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Platz 4 in Göteborg
Die Schweizer U16-Juniorinnen verlieren das Spiel um Bronze gegen Rumänien mit 18:26 (8:12) und beenden die offene Europameisterschaft auf dem vierten Platz.
Danke, Karin!
Nach 128 Länderspielen und 400 Toren ist mit Abschluss der vergangenen Saison die beeindruckende Karriere von Karin Weigelt zu Ende gegangen. Das grosse Interview.
Eine historische Chance
Die Schweizer U16-Juniorinnen spielen am European Open in Göteborg am Freitag sensationell um die Bronzemedaille. Gegen die Niederlande gibt es einen Kantersieg.
Sieg gegen Polen
Die Schweizer U16-Juniorinnen gewinnen am European Open in Göteborg gegen Polen mit 26:20 (11:8) und erhalten sich damit die Chance auf einen Platz in den Top 4.
06.07.2018
European Open: Schweizer U16-Juniorinnen in Göteborg auf Platz 4

Die Schweizer U16-Juniorinnen haben am European Open in Göteborg die ganz grosse Sensation knapp verpasst und das Spiel um die Bronzemedaille gegen Rumänien mit 18:26 (8:12) verloren. Die SHV-Auswahl von Trainer Jürgen Fleischmann beendet die offene Europameisterschaft damit auf dem hervorragenden vierten Platz. Es ist die beste Klassierung einer Schweizer Frauen-Nationalmannschaft an einem offiziellen EHF-Turnier.

Die Schweizerinnen fanden vor 800 Zuschauern im Scandinavium nicht ins Spiel und rannten schon früh einem Rückstand hinterher. Der Angriff agierte wie blockiert – und ergab sich doch einmal eine Chance, wurde sie oft nicht verwertet. In der Schlussphase setzte die SHV-Auswahl alles auf eine Karte und ging volles Risiko, wurde dafür aber nicht belohnt. Rumänien konnte mit der Drucksituation insgesamt besser umgehen und holte sich die Medaille.

«Die Niederlage schmerzt, da Rumänien eigentlich nicht stärker war. Wir sind alle sehr enttäuscht, die Mannschaft hätte sich die Medaille verdient. Wir haben aber gemerkt, dass auf diesem Niveau immer am Limit gespielt werden muss, und das konnten wir nicht jeden Tag abrufen», sagte Jürgen Fleischmann.

«Insgesamt über das ganze Turnier gesehen sind wir natürlich sehr zufrieden. Die Spielerinnen müssen aber nun in ihrer Entwicklung die nächsten Schritte machen können und brauchen künftig mehr Trainings und Spiele am Limit. Dann können wir mit dieser Generation in Zukunft in solchen Partien um den Sieg spielen.»

Die hervorragenden Leistungen der jungen Schweizerinnen wurden auch mit der Wahl von Celia Heinzer (Rückraum links) und Soraya Schaller (Torhüterin) ins All Star Team gewürdigt. Ausserdem hat sich die SHV-Auswahl dank dem vierten Platz für das European Youth Olympic Festival (EYOF) im Sommer 2019 in Aserbaidschan qualifiziert.
 


 
European Open (U16)

Schweiz – Rumänien 18:26 (8:12)
Scandinavium, Göteborg (SWE) – 800 Zuschauer.
Schweiz: Schaller/Käser; Heinzer (6), Simova (5), Annen (2), Schmid (2), Speerli (2), Altherr (1), Bächtiger, Emaldi, Emmenegger, Gwerder, Hess, Jund, Litscher.

Rangliste
1. Ungarn
2. Frankreich
3. Rumänien
4. Schweiz
5. Tschechien
6. Niederlande
7. Spanien
8. Polen
9. Island
10. Norwegen
11. Russland
12. Schweden
13. Slowakei
14. Italien
15. Finnland
16. Färöer
17. Litauen
18. Estland
19. Georgien
20. Aserbaidschan

Quelle: Marco Ellenberger

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06.07.2018
Karin Weigelt: «Wer es nicht probiert, hat schon verloren»

Nach 128 Länderspielen und 400 Toren ist Schluss: Mit der Saison 2017/18 ist auch die beeindruckende Karriere von Karin Weigelt zu Ende gegangen. Die 34-jährige St. Gallerin, die ihre Laufbahn beim LC Brühl startete, spielte in den vergangenen elf Jahren in Deutschland, Norwegen und Frankreich und hielt so in ganz Europa die Schweizer Fahne hoch. Im grossen Interview erzählt sie von ihrer Karriere, von ihren Erlebnissen in anderen Ländern und was sie in Zukunft machen will.

Wir sagen ganz einfach: Danke, Karin!
 



Karin Weigelt, vor einem Monat war für dich Schluss mit Handball – nach insgesamt 16 Jahren Spitzensport und zuletzt elf Jahren im Ausland. Wie fühlt es sich heute an?

Karin Weigelt: Momentan eigentlich noch gar nicht so speziell, weil ich jetzt sowieso noch Ferien gehabt hätte. Aber es ist natürlich schon anders. Ich bin zurück in die Schweiz gezogen, und bei mir im Kopf hat ein Prozess stattgefunden. Ein bisschen komisch ist es schon, wenn ich daran denke, dass ich keine Saisonvorbereitung mehr machen muss.

Du hast in Deutschland, Norwegen und Frankreich gespielt. Was hat dich in deiner Zeit im Ausland am meisten geprägt?

