Jean-François Périsset, HBC Moudon

Jean Francois Périsset HBC Moudon

Name: Jean-François Périsset
Geburtsjahr: 1952
Wohnt in: Mézières

Verein: HBC Moudon (vor 2002: Lausanne-Ville, US Yverdon)
Funktion: Gründer (2002), Trainer (1978), J+S-Coach und -Experte, TK-Chef.

«Michael Suter sagte mir dann, dass man die 'kleinen Romands' nicht mehr unterschätzen sollte»

 

Welches ist dein Lieblingsplatz, und warum?

Jean-François: Ich fühle mich dort am wohlsten, wo auch meine Familie ist. Ich habe drei erwachsene Kinder, sieben Enkel und eine wundervolle Ehefrau. Sie sind mein Glück und meine Lebenslust.

Wann und wie hast du deine Leidenschaft «Handball» entdeckt?

Jean-François: Das war 1964 in Zürich. Damals machte ich noch Leichtathletik, ein Kollege hat mich zum Training des TV Aussersihl eingeladen. Ich war recht gut in der Koordination und konnte fast jeden Sport ausüben. Als wir 1967 nach Yverdon gezogen sind, habe ich dann wirklich im Verein angefangen zu spielen. Mein höchstes Niveau war die Nachwuchs-Nationalmannschaft.

Du hast 2002 den Verein HBC Moudon gegründet, wie ist es dazu gekommen?

Jean-François: Wir haben uns in Mézières niedergelassen, da ist der Handballsport etwas in den Hintergrund geraten. Aber dann hat mich eine Sportlehrerin aus Moudon angefragt, weil ihre Schülerinnen nach einem Schülerturnier gerne weiter Handball spielen wollten. Mein erster Gedanke war: 'Ich wollte mich doch in Mézières, und nicht in Moudon, integrieren'. (lacht) Aber schlussendlich hat uns die Armee ihre Sporthalle einmal pro Woche zur Verfügung gestellt, und so hat das begonnen. Zwei Jahre später ist daraus dann der Verein entstanden, denn in der Zwischenzeit waren andere Jugendliche auf uns zugekommen, die auch spielen wollten. Heute zählt der Verein sieben Mannschaften und die Kids-Bewegung mit rund hundert Mitgliedern.

Du bist Trainer, J+S-Coach und -Experte und zudem TK-Chef. Was motiviert dich besonders in deinen Funktionen?

Jean-François: Ich möchte meine Leidenschaft vermitteln und dazu beitragen, dass der Handballsport bekannter und auch anerkannter wird. Denn ich bin der Meinung, dass er in unserem Land und besonders in unserer Region nicht den Platz in der Sportwelt einnimmt, den er verdient. Für mich ist Handball der schönste Sport der Welt, der auch für Werte steht, die mir wichtig sind.

An welchen besonderen Moment erinnerst du dich gerne?

Jean-François: Davon gibt es sehr viele. Einer stammt aus der Saison 2007/08, damals war ich Trainer der U19 Elite des HBC West. Wir haben gegen die Kadetten Schaffhausen gespielt und nur mit wenigen Toren verloren. Nach dem Match sagte Michael Suter zu mir, dass man die «kleinen Romands» nicht mehr unterschätzen sollte.

Wer ist oder war dein Vorbild?

Jean-François: Ein Vorbild habe ich eigentlich nicht, aber ich bewundere manche Politiker und Politikerinnen für ihre Arbeit. Sportlich gesehen bewundere ich Didier Cuche für seinen starken Willen, nach einer schweren Verletzung wieder in den Spitzensport zurückzukehren. Und spirituell ist der Papst François 1er mit seiner Art, sein Mandat als Oberhaupt der katholischen Kirche zu meistern, eine Inspiration für mich.

Wo siehst du deine Stärken?

Jean-François: Ich habe in meinen Funktionen sehr viele Erfahrungen machen können. Ich würde sagen, dass ich gut organisiert und strukturiert bin. 

Und was sind deine Schwächen?

Jean-François: Manchmal fehlt mir die Geduld. Und man beschreibt mich gerne als einen Hitzkopf.

Wie haben dich deine Aufgaben weitergebracht?

Jean-François: Der Handballsport hat mir sehr viel Freude, manchmal aber auch Enttäuschungen gebracht. Mal vom sportlichen Teil abgesehen, von der Technik und Taktik, habe ich dank meines Engagements viel gelernt im Umgang mit und der Führung von anderen Menschen. In schwierigen Situationen die richtige Lösunge zu finden - das sind Erfahrungen, die mir auch im familiären, privaten und beruflichen Umfeld hilfreich waren und noch immer sind.

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