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Vom Traktor zum Handball
Neben ihrer Handball-Leidenschaft absolviert die SPL-Spielerin Amandine Sauty aus Morges oft eine Marathonwoche zwischen Fussball, Auslandsreisen und Traktorfahren.
«Ich bin ein Fakten-Mensch»
Martin Albertsen ist seit dem 1. Februar neuer Schweizer Frauen-Nationaltrainer. Der 43-jährige Däne im Interview über seine ersten Eindrücke und seine Erwartungen.
«Jedes Spiel ein Kampf»
Seit Januar coacht Désiré Parfait das SPL2-Team aus Yverdon/Crissier. Der Franzose nimmt kein Blatt vor den Mund und setzt auf die Kampfbereitschaft und Siegeswille.
Mittendrin statt nur dabei
Flavia Kashani ist mehr als 4 Jahre nach ihrer Knieverletzung wieder mitten im Geschehen der SPAR Premium League. Jetzt kämpft sie mit Yellow um den Ligaerhalt.
16.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Amandine Sautys Marathonwoche

Amandine Sauty, 32, ist Kapitänin der SG Yverdon/Crissier. Kreisläuferin, Spassmacherin und immer darauf bedacht, ihre Mannschaft anzufeuern, zusammen zu schweissen. Und sie ist handballbegeistert, seit über 17 Jahren. Beruflich hat sich Amandine jedoch einem anderen Sport verschrieben – dem Fussball.

Die European Club Association mit Sitz in Nyon vertritt die Rechte der Fussballclubs gegenüber der UEFA und FIFA. Für die ECA organisiert Amandine Events, kümmert sich um Transport, Unterkunft und Programm von Kongressen und Meetings. „Nach meinem Abschluss an der Haute Ecole de gestion in Nyon habe ich nicht sofort eine Anstellung gefunden“, erklärt die Handballerin, wie sie gerade zu dieser Stelle gekommen ist. „2008 habe ich in Genf bei der Fussball-Euro gejobbt, dadurch hatte die UEFA mein Profil in ihrer Datenbank. Und als die ECA dann jemanden gesucht hat, haben sie mich angerufen.“ Fussball hat sie übrigens nie selber gespielt, den Sport sieht sie lieber am Bildschirm oder im Stadion.

Für ihre Arbeit im 80%-Pensum ist Amandine regelmässig im Ausland, wenn auch meist nur tageweise. „Ankunft am Morgen, Rückflug am Abend, dazwischen der Event – meist sehe ich von den Orten nur den Flughafen“, lacht die sympathische Waadtländerin. Mit den Trainingseinheiten hat sich das bislang gut vereinbaren lassen. „Es ist halt alles eine Frage der Organisation.“

Muskelkater, bevor das Training überhaupt startet
Doch damit nicht genug: einmal pro Woche geht Amandine noch einer anderen Tätigkeit nach. Statt ins Flugzeug steigt sie dann nämlich … auf einen Traktor. „Gemeinsam mit meiner älteren Schwester unterstützen wir unseren Vater auf unserem Landwirtschaftsbetrieb.“ Dies, weil die Familie sich nicht vorstellen kann, den Hof zu verkaufen oder zu vermieten. Um den Betrieb mittelfristig übernehmen zu können, haben die beiden Schwestern bereits eine zehnmonatige landwirtschaftliche Ausbildung absolviert. „Es ist eine völlig andere Beschäftigung als die Büroarbeit“, meint Amandine. Und wie ein zusätzliches Fitnesstraining – „manchmal habe ich am Freitag bereits Muskelkater, bevor das Training beginnt.“

Mit vier Trainingseinheiten, den Spielen, ihr Engagement bei Juniorenmannschaften, den Auslandsaufenthalten und ihrer Arbeit auf dem Hof fühlt sich Amandines Woche wie ein Marathonlauf an. Doch an ein Kürzertreten oder Aufhören will die 32-Jährige nicht denken. „Natürlich bin ich nicht mehr die Jüngste in unserer Mannschaft und in der Liga.“ Doch „zu alt“ zum Handballspielen fühle sie sich wirklich noch nicht. „Wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr hinterherzukommen und einzurosten, dann überlege ich es mir vielleicht“, lacht sie. Im Moment jedoch will sie jeden Augenblick mit dem SPL2-Team geniessen und optimistisch bleiben.

"Wollen uns Punkte erkämpfen"
Dass die SG Yverdon/Crissier die Auf/Abstiegsrunde mit einem neuen Trainer und ohne ihre frühere Topscorerin Shadya Goumaz bestreiten muss, sieht die Kapitänin denn auch positiv. „Natürlich ist es nicht einfach, während der Saison mit einer neuen Person, neuen Methoden und Prinzipien umzugehen. Aber es kann auch frischen Wind und eine neue Dynamik ins Team bringen.“ Und ohne Shadya müssen nun eben alle etwas mehr Verantwortung im Spiel übernehmen. Sowieso sei ihr Team immer dann am stärksten, wenn man es am wenigsten von ihm erwartete. Nach dem ersten und ernüchternden Spiel gegen den HSC Kreuzlingen steht für die Westschweizerinnen am Samstag der nächste Match gegen den HV Herzogenbuchsee an. Amandines Ziel ist klar: „Wir wollen uns Punkte erkämpfen.“
 



SPAR Premium League
SPL1/2 Auf-/Abstiegsrunde – 2. Spieltag
Samstag, 17. Februar
HV Herzogenbuchsee – SG Yverdon & Crissier, 16 Uhr (Mittelholz, Herzogenbuchsee)
Yellow Winterthur – GC Amicitia Zürich, 17 Uhr (Eulachhalle, Winterthur)
HSC Kreuzlingen – HSG Leimental, 18 Uhr (Egelsee, Kreuzlingen)

Alle Spiele können live auf handballTV.ch mitverfolgt werden.

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Quelle: Carolin Thevenin/Bild: US Yverdon

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15.02.2018
Interview mit dem neuen Frauen-Nationaltrainer Martin Albertsen

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat am Montag und Dienstag in Hochdorf den ersten Lehrgang mit ihrem neuen Trainer Martin Albertsen absolviert. Der 43-jährige Däne, der Bietigheim im vergangenen Sommer zum deutschen Meistertitel führte und mit seinem Verein jetzt in der Hauptrunde der Champions League im Einsatz steht, erzählt im Interview von seinem ersten Eindruck, seiner Handball-Philosophie und seinen Erwartungen.
 



Martin Albertsen, hinter Ihnen liegen die ersten beiden Trainingstage mit der Schweizer Nationalmannschaft. Was für Eindrücke nehmen Sie mit?

Martin Albertsen: Ich bin sehr positiv nach den ersten beiden Tagen. Die Frauen waren ehrgeizig und wollen unbedingt etwas erreichen. Deswegen bin ich zuversichtlich, nicht nur für die Nationalmannschaft, sondern allgemein für den Frauenhandball in der Schweiz. Ich denke, es gibt gerade in den aktuellen Nachwuchs-Jahrgängen gute Talente, da brauchen wir den Vergleich mit anderen Nationen nicht zu scheuen.

Inwiefern haben Sie sich vor Ihrem Engagement mit dem Schweizer Frauenhandball beschäftigt?

Martin Albertsen: Ich hätte diesen Job nicht angenommen, wenn ich nicht glauben würde, dass wir hier etwas erreichen können. Ich habe selbstverständlich eine Analyse der Situation gemacht und dabei das Potenzial gesehen. Ich habe vor ein paar Jahren mit Viborg in der Champions League-Qualifikation gegen Brühl gespielt, dazu habe ich viele weitere Schweizer Clubteams schon an internationalen Vorbereitungsturnieren beobachtet. Das Potenzial für die Zukunft ist vorhanden. Ich erwarte darum in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung.
 

«Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung.»


Sie haben gesagt, dass ein Problem des Frauenhandballs in der Schweiz ist, dass zu wenig Glaube an die eigene Stärke vorhanden ist – dass man sich also schlechter redet, als man in Wirklichkeit ist. Wie ist das zu verstehen?

Martin Albertsen: Ja, und das habe ich gerade auch in den ersten Trainings gespürt. Ich bin es gewohnt, in Bietigheim jeden Tag mit Nationalspielerinnen aus starken Nationen wie Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden zu arbeiten. Ich kann sagen, dass einige Schweizerinnen das gleiche Niveau aufweisen wie jene Spielerinnen – aber die Schweizerinnen glauben das selber nicht, weil sie nie den direkten Vergleich in einem Topteam hatten.

Allgemein ist der Frauenhandball in der Schweiz besser, als viele Leute glauben. Man kann sich diese Schwäche natürlich einreden, weil beispielsweise der öffentliche Fokus in den vergangenen Jahren gefehlt hat. Dann bleibt das auch so in den Köpfen drin.

Aber ich bin ein «Fakten-Mensch». Wenn ich Talente sehe und weiss, dass diese genau so gut sind wie in Deutschland oder in Dänemark, dann sage ich das auch. Es ist für mich wichtig, dass sich die Spielerinnen selbst richtig einschätzen können, weil es ja auch ein grosser Antrieb ist, wenn man weiss, dass man in dieser Sportart eine gute Perspektive hat. Es geht dabei niemals darum, Unwahrheiten zu erzählen – ich werde immer bei den Fakten bleiben. Aber ich habe viel Talent gesehen in den letzten Tagen.