Karin Weigelt: Ich habe sehr viele Sachen mitgenommen. Nicht nur aus den Ländern und Kulturen, sondern vor allem auch durch das Leben als Spitzensportlerin. Aus der Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Menschen und aus immer wieder neue Situationen, auf die ich mich einlassen musste. Mit meinen Mannschaften habe ich immer einen klaren Plan verfolgt, und daneben wollte ich möglichst viel Positives mitnehmen. Es waren viele Reisen, viele Abenteuer. Das ganze Leben mit all diesen Begegnungen hat mich sicher sehr geprägt.
 

«In Norwegen wurde die Schweiz oft mit Österreich verwechselt.»


Als du in den neuen Ländern begonnen hast: Was für ein Bild hatten deine Teamkolleginnen jeweils vom Handball in der Schweiz?

Karin Weigelt: Die wussten teilweise nicht viel, besonders in Norwegen oder in Frankreich. Da ging es aber dann nicht nur um den Handball, sondern um ganz grundsätzliches. In Frankreich haben sie am Anfang nicht verstanden, warum ich nicht fliessend Französisch spreche. Ich habe ihnen dann erklärt, dass die Schweiz auch einen deutschsprachigen Teil hat. In Norwegen wurde die Schweiz oft mit Österreich verwechselt. Irgendwann lernt man aber, das mit Humor zu nehmen. Und ich habe das auch immer als Chance gesehen, um als Schweizerin zu zeigen, was wir draufhaben.

Quasi als Botschafterin für die Schweiz und den Schweizer Handball.

Karin Weigelt: Ja klar, je länger je mehr. Eigene Traditionen und typisch schweizerische Eigenschaften fallen einem erst mit einem gewissen Abstand zur Heimat auf und nehmen plötzlich einen wichtigen Platz ein. Ich habe mich immer sehr mit meiner Herkunft identifiziert und habe so auch gelernt, liebgewonnene Schweizer Traditionen in anderen Ländern zu zeigen und weiterzugeben. Die Chance, genau dasselbe auch in einem fremden Land zu erfahren und mitzumachen, hat mich unglaublich fasziniert. Ich würde fast sagen, dass sich dadurch Deutschland, Norwegen und Frankreich für immer ein kleines Stückchen meines Herzens sichern konnten.

Das Engagement in diesen Ländern war also immer auch zusätzliche Motivation?

Karin Weigelt: Ich glaube tatsächlich, dass ich nicht so lange Handball gespielt hätte, wenn ich in der Schweiz geblieben wäre. Da hätte mir irgendwann die Herausforderung gefehlt. Es war spannend, andere Mannschaften, Ligen, Länder und Menschen kennenzulernen. Es war immer eine grosse Motivation, das mit dem Handball zu verbinden.
 

«Meine Eltern haben mir damals gesagt, dass ich jederzeit zurückkommen kann, wenn es nicht klappt.»


War es denn damals, als du es bei Brühl in die NLA geschafft hast, bereits deine Intention, eine Karriere im Ausland zu starten?

Karin Weigelt: Nein, nicht bewusst. Vroni Keller hat mich damals immer motiviert, ich solle doch den nächsten Schritt wagen. Dann hat sich alles ergeben: Am Stadtwerk Cup 2006 hat sie für mich den Kontakt zu Renate Wolf und Bayer Leverkusen hergestellt, und dann kam eins nach dem anderen – bis ich gesagt habe, dass ich das machen will. Von mir selbst aus hätte ich wohl nicht die Initiative ergriffen. Du brauchst immer Leute im Leben, die dich fördern, unterstützen und an dich glauben. Gerade Vroni war für mich in dieser Zeit und auch bis heute eine wichtige Bezugsperson.

In der Schweiz gibt es derzeit mehrere talentierte Spielerinnen, die mit einem Wechsel ins Ausland liebäugeln. Was würdest du ihnen auf den Weg mitgeben?

Karin Weigelt: Ich würde ihnen Mut machen, unbedingt alles zu probieren. Die Erfahrungen, die es im Ausland zu machen gibt, sind einzigartig und mit nichts aufzuwiegen. Meine Eltern haben mir damals auch immer gesagt, dass ich jederzeit zurückkommen kann, wenn es nicht klappt. Wer es aber nicht probiert, der hat schon verloren. Unseren jungen und hoffnungsvollen Spielerinnen sage ich darum: Gebt Vollgas, wagt den Schritt – und dann könnt ihr irgendwann auch mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen und euch sagen, dass ihr alles versucht habt, was möglich war.
 

«Ich bin von dieser Mannschaft begeistert.»


Die Nationalmannschaft hat eine ebenso bewegte wie beeindruckende Saison hinter sich. Zuerst der Trainerwechsel, dann die Sensation gegen die Ukraine und dann das bekannte Ende gegen Kroatien. Wie hast du diese Monate erlebt?

Karin Weigelt: Die Monate waren intensiv. Nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft. Es hat nach dem Trainerwechsel ein Umdenken und eine Veränderung im Bewusstsein stattgefunden. Obwohl das Ende mit den beiden deutlichen Niederlagen natürlich enttäuschend war, bin ich von dieser Mannschaft begeistert. Wir wollten, wir haben alles versucht, haben Emotionen hineingebracht und Wille gezeigt. Wir haben uns mit der Aufgabe identifiziert, uns bestmöglich vorbereitet und alles gegeben. Am Ende zählten da nicht nur die Resultate, sondern auch das gemeinsame Erlebnis in dieser Saison und das Gefühl, das wir mit dieser Mannschaft erleben konnten.

