de  |  fr Seite durchsuchen
Schrift vergrössern Home Kontakt Sitemap
   
Home /

News Handball Schweiz



Liveticker
Livestreams
Mobiliar Topscorer
       
Protest gutgeheissen
Der Court of Handball der EHF heisst den Protest im Zusammenhang mit dem WM-Qualifikations-Spiel in Bosnien-Herzegowina gut. Die Schweiz gewinnt 10:0-Forfait.
Big Points im Keller
Der TSV St. Otmar St. Gallen gewinnt mit 24:21 (13:12) beim TV Endingen und vergrössert damit seinen Vorsprung an der Spitze der Abstiegsrunde.
Vom Traktor zum Handball
Neben ihrer Handball-Leidenschaft absolviert die SPL-Spielerin Amandine Sauty aus Morges oft eine Marathonwoche zwischen Fussball, Auslandsreisen und Traktorfahren.
«Ich bin ein Fakten-Mensch»
Martin Albertsen ist seit dem 1. Februar neuer Schweizer Frauen-Nationaltrainer. Der 43-jährige Däne im Interview über seine ersten Eindrücke und seine Erwartungen.
16.02.2018
EHF heisst Schweizer Protest gut – Forfait-Sieg gegen Bosnien

Der Court of Handball der Europäischen Handball Föderation (EHF) hat den Schweizer Protest im Zusammenhang mit dem WM-Qualifikations-Spiel vom 13. Januar 2018 in Bosnien-Herzegowina bestätigt. Die Partie wird 10:0-Forfait und mit zwei Punkten für die Schweiz gewertet, weil Bosnien-Herzegowina einen Spieler einsetzte, der nicht auf dem offiziellen Match-Report aufgeführt war.

Die Partie in Tuzla hatte 21:15 für Bosnien-Herzegowina geendet. Die Verantwortlichen des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV) legten im Anschluss jedoch Protest ein, weil der im Spiel eingesetzte Bosnier Tomislav Nuic nicht auf dem offiziellen Match-Report aufgeführt war.

Der Court of Handball des europäischen Verbands stützte den Protest und führte aus, dass die Verantwortung für einen korrekt ausgefüllten Match-Report einzig bei der jeweiligen Delegation liegt und dass das massgebende Reglement in so einem Fall keine andere Konsequenz als eine Forfait-Niederlage für die fehlbare Nation vorsieht.

Mit diesem Resultat qualifiziert sich die Schweiz für die WM-Playoffs und trifft dort im kommenden Juni auf Vize-Weltmeister Norwegen. Das Hinspiel findet vom 8. bis 10. Juni statt, das Rückspiel vom 12. bis 14. Juni. Bosnien-Herzegowina hat die Möglichkeit, den Entscheid bis am kommenden Mittwoch, 21. Februar, beim Rekursgericht der EHF anzufechten.

 

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

« schliessen
16.02.2018
TV-Spiel: St. Gallen sammelt zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf

Der TSV St. Otmar St. Gallen feierte am Donnerstagabend einen wichtigen Auswärtssieg in der Abstiegsrunde. Beim Tabellenschlusslicht TV Endingen siegten die Ostschweizer vor 530 Zuschauern in der GoEasy Arena mit 24:21 (13:12). Mit den zwei Zählern festigten die Gäste ihre Tabellenführung in der Vierergruppe. Gastgeber Endingen bleibt Letzter und droht den Anschluss zu verlieren.

Für beide Teams war das Duell richtungsweisend. Die Gastgeber konnten bei einem Sieg den Anschluss an Rang 2 und 3 schaffen; die Gäste mit einem Auswärtssieg ihren Vorsprung ausbauen. Dementsprechend motiviert waren die Spieler in der Startviertelstunde, in der sich aber kein Team absetzen konnte. Die ersten Endinger Führungen (1:0, 2:1; 3:2) egalisierten die Ostschweizer postwendend, ehe sie selbst mit zwei Toren davonziehen konnten (14./6:4).

In der Folge blieb es ein rasantes und intensives Spiel, bei dem auf beiden Seiten die Goalies einen glänzenden Tag erwischten. Nicht nur, dass sich sowohl Gabor Busa als auch Jonas Kindler in die Torschützenliste eintrugen, auch ihr Kerngeschäft verrichteten sie ausgezeichnet. TVE-Torhüter Busa war massgeblich daran beteiligt, dass sein Team einen 5:7-Rückstand in eine 10:8-Führung umwandelte (22.). Kindler parierte über 60 Minuten 19 Bälle, darunter zwei Siebenmeter.

Neben den Torhütern setzten sich an diesem Abend die Kreisläufer und linken Flügel eindrücklich in Szene. Bei St. Gallen war Nationalspieler Benjamin Geisser in der Offensive omnipräsent und über 60 Minuten torgefährlich. Mit sieben Treffern war der Kreis der Topscorer seiner Mannschaft. Bei den Gastgebern war es einmal mehr der linke Flügel Tano Baumann (6/1), der zu gefallen wusste. Aber auch die Endinger wählten konsequent den Weg zum Kreis, so dass das Abstiegsduell für einmal nicht von wurfgewaltigen Rückraumschützen bestimmt wurde.

Die Partie in der GoEasy Arena in Siggenthal war, wie es sich für ein kapitales Spiel im Tabellenkeller gehört, auch von Kampf und Aggressivität geprägt. Zumeist verlief dies unter der Leitung des Schiedsrichter-Gespanns Sager/Styger im Rahmen des Zulässigen. Lediglich kurz vor der Pause überspannte Otmars Amadeus Hedin den Bogen. Bei einer Abwehraktion traf er seinen Gegenspieler mit beiden Händen im Gesicht. Auf die direkte rote Karte folgte die blaue Karte; dem Schweden droht nun eine Sperre. Seine Mannschaft ging aber dennoch mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.

Endingen kam mit Schwung aus der Kabine und drehte die Partie vorübergehend wieder zu seinen Gunsten. Bis zur 41. Minute spielte sich das Team von Zoltan Majeri mit zwei Toren in Front (18:16). Es folgte jedoch eine elfminütige Phase ohne eigenen Torerfolg für die Gastgeber, was der TSV St. Otmar zu nutzen wusste. Die Gäste spielten sich bis zur 51. Minute einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus (23:18).

Mit dem Spielstand von 24:21 (55.) für den TSV St. Otmar ging es in die Schlussphase. In den letzten Spielminuten war beiden Teams die Nervosität anzumerken. Endingen versuchte mit aller Kraft nochmals zurück zu kommen, liess dabei aber mehrfach beste Torgelegenheiten aus. St. Gallen fehlte es an Präzision und Kaltschnäuzigkeit, um den Sack endgültig zuzumachen. So erzielte keine der beiden Mannschaften in den letzten 300 Sekunden noch einen weiteren Treffer.

Schlussendlich müssen sich die Gastgeber an die eigene Nase fassen. Ein Sieg, zumindest der erste Punktgewinn in der Abstiegsrunde, war für den Aufsteiger an diesem Abend eindeutig in Reichweite. Unter dem Strich liessen die Surbtaler zu viele klare Chancen liegen. Das soll die Leistung der Gäste aber auf keinen Fall schmälern. Speziell im zweiten Durchgang stellte St. Gallen eine Abwehr auf das Feld, an der sich Endingen die Zähne ausbiss. Der TSV St. Otmar baut damit seine Führung in der Abstiegsrunde aus und hat nun 13 Zähler auf dem Konto. Endingen verharrt mit 6 Punkten auf dem letzten Rang.
 



Swiss Handball League
Nationalliga A - Abstiegsrunde

TV Endingen – TSV St. Otmar St. Gallen 21:24 (12:13)
530 Zuschauer. - SR Sager/Styger. - Strafen: Je 6mal 2 Minuten und Disqualifikation (rote plus blaue Karte) gegen Hedin (30./St. Gallen).
TV Endingen: Busa (1)/Boccarelli (ab 50.); L. Riechsteiner, Baumann (6/1), Sudzum (1), Moser, Pejkovic (3/1), Wittlin (3), Kündig, Haas (3), Knecht, Schubnell (4), Huwyler, Feldmann (n.e.).
TSV St. Otmar St. Gallen: Kindler (1)/Schaltegger (n.e.); Linde (n.e.), Hedin, Fricker, Gwerder (2), Gasser (1), Bamert (n.e.), Geisser (7), Rauch (2), Jurilj (3), Zdrahala (2), Wetzel, Kaiser (4/2), Milovic (1), Höning (1).
Bemerkungen: Verhältnis verschossener Penaltys 2:0. NLA-Debüt von Noah Haas (Endingen). Endingen ohne C. Riechsteiner, Sarac, Adamcic, Grana; St. Gallen ohne Hörler, Shejbal (alle verletzt).

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter/Bild: Alexander Wagner

« schliessen
16.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Amandine Sautys Marathonwoche

Amandine Sauty, 32, ist Kapitänin der SG Yverdon/Crissier. Kreisläuferin, Spassmacherin und immer darauf bedacht, ihre Mannschaft anzufeuern, zusammen zu schweissen. Und sie ist handballbegeistert, seit über 17 Jahren. Beruflich hat sich Amandine jedoch einem anderen Sport verschrieben – dem Fussball.

Die European Club Association mit Sitz in Nyon vertritt die Rechte der Fussballclubs gegenüber der UEFA und FIFA. Für die ECA organisiert Amandine Events, kümmert sich um Transport, Unterkunft und Programm von Kongressen und Meetings. „Nach meinem Abschluss an der Haute Ecole de gestion in Nyon habe ich nicht sofort eine Anstellung gefunden“, erklärt die Handballerin, wie sie gerade zu dieser Stelle gekommen ist. „2008 habe ich in Genf bei der Fussball-Euro gejobbt, dadurch hatte die UEFA mein Profil in ihrer Datenbank. Und als die ECA dann jemanden gesucht hat, haben sie mich angerufen.“ Fussball hat sie übrigens nie selber gespielt, den Sport sieht sie lieber am Bildschirm oder im Stadion.

Für ihre Arbeit im 80%-Pensum ist Amandine regelmässig im Ausland, wenn auch meist nur tageweise. „Ankunft am Morgen, Rückflug am Abend, dazwischen der Event – meist sehe ich von den Orten nur den Flughafen“, lacht die sympathische Waadtländerin. Mit den Trainingseinheiten hat sich das bislang gut vereinbaren lassen. „Es ist halt alles eine Frage der Organisation.“

Muskelkater, bevor das Training überhaupt startet
Doch damit nicht genug: einmal pro Woche geht Amandine noch einer anderen Tätigkeit nach. Statt ins Flugzeug steigt sie dann nämlich … auf einen Traktor. „Gemeinsam mit meiner älteren Schwester unterstützen wir unseren Vater auf unserem Landwirtschaftsbetrieb.“ Dies, weil die Familie sich nicht vorstellen kann, den Hof zu verkaufen oder zu vermieten. Um den Betrieb mittelfristig übernehmen zu können, haben die beiden Schwestern bereits eine zehnmonatige landwirtschaftliche Ausbildung absolviert. „Es ist eine völlig andere Beschäftigung als die Büroarbeit“, meint Amandine. Und wie ein zusätzliches Fitnesstraining – „manchmal habe ich am Freitag bereits Muskelkater, bevor das Training beginnt.“

Mit vier Trainingseinheiten, den Spielen, ihr Engagement bei Juniorenmannschaften, den Auslandsaufenthalten und ihrer Arbeit auf dem Hof fühlt sich Amandines Woche wie ein Marathonlauf an. Doch an ein Kürzertreten oder Aufhören will die 32-Jährige nicht denken. „Natürlich bin ich nicht mehr die Jüngste in unserer Mannschaft und in der Liga.“ Doch „zu alt“ zum Handballspielen fühle sie sich wirklich noch nicht. „Wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr hinterherzukommen und einzurosten, dann überlege ich es mir vielleicht“, lacht sie. Im Moment jedoch will sie jeden Augenblick mit dem SPL2-Team geniessen und optimistisch bleiben.