Die Schweiz ist ihre erste Station als Trainer einer Nationalmannschaft. Wie gehen Sie diese neue Aufgabe an?

Martin Albertsen: In einem Verein hat man viel Zeit, mit einer Mannschaft eine Entwicklung zu schaffen. Das ist mit einer Nationalmannschaft anders. Wir müssen darum sehr viel über «einfachen» Handball arbeiten. Mit vielen kleinen Hinweisen, wie sich die Spielerinnen individuell verbessern können. Mein Plan ist, dass wir ein einfaches Konzept für das Kollektiv haben, dass wir aber vor allem sehr viel in Kontakt mit den einzelnen Spielerinnen stehen, um sie in Zusammenarbeit mit den Vereinen weiter zu entwickeln. Über diese individuellen Qualitäten wollen wir eine starke Mannschaft aufbauen.

Ist Ihnen in den ersten Trainings etwas speziell aufgefallen?

Martin Albertsen: Ich habe sofort gespürt, dass in der Mannschaft eine enorm gute Stimmung herrscht. Alle hatten viel Freude und Motivation, um miteinander zu arbeiten. Das ist übrigens etwas, das viele Nationen versuchen zu erreichen – aber wir haben das schon. Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung. Das ist eine sehr gute Ausgangslage.
 

«Das Motto lautet: Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»


Wie sieht Ihre persönliche Handball-Philosophie aus?

Martin Albertsen: Ich versuche, einen einfachen Handball spielen zu lassen. Einfacher Handball ist auch schöner Handball. Dazu gehört natürlich Schnelligkeit, aber nicht um jeden Preis. Es geht darum, die Anzahl der Fehler zu reduzieren: Wenn wir weniger technische Fehler machen, erhalten wir sofort mehr Versuche, um Tore zu erzielen.

Natürlich setzen wir auch einen Schwerpunkt in der Defensive. Für mich ist Abwehr etwas, das viel Teamwork und gegenseitige Unterstützung bedingt. Es ist eine Frage der Mentalität, dass wir gemeinsam eine Verteidigung stellen, die solidarisch füreinander arbeitet. Das tönt in der Theorie simpel, aber ich weiss aus meiner langen Erfahrung als Trainer von Frauen-Mannschaften, dass es manchmal nicht ganz einfach ist, eine Abwehr-Philosophie in der Praxis umzusetzen, weil sich Frauen sehr viele Gedanken über die Folgen jeder einzelnen Aktion machen. Darum muss man das sehr unkompliziert angehen. Das Motto dabei lautet: «Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»

Am 21. März steht mit dem Heimspiel gegen die Ukraine bereits der erste Ernstkampf auf dem Programm. Was können oder wollen Sie im Hinblick darauf in der kurzen Zeit bereits verändern?

Martin Albertsen: Das Wichtigste ist der Glaube an uns. Unsere Frauen sind im Alltag mit vielen anderen Menschen zusammen. Wenn sich dort stets alle einreden, dass wir es nicht schaffen, kann ich versprechen: Dann werden wir es nicht schaffen. Wir müssen unbedingt selbst erkennen, was für ein Potenzial wir hier haben. Dann legen wir den Fokus auf unsere Aufgaben und zeigen dem Publikum in Siggenthal, dass wir über eine vielversprechende Zukunft verfügen. Ich kann versprechen, dass ich dafür alles geben werde, und das erwarte ich auch von meiner Mannschaft.

Geht es also auch darum, das gewohnte «Schweizer» Denken etwas zu durchbrechen?

Martin Albertsen: Nein, das kann ich so nicht sagen. Ich bin Däne, und ich weiss nicht, wie die Schweizer denken (lacht). Allgemein ist aber klar: Wenn man sich gewohnt ist, zu verlieren, dann wird das zum Alltag. Plötzlich wird dann auch eine knappe Niederlage ein Erfolg. Aber so kann ich nicht denken. Für mich ist eine Niederlage eine Niederlage, egal in welcher Höhe. Ich werde darum immer in ein Spiel gehen, um es zu gewinnen. Wenn wir alles geben, und mit zehn Toren Unterschied verlieren, dann müssen wir das akzeptieren. Aber wir müssen immer alles machen, damit die Möglichkeit besteht, dass wir siegen können. Ich habe mir in der Vergangeheit viele Spiele angesehen, und ich habe oft gedacht: Da war doch eine Möglichkeit, zu gewinnen. Warum haben wir das nicht gemacht? Es muss der Anspruch sein, solche Spiele künftig zu gewinnen.
 



Persönlich
Name: Martin Fruelund Albertsen (43)
Nationalität: Dänemark
Zivilstand: Verheiratet mit Anne, zwei Kinder
Trainerlizenz: EHF Master Coach
Aktueller Verein: SG BBM Bietigheim (Deutscher Meister)

Erfolge (Auszug)
Dänischer Cupsieger 2003 (Viborg HK)
EHF Cup-Sieger 2004 (Viborg HK)
Dänischer Meister 2004 (Viborg HK)
Deutscher Meister 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Cupsieger 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2006
EHF Cup-Finalist 2012 (Viborg HK)
Dänischer Cupsieger 2012 (Viborg HK)
EHF Cup-Finalist 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Meister 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Supercup-Sieger 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2017

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Quelle: Marco Ellenberger

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14.02.2018
Schnelle Mitte - das Kurzinterview mit Désiré Parfait

Seit Jahresbeginn leitet Désiré Parfait die Geschicke der SPL2-Mannschaft von Yverdon/Crissier sowie das Erstligateam der Herren. Der 51-jährige Franzose hat die Zügel von Zoltan Majeri übernommen, der nun bei TV Endingen um den Erhalt in der Nationalliga A kämpft. In der schnellen Mitte stellt sich der Neue vor und sagt, welche Ziele er mit den Westschweizer Teams verfolgt.
 



handball.ch: Désiré, kannst du dich und deine Handballkarriere vorstellen? Wie ist es zu deinem Wechsel in die Schweiz gekommen?

Désiré Parfait: Als Spieler habe ich in Frankreich auf Nationalniveau gespielt. Die Arbeit als Trainer hat mich rasch fasziniert, und so habe ich zunächst Junioren-, später Männermannschaften in Nordfrankreich auf Nationalliga-Niveau trainiert. Nachdem ich mich in Südfrankreich niedergelassen hatte, übernahm ich die Frauenmannschaft in Narbonne. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal im Frauenhandball tätig sein würde, aber mein Freund und ehemaliger Präsident Michel Plaza überredete mich zu dem Posten. Alles verlief sehr schnell: Wir haben den Verein ausgebaut und fünf Aufstiege innerhalb von sieben Jahren erreicht.

Mit diversen Wechseln in der Vereinsleitung gab es danach allerdings schwierigere Zeiten. Trotz mehrerer Kontakte habe ich mich letzten Sommer entschieden, eine Auszeit vom Trainerjob zu nehmen. Aber wenn man ein Handball-Crack ist, dann fehlt einem der Sport sofort. Ich wollte eine Veränderung, ein neues Abenteuer beginnen, und sagte mir: Warum nicht in der Schweiz? Ich weiss nicht, ob es Zufall oder Schicksal war, aber nach dem Gespräch mit Yverdon-Präsident Yves Pfister im November ist alles sehr schnell gegangen. Ich kann zudem auf die Unterstützung meiner Frau und meiner beiden Töchter zählen, die in Narbonne geblieben sind.

Wie schätzt du die Mannschaften ein, die du jetzt betreust? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Wie würdest du deine Spielphilosophie beschreiben, die du umsetzen willst?

Désiré Parfait: Zunächst möchte ich meinem Vorgänger Zoltan danken für die hervorragende Arbeit, die er in den letzten Jahren in Yverdon geleistet hat. Die Spielerinnen und Spieler sind keine Profis, Arbeit und Studium haben Vorrang. Es ist nicht immer einfach, dabei über genügend Leute im Training und an den Spielen zu verfügen. Meine Spielphilosophie basiert auf einer Defensive, aus der heraus die Mannschaft so schnell wie möglich umschalten und den Gegner ‚überrumpeln‘ kann. Die Männermannschaft (1. Liga) ist sehr ausgewogen und verfügt über sehr gute individuelle Fähigkeiten. Bei den Frauen (SPL2) sehe ich eher eine Schwäche bei der individuellen Technik. Beiden Mannschaften fehlt es zudem noch an Physis. Der absolute Siegeswille und Kampfbereitschaft sind hingegen vorhanden.

Beide Mannschaften spielen zurzeit um den Aufstieg. Wie siehst du ihre Chancen und schätzt ihre Gegner ein?

Désiré Parfait: Das ist schwierig zu sagen, ich lerne die Meisterschaft und die Teams mit jedem Spiel kennen. Was ich sagen kann, ist, dass wir sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen alles daran setzen werden, um in die nächsthöhere Liga aufzusteigen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedes Spiel ein Kampf.

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Quelle: Carolin Thevenin

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10.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Flavia Kashani ist zurück auf dem Handballfeld

Am Samstag startet Yellow Winterthur bei der HSG Leimental in die Auf-/Abstiegsrunde der SPAR Premium League. Mit dabei bei den Gästen wird dann auch wieder Flavia Kashani sein. Die erfahrene Kreisläuferin steht seit 2007 im Kader von Yellow und ist nach einem langen Verletzungsausfall wieder zurück Mitten im Schweizer Frauenhandball.