Nun ziehst du einen Schlussstrich. Warum gerade jetzt?

Karin Weigelt: Für mich ist der Zeitpunkt gut gewählt und fühlt sich richtig an. Ich hatte immer das Ziel, dann aufzuhören, wenn ich kann – und nicht, weil ich muss. Ich durfte bis zuletzt auf hohem Niveau spielen. Die Entscheidung fiel auch aus Respekt vor dem Körper. Ich hatte in meiner ganzen Karriere nur wenige Verletzungen. Trotzdem merke ich, dass ich keine Zwanzig mehr bin.

Jetzt bist du zurück in der Ostschweiz. Wo siehst du derzeit deine grössten Herausforderungen im «Leben nach deiner Handball-Karriere»?

Karin Weigelt: Eine grosse Herausforderung ist derzeit, dass ich noch wenig Struktur in meinem Alltag habe. In den vergangenen 16 Jahren war jede Saison, jeder Tag im Voraus durchgeplant. Jetzt ist das auf einmal weg. Das ist zwar schön, aber gar nicht so einfach. Mir sind quasi auf einen Schlag mein Job, mein grösstes Hobby und ein Teil meines sozialen Umfelds weggebrochen. Diese Lücke muss erst wieder aufgefüllt werden.

Wird man dich auch künftig in Handball-Hallen antreffen?

Karin Weigelt: Was meine aktive Karriere angeht, habe ich ganz klar einen Schlussstrich gezogen. Aber mein Herz schlägt immer noch für den Handball. Mein ganzes Leben drehte sich darum. Ich habe eine besondere Beziehung zu diesem Sport, viele Freunde und Kollegen. Das will ich mir erhalten. Ich kann mir auch gut vorstellen, Ansprech- und Begleitperson zu sein, wenn eine Spielerin den Schritt ins Ausland wagen will.
 

«Ich will die Begeisterung und die Leidenschaft, die ich über all die Jahre im Sport erleben durfte, auf meine zukünftige Aufgabe übertragen.»


Das heisst, dass nun auch andere von deinen Erfahrungen profitieren sollen?

Karin Weigelt: Ich würde mich sehr freuen, wenn ich meine Erfahrungen weitergeben und bei Bedarf auch mal beratend zur Seite stehen kann. Ich habe über all die Jahre ein grosses Netzwerk im europäischen Frauenhandball aufgebaut. Das möchte ich ohnehin gerne weiterhin pflegen – und da kann ich sicher auch die eine oder andere Türe öffnen.

Das bringt uns abschliessend noch zum Thema Zukunft. Du hast einen eidgenössischen Abschluss in Marketingkommunikation, bist PR-Fachfrau und hast einen Master in Sportmanagement. Wie soll deine berufliche Zukunft in der Schweiz aussehen?

Karin Weigelt: Ich bin offen für Neues. Das kann in der Kommunikationsbranche, in der Vermarktung, in der Organisation von Events oder auch ganz was anderes sein. Ich setze mich da jetzt aber nicht unter Druck. Mir ist wichtig, eine Aufgabe zu finden, mit der ich mich identifizieren und hinter der ich stehen kann. Natürlich freue ich mich erst recht, wenn ich dabei meine Erfahrungen und mein Netzwerk einbringen kann. Ich will die Begeisterung und Leidenschaft, die ich über all die Jahre im Sport erleben durfte, auf meine künftige Aufgabe übertragen.
 

Das erste Nati-Portrait (2004)...

 

...und das letzte Nati-Portait (2017).

    

Quelle: Marco Ellenberger

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06.07.2018
European Open: U16-Juniorinnen spielen in Göteborg um Platz 3

Die Schweizer U16-Juniorinnen (Jahrgänge 2002 und jünger) haben am European Open in Göteborg ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt: Die SHV-Auswahl von Trainer Jürgen Fleischmann besiegte die Niederlande zum Abschluss der Hauptrunde gleich mit 23:11 (9:8) und spielt am Freitag sensationell um die Bronzemedaille. Der Gegner um 18.30 Uhr heisst Rumänien.

Die Basis zum überraschenden Kantersieg gegen die Niederlande lag erneut in der stabilen Verteidigung. Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit liessen die Schweizerinnen im zweiten Durchgang nur noch drei Gegentore zu. Torhüterin Soraya Schaller ragte dabei mit einer Abwehrquote von gegen 70 Prozent heraus.

Das Angriffsspiel war breit abgestützt und die SHV-Auswahl spielte ihre auf den verschiedenen Positionen vorhandene individuelle Klasse aus. Malin Altherr traf neunmal – sie notiert nach sieben Spielen bei 35 persönlichen Treffern und steht damit auf Platz drei der Turnier-Torschützenliste.

Ein Tor fehlt für den Final
Die Schweizerinnen haben in Göteborg fünf ihrer bisherigen sieben Spiele gewonnen. Die einzige Niederlage gab es gegen Frankreich (16:23) – in der Endabrechnung fehlte der SHV-Auswahl ein einziges (!) Tor für den Einzug in den Final. Weil Frankreich, die Niederlande und die Schweiz die Hauptrunde punktgleich abschlossen, entschied die Tordifferenz aus den drei Direktbegegnungen: Und zwar für Frankreich (+6) und knapp gegen die Schweiz (+5).