"Wollen uns Punkte erkämpfen"
Dass die SG Yverdon/Crissier die Auf/Abstiegsrunde mit einem neuen Trainer und ohne ihre frühere Topscorerin Shadya Goumaz bestreiten muss, sieht die Kapitänin denn auch positiv. „Natürlich ist es nicht einfach, während der Saison mit einer neuen Person, neuen Methoden und Prinzipien umzugehen. Aber es kann auch frischen Wind und eine neue Dynamik ins Team bringen.“ Und ohne Shadya müssen nun eben alle etwas mehr Verantwortung im Spiel übernehmen. Sowieso sei ihr Team immer dann am stärksten, wenn man es am wenigsten von ihm erwartete. Nach dem ersten und ernüchternden Spiel gegen den HSC Kreuzlingen steht für die Westschweizerinnen am Samstag der nächste Match gegen den HV Herzogenbuchsee an. Amandines Ziel ist klar: „Wir wollen uns Punkte erkämpfen.“
 



SPAR Premium League
SPL1/2 Auf-/Abstiegsrunde – 2. Spieltag
Samstag, 17. Februar
HV Herzogenbuchsee – SG Yverdon & Crissier, 16 Uhr (Mittelholz, Herzogenbuchsee)
Yellow Winterthur – GC Amicitia Zürich, 17 Uhr (Eulachhalle, Winterthur)
HSC Kreuzlingen – HSG Leimental, 18 Uhr (Egelsee, Kreuzlingen)

Alle Spiele können live auf handballTV.ch mitverfolgt werden.

Teilen mit:

Quelle: Carolin Thevenin/Bild: US Yverdon

« schliessen
15.02.2018
Interview mit dem neuen Frauen-Nationaltrainer Martin Albertsen

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat am Montag und Dienstag in Hochdorf den ersten Lehrgang mit ihrem neuen Trainer Martin Albertsen absolviert. Der 43-jährige Däne, der Bietigheim im vergangenen Sommer zum deutschen Meistertitel führte und mit seinem Verein jetzt in der Hauptrunde der Champions League im Einsatz steht, erzählt im Interview von seinem ersten Eindruck, seiner Handball-Philosophie und seinen Erwartungen.
 



Martin Albertsen, hinter Ihnen liegen die ersten beiden Trainingstage mit der Schweizer Nationalmannschaft. Was für Eindrücke nehmen Sie mit?

Martin Albertsen: Ich bin sehr positiv nach den ersten beiden Tagen. Die Frauen waren ehrgeizig und wollen unbedingt etwas erreichen. Deswegen bin ich zuversichtlich, nicht nur für die Nationalmannschaft, sondern allgemein für den Frauenhandball in der Schweiz. Ich denke, es gibt gerade in den aktuellen Nachwuchs-Jahrgängen gute Talente, da brauchen wir den Vergleich mit anderen Nationen nicht zu scheuen.

Inwiefern haben Sie sich vor Ihrem Engagement mit dem Schweizer Frauenhandball beschäftigt?

Martin Albertsen: Ich hätte diesen Job nicht angenommen, wenn ich nicht glauben würde, dass wir hier etwas erreichen können. Ich habe selbstverständlich eine Analyse der Situation gemacht und dabei das Potenzial gesehen. Ich habe vor ein paar Jahren mit Viborg in der Champions League-Qualifikation gegen Brühl gespielt, dazu habe ich viele weitere Schweizer Clubteams schon an internationalen Vorbereitungsturnieren beobachtet. Das Potenzial für die Zukunft ist vorhanden. Ich erwarte darum in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung.
 

«Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung.»


Sie haben gesagt, dass ein Problem des Frauenhandballs in der Schweiz ist, dass zu wenig Glaube an die eigene Stärke vorhanden ist – dass man sich also schlechter redet, als man in Wirklichkeit ist. Wie ist das zu verstehen?

Martin Albertsen: Ja, und das habe ich gerade auch in den ersten Trainings gespürt. Ich bin es gewohnt, in Bietigheim jeden Tag mit Nationalspielerinnen aus starken Nationen wie Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden zu arbeiten. Ich kann sagen, dass einige Schweizerinnen das gleiche Niveau aufweisen wie jene Spielerinnen – aber die Schweizerinnen glauben das selber nicht, weil sie nie den direkten Vergleich in einem Topteam hatten.

Allgemein ist der Frauenhandball in der Schweiz besser, als viele Leute glauben. Man kann sich diese Schwäche natürlich einreden, weil beispielsweise der öffentliche Fokus in den vergangenen Jahren gefehlt hat. Dann bleibt das auch so in den Köpfen drin.

Aber ich bin ein «Fakten-Mensch». Wenn ich Talente sehe und weiss, dass diese genau so gut sind wie in Deutschland oder in Dänemark, dann sage ich das auch. Es ist für mich wichtig, dass sich die Spielerinnen selbst richtig einschätzen können, weil es ja auch ein grosser Antrieb ist, wenn man weiss, dass man in dieser Sportart eine gute Perspektive hat. Es geht dabei niemals darum, Unwahrheiten zu erzählen – ich werde immer bei den Fakten bleiben. Aber ich habe viel Talent gesehen in den letzten Tagen.

Die Schweiz ist ihre erste Station als Trainer einer Nationalmannschaft. Wie gehen Sie diese neue Aufgabe an?

Martin Albertsen: In einem Verein hat man viel Zeit, mit einer Mannschaft eine Entwicklung zu schaffen. Das ist mit einer Nationalmannschaft anders. Wir müssen darum sehr viel über «einfachen» Handball arbeiten. Mit vielen kleinen Hinweisen, wie sich die Spielerinnen individuell verbessern können. Mein Plan ist, dass wir ein einfaches Konzept für das Kollektiv haben, dass wir aber vor allem sehr viel in Kontakt mit den einzelnen Spielerinnen stehen, um sie in Zusammenarbeit mit den Vereinen weiter zu entwickeln. Über diese individuellen Qualitäten wollen wir eine starke Mannschaft aufbauen.

Ist Ihnen in den ersten Trainings etwas speziell aufgefallen?

Martin Albertsen: Ich habe sofort gespürt, dass in der Mannschaft eine enorm gute Stimmung herrscht. Alle hatten viel Freude und Motivation, um miteinander zu arbeiten. Das ist übrigens etwas, das viele Nationen versuchen zu erreichen – aber wir haben das schon. Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung. Das ist eine sehr gute Ausgangslage.
 

«Das Motto lautet: Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»


Wie sieht Ihre persönliche Handball-Philosophie aus?

Martin Albertsen: Ich versuche, einen einfachen Handball spielen zu lassen. Einfacher Handball ist auch schöner Handball. Dazu gehört natürlich Schnelligkeit, aber nicht um jeden Preis. Es geht darum, die Anzahl der Fehler zu reduzieren: Wenn wir weniger technische Fehler machen, erhalten wir sofort mehr Versuche, um Tore zu erzielen.

Natürlich setzen wir auch einen Schwerpunkt in der Defensive. Für mich ist Abwehr etwas, das viel Teamwork und gegenseitige Unterstützung bedingt. Es ist eine Frage der Mentalität, dass wir gemeinsam eine Verteidigung stellen, die solidarisch füreinander arbeitet. Das tönt in der Theorie simpel, aber ich weiss aus meiner langen Erfahrung als Trainer von Frauen-Mannschaften, dass es manchmal nicht ganz einfach ist, eine Abwehr-Philosophie in der Praxis umzusetzen, weil sich Frauen sehr viele Gedanken über die Folgen jeder einzelnen Aktion machen. Darum muss man das sehr unkompliziert angehen. Das Motto dabei lautet: «Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»

Am 21. März steht mit dem Heimspiel gegen die Ukraine bereits der erste Ernstkampf auf dem Programm. Was können oder wollen Sie im Hinblick darauf in der kurzen Zeit bereits verändern?

Martin Albertsen: Das Wichtigste ist der Glaube an uns. Unsere Frauen sind im Alltag mit vielen anderen Menschen zusammen. Wenn sich dort stets alle einreden, dass wir es nicht schaffen, kann ich versprechen: Dann werden wir es nicht schaffen. Wir müssen unbedingt selbst erkennen, was für ein Potenzial wir hier haben. Dann legen wir den Fokus auf unsere Aufgaben und zeigen dem Publikum in Siggenthal, dass wir über eine vielversprechende Zukunft verfügen. Ich kann versprechen, dass ich dafür alles geben werde, und das erwarte ich auch von meiner Mannschaft.

Geht es also auch darum, das gewohnte «Schweizer» Denken etwas zu durchbrechen?

Martin Albertsen: Nein, das kann ich so nicht sagen. Ich bin Däne, und ich weiss nicht, wie die Schweizer denken (lacht). Allgemein ist aber klar: Wenn man sich gewohnt ist, zu verlieren, dann wird das zum Alltag. Plötzlich wird dann auch eine knappe Niederlage ein Erfolg. Aber so kann ich nicht denken. Für mich ist eine Niederlage eine Niederlage, egal in welcher Höhe. Ich werde darum immer in ein Spiel gehen, um es zu gewinnen. Wenn wir alles geben, und mit zehn Toren Unterschied verlieren, dann müssen wir das akzeptieren. Aber wir müssen immer alles machen, damit die Möglichkeit besteht, dass wir siegen können. Ich habe mir in der Vergangeheit viele Spiele angesehen, und ich habe oft gedacht: Da war doch eine Möglichkeit, zu gewinnen. Warum haben wir das nicht gemacht? Es muss der Anspruch sein, solche Spiele künftig zu gewinnen.
 



Persönlich
Name: Martin Fruelund Albertsen (43)
Nationalität: Dänemark
Zivilstand: Verheiratet mit Anne, zwei Kinder
Trainerlizenz: EHF Master Coach
Aktueller Verein: SG BBM Bietigheim (Deutscher Meister)

Erfolge (Auszug)
Dänischer Cupsieger 2003 (Viborg HK)
EHF Cup-Sieger 2004 (Viborg HK)
Dänischer Meister 2004 (Viborg HK)
Deutscher Meister 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Cupsieger 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2006
EHF Cup-Finalist 2012 (Viborg HK)
Dänischer Cupsieger 2012 (Viborg HK)
EHF Cup-Finalist 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Meister 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Supercup-Sieger 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2017

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

« schliessen
19.02.2018
NLB: Rundschau auf den 17. Spieltag

Nach der 17. Runde in der Nationalliga B kündigt sich vor allem am Tabellenende ein hochspannendes drittes Meisterschaftsdrittel an. Die Resultate vom Wochenende sorgten für einen regelrechten Zusammenschluss am Tabellenende, wo nun fünf Teams innerhalb von nur zwei Punkten figurieren. Derweil zeichnet sich an der Tabellenspitze immer mehr ab, dass der Leader RTV 1879 Basel und der Zweitplatzierte STV Baden auch nach 26 Spielen die beiden ersten Plätze belegen und somit die Aufstiegs-Playoffs bestreiten werden.

Der STV Baden gewann am Wochenende sein Heimspiel gegen den nach wie vor starken Aufsteiger HS Biel am Ende klar mit 30:25 (14:12). Nach 23 Minuten hatte Biel (ohne seinen gesperrten Spielmacher Benjamin Steiger) allerdings noch mit 12:9 geführt, ehe sich Baden seiner Stärken besann, bis zur Pause 14:12 vorne lag und danach den Sieg ungefährdet ins Trockene brachte. Der RTV siegte bei der HSG Siggenthal/Vom Stein Baden absolut ungefährdet 28:17 (13:6), Liga-Topskorer Rares Jurca war mit acht Treffern (davon sieben Penalties) bester Torschütze auf dem Platz. Basel führt weiterhin vier Punkte vor Baden und bereits elf Zähler vor der SG TV Solothurn, welche beim Schlusslicht TV Steffisburg mit 28:32 (18:19) verlor. Je zehnfache Torschützen waren Gabriel Felder (Steffisburg) und Tom Althaus auf Seiten von Solothurn.

Definitiv wieder erstarkt scheint der KTV Altdorf. Die Urner fügten dem TV Möhlin eine weitere Klatsche zu (38:24), womit die Ambitionen der Fricktaler nur noch theoretischer Natur sein dürften und sich Altdorf gegen die hintersten Plätze ganz leicht etwas Luft verschaffte. Die Entscheidung in Altdorf fiel kurz nach der Pause, als das Heimteam innert sechs Minuten von 18:13 auf 23:14 davon zog.

