Allan Evard, US Yverdon

Allan Evard US Yverdon

Name: Allan Evard
Geburtsjahr: 1997
Wohnt in: Yverdon-les-Bains

Verein: US Yverdon
Funktion: U13-Trainer, Verantwortlicher Lotto und Buvette

«Im Handball müssen alle am gleichen Stick ziehen»

 

Dein Lieblingsplatz ist hier am See in Yverdon, warum genau?

Das Leichtathletik-Stadion befindet sich direkt hinter dieser Hecke. Dort haben wir schon in den untersten Kategorien im Sommer trainiert. Danach sind wir hier immer schwimmen gegangen und haben uns abgekühlt. Das ist bereits seit über zehn Jahren so.

Der US Yverdon ist dein erster und einziger Verein gewesen?

Ja, seit ich mit 9 Jahren mit Handballspielen begonnen habe. Mit Ausnahme einer Spielgemeinschaft mit dem HBC West in der U17 habe ich immer in Yverdon gespielt. Ich fühle mich hier wohl. Es würde mich reizen, in der LNB zu spielen, aber ich hoffe, dass ich dieses Ziel mit meinem Team erreichen werde.

Wie bist du zum Handball gekommen?

Das passierte durch den Schulsport, bei dem der Verein ein Angebot hatte. Vorher spielte ich Tennis und meine Eltern wollten, dass ich etwas anderes ausprobiere. Das habe ich getan, und habe seitdem nichts anderes mehr getan (lacht). Was mir von Beginn an gefallen hat, ist der Teamgeist, den ich im Handball als sehr ausgeprägt erlebe – viel ausgeprägter als im Fussball oder Basketball beispielsweise, die auch sehr individualistische Züge aufweisen. Im Handball müssen alle am gleichen Strick ziehen, für das eigene Ego gibt es keinen Platz. Dazu kommen die Werte, für die wir stehen: Das Über-sich-hinauswachsen, das Verständnis des anderen, auch die taktische Seite des Sports. Und es gibt einem immer eine gute Dosis an Adrenalin.

Wie bist du Trainer geworden?

Der Verein hat mir viel gegeben, darum war es für mich selbstverständlich, ein wenig zurückzugeben. Ich möchte Lehrer werden und dachte mir, so kann ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Ich habe als Assistent von Zoltan Majeri angefangen, als er unter anderem unser U13-Team trainierte. Ich bewundere Zoltan für die neuen Perspektiven, die er in unseren Verein gebracht hat. So kam es, dass ich die Trainerausbildung anfing und mich als Juniorentrainer engagiert habe. Ich mag es, jungen Menschen meine Leidenschaft weiterzugeben. Mittlerweile trainiere ich seit vier Jahren.

Wie würdest du dich als Trainer beschreiben?

Als Trainer würde ich mich als recht akribisch beschreiben, ich versuche, immer ein strukturiertes Training vorzubereiten. Mein Ziel ist es, ein qualitativ gutes, stimmiges und vor allem spielerisches Programm zusammenzustellen – die Spieler sollen vor allem Spass haben. Ich versuche, die Gruppen so oft wie möglich zu durchmischen, den Spielern zu zeigen, dass nicht alle zum gleichen Zeitpunkt mit dem Sport beginnen und auf dem gleichen Niveau spielen können. Wir versuchen auch, mehr Mädchen zum Handballspielen zu animieren.

An welchen besonderen Moment erinnerst du dich besonders?

Das war ein Match in meiner ersten Saison als Assistenztrainer. Unser Ziel war die Interqualifikation, und auch TCGG wollte das erreichen. Beim Spiel gegen unsere Konkurrenten konnte Zoltan nicht dabei sein, also setzte ich mich auf die Trainerbank – das war das erste Mal, dass ich allein coachte. Es war ein intensives Spiel, das wir schlussendlich mit einem Tor in den letzten Sekunden gewonnen haben. Das war ein besonderer Moment – ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Was sind deine Stärken?

Ich bin eine ruhige Persönlichkeit und rege mich selten auf. Ich finde, so verstehen mich die Spieler besser: Wenn ich mich wirklich einmal aufrege, haben sie die Message verstanden. Ich bin auch sehr offen gegenüber anderen, ich diskutiere gerne mit anderen Trainern.

Und eine Schwäche?

In der Kommunikation, besonders im Austausch mit den Eltern muss ich mich noch verbessern – manchmal passiert das etwas auf den letzten Drücker.

Was bringt dir dein ehrenamtliches Engagement persönlich?

Wie ich gesagt habe, möchte ich Lehrer werden. Dank meines Engagements fällt es mir leichter, Dialoge zu führen. Ich habe gelernt mich durchzusetzen und an Autorität gewonnen – mir fällt es leicht, zwanzig herumtobende Kinder in einer Halle zu bändigen, da sollte es in einem Klassenzimmer nicht schlimmer sein (lacht). Ich habe mich immer engagiert, weil es mir Spass machte. Natürlich sind Verantwortung und Pflichten damit verbunden, aber ich empfinde das nicht als Last. In diesem Sinne ist das Wort ‚Benevolat‘ sehr gut gewählt.

Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) ist der nationale Fachverband und das Kompetenzzentrum für den Handballsport in der Schweiz.
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