SPL1 PLAYOFF-FINAL: 31. TITEL FÜR DEN LC BRÜHL

SPAR Premium League  •  22.05.2019

Jubelnde Brühlerinnen (Bild: Alexander Wagner)

Der LC Brühl ist Schweizer Meister 2018/19! Die St. Gallerinnen bezwangen im zweiten Finalspiel auswärts den LK Zug mit 34:24 (14:10) und gewinnen die Best-of-3-Serie mit 2:0. Für die Rekordmeisterinnen ist dies bereits der 31. Meistertitel.

Die Gäste aus der Ostschweiz legten einen Blitzstart hin und führten nach fünf Minuten mit 4:0. Erst in der sechsten Spielminute gelang den Gastgeberinnen in Person von Simona Cavallari der erste Treffer. Eine Initialzündung war das Tor der Flügelspielerin jedoch nicht. Brühl drückte weiter aufs Tempo und profitierte zudem von einigen Paraden ihrer Torhüterin Fabia Schlachter. Beim Stand von 7:5 für die St. Gallerinnen erlebte die Partie dann bereits nach rund 15 Minuten den matchentscheidenden Einschnitt.

Dank einem 6:1-Lauf bis zur 25. Minute bauten die Gäste den Vorsprung auf 13:6 aus. Heimtrainer Christoph Sahli reagierte unmittelbar darauf mit seinem zweiten Timeout in der ersten Halbzeit. Für einen kurzen Moment schien sich das Spiel der Gastgeberinnen dann auch zu stabilisieren. Mit drei Toren in Serie verkürzte Zug auf einen 4-Tore-Rückstand. Mit der gleichen Differenz, nämlich dem 10:14 aus Sicht der Zugerinnen, ging es anschliessend in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel drückten aber wieder die von Rolf Erdin trainierten Gäste dem Spiel ihren Stempel auf. Binnen sechs Minuten verdoppelten die Frauen um die zehnfache Torschützin Laura Schmitt den Vorsprung (36./19:11). Zug probierte vom wiederholten Wechsel im Tor über den Einsatz der siebten Feldspielerin bis hin zu diversen Rückraumformationen alles, um die drohende Niederlage abzuwenden. Allein, es fruchtete nichts. In der 45. Minute betrug der Rückstand erstmals zehn Tore (16:26) und beim 20:32 in der 53. Spielminute war der Ausgang der Partie längst besiegelt.

Beim Schlusspfiff jubelte Brühl über den 34:24-Erfolg. Viel grösser war jedoch die Freude über den 31. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Ostschweizerinnen verdienten sich den Titel im zweiten Finalspiel durch eine souveräne Leistung in der Deckung und im Angriff. Defensiv stellten die St. Gallerinnen eine schwer zu überwindende Formation aufs Feld, die speziell auch dank diszipliniertem Rückzugsverhalten das Tempospiel der Zugerinnen nicht zur Entfaltung kommen liess. Offensiv sorgten besonders Kerstin Kündig und Laura Schmitt für die erhoffen spielerischen Impulse. Beide stehen sinnbildlich für die Saison des LCB, in der Verletzungen und gar ein Trainerwechsel für zeitweise unruhige Zeiten sorgten. Am Ende war der Rekordchampion aber auf den Punkt bereit.

Zug, das vor dem Final den mit Abstand besten Angriff stellte, schaffte es in den 120 Minuten nur selten, den kompakten Abwehrriegel der St. Gallerinnen zu knacken. Bezeichnend dafür ist, dass die vier torgefährlichsten Akteurinnen der Finalserie allesamt für Brühl aufliefen. Zum Vergleich: In der Finalrunde waren gleich drei Zugerinnen in den Top 6 der Torjägerliste. Auch wenn die Enttäuschung bei den Innerschweizerinnen unmittelbar nach dem Ende der Saison gross war, darf man in Zug mit etwas Abstand durchaus stolz auf die abgelaufene Spielzeit sein. Im ersten Jahr nach dem Trainerwechsel und mit zahlreichen jungen Spielerinnen im Kader verkaufte der LKZ seine Haut teuer.

Mit dem 2:0 in der Finalserie und dem 31. Titel für den LC Brühl verabschiedet sich die SPAR Premium League in die Sommerpause. Das nächste Pflichtspiel ist am 25. August der Supercup mit dem frischgebackenen Meister aus St. Gallen und Cupsieger Spono Eagles.

Statistik

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Quelle: Matthias Schlageter/Bild: Alexander Wagner

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