Dramatisch und hochspannend verlief das Duell zwischen dem BSV Stans und der SG Yellow/Pfadi Espoirs. Die Zürcher führten vier Minuten vor der Pause 16:11, Stans kam bis zur Halbzeit auf 16:17 heran. Danach ging es bis zuletzt hart umkämpft weiter, bis schliesslich Christian Imfeld eine Sekunde vor dem Schlusspfiff für Stans zum 31:30-Heimsieg traf. Damit haben die Nidwaldner die Abstiegsplätze verlassen.

Dorthin abgerutscht ist der HC Horgen (28:36-Heimniederlage gegen die SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen). Die Partie war bereits zur Pause entschieden (12:19), beide Teams hatten je einen überragenden Torschützen. Für Horgen traf Luca Oberli elfmal, für Schaffhausen erzielte Jonas Schelker sogar 12 Treffer. Nicht vom Fleck kommt der TV Birsfelden. Die Baselbieter verloren ihr Heimspiel gegen die Lakers Stäfa nach einer miserablen ersten Halbzeit mit 29:36 (12:19). Birsfelden ist trotz des kürzlich vorgenommenen Trainerwechsels von Thomas Reichmuth zu Ramon Morf in diesem Jahr noch ohne Sieg.

In der NLB-Torschützenliste führt Basels Rares Jurca (117 Treffer aus 15 Spielen) hauchdünn vor Altdorfs Mario Obad (116/17) und Birsfeldens Peter Schmid (112/15).

Teilen mit:

Quelle: Meinrad Stöcklin

19.02.2018
NLA: Kadetten wieder auf Platz 2/Gossau weiterhin ungeschlagen

Die Kadetten Schaffhausen haben mit einem Auswärtssieg beim HSC Suhr Aarau wieder Rang 2 in der Tabelle der Nationalliga A (NLA) zurückerobert. Keinen Sieger gab es im weiteren Finalrundenduell zwischen Kriens-Luzern und Bern Muri das ebenso unentschieden endete wie das St. Galler Derby zwischen dem TSV St. Otmar und Fortitudo Gossau. Jubel dagegen beim TV Endingen, der die ersten Punkte in der Abstiegsrunde einsammelte.

Die Kadetten Schaffhausen kamen am vierten Spieltag der Finalrunde beim HSC Suhr Aarau zu einem ungefährdeten 29:20-Sieg. Es war dies der dritte Erfolg unter der Leitung des Interimstrainers Arno Ehret. Beim souveränen Sieg der Kadetten imponierten Goalie Ivan Stevanovic mit elf Paraden (43%-Quote) und Gabor Csaszar mit neun Toren. Die Aargauer verloren nach ansprechender erster Hälfte (11:13) kontinuierlich den Anschluss. Sechs Minuten ohne eigenen Treffer auf Seiten der Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit nutzte der Titelverteidiger, um entscheidend davon zu ziehen. Der verletzte Topscorer Tim Aufdenblatten wurde beim HSC ebenso schmerzlich vermisst wie Captain Patrick Romann, der ebenfalls zum Zuschauen verdammt war. Ihre Rolle übernahmen Timothy Reichmuth (6/5) und Martin Slaninka (5) jedoch ohne Fortune, was den Spielausgang anging. Die Kadetten dominierten das Spiel, lagen zu keiner Zeit in Rückstand und waren trotz einiger Ausfälle in der Breite gut aufgestellt. Nicht weniger als zehn Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein.

Im Spiel der zuletzt sieglosen Teams von Kriens-Luzern und Bern Muri gab es auch im Direktduell am vergangenen Wochenende in Kriens keinen Gewinner. Die Gastgeber büssten gegen den BSV Bern Muri einen Fünf-Tore-Vorsprung nach 17 Minuten (8:3) wieder ein. Speziell den Innerschweizern war anzumerken, dass sie die ersten Punkte der Finalrunde sammeln wollten. In der ersten Halbzeit lagen sie nach dem 1:0 nach 55 Sekunden stets in Führung. Die Gäste erzielten erst in der 46. Minute wieder den Ausgleich (21:21) und drehten in der Folge das Spiel in eine Zwei-Tore-Führung (55./26:24). Kriens-Luzern kam aber zurück und feierte schlussendlich einen verdienten Punktgewinn. Das war gleichzeitig auch der erste Punkte für das Interimstrainerduo Nick Christen/Urs Schärer. Simon Getzmann mit acht Toren für die Gäste sowie Adrian Blättler, der neun Treffer für Kriens-Luzern erzielte, waren die erfolgreichsten Torschützen der Partie.

Unentschieden endete auch das Derby in der Ostschweiz. Otmars Dominik Jurilj hatte Sekunden vor Spielende beim Stand von 27:27 eine Wurfgelegenheit aus guter Position; er scheiterte jedoch an Gossau-Goalie Aurel Bringolf, der seinem Team das Unentschieden festhielt. Fortitudo blieb damit auch im vierten Abstiegsrundenspiel ungeschlagen (2 Siege, 2 Unentschieden) und verbesserte sich damit von Rang 9 auf Rang 8. Gossau erwischte in der St. Galler Kreuzbleiche den besseren Start (15./6:4). Der TSV St. Otmar ging erst in der 20. Minute erstmals in Führung (8:7) und führte auch zur Pause mit 14:13. In der zweiten Halbzeit bestimmten weiter die Gastgeber das Spiel und führten letztmals mit drei Toren in der 47. Minute (22:19). In der Folge hatte Otmar eine Schwächephase, die die Gäste zur Wende nutzten. Am Ende reichte es für beide zu einem Punktgewinn und der TSV St. Otmar festigt damit seine Leaderposition in der Abstiegsrunde.

Durch die Ostschweizer Punkteteilung ist Schlusslicht TV Endingen der Gewinner am Tabellenende. Die Surbtaler feierten im Auswärtsspiel bei GC Amicitia Zürich einen 27:22-Sieg. Die Gäste legten den Grundstein für den Erfolg im ersten Abschnitt, als sie mit einem 7-Tore-Vorsprung in die Pause gehen konnten (15:8). Die Gastgeber lagen von Beginn an in Rückstand, schafften aber immerhin bis zur 17. Minute den Anschluss zu wahren (7:7). Bis zur Halbzeit wollte GC Amicitia aber nur noch ein weiteres Tor gelingen und die Gäste bauten den Vorsprung Tor um Tor aus. Im zweiten Durchgang stemmte sich das Team von Markus Berchten gegen die drohende Niederlage, auf mehr als drei Tore kamen die Zürcher aber nicht mehr heran. Endingen schaffte es erstmals keinen Einbruch zu erleiden und sicherte sich somit die ersten Punkte in der Abstiegsrunde. Mit den Punkten 7 und 8 wahrt der Aufsteiger seine Playoff-Chancen, GC Amicitia rutscht nach dem dritten sieglosen Spiel auf Platz 9 ab.

Teilen mit:

Quelle: sda/Matthias Schlageter

17.02.2018
Handball-Splitter Swiss Handball League

Zweimal Finalrunde und zweimal Abstiegsrunde lautet das Wochenendprogramm in der Nationalliga A (NLA). Tabellenführer Wacker Thun vertritt zeitgleich die Schweizer Fahnen in der Gruppenphase des EHF Cups. Zu Gast im Berner Oberland ist Chambery Savoie aus Frankreich.

Finalrunde: HSC Suhr Aarau (6.) – Kadetten Schaffhausen (3.)
Bei den Gastgebern ist der Bann gebrochen. Unter der Woche gab es die ersten beiden Zähler in der Finalrunde für die Aargauer. Nach dem Auswärtssieg bei Kriens-Luzern ist für den Sechstplatzierten HSC zumindest Rang 5 wieder in greifbare Nähe gerückt. Um einen Rang klettern zu können, muss die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann aber gegen den Meister nachlegen. Die Gäste haben unter der Woche einen Platz verloren, nachdem Pfadi in Thun gewinnen konnte und den Titelverteidiger damit auf Rang 3 verdrängte. Nach der eigenen Niederlage in Winterthur am letzten Spieltag will Schaffhausen schnellstens wieder zurück auf die Siegerstrasse. Anwurf im Schachen in Aarau ist am Samstag um 16 Uhr. 

Finalrunde: HC Kriens-Luzern (5.)  –  BSV Bern Muri (4.)
Zusammen mussten die beiden Teams in der Finalrunde zuletzt fünf Niederlagen einstecken. Während die Gastgeber nach Pleiten gegen Schaffhausen, Thun und Suhr Aarau noch gänzlich ohne Zählbares in der Runde der Top 6 sind, mussten die Berner Wacker und den Kadetten die Punkte überlassen. Aufgrund der doppelten Nullrunde hat der BSV vorerst den Kontakt zu den Top 3 verloren. Rang 4 ist aber nach wie vor komfortabel abgesichert. Der kommende Gegner aus der Innerschweiz liegt 5 Punkte zurück. Mit einem Heimsieg am Sonntag um 17 Uhr in der Krauerhalle in Kriens könnte der HCK nochmals einen Angriff auf die Hauptstädter wagen, bei einer Niederlage dürfte der Zug für die Top 4 abgefahren sein.

Abstiegsrunde: TSV St. Otmar St. Gallen (7.) – TSV Fortitudo Gossau (9.)
St. Galler Derby zum Vierten in dieser Saison. In den drei vorherigen Duellen war bislang alles dabei. Zum Auftakt teilte man sich die Punkte, Spiel 2 gewann der TSV St. Otmar und zum Auftakt in die Abstiegsrunde jubelte Gossau über zwei Zähler. Am Sonntag stehen sich die Lokalrivalen um 17 Uhr in der St. Galler Kreuzbleiche nun ein weiteres Mal gegenüber. Die Gäste sind in der Abstiegsrunde noch ungeschlagen (2 Siege, 1 Unentschieden) und haben mit Liga-Topscorer Lucius Graf den prägendsten Spieler der letzten Wochen in den eigenen Reihen. Der Gossauer traf in den letzten drei Spielen satte 34 Mal. Die Gastgeber haben den Sieg aus dem TV-Spiel im Rücken und gehen mit einem kleinen Punktepolster in das Derby.

Abstiegsrunde: GC Amicitia Zürich (8.)  – TV Endingen (10.)
Bereits am Samstag um 18 Uhr messen sich in der Saalsporthalle in Zürich das Heimteam von GC Amicitia und Aufsteiger TV Endingen. Siebenmal standen sich die Kontrahenten seit der Saison 2000/01 gegenüber - sechsmal gewann dabei die Gastmannschaft. Gute Vorzeichen also für das Tabellenschlusslicht aus dem Aargau, das noch ohne Punkte in der Abstiegsrunde ist und dabei alle drei Spiele mit jeweils drei Toren Differenz verlor. Das 24:21 für die Zürcher vor knapp drei Wochen war so dann auch bislang der einzige Sieg von GC Amicitia in der diesjährigen Abstiegsrunde. Auf dem Weg zum zweiten Sieg wird Zürich ab sofort von Sven Schafroth unterstützt, der bis Saisonende vom BSV Bern Muri ausgeliehen ist.

EHF Cup-Gruppenphase
Der Tabellenführer der nationalen Liga, Wacker Thun, misst sich am Samstag um 17 Uhr in der heimischen Lachenhalle mit dem französischen Vertreter Chambery Savoie. Einer der bekannteren Akteure bei den Franzosen ist Benjamin Gille, der jüngere Bruder der ehemaligen Internationalen Bertrand und Guillaume Gille. Wacker liegt nach der Auftaktniederlage in Polen (29:31) aktuell am Tabellenende, die Gäste spielten in ihrem Startspiel unentschieden (30:30). Die Partie wird live auf MySports übertragen. Alle weiteren Spiele der NLA laufen als Stream auf handballTV.ch.

Nationalliga B (NLB)
Die Samstagspartien der NLB lauten: Birsfelden - Stäfa, Baden - Biel, Altdorf - Möhlin, Horgen - Kadetten Espoirs und Stans - Yellow/Pfadi Espoirs. Am Sonntag treffen Steffisburg und Solothurn sowei Siggenthal/Vom Stein und Basel aufeinander.