Wie die Junioren vor sieben Jahren
Den jungen Schweizerinnen bietet sich am Freitag in Schweden dennoch eine historische Chance: Sie könnten die erste EHF-Medaille in der Geschichte des Schweizer Frauenhandballs gewinnen. Im Jahr 2011 gelang dieses Kunststück am European Open in Göteborg den Schweizer Junioren: Die 1992er-Generation um Nikola Portner, Kevin Jud oder Nicolas Raemy holte sich damals Bronze und damit die erste Medaille für die Schweiz an einem offiziellen Turnier der EHF.

Auf Rumänien trafen die Schweizer Juniorinnen bereits in der Vorrunde des European Open. Dort trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 18:18-Unentschieden.
 


 
European Open (U16)

Niederlande – Schweiz 11:23 (8:9)
Lisebergshallen, Göteborg (SWE) – 300 Zuschauer.
Schweiz: Schaller/Käser; Altherr (9), Annen (4), Heinzer (3), Gwerder (2), Simova (2), Speerli (2), Emmenegger (1), Bächtiger, Emaldi, Hess, Jund, Litscher, Schmid.

Quelle: Marco Ellenberger

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05.07.2018
European Open: U16-Juniorinnen gewinnen gegen Polen

Die Schweizer U16-Juniorinnen haben am European Open in Göteborg den nächsten Coup gelandet und Polen in der Hauptrunde mit 26:20 (11:8) besiegt. Die SHV-Auswahl von Trainer Jürgen Fleischmann konnte sich dabei wieder auf eine stabile Verteidigung verlassen. Angefeuert wurde die Equipe von rund 80 Junioren der HSG Nordwestschweiz, die am Partille Cup teilnehmen.

Dank schnellem Umschalten um guten Würfen von den Halbpositionen lag die Schweiz zur Pause mit drei Toren vorne. Zu Beginn des zweiten Durchgangs folgte eine heikle Phase mit mehreren Strafen. Vorab Malin Altherr mit guten Eins-gegen-Eins-Aktionen brachte die Schweizerinnen wieder mit vier, fünf Toren in Führung. Das liess sie sich in der Folge nicht mehr nehmen.

Am Donnerstag um 11.30 Uhr trifft die Schweiz in ihrem letzten Hauptrunden-Spiel auf Tabellenführer Niederlande.
 


 
European Open (U16)

Schweiz – Polen 26:20 (11:8)
Lisebergshallen, Göteborg (SWE) – 450 Zuschauer – Sr. Pinto/Santos (POR)
Schweiz: Schaller/Käser; Altherr (11), Heinzer (5), Jund (3), Emmenegger (2), Schmid (2), Annen (1), Hess (1), Simova (1), Bächtiger, Emaldi, Gwerder, Litscher, Speerli.

Quelle: Marco Ellenberger

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16.07.2018
U20-Nationalmannschaft: Zwei Unentschieden in Rumänien

Die Schweizer U20-Nationalmannschaft hat auf ihrer Testspielreise nach Rumänien zwei Achtungserfolge erzielt. Das Team von Cheftrainer Marcel Tobler und Assistenztrainer Thomas Sedioli spielte gegen den EM-Teilnehmer zweimal Unentschieden. Die Testspielreise war die Generalprobe für die in wenigen Tagen startende EHF-Championship.

Beim 27:27 (16:14) im ersten Test brachten sich die Schweizer in der Schlussphase um den verdienten Lohn. Die U20 spielte während 50 Minuten konstant, diszipliniert und erfrischend auf. In den letzten zehn Minuten leistete sich die Junioren jedoch zu viele individuelle Fehler, so dass die Gastgeber noch zum Ausgleich kamen. Erfolgreichste Werfer waren Jannic Störchli und Noah Haas mit je fünf Treffern. Timothy Reichmuth und Michael Kusio waren viermal erfolgreich.

Haas und Reichmuth (je 7 Tore) waren nur einen Tag später die treibenden Kräfte beim zweiten Aufeinandertreffen. Die zweite Partie spielte sich mit exakt umgekehrtem Spielverlauf ab. Während im ersten Spiel die Schweizer vorwiegend in Führung waren und am Schluss den Ausgleich hinnehmen mussten, rannten sie im zweiten Duell einem Rückstand hinterher. Nach 50 Spielminuten lag die Schweiz noch mit vier Treffern zurück; mit grosser Moral gelang den U20 Junioren jedoch zwei Sekunden vor Spielende der 33:33-Ausgleichstreffer.

Für die Junioren geht es am Donnerstag schon wieder weiter. Dann reist das Team zur EHF-Championship nach Mazedonien. In Skopje trifft der Schweizer Nachwuchs auf den Gastgeber, Grossbritannien, Italien und die Ukraine.

Quelle: Matthias Schlageter

06.07.2018
European Open: Schweizer U16-Juniorinnen in Göteborg auf Platz 4

Die Schweizer U16-Juniorinnen haben am European Open in Göteborg die ganz grosse Sensation knapp verpasst und das Spiel um die Bronzemedaille gegen Rumänien mit 18:26 (8:12) verloren. Die SHV-Auswahl von Trainer Jürgen Fleischmann beendet die offene Europameisterschaft damit auf dem hervorragenden vierten Platz. Es ist die beste Klassierung einer Schweizer Frauen-Nationalmannschaft an einem offiziellen EHF-Turnier.