Ein Kreuzbandriss war die Wurzel allen Übels. Im Oktober 2014 verletzte sich die damalige Schweizer Nationalspielerin mit der hartnäckigen und langwierigen Knieverletzung. Auf direktem Weg zurück wurde die 27-jährige jäh gestoppt. Der Comeback-Versuch 2015 endete mit einem Meniskusriss. An eine schnelle Erholung war nicht zu denken, vielmehr brauchte es lange nach der Meniskusverletzung eine weitere Operation, um für Stabilität im Knie zu sorgen. In der Folge musste die Kreisläuferin eine schier unglaubliche Leidenszeit hinter sich bringen.

Es dauerte bis zum Start der laufenden Spielzeit, ehe Handball auf Wettkampfniveau wieder ernsthaft eine Option für Flavia Kashani wurde. 14 Mal stand sie seit Saisonbeginn im Kader von Yellow, so häufig wie das letzte Mal in der Saison 2013/14. Dass es dazu überhaupt nochmal kam, lag zum einen an ihrem privaten Umfeld. «Mein Freund hat mir viel Zuspruch gegeben. Gerade auch in Momenten, in denen es hoffnungslos schien, hat er mich immer wieder angespornt und für neue Motivation gesorgt.» Aber auch zwei Protagonisten von NLA-Team Pfadi Winterthur spielten eine wichtige Rolle. Physio Michael Weissig war für die Behandlungen in ihrer Aufbauphase zuständig. Und Goran Cvetkovic, unter anderem bei Pfadi im Bereich Athletik federführend, zeichnete sich für die Belastungssteigerung und schrittweise Rückkehr verantwortlich. «Wir haben uns bewusst kein Datum für die Rückkehr gesetzt, sondern Einheit für Einheit hart gearbeitet.»

Selbst für Unbeteiligte ist gut nachvollziehbar, dass diese Leidenszeit auch psychisch an der handballverrückten Sportlerin nagte. Mittels Sportpsychologie und Hypnose arbeitete Kashani auch im psychischen Bereich, um den Glauben und das Vertrauen in den eigenen Körper zu behalten. Heute, nachdem sie das Ganze weitestgehend überwunden hat, kann sie entspannter darauf zurückblicken und Sportlern mit ähnlicher Verletzungsmisere einen Ratschlag geben. «Das Wichtigste ist, dass man dran bleibt und nicht verzweifelt. Es wird Rückschläge geben, ebenso wie es auch wieder bergauf gehen wird. Entscheidend dabei ist, dass man sich ein Ziel setzt, für das es sich lohnt den harten Weg zurück zu bewältigen.»

Ganz zurück ist die Kreisläuferin aber noch nicht. «Ich fühle mich noch nicht bei 100 Prozent meines Leistungsvermögens, momentan bin ich etwa bei 80 bis 90 Prozent», beschreibt die Yellow-Spielerin ihren Fitnesszustand. Mittels Spielpraxis will sie letzten Prozent in den nächsten Wochen und Monaten zurückgewinnen. 100 Prozent abrufen muss allerdings ihre Mannschaft bereits ab dem 10. Februar, wenn es in der Auf-/Abstiegsrunde der SPAR Premium League um den Ligaerhalt geht. Kashani sieht ihr Team gemeinsam mit Kreuzlingen in der Favoritenrolle, auch wenn sie zugibt, dass die Hauptrunde ihrer Mannschaft nicht so gut war, wie gewünscht. Und sie ergänzt: «Mit einem möglichen Abstieg beschäftige ich mich nicht. Wenn wir unser Potenzial abrufen, schaffen wir sicher den Ligaerhalt.»

In der neu geschaffenen Runde, bestehend aus vier SPL1-Teams und zwei SPL2-Teams, beginnen alle Mannschaften mit null Punkten. Die erste Hürde für Flavia Kashani und Yellow Winterthur heisst HSG Leimental. Die Baselbieterinnen spielten bislang in der SPL2 und bestachen dabei besonders durch ihre Offensivstärke. 461 Treffer in 14 Spielen bedeuteten knapp 33 Tore im Durchschnitt.
 



SPAR Premium League
SPL1/2 Auf-/Abstiegsrunde – 1. Spieltag
GC Amicitia Zürich – HV Herzogenbuchsee, Samstag, 10. Februar, 14 Uhr, Saalsporthalle Zürich
SG Yverdon & Crissier – HSC Kreuzlingen, Samstag, 10. Februar, 16 Uhr, Léon Michaud Yverdon
HSG Leimental – Yellow Winterthur, Samstag, 10. Februar, 18 Uhr, 99er Therwil

Die Spiele aus Zürich und Leimental können live auf handballTV.ch verfolgt werden. 

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Quelle: Matthias Schlageter/Bild: Martin Deuring

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17.02.2018
SPL1-Finalrunde: zweiter Einsatz für Spono, Brühl, Zug und Thun

Die Top 4 der SPAR Premium League 1 (SPL1) treten am Wochenende zum zweiten Mal in der diesjährigen Finalrunde an. Brisanz verspricht das Duell zwischen dem LK Zug und dem LC Brühl, in dem es um Rang 2 in der Tabelle geht. Bislang liegen die Gäste aus St. Gallen auf dem Platz, der in einigen Wochen zur Teilnahme an der Playoff-Finalserie berechtigt. Die Gastgeber aus der Innerschweiz sind jedoch nur zwei Zähler hinter dem Titelverteidiger und wollen den Rekordmeister angreifen. Die letzten fünf Duelle der beiden Teams konnte stets die Heimmannschaft gewinnen. Los geht's in der Sporthalle in Zug am Samstag um 18 Uhr.

Einen Tag später treffen im Gotthelf in Thun (16 Uhr) das heimische Rotweiss und Tabellenführer Spono Eagles aufeinander. Beide Mannschaften trennt aktuell zehn Punkte; die direkten Duelle in der laufenden Saison gingen zu Gunsten der Gäste aus Nottwil aus. Auf dem Papier ist die Affiche somit eine klare Angelgenheit. Diesen Eindruck bestätigt auch der Blick auf die Statistik der letzten zwölf Partien, von denen Spono zehn für sich entscheiden konnte. Die Berner Oberländerinnen wissen jedoch um ihre Herausforderrolle und werden versuchen den Eagles die zweite Saisonniederlage einzuschenken.

Alle Spiele der SPL1-Finalrunde können live und exklusiv auf handballTV.ch mitverfolgt werden.

 

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Quelle: Matthias Schlageter

16.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Amandine Sautys Marathonwoche

Amandine Sauty, 32, ist Kapitänin der SG Yverdon/Crissier. Kreisläuferin, Spassmacherin und immer darauf bedacht, ihre Mannschaft anzufeuern, zusammen zu schweissen. Und sie ist handballbegeistert, seit über 17 Jahren. Beruflich hat sich Amandine jedoch einem anderen Sport verschrieben – dem Fussball.

Die European Club Association mit Sitz in Nyon vertritt die Rechte der Fussballclubs gegenüber der UEFA und FIFA. Für die ECA organisiert Amandine Events, kümmert sich um Transport, Unterkunft und Programm von Kongressen und Meetings. „Nach meinem Abschluss an der Haute Ecole de gestion in Nyon habe ich nicht sofort eine Anstellung gefunden“, erklärt die Handballerin, wie sie gerade zu dieser Stelle gekommen ist. „2008 habe ich in Genf bei der Fussball-Euro gejobbt, dadurch hatte die UEFA mein Profil in ihrer Datenbank. Und als die ECA dann jemanden gesucht hat, haben sie mich angerufen.“ Fussball hat sie übrigens nie selber gespielt, den Sport sieht sie lieber am Bildschirm oder im Stadion.

Für ihre Arbeit im 80%-Pensum ist Amandine regelmässig im Ausland, wenn auch meist nur tageweise. „Ankunft am Morgen, Rückflug am Abend, dazwischen der Event – meist sehe ich von den Orten nur den Flughafen“, lacht die sympathische Waadtländerin. Mit den Trainingseinheiten hat sich das bislang gut vereinbaren lassen. „Es ist halt alles eine Frage der Organisation.“

Muskelkater, bevor das Training überhaupt startet
Doch damit nicht genug: einmal pro Woche geht Amandine noch einer anderen Tätigkeit nach. Statt ins Flugzeug steigt sie dann nämlich … auf einen Traktor. „Gemeinsam mit meiner älteren Schwester unterstützen wir unseren Vater auf unserem Landwirtschaftsbetrieb.“ Dies, weil die Familie sich nicht vorstellen kann, den Hof zu verkaufen oder zu vermieten. Um den Betrieb mittelfristig übernehmen zu können, haben die beiden Schwestern bereits eine zehnmonatige landwirtschaftliche Ausbildung absolviert. „Es ist eine völlig andere Beschäftigung als die Büroarbeit“, meint Amandine. Und wie ein zusätzliches Fitnesstraining – „manchmal habe ich am Freitag bereits Muskelkater, bevor das Training beginnt.“

Mit vier Trainingseinheiten, den Spielen, ihr Engagement bei Juniorenmannschaften, den Auslandsaufenthalten und ihrer Arbeit auf dem Hof fühlt sich Amandines Woche wie ein Marathonlauf an. Doch an ein Kürzertreten oder Aufhören will die 32-Jährige nicht denken. „Natürlich bin ich nicht mehr die Jüngste in unserer Mannschaft und in der Liga.“ Doch „zu alt“ zum Handballspielen fühle sie sich wirklich noch nicht. „Wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr hinterherzukommen und einzurosten, dann überlege ich es mir vielleicht“, lacht sie. Im Moment jedoch will sie jeden Augenblick mit dem SPL2-Team geniessen und optimistisch bleiben.