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter

17.02.2018
SPL1-Finalrunde: zweiter Einsatz für Spono, Brühl, Zug und Thun

Die Top 4 der SPAR Premium League 1 (SPL1) treten am Wochenende zum zweiten Mal in der diesjährigen Finalrunde an. Brisanz verspricht das Duell zwischen dem LK Zug und dem LC Brühl, in dem es um Rang 2 in der Tabelle geht. Bislang liegen die Gäste aus St. Gallen auf dem Platz, der in einigen Wochen zur Teilnahme an der Playoff-Finalserie berechtigt. Die Gastgeber aus der Innerschweiz sind jedoch nur zwei Zähler hinter dem Titelverteidiger und wollen den Rekordmeister angreifen. Die letzten fünf Duelle der beiden Teams konnte stets die Heimmannschaft gewinnen. Los geht's in der Sporthalle in Zug am Samstag um 18 Uhr.

Einen Tag später treffen im Gotthelf in Thun (16 Uhr) das heimische Rotweiss und Tabellenführer Spono Eagles aufeinander. Beide Mannschaften trennt aktuell zehn Punkte; die direkten Duelle in der laufenden Saison gingen zu Gunsten der Gäste aus Nottwil aus. Auf dem Papier ist die Affiche somit eine klare Angelgenheit. Diesen Eindruck bestätigt auch der Blick auf die Statistik der letzten zwölf Partien, von denen Spono zehn für sich entscheiden konnte. Die Berner Oberländerinnen wissen jedoch um ihre Herausforderrolle und werden versuchen den Eagles die zweite Saisonniederlage einzuschenken.

Alle Spiele der SPL1-Finalrunde können live und exklusiv auf handballTV.ch mitverfolgt werden.

 

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter

16.02.2018
EHF heisst Schweizer Protest gut – Forfait-Sieg gegen Bosnien

Der Court of Handball der Europäischen Handball Föderation (EHF) hat den Schweizer Protest im Zusammenhang mit dem WM-Qualifikations-Spiel vom 13. Januar 2018 in Bosnien-Herzegowina bestätigt. Die Partie wird 10:0-Forfait und mit zwei Punkten für die Schweiz gewertet, weil Bosnien-Herzegowina einen Spieler einsetzte, der nicht auf dem offiziellen Match-Report aufgeführt war.

Die Partie in Tuzla hatte 21:15 für Bosnien-Herzegowina geendet. Die Verantwortlichen des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV) legten im Anschluss jedoch Protest ein, weil der im Spiel eingesetzte Bosnier Tomislav Nuic nicht auf dem offiziellen Match-Report aufgeführt war.

Der Court of Handball des europäischen Verbands stützte den Protest und führte aus, dass die Verantwortung für einen korrekt ausgefüllten Match-Report einzig bei der jeweiligen Delegation liegt und dass das massgebende Reglement in so einem Fall keine andere Konsequenz als eine Forfait-Niederlage für die fehlbare Nation vorsieht.

Mit diesem Resultat qualifiziert sich die Schweiz für die WM-Playoffs und trifft dort im kommenden Juni auf Vize-Weltmeister Norwegen. Das Hinspiel findet vom 8. bis 10. Juni statt, das Rückspiel vom 12. bis 14. Juni. Bosnien-Herzegowina hat die Möglichkeit, den Entscheid bis am kommenden Mittwoch, 21. Februar, beim Rekursgericht der EHF anzufechten.

 

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

Protest gutgeheissen
Der Court of Handball der EHF heisst den Protest im Zusammenhang mit dem WM-Qualifikations-Spiel in Bosnien-Herzegowina gut. Die Schweiz gewinnt 10:0-Forfait.
16.02.2018
TV-Spiel: St. Gallen sammelt zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf

Der TSV St. Otmar St. Gallen feierte am Donnerstagabend einen wichtigen Auswärtssieg in der Abstiegsrunde. Beim Tabellenschlusslicht TV Endingen siegten die Ostschweizer vor 530 Zuschauern in der GoEasy Arena mit 24:21 (13:12). Mit den zwei Zählern festigten die Gäste ihre Tabellenführung in der Vierergruppe. Gastgeber Endingen bleibt Letzter und droht den Anschluss zu verlieren.

Für beide Teams war das Duell richtungsweisend. Die Gastgeber konnten bei einem Sieg den Anschluss an Rang 2 und 3 schaffen; die Gäste mit einem Auswärtssieg ihren Vorsprung ausbauen. Dementsprechend motiviert waren die Spieler in der Startviertelstunde, in der sich aber kein Team absetzen konnte. Die ersten Endinger Führungen (1:0, 2:1; 3:2) egalisierten die Ostschweizer postwendend, ehe sie selbst mit zwei Toren davonziehen konnten (14./6:4).

In der Folge blieb es ein rasantes und intensives Spiel, bei dem auf beiden Seiten die Goalies einen glänzenden Tag erwischten. Nicht nur, dass sich sowohl Gabor Busa als auch Jonas Kindler in die Torschützenliste eintrugen, auch ihr Kerngeschäft verrichteten sie ausgezeichnet. TVE-Torhüter Busa war massgeblich daran beteiligt, dass sein Team einen 5:7-Rückstand in eine 10:8-Führung umwandelte (22.). Kindler parierte über 60 Minuten 19 Bälle, darunter zwei Siebenmeter.

Neben den Torhütern setzten sich an diesem Abend die Kreisläufer und linken Flügel eindrücklich in Szene. Bei St. Gallen war Nationalspieler Benjamin Geisser in der Offensive omnipräsent und über 60 Minuten torgefährlich. Mit sieben Treffern war der Kreis der Topscorer seiner Mannschaft. Bei den Gastgebern war es einmal mehr der linke Flügel Tano Baumann (6/1), der zu gefallen wusste. Aber auch die Endinger wählten konsequent den Weg zum Kreis, so dass das Abstiegsduell für einmal nicht von wurfgewaltigen Rückraumschützen bestimmt wurde.

Die Partie in der GoEasy Arena in Siggenthal war, wie es sich für ein kapitales Spiel im Tabellenkeller gehört, auch von Kampf und Aggressivität geprägt. Zumeist verlief dies unter der Leitung des Schiedsrichter-Gespanns Sager/Styger im Rahmen des Zulässigen. Lediglich kurz vor der Pause überspannte Otmars Amadeus Hedin den Bogen. Bei einer Abwehraktion traf er seinen Gegenspieler mit beiden Händen im Gesicht. Auf die direkte rote Karte folgte die blaue Karte; dem Schweden droht nun eine Sperre. Seine Mannschaft ging aber dennoch mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.

Endingen kam mit Schwung aus der Kabine und drehte die Partie vorübergehend wieder zu seinen Gunsten. Bis zur 41. Minute spielte sich das Team von Zoltan Majeri mit zwei Toren in Front (18:16). Es folgte jedoch eine elfminütige Phase ohne eigenen Torerfolg für die Gastgeber, was der TSV St. Otmar zu nutzen wusste. Die Gäste spielten sich bis zur 51. Minute einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus (23:18).

Mit dem Spielstand von 24:21 (55.) für den TSV St. Otmar ging es in die Schlussphase. In den letzten Spielminuten war beiden Teams die Nervosität anzumerken. Endingen versuchte mit aller Kraft nochmals zurück zu kommen, liess dabei aber mehrfach beste Torgelegenheiten aus. St. Gallen fehlte es an Präzision und Kaltschnäuzigkeit, um den Sack endgültig zuzumachen. So erzielte keine der beiden Mannschaften in den letzten 300 Sekunden noch einen weiteren Treffer.

Schlussendlich müssen sich die Gastgeber an die eigene Nase fassen. Ein Sieg, zumindest der erste Punktgewinn in der Abstiegsrunde, war für den Aufsteiger an diesem Abend eindeutig in Reichweite. Unter dem Strich liessen die Surbtaler zu viele klare Chancen liegen. Das soll die Leistung der Gäste aber auf keinen Fall schmälern. Speziell im zweiten Durchgang stellte St. Gallen eine Abwehr auf das Feld, an der sich Endingen die Zähne ausbiss. Der TSV St. Otmar baut damit seine Führung in der Abstiegsrunde aus und hat nun 13 Zähler auf dem Konto. Endingen verharrt mit 6 Punkten auf dem letzten Rang.
 



Swiss Handball League
Nationalliga A - Abstiegsrunde

TV Endingen – TSV St. Otmar St. Gallen 21:24 (12:13)
530 Zuschauer. - SR Sager/Styger. - Strafen: Je 6mal 2 Minuten und Disqualifikation (rote plus blaue Karte) gegen Hedin (30./St. Gallen).
TV Endingen: Busa (1)/Boccarelli (ab 50.); L. Riechsteiner, Baumann (6/1), Sudzum (1), Moser, Pejkovic (3/1), Wittlin (3), Kündig, Haas (3), Knecht, Schubnell (4), Huwyler, Feldmann (n.e.).
TSV St. Otmar St. Gallen: Kindler (1)/Schaltegger (n.e.); Linde (n.e.), Hedin, Fricker, Gwerder (2), Gasser (1), Bamert (n.e.), Geisser (7), Rauch (2), Jurilj (3), Zdrahala (2), Wetzel, Kaiser (4/2), Milovic (1), Höning (1).
Bemerkungen: Verhältnis verschossener Penaltys 2:0. NLA-Debüt von Noah Haas (Endingen). Endingen ohne C. Riechsteiner, Sarac, Adamcic, Grana; St. Gallen ohne Hörler, Shejbal (alle verletzt).

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter/Bild: Alexander Wagner

Big Points im Keller
Der TSV St. Otmar St. Gallen gewinnt mit 24:21 (13:12) beim TV Endingen und vergrössert damit seinen Vorsprung an der Spitze der Abstiegsrunde.
16.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Amandine Sautys Marathonwoche

Amandine Sauty, 32, ist Kapitänin der SG Yverdon/Crissier. Kreisläuferin, Spassmacherin und immer darauf bedacht, ihre Mannschaft anzufeuern, zusammen zu schweissen. Und sie ist handballbegeistert, seit über 17 Jahren. Beruflich hat sich Amandine jedoch einem anderen Sport verschrieben – dem Fussball.

Die European Club Association mit Sitz in Nyon vertritt die Rechte der Fussballclubs gegenüber der UEFA und FIFA. Für die ECA organisiert Amandine Events, kümmert sich um Transport, Unterkunft und Programm von Kongressen und Meetings. „Nach meinem Abschluss an der Haute Ecole de gestion in Nyon habe ich nicht sofort eine Anstellung gefunden“, erklärt die Handballerin, wie sie gerade zu dieser Stelle gekommen ist. „2008 habe ich in Genf bei der Fussball-Euro gejobbt, dadurch hatte die UEFA mein Profil in ihrer Datenbank. Und als die ECA dann jemanden gesucht hat, haben sie mich angerufen.“ Fussball hat sie übrigens nie selber gespielt, den Sport sieht sie lieber am Bildschirm oder im Stadion.

Für ihre Arbeit im 80%-Pensum ist Amandine regelmässig im Ausland, wenn auch meist nur tageweise. „Ankunft am Morgen, Rückflug am Abend, dazwischen der Event – meist sehe ich von den Orten nur den Flughafen“, lacht die sympathische Waadtländerin. Mit den Trainingseinheiten hat sich das bislang gut vereinbaren lassen. „Es ist halt alles eine Frage der Organisation.“

Muskelkater, bevor das Training überhaupt startet
Doch damit nicht genug: einmal pro Woche geht Amandine noch einer anderen Tätigkeit nach. Statt ins Flugzeug steigt sie dann nämlich … auf einen Traktor. „Gemeinsam mit meiner älteren Schwester unterstützen wir unseren Vater auf unserem Landwirtschaftsbetrieb.“ Dies, weil die Familie sich nicht vorstellen kann, den Hof zu verkaufen oder zu vermieten. Um den Betrieb mittelfristig übernehmen zu können, haben die beiden Schwestern bereits eine zehnmonatige landwirtschaftliche Ausbildung absolviert. „Es ist eine völlig andere Beschäftigung als die Büroarbeit“, meint Amandine. Und wie ein zusätzliches Fitnesstraining – „manchmal habe ich am Freitag bereits Muskelkater, bevor das Training beginnt.“

Mit vier Trainingseinheiten, den Spielen, ihr Engagement bei Juniorenmannschaften, den Auslandsaufenthalten und ihrer Arbeit auf dem Hof fühlt sich Amandines Woche wie ein Marathonlauf an. Doch an ein Kürzertreten oder Aufhören will die 32-Jährige nicht denken. „Natürlich bin ich nicht mehr die Jüngste in unserer Mannschaft und in der Liga.“ Doch „zu alt“ zum Handballspielen fühle sie sich wirklich noch nicht. „Wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr hinterherzukommen und einzurosten, dann überlege ich es mir vielleicht“, lacht sie. Im Moment jedoch will sie jeden Augenblick mit dem SPL2-Team geniessen und optimistisch bleiben.