Die Schweizerinnen fanden vor 800 Zuschauern im Scandinavium nicht ins Spiel und rannten schon früh einem Rückstand hinterher. Der Angriff agierte wie blockiert – und ergab sich doch einmal eine Chance, wurde sie oft nicht verwertet. In der Schlussphase setzte die SHV-Auswahl alles auf eine Karte und ging volles Risiko, wurde dafür aber nicht belohnt. Rumänien konnte mit der Drucksituation insgesamt besser umgehen und holte sich die Medaille.

«Die Niederlage schmerzt, da Rumänien eigentlich nicht stärker war. Wir sind alle sehr enttäuscht, die Mannschaft hätte sich die Medaille verdient. Wir haben aber gemerkt, dass auf diesem Niveau immer am Limit gespielt werden muss, und das konnten wir nicht jeden Tag abrufen», sagte Jürgen Fleischmann.

«Insgesamt über das ganze Turnier gesehen sind wir natürlich sehr zufrieden. Die Spielerinnen müssen aber nun in ihrer Entwicklung die nächsten Schritte machen können und brauchen künftig mehr Trainings und Spiele am Limit. Dann können wir mit dieser Generation in Zukunft in solchen Partien um den Sieg spielen.»

Die hervorragenden Leistungen der jungen Schweizerinnen wurden auch mit der Wahl von Celia Heinzer (Rückraum links) und Soraya Schaller (Torhüterin) ins All Star Team gewürdigt. Ausserdem hat sich die SHV-Auswahl dank dem vierten Platz für das European Youth Olympic Festival (EYOF) im Sommer 2019 in Aserbaidschan qualifiziert.
 


 
European Open (U16)

Schweiz – Rumänien 18:26 (8:12)
Scandinavium, Göteborg (SWE) – 800 Zuschauer.
Schweiz: Schaller/Käser; Heinzer (6), Simova (5), Annen (2), Schmid (2), Speerli (2), Altherr (1), Bächtiger, Emaldi, Emmenegger, Gwerder, Hess, Jund, Litscher.

Rangliste
1. Ungarn
2. Frankreich
3. Rumänien
4. Schweiz
5. Tschechien
6. Niederlande
7. Spanien
8. Polen
9. Island
10. Norwegen
11. Russland
12. Schweden
13. Slowakei
14. Italien
15. Finnland
16. Färöer
17. Litauen
18. Estland
19. Georgien
20. Aserbaidschan

Quelle: Marco Ellenberger

Platz 4 in Göteborg
Die Schweizer U16-Juniorinnen verlieren das Spiel um Bronze gegen Rumänien mit 18:26 (8:12) und beenden die offene Europameisterschaft auf dem vierten Platz.
06.07.2018
Karin Weigelt: «Wer es nicht probiert, hat schon verloren»

Nach 128 Länderspielen und 400 Toren ist Schluss: Mit der Saison 2017/18 ist auch die beeindruckende Karriere von Karin Weigelt zu Ende gegangen. Die 34-jährige St. Gallerin, die ihre Laufbahn beim LC Brühl startete, spielte in den vergangenen elf Jahren in Deutschland, Norwegen und Frankreich und hielt so in ganz Europa die Schweizer Fahne hoch. Im grossen Interview erzählt sie von ihrer Karriere, von ihren Erlebnissen in anderen Ländern und was sie in Zukunft machen will.

Wir sagen ganz einfach: Danke, Karin!
 



Karin Weigelt, vor einem Monat war für dich Schluss mit Handball – nach insgesamt 16 Jahren Spitzensport und zuletzt elf Jahren im Ausland. Wie fühlt es sich heute an?

Karin Weigelt: Momentan eigentlich noch gar nicht so speziell, weil ich jetzt sowieso noch Ferien gehabt hätte. Aber es ist natürlich schon anders. Ich bin zurück in die Schweiz gezogen, und bei mir im Kopf hat ein Prozess stattgefunden. Ein bisschen komisch ist es schon, wenn ich daran denke, dass ich keine Saisonvorbereitung mehr machen muss.

Du hast in Deutschland, Norwegen und Frankreich gespielt. Was hat dich in deiner Zeit im Ausland am meisten geprägt?

Karin Weigelt: Ich habe sehr viele Sachen mitgenommen. Nicht nur aus den Ländern und Kulturen, sondern vor allem auch durch das Leben als Spitzensportlerin. Aus der Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Menschen und aus immer wieder neue Situationen, auf die ich mich einlassen musste. Mit meinen Mannschaften habe ich immer einen klaren Plan verfolgt, und daneben wollte ich möglichst viel Positives mitnehmen. Es waren viele Reisen, viele Abenteuer. Das ganze Leben mit all diesen Begegnungen hat mich sicher sehr geprägt.
 

«In Norwegen wurde die Schweiz oft mit Österreich verwechselt.»


Als du in den neuen Ländern begonnen hast: Was für ein Bild hatten deine Teamkolleginnen jeweils vom Handball in der Schweiz?

Karin Weigelt: Die wussten teilweise nicht viel, besonders in Norwegen oder in Frankreich. Da ging es aber dann nicht nur um den Handball, sondern um ganz grundsätzliches. In Frankreich haben sie am Anfang nicht verstanden, warum ich nicht fliessend Französisch spreche. Ich habe ihnen dann erklärt, dass die Schweiz auch einen deutschsprachigen Teil hat. In Norwegen wurde die Schweiz oft mit Österreich verwechselt. Irgendwann lernt man aber, das mit Humor zu nehmen. Und ich habe das auch immer als Chance gesehen, um als Schweizerin zu zeigen, was wir draufhaben.