"Wollen uns Punkte erkämpfen"
Dass die SG Yverdon/Crissier die Auf/Abstiegsrunde mit einem neuen Trainer und ohne ihre frühere Topscorerin Shadya Goumaz bestreiten muss, sieht die Kapitänin denn auch positiv. „Natürlich ist es nicht einfach, während der Saison mit einer neuen Person, neuen Methoden und Prinzipien umzugehen. Aber es kann auch frischen Wind und eine neue Dynamik ins Team bringen.“ Und ohne Shadya müssen nun eben alle etwas mehr Verantwortung im Spiel übernehmen. Sowieso sei ihr Team immer dann am stärksten, wenn man es am wenigsten von ihm erwartete. Nach dem ersten und ernüchternden Spiel gegen den HSC Kreuzlingen steht für die Westschweizerinnen am Samstag der nächste Match gegen den HV Herzogenbuchsee an. Amandines Ziel ist klar: „Wir wollen uns Punkte erkämpfen.“
 



SPAR Premium League
SPL1/2 Auf-/Abstiegsrunde – 2. Spieltag
Samstag, 17. Februar
HV Herzogenbuchsee – SG Yverdon & Crissier, 16 Uhr (Mittelholz, Herzogenbuchsee)
Yellow Winterthur – GC Amicitia Zürich, 17 Uhr (Eulachhalle, Winterthur)
HSC Kreuzlingen – HSG Leimental, 18 Uhr (Egelsee, Kreuzlingen)

Alle Spiele können live auf handballTV.ch mitverfolgt werden.

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Quelle: Carolin Thevenin/Bild: US Yverdon

Vom Traktor zum Handball
Neben ihrer Handball-Leidenschaft absolviert die SPL-Spielerin Amandine Sauty aus Morges oft eine Marathonwoche zwischen Fussball, Auslandsreisen und Traktorfahren.
15.02.2018
Interview mit dem neuen Frauen-Nationaltrainer Martin Albertsen

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat am Montag und Dienstag in Hochdorf den ersten Lehrgang mit ihrem neuen Trainer Martin Albertsen absolviert. Der 43-jährige Däne, der Bietigheim im vergangenen Sommer zum deutschen Meistertitel führte und mit seinem Verein jetzt in der Hauptrunde der Champions League im Einsatz steht, erzählt im Interview von seinem ersten Eindruck, seiner Handball-Philosophie und seinen Erwartungen.
 



Martin Albertsen, hinter Ihnen liegen die ersten beiden Trainingstage mit der Schweizer Nationalmannschaft. Was für Eindrücke nehmen Sie mit?

Martin Albertsen: Ich bin sehr positiv nach den ersten beiden Tagen. Die Frauen waren ehrgeizig und wollen unbedingt etwas erreichen. Deswegen bin ich zuversichtlich, nicht nur für die Nationalmannschaft, sondern allgemein für den Frauenhandball in der Schweiz. Ich denke, es gibt gerade in den aktuellen Nachwuchs-Jahrgängen gute Talente, da brauchen wir den Vergleich mit anderen Nationen nicht zu scheuen.

Inwiefern haben Sie sich vor Ihrem Engagement mit dem Schweizer Frauenhandball beschäftigt?

Martin Albertsen: Ich hätte diesen Job nicht angenommen, wenn ich nicht glauben würde, dass wir hier etwas erreichen können. Ich habe selbstverständlich eine Analyse der Situation gemacht und dabei das Potenzial gesehen. Ich habe vor ein paar Jahren mit Viborg in der Champions League-Qualifikation gegen Brühl gespielt, dazu habe ich viele weitere Schweizer Clubteams schon an internationalen Vorbereitungsturnieren beobachtet. Das Potenzial für die Zukunft ist vorhanden. Ich erwarte darum in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung.
 

«Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung.»


Sie haben gesagt, dass ein Problem des Frauenhandballs in der Schweiz ist, dass zu wenig Glaube an die eigene Stärke vorhanden ist – dass man sich also schlechter redet, als man in Wirklichkeit ist. Wie ist das zu verstehen?

Martin Albertsen: Ja, und das habe ich gerade auch in den ersten Trainings gespürt. Ich bin es gewohnt, in Bietigheim jeden Tag mit Nationalspielerinnen aus starken Nationen wie Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden zu arbeiten. Ich kann sagen, dass einige Schweizerinnen das gleiche Niveau aufweisen wie jene Spielerinnen – aber die Schweizerinnen glauben das selber nicht, weil sie nie den direkten Vergleich in einem Topteam hatten.

Allgemein ist der Frauenhandball in der Schweiz besser, als viele Leute glauben. Man kann sich diese Schwäche natürlich einreden, weil beispielsweise der öffentliche Fokus in den vergangenen Jahren gefehlt hat. Dann bleibt das auch so in den Köpfen drin.

Aber ich bin ein «Fakten-Mensch». Wenn ich Talente sehe und weiss, dass diese genau so gut sind wie in Deutschland oder in Dänemark, dann sage ich das auch. Es ist für mich wichtig, dass sich die Spielerinnen selbst richtig einschätzen können, weil es ja auch ein grosser Antrieb ist, wenn man weiss, dass man in dieser Sportart eine gute Perspektive hat. Es geht dabei niemals darum, Unwahrheiten zu erzählen – ich werde immer bei den Fakten bleiben. Aber ich habe viel Talent gesehen in den letzten Tagen.

Die Schweiz ist ihre erste Station als Trainer einer Nationalmannschaft. Wie gehen Sie diese neue Aufgabe an?

Martin Albertsen: In einem Verein hat man viel Zeit, mit einer Mannschaft eine Entwicklung zu schaffen. Das ist mit einer Nationalmannschaft anders. Wir müssen darum sehr viel über «einfachen» Handball arbeiten. Mit vielen kleinen Hinweisen, wie sich die Spielerinnen individuell verbessern können. Mein Plan ist, dass wir ein einfaches Konzept für das Kollektiv haben, dass wir aber vor allem sehr viel in Kontakt mit den einzelnen Spielerinnen stehen, um sie in Zusammenarbeit mit den Vereinen weiter zu entwickeln. Über diese individuellen Qualitäten wollen wir eine starke Mannschaft aufbauen.

Ist Ihnen in den ersten Trainings etwas speziell aufgefallen?

Martin Albertsen: Ich habe sofort gespürt, dass in der Mannschaft eine enorm gute Stimmung herrscht. Alle hatten viel Freude und Motivation, um miteinander zu arbeiten. Das ist übrigens etwas, das viele Nationen versuchen zu erreichen – aber wir haben das schon. Unsere Persönlichkeiten passen sehr gut zusammen. Ich kann so von Anfang an mehr über Handball denken, und weniger über Teambildung. Das ist eine sehr gute Ausgangslage.
 

«Das Motto lautet: Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»


Wie sieht Ihre persönliche Handball-Philosophie aus?

Martin Albertsen: Ich versuche, einen einfachen Handball spielen zu lassen. Einfacher Handball ist auch schöner Handball. Dazu gehört natürlich Schnelligkeit, aber nicht um jeden Preis. Es geht darum, die Anzahl der Fehler zu reduzieren: Wenn wir weniger technische Fehler machen, erhalten wir sofort mehr Versuche, um Tore zu erzielen.

Natürlich setzen wir auch einen Schwerpunkt in der Defensive. Für mich ist Abwehr etwas, das viel Teamwork und gegenseitige Unterstützung bedingt. Es ist eine Frage der Mentalität, dass wir gemeinsam eine Verteidigung stellen, die solidarisch füreinander arbeitet. Das tönt in der Theorie simpel, aber ich weiss aus meiner langen Erfahrung als Trainer von Frauen-Mannschaften, dass es manchmal nicht ganz einfach ist, eine Abwehr-Philosophie in der Praxis umzusetzen, weil sich Frauen sehr viele Gedanken über die Folgen jeder einzelnen Aktion machen. Darum muss man das sehr unkompliziert angehen. Das Motto dabei lautet: «Zusammenstehen – und dort, wo der Ball ist, ist es gefährlich.»

Am 21. März steht mit dem Heimspiel gegen die Ukraine bereits der erste Ernstkampf auf dem Programm. Was können oder wollen Sie im Hinblick darauf in der kurzen Zeit bereits verändern?

Martin Albertsen: Das Wichtigste ist der Glaube an uns. Unsere Frauen sind im Alltag mit vielen anderen Menschen zusammen. Wenn sich dort stets alle einreden, dass wir es nicht schaffen, kann ich versprechen: Dann werden wir es nicht schaffen. Wir müssen unbedingt selbst erkennen, was für ein Potenzial wir hier haben. Dann legen wir den Fokus auf unsere Aufgaben und zeigen dem Publikum in Siggenthal, dass wir über eine vielversprechende Zukunft verfügen. Ich kann versprechen, dass ich dafür alles geben werde, und das erwarte ich auch von meiner Mannschaft.