"Wollen uns Punkte erkämpfen"
Dass die SG Yverdon/Crissier die Auf/Abstiegsrunde mit einem neuen Trainer und ohne ihre frühere Topscorerin Shadya Goumaz bestreiten muss, sieht die Kapitänin denn auch positiv. „Natürlich ist es nicht einfach, während der Saison mit einer neuen Person, neuen Methoden und Prinzipien umzugehen. Aber es kann auch frischen Wind und eine neue Dynamik ins Team bringen.“ Und ohne Shadya müssen nun eben alle etwas mehr Verantwortung im Spiel übernehmen. Sowieso sei ihr Team immer dann am stärksten, wenn man es am wenigsten von ihm erwartete. Nach dem ersten und ernüchternden Spiel gegen den HSC Kreuzlingen steht für die Westschweizerinnen am Samstag der nächste Match gegen den HV Herzogenbuchsee an. Amandines Ziel ist klar: „Wir wollen uns Punkte erkämpfen.“
 



SPAR Premium League
SPL1/2 Auf-/Abstiegsrunde – 2. Spieltag
Samstag, 17. Februar
HV Herzogenbuchsee – SG Yverdon & Crissier, 16 Uhr (Mittelholz, Herzogenbuchsee)
Yellow Winterthur – GC Amicitia Zürich, 17 Uhr (Eulachhalle, Winterthur)
HSC Kreuzlingen – HSG Leimental, 18 Uhr (Egelsee, Kreuzlingen)

Alle Spiele können live auf handballTV.ch mitverfolgt werden.

Teilen mit:

Quelle: Carolin Thevenin/Bild: US Yverdon

Vom Traktor zum Handball
Neben ihrer Handball-Leidenschaft absolviert die SPL-Spielerin Amandine Sauty aus Morges oft eine Marathonwoche zwischen Fussball, Auslandsreisen und Traktorfahren.
16.02.2018
Lengacher und Rathgeb gehen: Der BSV verjüngt sein Kader

Das Kader des BSV Bern Muri für die kommende Saison nimmt Formen an. Marcel Lengacher und Thomas Rathgeb verlassen den BSV. Im Gegenzug stossen mit Lucas Rohr, Marco Strahm und Max Freiberg drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ins Fanionteam.

Marcel Lengacher stiess vor sechs Jahren vom TV Zofingen zu den Hauptstädtern. Er hat sich in dieser Zeit zu einem kompletten Spieler entwickelt und konnte sowohl im Angriff sowie als flexibler Verteidigungsspieler wichtige Akzente setzen. Auch neben dem Spielfeld übernahm Lengacher als Teamspieler Verantwortung und führte den BSV letztes Jahr als Captain durch die Saison. Der Innerschweizer bestritt für den BSV insgesamt 145 Spiele und erzielte dabei 310 Treffer. Thomas Rathgeb stiess auf diese Saison zum BSV. Er nimmt als zuverlässiger Teamplayer die wichtige Funktion des polyvalent einsetzbaren Rückraumspieler ein. Thomas hat bisher 22 Partien (inkl. Cup) für den BSV gespielt.

Mit dem Bezug der neuen Ballsporthalle setzt der BSV Bern Muri konsequent auf Spieler des eigenen Nachwuchses. Lucas Rohr (Rückraum Links), Marco Strahm (Flügel Links) und Max Freiberg (Rückraum und Flügel rechts), welche zurzeit beim Partnerverein TV Solothurn in der NLB zu viel Einsatzzeit kommen, erhalten ab der kommenden Saison je einen Dreijahresvertrag. Die Spieler konnten bereits erste Erfahrungen in der NLA sammeln und werden nun schrittweise in das Kader integriert. Lucas Rohr und Max Freiberg sind zurzeit im Kader der U21 Schweizer Nationalmannschaft.

Daniel Weber, Sportchef des BSV Bern Muri, zur Verjüngung des Kaders: "Wir danken Marcel und Thomas für das grosse Engagement, welches sie für den BSV geleistet haben. Mit der Integration der drei Nachwuchsspieler setzen wir konsequent auf die Vereinsstrategie "ächt bärn". Das Kader besteht zum grössten Teil aus Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und wird punktuell mit erfahrenen Spielern aus der Schweiz und dem Ausland verstärkt."

Teilen mit:

Quelle: BSV Bern Muri

16.02.2018
GC Amicitia Zürich verpflichtet Jonathan Knecht vom TV Endingen

Für die nächsten zwei Saisons konnte GC Amicitia Zürich die Nachfolge von Daniel Pozc-Nagy auf Rückraum rechts optimal besetzen. Anfang Juni 2018 stösst der junge und talentierte Linkshänder Jonathan Knecht vom TV Endingen zu den Zürchern. Beide Mannschaften spielen derzeit die NLA-Abstiegsrunde.

Jonathan Knecht begann beim HSV Sunset Küttigen. Danach wechselte er zum HSC Suhr Aarau zu den U17- und U19-Junioren, wo er 2008/09 mit der U21-Nationalmannschaft zusätzlich in der NLB-Meisterschaft mitspielte. Ab 2010 sammelte Jonathan Knecht mit seinem neuen Verein TV Endingen Erfahrungen im Aktivbereich. Er spielte mehrere Saisons mit dem TV Endingen in der NLB und gleichzeitig dem TV Muri in der 1. Liga. Seine bisherigen Karriere-Hightlights sind die U18-EM-Teilnahme in Montenegro 2011 (6.Platz), die NLA-Saison 2017/18 und die Qualifikation für den Cup-Final 2017 mit dem TV Endingen.

Teilen mit:

Quelle: GC Amicitia Zürich

15.02.2018
Interview mit dem neuen Frauen-Nationaltrainer Martin Albertsen

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat am Montag und Dienstag in Hochdorf den ersten Lehrgang mit ihrem neuen Trainer Martin Albertsen absolviert. Der 43-jährige Däne, der Bietigheim im vergangenen Sommer zum deutschen Meistertitel führte und mit seinem Verein jetzt in der Hauptrunde der Champions League im Einsatz steht, erzählt im Interview von seinem ersten Eindruck, seiner Handball-Philosophie und seinen Erwartungen.
 



Martin Albertsen, hinter Ihnen liegen die ersten beiden Trainingstage mit der Schweizer Nationalmannschaft. Was für Eindrücke nehmen Sie mit?

Martin Albertsen: Ich bin sehr positiv nach den ersten beiden Tagen. Die Frauen waren ehrgeizig und wollen unbedingt etwas erreichen. Deswegen bin ich zuversichtlich, nicht nur für die Nationalmannschaft, sondern allgemein für den Frauenhandball in der Schweiz. Ich denke, es gibt gerade in den aktuellen Nachwuchs-Jahrgängen gute Talente, da brauchen wir den Vergleich mit anderen Nationen nicht zu scheuen.

Inwiefern haben Sie sich vor Ihrem Engagement mit dem Schweizer Frauenhandball beschäftigt?

Martin Albertsen: Ich hätte diesen Job nicht angenommen, wenn ich nicht glauben würde, dass wir hier etwas erreichen können. Ich habe selbstverständlich eine Analyse der Situation gemacht und dabei das Potenzial gesehen. Ich habe vor ein paar Jahren mit Viborg in der Champions League-Qualifikation gegen Brühl gespielt, dazu habe ich viele weitere Schweizer Clubteams schon an internationalen Vorbereitungsturnieren beobachtet. Das Potenzial für die Zukunft ist vorhanden. Ich erwarte darum in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung.
 

«Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung.»


Sie haben gesagt, dass ein Problem des Frauenhandballs in der Schweiz ist, dass zu wenig Glaube an die eigene Stärke vorhanden ist – dass man sich also schlechter redet, als man in Wirklichkeit ist. Wie ist das zu verstehen?

Martin Albertsen: Ja, und das habe ich gerade auch in den ersten Trainings gespürt. Ich bin es gewohnt, in Bietigheim jeden Tag mit Nationalspielerinnen aus starken Nationen wie Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden zu arbeiten. Ich kann sagen, dass einige Schweizerinnen das gleiche Niveau aufweisen wie jene Spielerinnen – aber die Schweizerinnen glauben das selber nicht, weil sie nie den direkten Vergleich in einem Topteam hatten.

Allgemein ist der Frauenhandball in der Schweiz besser, als viele Leute glauben. Man kann sich diese Schwäche natürlich einreden, weil beispielsweise der öffentliche Fokus in den vergangenen Jahren gefehlt hat. Dann bleibt das auch so in den Köpfen drin.

Aber ich bin ein «Fakten-Mensch». Wenn ich Talente sehe und weiss, dass diese genau so gut sind wie in Deutschland oder in Dänemark, dann sage ich das auch. Es ist für mich wichtig, dass sich die Spielerinnen selbst richtig einschätzen können, weil es ja auch ein grosser Antrieb ist, wenn man weiss, dass man in dieser Sportart eine gute Perspektive hat. Es geht dabei niemals darum, Unwahrheiten zu erzählen – ich werde immer bei den Fakten bleiben. Aber ich habe viel Talent gesehen in den letzten Tagen.

Die Schweiz ist ihre erste Station als Trainer einer Nationalmannschaft. Wie gehen Sie diese neue Aufgabe an?

Martin Albertsen: In einem Verein hat man viel Zeit, mit einer Mannschaft eine Entwicklung zu schaffen. Das ist mit einer Nationalmannschaft anders. Wir müssen darum sehr viel über «einfachen» Handball arbeiten. Mit vielen kleinen Hinweisen, wie sich die Spielerinnen individuell verbessern können. Mein Plan ist, dass wir ein einfaches Konzept für das Kollektiv haben, dass wir aber vor allem sehr viel in Kontakt mit den einzelnen Spielerinnen stehen, um sie in Zusammenarbeit mit den Vereinen weiter zu entwickeln. Über diese individuellen Qualitäten wollen wir eine starke Mannschaft aufbauen.

Ist Ihnen in den ersten Trainings etwas speziell aufgefallen?

Martin Albertsen: Ich habe sofort gespürt, dass in der Mannschaft eine enorm gute Stimmung herrscht. Alle hatten viel Freude und Motivation, um miteinander zu arbeiten. Das ist übrigens etwas, das viele Nationen versuchen zu erreichen – aber wir haben das schon. Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung. Das ist eine sehr gute Ausgangslage.
 

«Das Motto lautet: Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»


Wie sieht Ihre persönliche Handball-Philosophie aus?

Martin Albertsen: Ich versuche, einen einfachen Handball spielen zu lassen. Einfacher Handball ist auch schöner Handball. Dazu gehört natürlich Schnelligkeit, aber nicht um jeden Preis. Es geht darum, die Anzahl der Fehler zu reduzieren: Wenn wir weniger technische Fehler machen, erhalten wir sofort mehr Versuche, um Tore zu erzielen.