Quasi als Botschafterin für die Schweiz und den Schweizer Handball.

Karin Weigelt: Ja klar, je länger je mehr. Eigene Traditionen und typisch schweizerische Eigenschaften fallen einem erst mit einem gewissen Abstand zur Heimat auf und nehmen plötzlich einen wichtigen Platz ein. Ich habe mich immer sehr mit meiner Herkunft identifiziert und habe so auch gelernt, liebgewonnene Schweizer Traditionen in anderen Ländern zu zeigen und weiterzugeben. Die Chance, genau dasselbe auch in einem fremden Land zu erfahren und mitzumachen, hat mich unglaublich fasziniert. Ich würde fast sagen, dass sich dadurch Deutschland, Norwegen und Frankreich für immer ein kleines Stückchen meines Herzens sichern konnten.

Das Engagement in diesen Ländern war also immer auch zusätzliche Motivation?

Karin Weigelt: Ich glaube tatsächlich, dass ich nicht so lange Handball gespielt hätte, wenn ich in der Schweiz geblieben wäre. Da hätte mir irgendwann die Herausforderung gefehlt. Es war spannend, andere Mannschaften, Ligen, Länder und Menschen kennenzulernen. Es war immer eine grosse Motivation, das mit dem Handball zu verbinden.
 

«Meine Eltern haben mir damals gesagt, dass ich jederzeit zurückkommen kann, wenn es nicht klappt.»


War es denn damals, als du es bei Brühl in die NLA geschafft hast, bereits deine Intention, eine Karriere im Ausland zu starten?

Karin Weigelt: Nein, nicht bewusst. Vroni Keller hat mich damals immer motiviert, ich solle doch den nächsten Schritt wagen. Dann hat sich alles ergeben: Am Stadtwerk Cup 2006 hat sie für mich den Kontakt zu Renate Wolf und Bayer Leverkusen hergestellt, und dann kam eins nach dem anderen – bis ich gesagt habe, dass ich das machen will. Von mir selbst aus hätte ich wohl nicht die Initiative ergriffen. Du brauchst immer Leute im Leben, die dich fördern, unterstützen und an dich glauben. Gerade Vroni war für mich in dieser Zeit und auch bis heute eine wichtige Bezugsperson.

In der Schweiz gibt es derzeit mehrere talentierte Spielerinnen, die mit einem Wechsel ins Ausland liebäugeln. Was würdest du ihnen auf den Weg mitgeben?

Karin Weigelt: Ich würde ihnen Mut machen, unbedingt alles zu probieren. Die Erfahrungen, die es im Ausland zu machen gibt, sind einzigartig und mit nichts aufzuwiegen. Meine Eltern haben mir damals auch immer gesagt, dass ich jederzeit zurückkommen kann, wenn es nicht klappt. Wer es aber nicht probiert, der hat schon verloren. Unseren jungen und hoffnungsvollen Spielerinnen sage ich darum: Gebt Vollgas, wagt den Schritt – und dann könnt ihr irgendwann auch mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen und euch sagen, dass ihr alles versucht habt, was möglich war.
 

«Ich bin von dieser Mannschaft begeistert.»


Die Nationalmannschaft hat eine ebenso bewegte wie beeindruckende Saison hinter sich. Zuerst der Trainerwechsel, dann die Sensation gegen die Ukraine und dann das bekannte Ende gegen Kroatien. Wie hast du diese Monate erlebt?

Karin Weigelt: Die Monate waren intensiv. Nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft. Es hat nach dem Trainerwechsel ein Umdenken und eine Veränderung im Bewusstsein stattgefunden. Obwohl das Ende mit den beiden deutlichen Niederlagen natürlich enttäuschend war, bin ich von dieser Mannschaft begeistert. Wir wollten, wir haben alles versucht, haben Emotionen hineingebracht und Wille gezeigt. Wir haben uns mit der Aufgabe identifiziert, uns bestmöglich vorbereitet und alles gegeben. Am Ende zählten da nicht nur die Resultate, sondern auch das gemeinsame Erlebnis in dieser Saison und das Gefühl, das wir mit dieser Mannschaft erleben konnten.

Nun ziehst du einen Schlussstrich. Warum gerade jetzt?

Karin Weigelt: Für mich ist der Zeitpunkt gut gewählt und fühlt sich richtig an. Ich hatte immer das Ziel, dann aufzuhören, wenn ich kann – und nicht, weil ich muss. Ich durfte bis zuletzt auf hohem Niveau spielen. Die Entscheidung fiel auch aus Respekt vor dem Körper. Ich hatte in meiner ganzen Karriere nur wenige Verletzungen. Trotzdem merke ich, dass ich keine Zwanzig mehr bin.

Jetzt bist du zurück in der Ostschweiz. Wo siehst du derzeit deine grössten Herausforderungen im «Leben nach deiner Handball-Karriere»?

Karin Weigelt: Eine grosse Herausforderung ist derzeit, dass ich noch wenig Struktur in meinem Alltag habe. In den vergangenen 16 Jahren war jede Saison, jeder Tag im Voraus durchgeplant. Jetzt ist das auf einmal weg. Das ist zwar schön, aber gar nicht so einfach. Mir sind quasi auf einen Schlag mein Job, mein grösstes Hobby und ein Teil meines sozialen Umfelds weggebrochen. Diese Lücke muss erst wieder aufgefüllt werden.

Wird man dich auch künftig in Handball-Hallen antreffen?