Geht es also auch darum, das gewohnte «Schweizer» Denken etwas zu durchbrechen?

Martin Albertsen: Nein, das kann ich so nicht sagen. Ich bin Däne, und ich weiss nicht, wie die Schweizer denken (lacht). Allgemein ist aber klar: Wenn man sich gewohnt ist, zu verlieren, dann wird das zum Alltag. Plötzlich wird dann auch eine knappe Niederlage ein Erfolg. Aber so kann ich nicht denken. Für mich ist eine Niederlage eine Niederlage, egal in welcher Höhe. Ich werde darum immer in ein Spiel gehen, um es zu gewinnen. Wenn wir alles geben, und mit zehn Toren Unterschied verlieren, dann müssen wir das akzeptieren. Aber wir müssen immer alles machen, damit die Möglichkeit besteht, dass wir siegen können. Ich habe mir in der Vergangeheit viele Spiele angesehen, und ich habe oft gedacht: Da war doch eine Möglichkeit, zu gewinnen. Warum haben wir das nicht gemacht? Es muss der Anspruch sein, solche Spiele künftig zu gewinnen.
 



Persönlich
Name: Martin Fruelund Albertsen (43)
Nationalität: Dänemark
Zivilstand: Verheiratet mit Anne, zwei Kinder
Trainerlizenz: EHF Master Coach
Aktueller Verein: SG BBM Bietigheim (Deutscher Meister)

Erfolge (Auszug)
Dänischer Cupsieger 2003 (Viborg HK)
EHF Cup-Sieger 2004 (Viborg HK)
Dänischer Meister 2004 (Viborg HK)
Deutscher Meister 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Cupsieger 2006 (HC Leipzig)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2006
EHF Cup-Finalist 2012 (Viborg HK)
Dänischer Cupsieger 2012 (Viborg HK)
EHF Cup-Finalist 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Meister 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Supercup-Sieger 2017 (SG BBM Bietigheim)
Deutscher Frauentrainer des Jahres 2017

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Quelle: Marco Ellenberger

«Ich bin ein Fakten-Mensch»
Martin Albertsen ist seit dem 1. Februar neuer Schweizer Frauen-Nationaltrainer. Der 43-jährige Däne im Interview über seine ersten Eindrücke und seine Erwartungen.
15.02.2018
Co-Trainer Marco von Ow bleibt auch 2018/19 beim LC Brühl

Nach Werner Bösch verlängert auch Assistenztrainer Marco von Ow beim aktuellen Schweizer Meister LC Brühl Handball um ein weiteres Jahr. Somit steht die Trainercrew für die nächste Saison fest. Von Ow, der neben dem Amt als Co-Trainer der SPL auch für das Athletikprogramm der Nachwuchsabteilung zuständig ist, bringt als Sportwissenschaftler viel Erfahrung mit. Der LC Brühl freut sich, für kommende Saison mit Cheftrainer Werner Bösch, Co-Trainer Marco von Ow und Torhütertrainer Lubomir Svajlen die Trainercrew komplett zu haben. Der Verein ist stolz, eine solch ausgewiesene Trainercrew an seiner Seite zu wissen.

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Quelle: LC Brühl Handball

14.02.2018
Schnelle Mitte - das Kurzinterview mit Désiré Parfait

Seit Jahresbeginn leitet Désiré Parfait die Geschicke der SPL2-Mannschaft von Yverdon/Crissier sowie das Erstligateam der Herren. Der 51-jährige Franzose hat die Zügel von Zoltan Majeri übernommen, der nun bei TV Endingen um den Erhalt in der Nationalliga A kämpft. In der schnellen Mitte stellt sich der Neue vor und sagt, welche Ziele er mit den Westschweizer Teams verfolgt.
 



handball.ch: Désiré, kannst du dich und deine Handballkarriere vorstellen? Wie ist es zu deinem Wechsel in die Schweiz gekommen?

Désiré Parfait: Als Spieler habe ich in Frankreich auf Nationalniveau gespielt. Die Arbeit als Trainer hat mich rasch fasziniert, und so habe ich zunächst Junioren-, später Männermannschaften in Nordfrankreich auf Nationalliga-Niveau trainiert. Nachdem ich mich in Südfrankreich niedergelassen hatte, übernahm ich die Frauenmannschaft in Narbonne. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal im Frauenhandball tätig sein würde, aber mein Freund und ehemaliger Präsident Michel Plaza überredete mich zu dem Posten. Alles verlief sehr schnell: Wir haben den Verein ausgebaut und fünf Aufstiege innerhalb von sieben Jahren erreicht.

Mit diversen Wechseln in der Vereinsleitung gab es danach allerdings schwierigere Zeiten. Trotz mehrerer Kontakte habe ich mich letzten Sommer entschieden, eine Auszeit vom Trainerjob zu nehmen. Aber wenn man ein Handball-Crack ist, dann fehlt einem der Sport sofort. Ich wollte eine Veränderung, ein neues Abenteuer beginnen, und sagte mir: Warum nicht in der Schweiz? Ich weiss nicht, ob es Zufall oder Schicksal war, aber nach dem Gespräch mit Yverdon-Präsident Yves Pfister im November ist alles sehr schnell gegangen. Ich kann zudem auf die Unterstützung meiner Frau und meiner beiden Töchter zählen, die in Narbonne geblieben sind.

Wie schätzt du die Mannschaften ein, die du jetzt betreust? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Wie würdest du deine Spielphilosophie beschreiben, die du umsetzen willst?

Désiré Parfait: Zunächst möchte ich meinem Vorgänger Zoltan danken für die hervorragende Arbeit, die er in den letzten Jahren in Yverdon geleistet hat. Die Spielerinnen und Spieler sind keine Profis, Arbeit und Studium haben Vorrang. Es ist nicht immer einfach, dabei über genügend Leute im Training und an den Spielen zu verfügen. Meine Spielphilosophie basiert auf einer Defensive, aus der heraus die Mannschaft so schnell wie möglich umschalten und den Gegner ‚überrumpeln‘ kann. Die Männermannschaft (1. Liga) ist sehr ausgewogen und verfügt über sehr gute individuelle Fähigkeiten. Bei den Frauen (SPL2) sehe ich eher eine Schwäche bei der individuellen Technik. Beiden Mannschaften fehlt es zudem noch an Physis. Der absolute Siegeswille und Kampfbereitschaft sind hingegen vorhanden.

Beide Mannschaften spielen zurzeit um den Aufstieg. Wie siehst du ihre Chancen und schätzt ihre Gegner ein?

Désiré Parfait: Das ist schwierig zu sagen, ich lerne die Meisterschaft und die Teams mit jedem Spiel kennen. Was ich sagen kann, ist, dass wir sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen alles daran setzen werden, um in die nächsthöhere Liga aufzusteigen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist jedes Spiel ein Kampf.

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Quelle: Carolin Thevenin

«Jedes Spiel ein Kampf»
Seit Januar coacht Désiré Parfait das SPL2-Team aus Yverdon/Crissier. Der Franzose nimmt kein Blatt vor den Mund und setzt auf die Kampfbereitschaft und Siegeswille.
14.02.2018
Handball-Challenge by SPAR Premium League: #1 Lattenwerfen

Die acht Mannschaften der SPAR Premium League 1 messen sich nicht mehr nur noch auf dem Handballfeld im Meisterschaftsbetrieb. Ab sofort startet "Handball-Challenge by SPAR Premium League", das interaktive Duell der Teams ausserhalb des Spielbetriebs. Die erste Runde widmet sich der Frage: Wie viele Lattentreffer schafft eine SPL1-Spielerin in 30 Sekunden?

Die genaue Aufgabe: Jedes SPL1-Team bestimmt eine Spielerin, die sich stellvertretend für ihre Mannschaft der Challenge stellt. Ihre Mission: Aus neun Metern Entfernung wird auf das Tor geworfen. Für einmal muss der Ball nicht ins Tor, sondern an die Latte. Ziel ist es, die Latte so häufig wie möglich zu treffen.

Die Challenge:  Welches Team hat die Spielerin im Kader, die am genausten Zielen kann und so für ihr Team den inoffiziellen Titel "Schweizer Meisterinnen im Lattenwerfen" einheimsen kann? Nachdem Yellow Winterthur zum Auftakt mit 10 Treffern vorgelegt hat, versucht sich nun der LC Brühl in Person von Kathryn Fudge. Gelingt der Britin eine neue Bestmarke?
 

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Quelle: Matthias Schlageter/LC Brühl Handball

13.02.2018
SPL2: Aufatmen in Stans - Rekurs gegen Punktabzug wird stattgegeben

Aufatmen beim BSV Stans. Der SPL2-Club hat mit seinem Rekurs gegen die Forfait-Entscheidung aus dem Meisterschaftsspiel gegen die Spono Eagles II (27:18-Sieg für Stans) Erfolg gehabt. Die Disziplinarkomission Leistungssport hat die vorläufige 0:10-Wertung nach einer Stellungnahme der Nidwaldnerinnen und unter Prüfung der weiteren Sachlage zurückgenommen. Die erste Einschätzung wurde anhand des Spielbereichts erstellt, auf dem eine Spielerin mit inaktiver Lizenz geführt wurde.