Natürlich setzen wir auch einen Schwerpunkt in der Defensive. Für mich ist Abwehr etwas, das viel Teamwork und gegenseitige Unterstützung bedingt. Es ist eine Frage der Mentalität, dass wir gemeinsam eine Verteidigung stellen, die solidarisch füreinander arbeitet. Das tönt in der Theorie simpel, aber ich weiss aus meiner langen Erfahrung als Trainer von Frauen-Mannschaften, dass es manchmal nicht ganz einfach ist, eine Abwehr-Philosophie in der Praxis umzusetzen, weil sich Frauen sehr viele Gedanken über die Folgen jeder einzelnen Aktion machen. Darum muss man das sehr unkompliziert angehen. Das Motto dabei lautet: «Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»

Am 21. März steht mit dem Heimspiel gegen die Ukraine bereits der erste Ernstkampf auf dem Programm. Was können oder wollen Sie im Hinblick darauf in der kurzen Zeit bereits verändern?

Martin Albertsen: Das Wichtigste ist der Glaube an uns. Unsere Frauen sind im Alltag mit vielen anderen Menschen zusammen. Wenn sich dort stets alle einreden, dass wir es nicht schaffen, kann ich versprechen: Dann werden wir es nicht schaffen. Wir müssen unbedingt selbst erkennen, was für ein Potenzial wir hier haben. Dann legen wir den Fokus auf unsere Aufgaben und zeigen dem Publikum in Siggenthal, dass wir über eine vielversprechende Zukunft verfügen. Ich kann versprechen, dass ich dafür alles geben werde, und das erwarte ich auch von meiner Mannschaft.

Geht es also auch darum, das gewohnte «Schweizer» Denken etwas zu durchbrechen?

Martin Albertsen: Nein, das kann ich so nicht sagen. Ich bin Däne, und ich weiss nicht, wie die Schweizer denken (lacht). Allgemein ist aber klar: Wenn man sich gewohnt ist, zu verlieren, dann wird das zum Alltag. Plötzlich wird dann auch eine knappe Niederlage ein Erfolg. Aber so kann ich nicht denken. Für mich ist eine Niederlage eine Niederlage, egal in welcher Höhe. Ich werde darum immer in ein Spiel gehen, um es zu gewinnen. Wenn wir alles geben, und mit zehn Toren Unterschied verlieren, dann müssen wir das akzeptieren. Aber wir müssen immer alles machen, damit die Möglichkeit besteht, dass wir siegen können. Ich habe mir in der Vergangeheit viele Spiele angesehen, und ich habe oft gedacht: Da war doch eine Möglichkeit, zu gewinnen. Warum haben wir das nicht gemacht? Es muss der Anspruch sein, solche Spiele künftig zu gewinnen.
 



Persönlich
Name: Martin Fruelund Albertsen (43)
Nationalität: Dänemark
Zivilstand: Verheiratet mit Anne, zwei Kinder
Trainerlizenz: EHF Master Coach
Aktueller Verein: SG BBM Bietigheim (Deutscher Meister)

Erfolge (Auszug)
Dänischer Cupsieger 2003 (Viborg HK)
EHF Cup-Sieger 2004 (Viborg HK)
Dänischer Meister 2004 (Viborg HK)
Deutscher Meister 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Cupsieger 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2006
EHF Cup-Finalist 2012 (Viborg HK)
Dänischer Cupsieger 2012 (Viborg HK)
EHF Cup-Finalist 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Meister 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Supercup-Sieger 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2017

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

«Ich bin ein Fakten-Mensch»
Martin Albertsen ist seit dem 1. Februar neuer Schweizer Frauen-Nationaltrainer. Der 43-jährige Däne im Interview über seine ersten Eindrücke und seine Erwartungen.
15.02.2018
Brunner/Salah beim Champions League-Sieger von 2016

Die Schiedsrichter Arthur Brunner und Morad Salah wurden von der Europäischen Handball Föderation (EHF) für ein weiteres hochklassiges Spiel aufgeboten: Sie leiten am Samstag in Polen die Champions League-Partie zwischen Kielce und Celje (SLO). In der Partie der Topgruppe B geht es für beide Mannschaften um den Einzug in die Achtelfinals.

Kielce gewann im Jahr 2016 nach einem mitreissenden Final die Champions League – das Endspiel am FINAL4 in Köln gegen Veszprem endete 39:38 (35:35, 29:29, 13:17) nach Siebenmeterwerfen. Das Spiel am Samstag mit Brunner/Salah ist ab 16 Uhr live auf ehfTV.com zu sehen.

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

Brunner/Salah nach Kielce
Die Schweizer Referees Arthur Brunner und Morad Salah leiten am Samstag ein Champions League-Spiel im polnischen Kielce, dem Titelträger aus dem Jahr 2016.
15.02.2018
Richtungsweisendes Duell zwischen Endingen und St. Gallen live im TV

Der TV Endingen ist Gastgeber der nächsten TV-Liveübertragung, die am Donnerstag, 15. Februar, aus der GoEasy Arena in Siggenthal übertragen wird. Zu Gast ist dann Abstiegsrundenkonkurrent TSV St. Otmar St. Gallen. Für beide Mannschaften ist es ein richtungsweisendes Duell: Endingen braucht einen Sieg, um Rang 8 nicht aus den Augen zu verlieren. St. Gallen will einen Gegner im Kampf um die Playoff-Plätze distanzieren. Anpfiff ist wie gewohnt um 20.15 Uhr. Der Medienpartner MySports ist live ab 20 Uhr auf Sendung.

Nach zwei von zehn Runden in der Abstiegsrunde der Nationalliga A ist der Druck für den vermeintlichen Favoriten in der Hoffnungsrunde, dem TSV St. Otmar, nicht geringer geworden. Mit einem Sieg und einer Niederlage startete das Team von Vedran Banic zwar ordentlich in die zweite Saisonhälfte. Die Pleite bei Lokalrivale Fortitudo Gossau schmerzte die St. Galler aber dennoch. Zumal die Fürstenländer auch einen Zähler gegen GC Amicitia Zürich gewannen und Otmars kommenden Gegner, den TV Endingen, besiegte. In der Tabelle bedeutet das, dass vor dem TV-Spiel in der GoEasy Arena Otmar mit 11 Punkten die Rangliste anführt, gefolgt von den punktgleichen Zürchern und dem ein Zähler zurückliegenden Lokalrivalen aus Gossau, die je ein Spiel mehr absolviert haben. Damit ist die Ausgangssituation für St. Gallen klar: Mit einem Sieg über Endingen verschafft man sich ein kleines Polster, bei einer Niederlage rückt alles noch enger zusammen.

Ein Sieg wäre ganz nach dem Geschmack des TV Endingen. Der Start in die Abstiegsrunde ist mit zwei Niederlagen misslungen. Sowohl gegen Zürich, wie auch gegen Gossau gab es eine Niederlage mit drei Toren. Beide Male verpatzten die Surbtaler den Einstieg in das Spiel und handelten sich grosse Rückstände ein. Soll es mit den ersten Zählern in der zweiten Saisonhälfte klappen, muss das Team von Neo-Coach Zoltan Majeri von Beginn an voll dabei sein. Bislang hat der neue Trainer die Erfolgsformel noch nicht gefunden. Personelle Probleme stellen dabei aber auch eine zusätzliche Hürde dar. Alle drei linken Rückraumspieler fallen verletzt aus (Armin Sarac, Christian Riechsteiner, Gal Adamcic), weshalb der Aufsteiger erst vor wenigen Tagen nochmals kurzfristig auf dem Transfermarkt aktiv wurde. Noah Haas von den Kadetten Espoirs (NLB) verstärkt den Endinger Rückraum – man darf gespannt sein, ob der Schweizer Juniorennationalspieler Impulse setzen kann.

In der diesjährigen Meisterschaft standen sich die beiden Mannschaften bislang nur einmal im November gegenüber. Der TSV St. Otmar siegte dabei mit 22:21 vor heimischer Kulisse. Die Head-to-head-Statistik spricht zudem eine deutliche Sprache zu Gunsten der St. Galler: von den 17 Duellen seit 2000/01 gewann Otmar 16, Endingen jubelte nur einmal. Wer am Ende im bevorstehenden Duell in der GoEasy Arena die Nase vorne hat, zeigt sich live und exklusiv auf MySports ab Donnerstag, 20 Uhr.
 



Übersicht MySports Übertragungen
Swiss Handball League

Do, 22. Februar, 20.15 Uhr: Pfadi Winterthur – BSV Bern Muri
Do, 1. März, 20.15 Uhr: Kadetten Schaffhausen – HC Kriens-Luzern
Do, 15. März, 20.15 Uhr: Abstiegsrunde (entweder Endingen – St. Gallen oder Zürich – Gossau)

VELUX EHF Champions League
So, 18. Februar, 19 Uhr: Rhein-Neckar Löwen – IFK Kristianstad
Sa, 24. Februar, 17.30 Uhr: THW Kiel – Kielce

EHF Cup
Sa, 17. Februar, 17 Uhr: Wacker Thun – Chambéry 
So, 25. Februar, 17 Uhr: Wacker Thun – Fraikin BM Granollers 

 

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter

Abstiegskampf
Endingen oder St. Gallen - wer holt sich zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der NLA? Am Donnerstagabend live auf MySports gibt es die Antwort.
15.02.2018
NLA: Pfadi siegt in Thun, Suhr Aarau gewinnt bei Kriens-Luzern

Pfadi Winterthur gewann den Spitzenkampf beim Finalrunden-Leader Wacker Thun mit 30:28 (13:13) und feierte wenige Tage nach dem Heimsieg gegen die Kadetten Schaffhausen den zweiten wichtigen Erfolg. Den ersten Sieg in der Finalrunde feierte der HSC Suhr Aarau. Beim bislnag ebenfalls sieglosen HC Kriens-Luzern siegten die Aargauer mit 28:22 (13:10).

Die ersatzgeschwächten Pfader schafften die Wende im Berner Oberland in den letzten zweieinhalb Minuten, als sie sich mit zwei unbeantworteten Treffern auf 29:27 absetzten. Zuvor war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gastgeber mehrheitlich in Führung lagen. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Wacker noch mit drei Toren geführt (55./26:23). Pfadis Jonas Lagerhuus war mit sieben Treffern der erfolgreichste Torschütze der Partie. Bei Thun war neben den bekannten Topscorern Lenny Rubin und Lukas von Deschwanden am Mittwochabend auch Reto Friedli (5 Tore) treffsicher. Pfadi verbesserte sich mit dem Auswärtssieg vorerst auf Rang 2 und liegt nur noch zwei Zähler hinter Leader Wacker.

In der zweiten Partie vom Mittwoch setzte sich Suhr Aarau bei Kriens-Luzern mit 28:22 durch. Timothy Reichmuth imponierte mit sieben Toren für die Aargauer. Im Spiel der beiden bislang noch sieglosen Finalrunden-Teilnehmer bestimmten die Gäste ab der 20. Minute das Geschehen. Spätestens zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die Gastgeber während sechs Minuten ohne eigenen Torerfolg blieben, setzte sich der HSC entscheidend ab. Das 22:15 in der 46. Minute durch Nikola Isailovic war die Vorentscheidung. Trotz der Niederlage bleibt Kriens-Luzern auf Rang 5. Mit 19 Punkten ist der Vorsprung auf den HSC Suhr Aarau aber bis auf zwei Zähler zusammengeschrumpft.

Teilen mit:

Quelle: sda/Matthias Schlageter

15.02.2018
Co-Trainer Marco von Ow bleibt auch 2018/19 beim LC Brühl

Nach Werner Bösch verlängert auch Assistenztrainer Marco von Ow beim aktuellen Schweizer Meister LC Brühl Handball um ein weiteres Jahr. Somit steht die Trainercrew für die nächste Saison fest. Von Ow, der neben dem Amt als Co-Trainer der SPL auch für das Athletikprogramm der Nachwuchsabteilung zuständig ist, bringt als Sportwissenschaftler viel Erfahrung mit. Der LC Brühl freut sich, für kommende Saison mit Cheftrainer Werner Bösch, Co-Trainer Marco von Ow und Torhütertrainer Lubomir Svajlen die Trainercrew komplett zu haben. Der Verein ist stolz, eine solch ausgewiesene Trainercrew an seiner Seite zu wissen.

Teilen mit:

Quelle: LC Brühl Handball

14.02.2018
Andy Schmid als Welthandballer 2017 nominiert – jetzt abstimmen!

Nächste grosse Ehre für den Schweizer Ausnahmekönner Andy Schmid: Der Weltverband IHF hat den Regisseur der Rhein-Neckar Löwen als einen von fünf herausragenden Spielern für die Wahl zum Welthandballer des Jahres 2017 nominiert. Den Ausschlag geben neben den Stimmen der Jury auch die Fans: Bis am 20. Februar kann auf der IHF-Website abgestimmt werden.