Karin Weigelt: Was meine aktive Karriere angeht, habe ich ganz klar einen Schlussstrich gezogen. Aber mein Herz schlägt immer noch für den Handball. Mein ganzes Leben drehte sich darum. Ich habe eine besondere Beziehung zu diesem Sport, viele Freunde und Kollegen. Das will ich mir erhalten. Ich kann mir auch gut vorstellen, Ansprech- und Begleitperson zu sein, wenn eine Spielerin den Schritt ins Ausland wagen will.
 

«Ich will die Begeisterung und die Leidenschaft, die ich über all die Jahre im Sport erleben durfte, auf meine zukünftige Aufgabe übertragen.»


Das heisst, dass nun auch andere von deinen Erfahrungen profitieren sollen?

Karin Weigelt: Ich würde mich sehr freuen, wenn ich meine Erfahrungen weitergeben und bei Bedarf auch mal beratend zur Seite stehen kann. Ich habe über all die Jahre ein grosses Netzwerk im europäischen Frauenhandball aufgebaut. Das möchte ich ohnehin gerne weiterhin pflegen – und da kann ich sicher auch die eine oder andere Türe öffnen.

Das bringt uns abschliessend noch zum Thema Zukunft. Du hast einen eidgenössischen Abschluss in Marketingkommunikation, bist PR-Fachfrau und hast einen Master in Sportmanagement. Wie soll deine berufliche Zukunft in der Schweiz aussehen?

Karin Weigelt: Ich bin offen für Neues. Das kann in der Kommunikationsbranche, in der Vermarktung, in der Organisation von Events oder auch ganz was anderes sein. Ich setze mich da jetzt aber nicht unter Druck. Mir ist wichtig, eine Aufgabe zu finden, mit der ich mich identifizieren und hinter der ich stehen kann. Natürlich freue ich mich erst recht, wenn ich dabei meine Erfahrungen und mein Netzwerk einbringen kann. Ich will die Begeisterung und Leidenschaft, die ich über all die Jahre im Sport erleben durfte, auf meine künftige Aufgabe übertragen.
 

Das erste Nati-Portrait (2004)...

 

...und das letzte Nati-Portait (2017).

    

Quelle: Marco Ellenberger

Danke, Karin!
Nach 128 Länderspielen und 400 Toren ist mit Abschluss der vergangenen Saison die beeindruckende Karriere von Karin Weigelt zu Ende gegangen. Das grosse Interview.
06.07.2018
European Open: U16-Juniorinnen spielen in Göteborg um Platz 3

Die Schweizer U16-Juniorinnen (Jahrgänge 2002 und jünger) haben am European Open in Göteborg ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt: Die SHV-Auswahl von Trainer Jürgen Fleischmann besiegte die Niederlande zum Abschluss der Hauptrunde gleich mit 23:11 (9:8) und spielt am Freitag sensationell um die Bronzemedaille. Der Gegner um 18.30 Uhr heisst Rumänien.

Die Basis zum überraschenden Kantersieg gegen die Niederlande lag erneut in der stabilen Verteidigung. Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit liessen die Schweizerinnen im zweiten Durchgang nur noch drei Gegentore zu. Torhüterin Soraya Schaller ragte dabei mit einer Abwehrquote von gegen 70 Prozent heraus.

Das Angriffsspiel war breit abgestützt und die SHV-Auswahl spielte ihre auf den verschiedenen Positionen vorhandene individuelle Klasse aus. Malin Altherr traf neunmal – sie notiert nach sieben Spielen bei 35 persönlichen Treffern und steht damit auf Platz drei der Turnier-Torschützenliste.

Ein Tor fehlt für den Final
Die Schweizerinnen haben in Göteborg fünf ihrer bisherigen sieben Spiele gewonnen. Die einzige Niederlage gab es gegen Frankreich (16:23) – in der Endabrechnung fehlte der SHV-Auswahl ein einziges (!) Tor für den Einzug in den Final. Weil Frankreich, die Niederlande und die Schweiz die Hauptrunde punktgleich abschlossen, entschied die Tordifferenz aus den drei Direktbegegnungen: Und zwar für Frankreich (+6) und knapp gegen die Schweiz (+5).

Wie die Junioren vor sieben Jahren
Den jungen Schweizerinnen bietet sich am Freitag in Schweden dennoch eine historische Chance: Sie könnten die erste EHF-Medaille in der Geschichte des Schweizer Frauenhandballs gewinnen. Im Jahr 2011 gelang dieses Kunststück am European Open in Göteborg den Schweizer Junioren: Die 1992er-Generation um Nikola Portner, Kevin Jud oder Nicolas Raemy holte sich damals Bronze und damit die erste Medaille für die Schweiz an einem offiziellen Turnier der EHF.

Auf Rumänien trafen die Schweizer Juniorinnen bereits in der Vorrunde des European Open. Dort trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 18:18-Unentschieden.
 


 
European Open (U16)

Niederlande – Schweiz 11:23 (8:9)
Lisebergshallen, Göteborg (SWE) – 300 Zuschauer.
Schweiz: Schaller/Käser; Altherr (9), Annen (4), Heinzer (3), Gwerder (2), Simova (2), Speerli (2), Emmenegger (1), Bächtiger, Emaldi, Hess, Jund, Litscher, Schmid.