Der BSV Stans konnte allerdings glaubhaft nachweisen, dass die besagte Spielerin aufgrund einer langfristigen Verletzung in keinster Weise einsatzfähig war und lediglich zur Unterstützung ihrer Mannschaft dort aufgeführt war. Das Versäumnis des letztjährigen SPL1-Absteigers lag darin, nach Spielschluss die Akteuerin nicht von der Liste gestrichen zu haben. Damit galt die Spielerin offiziell als eingesetzt.

Die Disziplinarkomission Leistungssport entschied nach Abwägung aller Argumente, dass es sich bei dem Vergehen um ein Bagatellvergehen handelt, das mit einer Ordnungsbusse zu ahnden ist. Gegen den BSV Stans wurde deshalb einzig eine Busse im zweistelligen Bereich ausgesprochen. Die Punkte aus dem Meisterschaftsspiel bleiben Stans damit erhalten und können für den früheren SPL1-Club noch wichtig werden im Abstiegskampf der SPL2-Abstiegsrunde, die vergangene Woche gestartet ist.

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Quelle: Matthias Schlageter

12.02.2018
SPL1-Finalrunde: Spono und Zug mit Heimsiegen zum Auftakt

Geglückter Auftakt in die Finalrunde aus Sicht der Spono Eagles und des LK Zug. Die beiden Innerschweizer Teams waren am ersten Spieltag der Runde der Top 4 der SPAR Premium League vor heimischer Kulisse erfolgreich. Spono besiegte den LC Brühl mit 27:24 (12:12); Zug gelang ein deutlicher 35:25-Erfolg gegen Rotweiss Thun.

Das dritte Aufeinandertreffen zwischen Leader Spono und Titelverteidiger Brühl endete zum dritten Mal mit einem Sieg für die Heimmannschaft. Die Eagles legten im Spitzenspiel von Beginn an vor und führten im ersten Abschnitt mit bis zu drei Toren. Die Gäste kämpften sich jedoch zurück in die Partie und schafften kurzzeitig die Wende (26./11:10), ehe es mit Gleichstand in die Pause ging. Dem Heimteam gelang es sich im zweiten Durchgang dann sogar mit sechs Toren abzusetzen (45./22:16) und zehrte bis zum Schluss von diesem Vorsprung. Brühl konnte zwar nochmals bis auf zwei Tore verkürzen (55./24:22), eine neuerliche Wende gelang dem Titelverteidiger aber nicht. Matchwinnerin auf Seiten von Spono war, neben den erfolgreichen Torschützinnen Xenia Hodel (8) und Neli Irman, vor allem Goalie Lea Schüpbach. Der Torhüterin gelangen 18 Paraden. 

Beim LK Zug war die Aufgabenstellung für das erste Spiel der Finalrunde klar. Ein Sieg sollte her, um einerseits die Lücke nach Vorne zu verringern und andererseits den Vorsprung auf Verfolger Thun auszubauen. Beides gelang den Zugerinnen am Sonntag in der heimischen Halle. Von der ersten Minute an lag das Heimteam in Führung; lediglich beim 3:3 in der achten Minute durch die Ex-Zugerin Annina Ganz konnten die Gäste ausgleichen. In der Folge dominierte das Team von Damian Gwerder und Peter Stutz, setzte sich zunächst innert drei Minuten auf 7:3 ab und führte bereits zur Pause mit 19:13. Den Berner Oberländerinnen gelang es im zweiten Abschnitt nicht, den Rückstand zu verkürzen. Angeführt von Mobiliar Topscorerin Sibylle Scherer (9/3 Tore) pendelte der Vorsprung zwischen sechs und acht Toren, ehe das Heimteam in den Schlussminuten den Vorsprung noch ausbauen konnte. 

Finalrunden-Tabelle
1. Spono Eagles 28 Punkte, 2. LC Brühl Handball 24, 3. LK Zug 22, 4. Rotweiss Thun 18.

Finalrunden-Torjäger
Sibylle Scherer (LKZ) 9, Xenia Hodel (SPO) 8, Lucia Weibelova (DHB), Neli Irman (SPO), Jennifer Murer (LCB) je 7, Nives Egli (LKZ) 6.

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Quelle: Matthias Schlageter

12.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Siege für Kreuzlingen, Yellow und GC Amicitia

Der HSC Kreuzlingen, Yellow Winterthur und GC Amicitia Zürich sind mit einem Sieg in die Auf-/Abstiegsrunde der SPAR Premium League gestartet. Während Kreuzlingen der SG Yverdon & Crissier keine Chance liess, hatte Winterthur mehr Mühe mit der HSG Leimental. Zürich musste sogar bis zur Schlusssekunde zittern.

Die lange Reise in die Westschweiz hatte den Frauen des HSC Kreuzlingen offenbar nichts ausgemacht. Nach der Startviertelstunde lagen die Gäste bereits mit sieben Toren in Front (15./11:4). Bis zur Pause schaffte sich Kreuzlingen ein komfortables Zehn-Tore-Polster (18:8). Speziell Pashke Marku und Katharina Winger waren von der Deckung der Heimmannschaft nicht zu stoppen. 14 der 18 HSCK-Treffer in der ersten Halbzeit gingen auf das Konto der beiden. Yverdon & Crissier gelang es auch im zweiten Durchgang nicht, die Gäste vor Probleme zu stellen und eine Aufholjagd zu starten. Am Ende siegte Kreuzlingen souverän mit 33:20.

Mehr Mühe hatte Yellow Winterthur im Auswärtsspiel bei der HSG Leimental. Die Gäste zeigten eine schwache erste Halbzeit, kassierte 21 Tore bis zum Pausenpfiff und lag deshalb mit sechs Toren in Rückstand (15:21). Der zweite Abschnitt war erneut gepärgt von vielen Toren. Yellow machte es allerdings wesentlich besser, holte Tor um Tor auf und zog an den Baselbieterinnen vorbei. 70 Tore fielen am Ende in Therwil, elf davon gingen auf das Konto von Gästespielerin Luana Feller. Yellow-Topscorerin Nicoline Berthelsen war neunmal erfolgreich, bei Leimental war Angela Krieger mit acht Toren die erfolgreichste Werferin. Die 33:37-Heimniederlage konnte sie aber dennoch nicht verhindern.

Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sicherte sich GC Amicitia Zürich mit dem 26:25 (12:12) gegen Mitaufsteiger HV Herzogenbuchsee. In der Startphase konnte sich keine Mannschaft absetzen (10./5:5). Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen dann aber die Gäste das Zepter und erspielten sich ein kleines Polster. Mehr als drei Tore konnten sich die Oberaargauerinnen aber nicht absetzen, so dass GC Amicitia bis zur Pause den Rückstand wieder egalisierte. Ein 5:0-Lauf von Zürich zum Start in den zweiten Durchgang schaffte die Differenz, der die Gäste danach erfolglos hinterher liefen. Zwar gelang Sarah Baumgartner in der Schlussminute noch der 25:26-Anschlusstreffer, über den Sieg jubelte am Ende aber dennoch GC Amicitia Zürich.

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Quelle: Matthias Schlageter

10.02.2018
SPL Auf-/Abstiegsrunde: Flavia Kashani ist zurück auf dem Handballfeld

Am Samstag startet Yellow Winterthur bei der HSG Leimental in die Auf-/Abstiegsrunde der SPAR Premium League. Mit dabei bei den Gästen wird dann auch wieder Flavia Kashani sein. Die erfahrene Kreisläuferin steht seit 2007 im Kader von Yellow und ist nach einem langen Verletzungsausfall wieder zurück Mitten im Schweizer Frauenhandball.

Ein Kreuzbandriss war die Wurzel allen Übels. Im Oktober 2014 verletzte sich die damalige Schweizer Nationalspielerin mit der hartnäckigen und langwierigen Knieverletzung. Auf direktem Weg zurück wurde die 27-jährige jäh gestoppt. Der Comeback-Versuch 2015 endete mit einem Meniskusriss. An eine schnelle Erholung war nicht zu denken, vielmehr brauchte es lange nach der Meniskusverletzung eine weitere Operation, um für Stabilität im Knie zu sorgen. In der Folge musste die Kreisläuferin eine schier unglaubliche Leidenszeit hinter sich bringen.

Es dauerte bis zum Start der laufenden Spielzeit, ehe Handball auf Wettkampfniveau wieder ernsthaft eine Option für Flavia Kashani wurde. 14 Mal stand sie seit Saisonbeginn im Kader von Yellow, so häufig wie das letzte Mal in der Saison 2013/14. Dass es dazu überhaupt nochmal kam, lag zum einen an ihrem privaten Umfeld. «Mein Freund hat mir viel Zuspruch gegeben. Gerade auch in Momenten, in denen es hoffnungslos schien, hat er mich immer wieder angespornt und für neue Motivation gesorgt.» Aber auch zwei Protagonisten von NLA-Team Pfadi Winterthur spielten eine wichtige Rolle. Physio Michael Weissig war für die Behandlungen in ihrer Aufbauphase zuständig. Und Goran Cvetkovic, unter anderem bei Pfadi im Bereich Athletik federführend, zeichnete sich für die Belastungssteigerung und schrittweise Rückkehr verantwortlich. «Wir haben uns bewusst kein Datum für die Rückkehr gesetzt, sondern Einheit für Einheit hart gearbeitet.»