Die vier weiteren Kandidaten für die Auszeichnung sind Sander Sagosen (NOR, Paris Saint-Germain), Nikola Karabatic (FRA, Paris Saint-Germain), Luka Cindric (CRO, KS Kielce) und Domagoj Duvnjak (CRO, THW Kiel). Bei den Frauen stehen ebenfalls fünf Spielerinnen zur Auswahl: Die beiden Norwegerinnen Nora Mörk und Stine Bredal Oftedal, Rumäniens Topstar Cristina Neagu, Schwedens Isabelle Gullden und Nycke Groot aus den Niederlanden.

Der Titel des Welthandballers wurde erstmals im Jahr 1988 durch das «World Handball Magazine» vergeben, das vom Weltverband IHF herausgegeben wird. Seither liest sich die Liste der Titelträger wie eine Ehrentafel des internationalen Handballs. 2016 ging die Auszeichnung zum dritten Mal an Nikola Karabatic. Im Jahr 1989 wurde die Ehre einem gewissen Jae-won Kang von Pfadi Winterthur zuteil. Seither hatte die Wahl zum Welthandballer des Jahres keinen Bezug mehr zur Schweiz. – Ein Schweizer «Welthandballer» wäre eine Sensation. Darum: Abstimmen, Teilen und Weitererzählen.
 


 

Die bisherigen Welthandballer

1988: Veselin Vujovic (SFR Jugoslawien)
1989: Jae-won Kang (KOR)
1990: Magnus Wislander (SWE)
1994: Talant Dujschebaew (RUS)
1995: Jackson Richardson (FRA)
1996: Talant Dujschebaew (RUS, 2)
1997: Stephane Stoecklin (FRA)
1998: Daniel Stephan (GER)
1999: Rafael Guijosa (ESP)
2000: Dragan Skrbic (Serbien und Montenegro)
2001: Kyung-Shin Yoon (KOR)
2002: Bertrand Gille (FRA)
2003: Ivano Balic (CRO)
2004: Henning Fritz (GER)
2005: Arpad Sterbik (Serbien und Montenegro)
2006: Ivano Balic (CRO, 2)
2007: Nikola Karabatic (FRA)
2008: Thierry Omeyer (FRA)
2009: Sławomir Szmal (POL)
2010: Filip Jicha (CZE)
2011: Mikkel Hansen (DEN)
2012: Daniel Narcisse (FRA)
2013: Domagoj Duvnjak (CRO)
2014: Nikola Karabatic (FRA, 2)
2015: Mikkel Hansen (DEN, 2)
2016: Nikola Karabatic (FRA, 3)

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

Jetzt abstimmen!
Andy Schmid wurde vom Weltverband IHF als «Welthandballer des Jahres» nominiert. Den entscheidenden Ausschlag geben die Fans in einem öffentlichen Voting.
14.02.2018
Schnelle Mitte - das Kurzinterview mit Désiré Parfait

Seit Jahresbeginn leitet Désiré Parfait die Geschicke der SPL2-Mannschaft von Yverdon/Crissier sowie das Erstligateam der Herren. Der 51-jährige Franzose hat die Zügel von Zoltan Majeri übernommen, der nun bei TV Endingen um den Erhalt in der Nationalliga A kämpft. In der schnellen Mitte stellt sich der Neue vor und sagt, welche Ziele er mit den Westschweizer Teams verfolgt.
 



handball.ch: Désiré, kannst du dich und deine Handballkarriere vorstellen? Wie ist es zu deinem Wechsel in die Schweiz gekommen?

Désiré Parfait: Als Spieler habe ich in Frankreich auf Nationalniveau gespielt. Die Arbeit als Trainer hat mich rasch fasziniert, und so habe ich zunächst Junioren-, später Männermannschaften in Nordfrankreich auf Nationalliga-Niveau trainiert. Nachdem ich mich in Südfrankreich niedergelassen hatte, übernahm ich die Frauenmannschaft in Narbonne. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal im Frauenhandball tätig sein würde, aber mein Freund und ehemaliger Präsident Michel Plaza überredete mich zu dem Posten. Alles verlief sehr schnell: Wir haben den Verein ausgebaut und fünf Aufstiege innerhalb von sieben Jahren erreicht.

Mit diversen Wechseln in der Vereinsleitung gab es danach allerdings schwierigere Zeiten. Trotz mehrerer Kontakte habe ich mich letzten Sommer entschieden, eine Auszeit vom Trainerjob zu nehmen. Aber wenn man ein Handball-Crack ist, dann fehlt einem der Sport sofort. Ich wollte eine Veränderung, ein neues Abenteuer beginnen, und sagte mir: Warum nicht in der Schweiz? Ich weiss nicht, ob es Zufall oder Schicksal war, aber nach dem Gespräch mit Yverdon-Präsident Yves Pfister im November ist alles sehr schnell gegangen. Ich kann zudem auf die Unterstützung meiner Frau und meiner beiden Töchter zählen, die in Narbonne geblieben sind.

Wie schätzt du die Mannschaften ein, die du jetzt betreust? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Wie würdest du deine Spielphilosophie beschreiben, die du umsetzen willst?

Désiré Parfait: Zunächst möchte ich meinem Vorgänger Zoltan danken für die hervorragende Arbeit, die er in den letzten Jahren in Yverdon geleistet hat. Die Spielerinnen und Spieler sind keine Profis, Arbeit und Studium haben Vorrang. Es ist nicht immer einfach, dabei über genügend Leute im Training und an den Spielen zu verfügen. Meine Spielphilosophie basiert auf einer Defensive, aus der heraus die Mannschaft so schnell wie möglich umschalten und den Gegner ‚überrumpeln‘ kann. Die Männermannschaft (1. Liga) ist sehr ausgewogen und verfügt über sehr gute individuelle Fähigkeiten. Bei den Frauen (SPL2) sehe ich eher eine Schwäche bei der individuellen Technik. Beiden Mannschaften fehlt es zudem noch an Physis. Der absolute Siegeswille und Kampfbereitschaft sind hingegen vorhanden.

Beide Mannschaften spielen zurzeit um den Aufstieg. Wie siehst du ihre Chancen und schätzt ihre Gegner ein?

Désiré Parfait: Das ist schwierig zu sagen, ich lerne die Meisterschaft und die Teams mit jedem Spiel kennen. Was ich sagen kann, ist, dass wir sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen alles daran setzen werden, um in die nächsthöhere Liga aufzusteigen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedes Spiel ein Kampf.

Teilen mit:

Quelle: Carolin Thevenin

«Jedes Spiel ein Kampf»
Seit Januar coacht Désiré Parfait das SPL2-Team aus Yverdon/Crissier. Der Franzose nimmt kein Blatt vor den Mund und setzt auf die Kampfbereitschaft und Siegeswille.
14.02.2018
Handball-Challenge by SPAR Premium League: #1 Lattenwerfen

Die acht Mannschaften der SPAR Premium League 1 messen sich nicht mehr nur noch auf dem Handballfeld im Meisterschaftsbetrieb. Ab sofort startet "Handball-Challenge by SPAR Premium League", das interaktive Duell der Teams ausserhalb des Spielbetriebs. Die erste Runde widmet sich der Frage: Wie viele Lattentreffer schafft eine SPL1-Spielerin in 30 Sekunden?

Die genaue Aufgabe: Jedes SPL1-Team bestimmt eine Spielerin, die sich stellvertretend für ihre Mannschaft der Challenge stellt. Ihre Mission: Aus neun Metern Entfernung wird auf das Tor geworfen. Für einmal muss der Ball nicht ins Tor, sondern an die Latte. Ziel ist es, die Latte so häufig wie möglich zu treffen.

Die Challenge:  Welches Team hat die Spielerin im Kader, die am genausten Zielen kann und so für ihr Team den inoffiziellen Titel "Schweizer Meisterinnen im Lattenwerfen" einheimsen kann? Nachdem Yellow Winterthur zum Auftakt mit 10 Treffern vorgelegt hat, versucht sich nun der LC Brühl in Person von Kathryn Fudge. Gelingt der Britin eine neue Bestmarke?
 

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter/LC Brühl Handball

14.02.2018
NLA-Rekordspieler Marcel Hess auf Abschiedstournee

Für den erfahrenenen NLA-Akteur und langjährigen Schweizer Internationalen Marcel Hess ist nach dem Ende dieser Saison Schluss mit dem aktiven Handball. Höchste Zeit also ein wenig zurück zu schauen, aber auch den Blick in die Zukunft zu richten. Im Interview mit MySports verrät der im Aargau wohnhafte Captain von Pfadi Winterthur wie seine Pläne nach der Handballerkarriere aussehen.

Teilen mit:

Quelle: MySports/Matthias Schlageter

13.02.2018
NLB: HS Biel verlängert den Vertrag mit Trainer Christoph Kauer

Der HS Biel verlängert den Vertrag mit seinem Cheftrainer Christoph «Stöffu» Kauer frühzeitig um eine weitere Saison. Bedingung dafür ist der Verbleib in der Nationalliga B. Christoph Kauer hatte die Mannschaft 2013, nach dem Abstieg in die 1. Liga übernommen und dank kontinuierlich guter Arbeit in der letzten Saison zurück in die zweithöchste Spielklasse geführt. Der aktuell gute 7. Platz zeigt, dass er auch in dieser Liga tolle Arbeit leistet.

Stöffu Kauer überzeugt durch sein grosses Wissen im Athletikbereich und insbesondere im menschlichen Umgang mit dem Team. Er schafft es auf die individuellen Situationen der Spieler einzugehen und eine verschworene Einheit zu bilden. Der Vorstand ist überzeugt, dass dies auch in der Zukunft Werte sind, die den Verbleib in der Nationalliga B sichern und ist deshalb sehr glücklich, dass Stöffu Kauer trotz anderer Angebote auch in der Saison 18/19 Trainer in Biel bleibt. Er selbst sagt zur Vertragsverlängerung, dass es weiterhin grossen Spass mache mit den Jungs zu arbeiten und er nicht auf Handball verzichten möchte.

Christoph Kauer betreut auch 2018/19 das Fanionteam der HS Biel.

      
Teilen mit:

Quelle: HS Biel

13.02.2018
SPL2: Aufatmen in Stans - Rekurs gegen Punktabzug wird stattgegeben

Aufatmen beim BSV Stans. Der SPL2-Club hat mit seinem Rekurs gegen die Forfait-Entscheidung aus dem Meisterschaftsspiel gegen die Spono Eagles II (27:18-Sieg für Stans) Erfolg gehabt. Die Disziplinarkomission Leistungssport hat die vorläufige 0:10-Wertung nach einer Stellungnahme der Nidwaldnerinnen und unter Prüfung der weiteren Sachlage zurückgenommen. Die erste Einschätzung wurde anhand des Spielbereichts erstellt, auf dem eine Spielerin mit inaktiver Lizenz geführt wurde.

Der BSV Stans konnte allerdings glaubhaft nachweisen, dass die besagte Spielerin aufgrund einer langfristigen Verletzung in keinster Weise einsatzfähig war und lediglich zur Unterstützung ihrer Mannschaft dort aufgeführt war. Das Versäumnis des letztjährigen SPL1-Absteigers lag darin, nach Spielschluss die Akteuerin nicht von der Liste gestrichen zu haben. Damit galt die Spielerin offiziell als eingesetzt.

Die Disziplinarkomission Leistungssport entschied nach Abwägung aller Argumente, dass es sich bei dem Vergehen um ein Bagatellvergehen handelt, das mit einer Ordnungsbusse zu ahnden ist. Gegen den BSV Stans wurde deshalb einzig eine Busse im zweistelligen Bereich ausgesprochen. Die Punkte aus dem Meisterschaftsspiel bleiben Stans damit erhalten und können für den früheren SPL1-Club noch wichtig werden im Abstiegskampf der SPL2-Abstiegsrunde, die vergangene Woche gestartet ist.

