuversichtlich gestimmt. Leider konnte das Team nicht an den Leistungen der EM anknüpfen und musste Italien das Ticket für die WM in Deutschland überlassen. Ein herber Schlag und eine grosse Enttäuschung für das ganze Team und den Verband.
Beim Frauen-Nationalteam dürfen wir dafür auf eine deutlich konstantere Saison zurückblicken. Die erste WM-Teilnahme war dabei das Highlight im Dezember 2025. Mit zwei überzeugenden Siegen gegen den Iran und Senegal qualifizierte sich das Team auch sogleich für die erste WM-Hauptrunde. Dort musste es allerdings in drei Spielen gegen Topnationen unter anderem aus Dänemark und Rumänien Lehrgeld zahlen. Mit reichlich internationaler Erfahrung mehr in der Tasche bestritt das Team von Knut Ove Joa die EM-Qualifikation gegen Italien, Bosnien und Herzegowina und die Niederlande. Mit vier deutlichen Siegen gegen Italien und Bosnien und Herzegowina glückte auch die nächste und für das junge Team so wichtige Endrundenqualifikation für die EM im Dezember 2026.
Die U19-Junioren qualifizierten sich vor heimischem Publikum in der BBC Arena in Schaffhausen im November ohne Probleme für die EM-Endrunde in Serbien. Aufgrund einer unglückliche Niederlage gegen Israel in der Zwischenrunde und die Spiele um Platz 13-16 verpasst das Team leider die direkte WM-Qualifikation und platziert sich auf dem 17. Schlussrang. Die U21 Junioren mussten keine Qualifikation mehr bestreiten und waren dank erfolgreicher EM-Endrunde 2024 bereits für die EM-Endrunde in Rumänien gesetzt. In diese startet das Team fulminant und gewann die Vorrundengruppe. Ein Sieg gegen Frankreich in der Hauptrunde öffnete die Tür ins Viertelfinal und damit auf den ausgezeichneten 8. Schlussrang. Damit qualifiziert sich das Team direkt für die WM 2027.
Die U20 Juniorinnen verpassten leider die WM-Qualifikation im Sommer 2025 und schlossen die Saison mit zwei Testspielen gegen die Niederlande im Juni ab. Anders aber die U18-Juniorinnen, die sich mit einem erfolgreichen 5. Rang an der EM 2025 für die U18-WM 2026 in Rumänien qualifizierte. Und auch bei dieser Endrunde lässt sich das Team von Jürgen Fleischmann nicht von der Erfolgsspur abbringen. Im Viertelfinal steht ihnen allerdings der anschliessende Weltmeister Spanien gegenüber und besorgte dem Team die einzige Niederlage des Turniers. Der Abschluss auf dem 5. Rang ist allerdings ein weiteres historisches Resultat. Ebenfalls im Einsatz war die jüngste Generation, die U16-Juniorinnen bei den European Open in Göteborg. Und auch dieses Team wusste zu begeistern. Erst im Halbfinal musste man sich geschlagen geben und verpasst leider im Spiel um Platz 3 denkbar knapp eine weitere Medaille bei diesem Turnier.
Auch im Beachhandball waren diesen Sommer vier Teams im Einsatz. Die beiden Senior Teams bestritten die EM-Qualifikation, wobei diese bei beiden Teams leider nicht zum gewünschten Erfolg führte. Trotzdem zeigten vor allem die Männer, dass sie auf internationalem Niveau mithalten können. Die beiden Nachwuchsteams spielten die U17-EM. Im Vergleich zum vergangenen Jahr zeigt die Tendenz klar nach oben. Die Junioren schlossen das Turnier auf dem guten 9. Rang ab.