Selbst für Unbeteiligte ist gut nachvollziehbar, dass diese Leidenszeit auch psychisch an der handballverrückten Sportlerin nagte. Mittels Sportpsychologie und Hypnose arbeitete Kashani auch im psychischen Bereich, um den Glauben und das Vertrauen in den eigenen Körper zu behalten. Heute, nachdem sie das Ganze weitestgehend überwunden hat, kann sie entspannter darauf zurückblicken und Sportlern mit ähnlicher Verletzungsmisere einen Ratschlag geben. «Das Wichtigste ist, dass man dran bleibt und nicht verzweifelt. Es wird Rückschläge geben, ebenso wie es auch wieder bergauf gehen wird. Entscheidend dabei ist, dass man sich ein Ziel setzt, für das es sich lohnt den harten Weg zurück zu bewältigen.»

Ganz zurück ist die Kreisläuferin aber noch nicht. «Ich fühle mich noch nicht bei 100 Prozent meines Leistungsvermögens, momentan bin ich etwa bei 80 bis 90 Prozent», beschreibt die Yellow-Spielerin ihren Fitnesszustand. Mittels Spielpraxis will sie letzten Prozent in den nächsten Wochen und Monaten zurückgewinnen. 100 Prozent abrufen muss allerdings ihre Mannschaft bereits ab dem 10. Februar, wenn es in der Auf-/Abstiegsrunde der SPAR Premium League um den Ligaerhalt geht. Kashani sieht ihr Team gemeinsam mit Kreuzlingen in der Favoritenrolle, auch wenn sie zugibt, dass die Hauptrunde ihrer Mannschaft nicht so gut war, wie gewünscht. Und sie ergänzt: «Mit einem möglichen Abstieg beschäftige ich mich nicht. Wenn wir unser Potenzial abrufen, schaffen wir sicher den Ligaerhalt.»

In der neu geschaffenen Runde, bestehend aus vier SPL1-Teams und zwei SPL2-Teams, beginnen alle Mannschaften mit null Punkten. Die erste Hürde für Flavia Kashani und Yellow Winterthur heisst HSG Leimental. Die Baselbieterinnen spielten bislang in der SPL2 und bestachen dabei besonders durch ihre Offensivstärke. 461 Treffer in 14 Spielen bedeuteten knapp 33 Tore im Durchschnitt.
 



SPAR Premium League
SPL1/2 Auf-/Abstiegsrunde – 1. Spieltag
GC Amicitia Zürich – HV Herzogenbuchsee, Samstag, 10. Februar, 14 Uhr, Saalsporthalle Zürich
SG Yverdon & Crissier – HSC Kreuzlingen, Samstag, 10. Februar, 16 Uhr, Léon Michaud Yverdon
HSG Leimental – Yellow Winterthur, Samstag, 10. Februar, 18 Uhr, 99er Therwil

Die Spiele aus Zürich und Leimental können live auf handballTV.ch verfolgt werden. 

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Quelle: Matthias Schlageter/Bild: Martin Deuring

Mittendrin statt nur dabei
Flavia Kashani ist mehr als 4 Jahre nach ihrer Knieverletzung wieder mitten im Geschehen der SPAR Premium League. Jetzt kämpft sie mit Yellow um den Ligaerhalt.
09.02.2018
SPL1-Finalrunde: 2 Playoff-Final-Teilnehmer gesucht!

Die Spono Eagles, der LC Brühl, der LK Zug und Rotweiss Thun starten am 10. und 11. Februar in die Finalrunde der SPAR Premium League 1 und ermitteln dabei die beiden Playoff-Final-Teilnehmer, die im Mai um den Schweizer Meistertitel im Frauenhandball spielen werden.

So weit so gut - bereits im Vorjahr waren die gleichen Mannschaften in die Titelentscheidung involviert. Überhaupt teilten sich in den letzten zwölf Jahren Spono, Brühl und Zug die Titel untereinander auf. Die St.Gallerinnen feierten in dieser Zeit sechs Meisterschaften, in Zug jubelte man viermal über den Titel, Spono war zweimal erfolgreich.

Trotzdem ist in diesem Jahr etwas anders. Statt einer Dreifachrunde zu Saisonbeginn und daraus resultierenden 21 Hauptrundenspielen mit den besten acht Mannschaften im Schweizer Frauenhandball, erfolgt seit diesem Jahr bereits nach 14 Spieltagen (Doppelrunde) der Cut. Danach folgt eine Vierfachrunde, in der die Top 4 innert zwölf Partien die beiden Playoff-Final-Teilnehmer ermitteln. Die Punkte aus der Hauptrunde werden dabei mitgenommen. Zum Auftakt in diese Spielrunde liegen die Spono Eagles mit Ivana Ljubas (Bild) an der Tabellenspitze. 26 von 28 möglichen Punktensammelten die Nottwilerinnen bis anhin. Zwei Zähler dahinter sind die Titelverteidigerinnen des LC Brühl klassiert. Auf Rang 3 lauert mit 20 Punkten der LK Zug. Rotweiss Thun startet mit 18 Zählern in die Finalrunde.

Wie die Protagonisten aus Zug und Nottwil die Ausgangslage beurteilen, verrät das untenstehende Video. Alle Spiele der SPL1-Finalrunde werden live und exklusiv auf handballTV.ch übertragen.
 



SPAR Premium League 1
Finalrunde - 1. Spieltag
Spono Eagles - LC Brühl Handball, Samstag, 10. Februar, 13.30 Uhr, SPZ Nottwil
LK Zug - Rotweiss Thun, Sonntag, 11. Februar, 18 Uhr, Sporthalle Zug
 

 

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Quelle: Matthias Schlageter/Bild: Hans Obertüfer/Video: handball-tv

Finalrunde
Zwölf Runden trennen die Top 4 der SPAR Premium League 1 noch vom Einzug ins Playoff-Final. Für Spono, Brühl, Zug und Thun geht es in die heisse Saisonphase.
08.02.2018
30 Jahre Handballworld: Grosse Jubiläumsausgabe ist erschienen!

Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens von Handballworld, dem einzigen Schweizer Handball-Magazin, ist am 7. Februar 2018 die über 200 Seiten starke Jubiläumsausgabe «30 Jahre Schweizer Handball – 1988 bis 2018» erschienen. In viermonatiger Arbeit hat ein über 20 Personen umfassendes Autorenteam zusammen mit Produzenten, Fotografen und Verlagsmitarbeitenden dieses einmalige Werk geschaffen. «Wir sind stolz und glücklich, dass die Ausgabe nun zu unseren Abonnenten und in den Handel kommt», lässt sich Herausgeber und Gründer Daniel Zobrist vernehmen. Erhältlich ist dieses Heft beim Verlag Handballworld in Wettingen, bei den Partnervereinen oder an ausgewählten Kiosken.

Mit Ranking der 30 Top-Stars
In dieser Jubiläumsausgabe blicken die Macher von Handballworld auf die Handball-Highlights der letzten 30 Jahre zurück, stellen u.a. die Meister-Dynastien, die Traditionsklubs, die Nationalteams und die Macher im SHV vor, wobei SHV-Geschäftsführer Jürgen Krucker im Interview auf seine bisherige Amtszeit zurückblickt. Weiter erfährt die Leserschaft, wie der Schweizer Handballsport zu seinem Magazin kam und wie sich die internationalen Meisterschaften seit 1988 entwickelten. Ganz besonders gespannt darf der Handballfan auf das Ranking der 30 Top-Stars dieser Epoche sein und in zahlreichen Statistiken wird aufgezeigt, wer beispielsweise bei den Topscorern, bei den Länderspielen oder bei den Torhütern ganz oben steht!

Die Andy Schmid Story: Der Weg zum Superstar
In der grossen Andy Schmid Story blickt der Autor Stephan Santschi in zwölf Etappen auf das Leben und die Karriere des mittlerweile 34-jährigen Ausnahmekönners aus Luzern. Dazu stehen weitere Top-Cracks bei den Frauen und Männern im Blickpunkt.

Jetzt abonnieren und doppelt profitieren
Ein echter Handballfan darf sich diese Jubiläumsausgabe nicht entgehen lassen! Wer noch kein Handballworld-Abonnent ist, bestellt sein Exemplar über 30 Jahre Schweizer Handballgeschichte am Besten sofort via verlag@handballworld.com oder unter 056 437 03 13. Oder bestellen Sie gleich ein Jahresabo und sichern Sie sich neben dem Heft und dem APP-Zugang auch eine der attraktiven Prämien! Und in Zukunft wird Ihnen jede Ausgabe bequem nach Hause geliefert. Weitere Infos unter www.handballworld.com.

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Quelle: Handballworld

05.02.2018
Handball-Challenge by SPAR Premium League: #1 Lattenwerfen

Die acht Mannschaften der SPAR Premium League 1 messen sich nicht mehr nur noch auf dem Handballfeld im Meisterschaftsbetrieb. Ab sofort startet "Handball-Challenge by SPAR Premium League", das interaktive Duell der Teams ausserhalb des Spielbetriebs. Die erste Runde widmet sich der Frage: Wie viele Lattentreffer schafft eine SPL1-Spielerin in 30 Sekunden?

Die genaue Aufgabe: Jedes SPL1-Team bestimmt eine Spielerin, die sich stellvertretend für ihre Mannschaft der Challenge stellt. Ihre Mission: Aus neun Metern Entfernung wird auf das Tor geworfen. Für einmal muss der Ball nicht ins Tor, sondern an die Latte. Ziel ist es, die Latte so häufig wie möglich zu treffen.