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter

12.02.2018
Frauen-Nationalmannschaft: Erster Lehrgang mit dem neuen Trainer

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft absolviert zu Beginn dieser Woche einen Kurz-Lehrgang in der Zentralschweiz. Der neue Nationaltrainer Martin Albertsen, der sein Amt per 1. Februar angetreten hat, erhält so ausserhalb des internationalen Terminkalenders die Gelegenheit, erstmals mit der SHV-Auswahl zu arbeiten. Das Programm sieht am Montag zwei Trainingseinheiten und am Dienstag eine Trainingseinheit vor; jeweils in der Avanti-Halle in Hochdorf.

Martin Albertsen kann im kurzfristig angesetzten Lehrgang fast mit dem gesamten Kader arbeiten. Er muss einzig auf die dispensierten Lisa Frey und Seline Ineichen sowie die verletzten Kerstin Kündig und Romy Bachmann verzichten. Die Nationalmannschaft wurde für die beiden Tage mit Trainingsgästen aus dem Förderkader ergänzt.

Die ersten Ernstkämpfe kommen derweil mit grossen Schritten näher: Am Mittwoch, 21. März, trifft die Schweiz in der EM-Qualifikation zu Hause auf die Ukraine. Gespielt wird im 20 Uhr in der GoEasy Arena in Siggenthal; der Vorverkauf läuft bei Ticketcorner. Vier Tage später steht das Auswärtsspiel in Kiew gegen den gleichen Gegner an.
 


 
Aufgebot: Sabrina Amrein (Spono Eagles), Laura Berger (Rotweiss Thun), Manuela Brütsch (Bad Wildungen/GER), Catherine Csebits (LK Zug), Sladana Dokovic (LC Brühl), Noëlle Frey (Rotweiss Thun), Daphne Gautschi (Metz/FRA), Xenia Hodel (Spono Eagles), Fabiola Hostettler (Rotweiss Thun), Judith Matter (Spono Eagles), Jenny Murer (LC Brühl), Zerin Özcelik (LC Brühl), Sibylle Scherer (LK Zug), Lea Schüpbach (Spono Eagles), Karin Weigelt (Göppingen/GER), Chantal Wick (Spono Eagles), Pascale Wyder (Spono Eagles). – Dispensiert: Lisa Frey (Spono Eagles), Seline Ineichen (Neckarsulm/GER). – Verletzt: Kerstin Kündig (LC Brühl), Romy Bachmann (Bad Wildungen/GER).

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

Erster Lehrgang
Die Frauen-Nationalmannschaft absolviert am Montag und Dienstag in der Zentralschweiz einen zweitägigen Lehrgang mit dem neuen Trainer Martin Albertsen.
12.02.2018
SPL1-Finalrunde: Spono und Zug mit Heimsiegen zum Auftakt

Geglückter Auftakt in die Finalrunde aus Sicht der Spono Eagles und des LK Zug. Die beiden Innerschweizer Teams waren am ersten Spieltag der Runde der Top 4 der SPAR Premium League vor heimischer Kulisse erfolgreich. Spono besiegte den LC Brühl mit 27:24 (12:12); Zug gelang ein deutlicher 35:25-Erfolg gegen Rotweiss Thun.

Das dritte Aufeinandertreffen zwischen Leader Spono und Titelverteidiger Brühl endete zum dritten Mal mit einem Sieg für die Heimmannschaft. Die Eagles legten im Spitzenspiel von Beginn an vor und führten im ersten Abschnitt mit bis zu drei Toren. Die Gäste kämpften sich jedoch zurück in die Partie und schafften kurzzeitig die Wende (26./11:10), ehe es mit Gleichstand in die Pause ging. Dem Heimteam gelang es sich im zweiten Durchgang dann sogar mit sechs Toren abzusetzen (45./22:16) und zehrte bis zum Schluss von diesem Vorsprung. Brühl konnte zwar nochmals bis auf zwei Tore verkürzen (55./24:22), eine neuerliche Wende gelang dem Titelverteidiger aber nicht. Matchwinnerin auf Seiten von Spono war, neben den erfolgreichen Torschützinnen Xenia Hodel (8) und Neli Irman, vor allem Goalie Lea Schüpbach. Der Torhüterin gelangen 18 Paraden. 

Beim LK Zug war die Aufgabenstellung für das erste Spiel der Finalrunde klar. Ein Sieg sollte her, um einerseits die Lücke nach Vorne zu verringern und andererseits den Vorsprung auf Verfolger Thun auszubauen. Beides gelang den Zugerinnen am Sonntag in der heimischen Halle. Von der ersten Minute an lag das Heimteam in Führung; lediglich beim 3:3 in der achten Minute durch die Ex-Zugerin Annina Ganz konnten die Gäste ausgleichen. In der Folge dominierte das Team von Damian Gwerder und Peter Stutz, setzte sich zunächst innert drei Minuten auf 7:3 ab und führte bereits zur Pause mit 19:13. Den Berner Oberländerinnen gelang es im zweiten Abschnitt nicht, den Rückstand zu verkürzen. Angeführt von Mobiliar Topscorerin Sibylle Scherer (9/3 Tore) pendelte der Vorsprung zwischen sechs und acht Toren, ehe das Heimteam in den Schlussminuten den Vorsprung noch ausbauen konnte. 

Finalrunden-Tabelle
1. Spono Eagles 28 Punkte, 2. LC Brühl Handball 24, 3. LK Zug 22, 4. Rotweiss Thun 18.

Finalrunden-Torjäger
Sibylle Scherer (LKZ) 9, Xenia Hodel (SPO) 8, Lucia Weibelova (DHB), Neli Irman (SPO), Jennifer Murer (LCB) je 7, Nives Egli (LKZ) 6.

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter

12.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Siege für Kreuzlingen, Yellow und GC Amicitia

Der HSC Kreuzlingen, Yellow Winterthur und GC Amicitia Zürich sind mit einem Sieg in die Auf-/Abstiegsrunde der SPAR Premium League gestartet. Während Kreuzlingen der SG Yverdon & Crissier keine Chance liess, hatte Winterthur mehr Mühe mit der HSG Leimental. Zürich musste sogar bis zur Schlusssekunde zittern.

Die lange Reise in die Westschweiz hatte den Frauen des HSC Kreuzlingen offenbar nichts ausgemacht. Nach der Startviertelstunde lagen die Gäste bereits mit sieben Toren in Front (15./11:4). Bis zur Pause schaffte sich Kreuzlingen ein komfortables Zehn-Tore-Polster (18:8). Speziell Pashke Marku und Katharina Winger waren von der Deckung der Heimmannschaft nicht zu stoppen. 14 der 18 HSCK-Treffer in der ersten Halbzeit gingen auf das Konto der beiden. Yverdon & Crissier gelang es auch im zweiten Durchgang nicht, die Gäste vor Probleme zu stellen und eine Aufholjagd zu starten. Am Ende siegte Kreuzlingen souverän mit 33:20.

Mehr Mühe hatte Yellow Winterthur im Auswärtsspiel bei der HSG Leimental. Die Gäste zeigten eine schwache erste Halbzeit, kassierte 21 Tore bis zum Pausenpfiff und lag deshalb mit sechs Toren in Rückstand (15:21). Der zweite Abschnitt war erneut gepärgt von vielen Toren. Yellow machte es allerdings wesentlich besser, holte Tor um Tor auf und zog an den Baselbieterinnen vorbei. 70 Tore fielen am Ende in Therwil, elf davon gingen auf das Konto von Gästespielerin Luana Feller. Yellow-Topscorerin Nicoline Berthelsen war neunmal erfolgreich, bei Leimental war Angela Krieger mit acht Toren die erfolgreichste Werferin. Die 33:37-Heimniederlage konnte sie aber dennoch nicht verhindern.

Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sicherte sich GC Amicitia Zürich mit dem 26:25 (12:12) gegen Mitaufsteiger HV Herzogenbuchsee. In der Startphase konnte sich keine Mannschaft absetzen (10./5:5). Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen dann aber die Gäste das Zepter und erspielten sich ein kleines Polster. Mehr als drei Tore konnten sich die Oberaargauerinnen aber nicht absetzen, so dass GC Amicitia bis zur Pause den Rückstand wieder egalisierte. Ein 5:0-Lauf von Zürich zum Start in den zweiten Durchgang schaffte die Differenz, der die Gäste danach erfolglos hinterher liefen. Zwar gelang Sarah Baumgartner in der Schlussminute noch der 25:26-Anschlusstreffer, über den Sieg jubelte am Ende aber dennoch GC Amicitia Zürich.

Teilen mit:

Quelle: Matthias Schlageter

12.02.2018
Internationale Aufgebote für Felix Rätz und Beat Nagel

Die beiden Schweizer Delegierten Felix Rätz und Beat Nagel wurden von der EHF für weitere internationale Einsätze aufgeboten. Rätz überwachte am Samstag im schwedischen Kristianstad das Champions League-Spiel zwischen IFK Kristianstad und HBC Nantes. Nagel steht am nächsten Samstag im Challenge Cup der Männer in der Begegnung zwischen Fyllingen Bergen und Bitola (MKD) in Norwegen im Einsatz.

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger

12.02.2018
NLB: Rundschau auf den 16. Spieltag

Am Samstag gab es für alle sieben NLB-Heimteams Siege. Überraschend ist dies angesichts der Tabellensituation nicht. Bereits am Mittwoch landete die SG Yellow/Pfadi Espoirs mit ihrem Sieg im Nachholspiel gegen Stäfa einen Coup. Die Winterthurer überraschten gegen die Seebuben mit ihrem 30:28-Erfolg, an dem allen voran Julian Maritz mit neun Treffern und Magnus Staub mit 12 Paraden ihren Anteil hatten. Die zehn Tore von Mikkel Madsen für die Stäfner nützten am Ende wenig.

Am Samstag lugten die jungen Winterthurer dann aber gegen den RTV 1879 Basel ein, der auf den wieder genesenen Rares Jurca zählen durfte. Mann des Spiels war aber der Spielgestalter Tibor Jurjevic mit zehn Treffern. Basel gewann deutlich mit 33:23 und verbleibt damit an der Spitze der Tabelle.

Die Lakers aus Stäfa hingegen konnten mit ihren 27:21-Sieg gegen die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden zwei Punkte einfahren. Wiederum war es Mikkel Madsen mit neun Toren, der gross auftrumpfte. Aber auch Florian von Wyl konnte sich dank 13 Paraden (55%-Quote) in Szene setzen. Siege gab es auch für die beiden Favoriten Möhlin (gegen Birsfelden) und Solothurn (gegen Horgen). Beide Spitzenteams durften ebenfalls auf starke Torhüter (Jelovcan und Dukanovic) zählen, die ihren Vorderleuten merklich zu ihren Siegen verhalfen. Möhlin gewann 26:21, Solothurn 28:23.

Ebenfalls einen starken Torhüter hatte der STV Baden auf dem Platz. Marco Wyss parierte 20 Würfe des Gegners aus Steffisburg und sorgte dafür, dass Baden auch weiterhin erster Verfolger des RTV 1879 Basel ist. Die Aargauer schlugen die abstiegsgefährdeten Berner Oberländer mit 24:18. Knappe Siege gab es für die Kadetten Espoirs und den HS Biel. Die Schaffhauser setzten sich nach langem Hin und Her gegen Altdorf durch, 29:27 hiess es am Schluss. Ebenfalls eng ging es im Seeland zu, Biel lag zwischenzeitlich mit 3:10 zurück, konnte aber am Ende dennoch mit 22:21 reüssieren.

Basel liegt nach 16 von 26 Runden mit 30 Zählern vier Punkte vor Baden. Solozhurn und Möhlin folgen mit je 21 Punktem dahinter. Am Ende der Tabelle finden sich Horgen und Stans mit 10 Punkten, knapp vor Steffisburg mit 8.

Teilen mit:

Quelle: Alessandro Crippa

 

Anzeige
web by zynex | hosting by ssn Schweizerischer Handball-Verband, Tannwaldstr. 2, Postfach 1750, 4600 Olten
Tel. +41 31 370 70 00 - Fax +41 31 370 70 09 - shv-fsh@handball.ch
Impressum | Rechtliches