Die Challenge:  Welches Team hat die Spielerin im Kader, die am genausten Zielen kann und so für ihr Team den inoffiziellen Titel "Schweizer Meisterinnen im Lattenwerfen"  einheimsen kann? Zum Auftakt präsentiert Yellow Winterthur seine Kreisläuferin Isabelle Gwerder als Starterin für die Winterthurerinnen.
 

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Quelle: Matthias Schlageter/Video: Yellow Winterthur

05.02.2018
SPL1: Sibylle Peronino und Michelle Schmied verlängern in Thun

Das Kader von SPL1-Finalrundenteilnehmer Rotweiss Thun für die kommende Spielzeit nimmt Formen an. Goalie Sibylle Peronino und die linke Flügelspielerin Michelle Schmied werden eine weitere Saison für die Berner Oberländerinnen auflaufen.

Sibylle Peronino ist ein «Thuner Eigengewächs». Sie hütete das Tor schon als Juniorin für Rotweiss Thun. Nach den ersten zwei Saisons in der höchsten Spielklasse wechselte sie für zwei Saisons zum LC Brühl in die Ostschweiz, wo die Frohnatur mehrheitlich in der zweiten Mannschaft (SPL 2) zum Einsatz kam. Die Reise ging weiter zum TV Uster in den Kanton Zürich. Hier spielte «Sibä» – wie sie im Bernbiet genannt wird – vier Spielzeiten als Stammtorhüterin. Die konstant guten Leistungen blieben Rotweiss Thun nicht unbemerkt und auf die Saison 2014/15 kehrte sie zu Rotweiss Thun zurück.

Momentan bilden Karmen Korenic und Sibylle Peronino ein Top-Torhüterinnen-Duo, welches sich im schweizweiten Vergleich durchaus sehen lassen kann. Sibä ist weiterhin top motiviert, Leistungssport zu betreiben. Sie ist überzeugt, dass Torhüterinnen mit Erfahrung noch weiterkommen und sich stetig verbessern können. Das in sie gesetzte Vertrauen beflügelt sie, ihre sportlichen Fähigkeiten, zusammen mit dem Team, auch in der kommenden Saison mit Spitzenleistungen zeigen.

Michelle Schmied kommt aus der Juniorinnenabteilung des HV Herzogenbuchsee. Sie wechselte nach ersten Erfahrungen in der SPL 2 und SPL 1 (TV Zofingen) auf die Saison 2015/16 hin zu den Berner Oberländerinnen. Schnell wurde klar, dass Rotweiss Thun damit über eine sehr talentierte Flügelspielerin verfügt. Michelle Schmied ist überzeugt, dass sie ihr volles Leistungsvermögen noch nicht ausgereizt hat und möchte herausfinden, wie weit die Reise noch gehen kann. Sie will weiterhin vollgas geben und mit dem Team Erfolge feiern. Dies, obschon Michelle während der letzten Saison an einer langwierigen Unterschenkelverletzung laborierte, heute jedoch wieder fit ist. Die sportliche Leitung zeigt sich erfreut, dass Michelle auch in der kommenden Saison viele Tore für Rotweiss Thun werfen wird.

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Quelle: DHB Rotweiss Thun

04.02.2018
Schweizer Cup Frauen: Spono, Brühl, Thun und Kreuzlingen im Halbfinal

Vier Favoritensiege im Viertelfinal des Schweizer Cups der Frauen. Während die Spono Eagles im Duell der beiden Spitzenteams vor heimischer Kulisse den LK Zug ausschaltete, hatten Rotweiss Thun (bei GC Amicitia Zürich) und der HSC Kreuzlingen (bei der HSG Leimental) deutlich mehr Mühe. Einen seltenen Kantersieg feierte derweil Titelverteidiger LC Brühl beim BSV Stans. Im Halbfinal treffen nun Brühl und Kreuzlingen sowie Spono und Thun aufeinander.

29 Tore sind für den LC Brühl an und für sich keine Seltenheit. 29 Treffer in 30 Minuten gelingt aber selbst dem Rekordmeister nur in den seltensten Fällen. Spätestens beim Pausenpfiff in Stans war klar, dass dem SPL2-Team aus Nidwalden keine Überraschung gelingen würde. 20 Tore Rückstand hatte der letztjährige SPL1-Absteiger bis zur Halbzeit bereits eingefahren (9:29). Die St. Gallerinnen spielten ihr Spiel im ersten Abschnitt kompromisslos durch, führten nach sechs Minuten bereits mit 8:2 und bauten danach den Vorsprung sukzessive aus. Dies gelang, obwohl die bemitleidenswerte Stanser Torfrau Claudia Schoch bis zur Pause acht Paraden zeigte. Gegen die Offensiv-Power von Brühl, acht Spielerinnen erzielten fünf oder mehr Tore, hatte Stans jedoch kein Mittel. Immerhin: die Gäste liessen es im zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen, so dass auch die Gastgeberinnen zu einigen Toren kamen. Am Ende siegte der LC Brühl beim 80-Tore Spektakel mit 55:25.

Eine Achterbahnfahrt der Emotionen erlebten die Zuschauer in Binningen beim Spiel zwischen der HSG Leimental und dem HSC Kreuzlingen (31:32). Beim Spielstand von 13:5 (17.) zu Gunsten der Gäste schien die Partie bereits frühzeitig entschieden zu sein. Doch die Gastgeberinnen meldeten sich eindrucksvoll zurück. Unmittelbar nach Wiederanpfiff stellte Leimental auf 18:17 und führte Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit drei Toren (45./26:23). Die Frauen vom Bodensee stemmten sich jedoch gegen die drohende Niederlage und führten ihrerseits nach einem 7-Meter-Tor von Katharina Winger 90 Sekunden vor dem Ende mit 32:31. Ihre Teamkollegin Andjela Roganovic avancierte dann zur Matchwinnerin. Sekunden vor dem Abpfiff parierte die HSCK-Torhüterin den Penalty von Selina Lorenz und verschwand wenige Momente später unter dem Jubelberg der Kreuzlinger Spielerinnen. Zurecht wurde die erst 18-jährige Torfrau gefeiert, parierte sie doch drei 7-Meter und erzielte zudem aus vier Versuchen vier Treffer in das leere Leimentaler Tor.

Umkämpft war auch das Spiel zwischen GC Amicitia Zürich und Rotweiss Thun. Am Ende setzten sich die favorisierten Berner Oberländerinnen mit 23:21 (13:11) in Zürich durch. Der Finalrundenteilnehmer bekundete beim SPL1-Schlusslicht dabei aber mehr Mühe, als vor Spielbeginn zu erwarten war. GC Amicitia startete gut in die Partie und konnte in der ersten Halbzeit mehrfach vorlegen. Erst eine torlose Phase zwischen der 24. und 34. Minute brachte die Gastgeberinnen ins Hintertreffen. Thun, die ohne die erkrankte Topscorerin Lucia Weibelova antraten, schaffte es den 3-Tore-Vorsprung (34./14:11) zu konservieren ohne dabei zu glänzen. In der Schlussphase wurde es dann nochmals spannend, als die Zürcherinnen zur finalen Aufholjagd ansetzten und tatsächlich nochmal den Ausgleich schafften (56./21:21). Im Endspurt hatten jedoch die Gäste mehr Glück und damit endete der Traum von GC Amicitia beim Cupfinal in der heimischen Halle mit dabei zu sein.

Die Chance auf den Finaleinzug gewahrt hat indes Meisterschaftsleader Spono Eagles. Im Topspiel der Viertelfinals bezwang das Team aus Nottwil Finalrundenkonkurrent LK Zug mit 35:30 (20:14). Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (20./11:10), legten die Eagles mit einem Zwischenspurt zur 20:14-Pausenführung den Grundstein für den Heimsieg. In Durchgang zwei konnte das Team von Urs Mühlethaler den sicheren Vorsprung halten, Zug kam lediglich zwei Minuten vor Spielschluss wieder bis auf drei Tore an Spono heran. Auf Seiten der Gäste war Topscorerin Sibylle Scherer zwölfmal erfolgreich, Soka Smitran erzielte 5 Tore. Bei Nottwil traf Pascale Wyder am Häufigsten (7 Tore). Lisa Frey (6) und Chantal Wick (6/6) wussten ebenfalls zu überzeugen. Unmittelbar im Anschluss an das Spiel wurden in Nottwil die Halbfinals ausgelost. Spono bekam dabei ein weiteres Heimspiel zugelost und empfängt Ende März Rotweiss Thun. Im zweiten Semifinal stehen sich Brühl und Kreuzlingen gegenüber.
 



Schweizer Cup Frauen
Halbfinal-Auslosung

LC Brühl Handball - HSC Kreuzlingen
Spono Eagles - DHB Rotweiss Thun

Der offizielle Spieltermin der Halbfinals ist der 28. März. Die genaue Ansetzung findet in Kürze statt.


 

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Quelle: Matthias Schlageter

Halbfinals stehen fest
Nach dem Halbfinal-Einzug von Brühl, Spono, Thun und Kreuzlingen steht bereits fest, welche beiden Duelle über den Einzug in den Cupfinal der Frauen entscheiden werden.

 

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