Quelle: Marco Ellenberger

Eine historische Chance
Die Schweizer U16-Juniorinnen spielen am European Open in Göteborg am Freitag sensationell um die Bronzemedaille. Gegen die Niederlande gibt es einen Kantersieg.
05.07.2018
European Open: U16-Juniorinnen gewinnen gegen Polen

Die Schweizer U16-Juniorinnen haben am European Open in Göteborg den nächsten Coup gelandet und Polen in der Hauptrunde mit 26:20 (11:8) besiegt. Die SHV-Auswahl von Trainer Jürgen Fleischmann konnte sich dabei wieder auf eine stabile Verteidigung verlassen. Angefeuert wurde die Equipe von rund 80 Junioren der HSG Nordwestschweiz, die am Partille Cup teilnehmen.

Dank schnellem Umschalten um guten Würfen von den Halbpositionen lag die Schweiz zur Pause mit drei Toren vorne. Zu Beginn des zweiten Durchgangs folgte eine heikle Phase mit mehreren Strafen. Vorab Malin Altherr mit guten Eins-gegen-Eins-Aktionen brachte die Schweizerinnen wieder mit vier, fünf Toren in Führung. Das liess sie sich in der Folge nicht mehr nehmen.

Am Donnerstag um 11.30 Uhr trifft die Schweiz in ihrem letzten Hauptrunden-Spiel auf Tabellenführer Niederlande.
 


 
European Open (U16)

Schweiz – Polen 26:20 (11:8)
Lisebergshallen, Göteborg (SWE) – 450 Zuschauer – Sr. Pinto/Santos (POR)
Schweiz: Schaller/Käser; Altherr (11), Heinzer (5), Jund (3), Emmenegger (2), Schmid (2), Annen (1), Hess (1), Simova (1), Bächtiger, Emaldi, Gwerder, Litscher, Speerli.

Quelle: Marco Ellenberger

Sieg gegen Polen
Die Schweizer U16-Juniorinnen gewinnen am European Open in Göteborg gegen Polen mit 26:20 (11:8) und erhalten sich damit die Chance auf einen Platz in den Top 4.
04.07.2018
European Open: U16-Juniorinnen verlieren gegen Frankreich

Die Schweizer U16-Juniorinnen haben zum Auftakt der Hauptrunde am European Open ihre erste Niederlage bezogen. Die SHV-Auswahl von Trainer Jürgen Fleischmann verlor in Göteborg gegen Frankreich mit 16:23 (8:12). Am Mittwoch um 20.30 Uhr trifft die Schweiz auf Polen.

Nach einem guten Start mit guter Deckungsarbeit folgte vor der Pause ein kleiner Einbruch. Die Schweizerinnen nahmen zu viele überhastete Abschlüsse und hatten Mühe mit der offensiven Verteidigung Frankreichs. Der Pausenrückstand konnte im zweiten Durchgang nicht mehr wettgemacht werden; auch, weil die SHV-Auswahl zu viele Chancen ausliess.

Die offene Europameisterschaft (European Open) im Rahmen des «Partille Cup» wird in diesem Jahr erstmals in der Kategorie Frauen U16 gespielt und wurde von der EHF aufgewertet: Die besten Teams können sich für das European Youth Olympic Festival (EYOF) qualifizieren. Bis vor zwei Jahren wurde das Turnier in der Kategorie FU18 ausgetragen. Insgesamt haben sich 20 Nationen für das European Open eingeschrieben.
 


 
European Open (U16)

Frankreich – Schweiz 23:16 (12:8)
Vallhala, Göteborg (SWE) – 289 Zuschauer – Sr. Petersen/Petersen (SWE).
Schweiz: Schaller/Käser; Annen (3), Altherr (2), Gwerder (2), Heinzer (2), Schmid (2), Bächtiger (1), Emmenegger (1), Hess (1), Litscher (1), Speerli (1), Emaldi, Jund, Simova.

Quelle: Marco Ellenberger / Foto: Valentin Bamert (master cup 2018).

Erste Niederlage
Im fünften Spiel des European Open muss die U16 ihre erste Niederlage hinnehmen: Zum Auftakt der Hauptrunde verliert die SHV-Equipe gegen Frankreich mit 16:23 .
03.07.2018
SPORTADD ist ab sofort neuer Offizieller Supplier des SHV

Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) rüstet seine Nationalmannschaften ab sofort und bis mindestens Ende Saison 2019/20 mit dem Handballharz INTENSE GRIP von SPORTADD aus. SPORTADD ist damit ab sofort Offizieller Supplier des SHV und exklusiver Harz-Lieferant sämtlicher Schweizer Handball-Nationalmannschaften.

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Unser professionelles know how steht für die Entwicklung innovativer Produkte. Mit INTENSE GRIP bieten wir den Zusatz den die Spieler benötigen um optimale sportliche Leistung abzurufen. Mit INTENSE CLEAN sorgen wir für die problemlose Reinigung nach dem Spiel.

 

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Quelle: Marco Ellenberger

Offizieller Harz-Lieferant
SPORTADD mit seinem Produkt INTENSE GRIP ist ab sofort Offizieller Supplier des SHV und exklusiver Harz-Lieferant der Schweizer Handball-Nationalmannschaften.
03.07.2018
European Open: U16 nach Sieg gegen Russland in den Top 8

Die Schweizer U16-Juniorinnen haben an der offenen Europameisterschaft in Göteborg dank einem Sieg gegen Russland vorzeitig die Hauptrunde der besten acht Mannschaften erreicht. Die SHV-Auswahl setzte sich am Dienstagmorgen gegen die Sbornaja überraschend mit 18:14 (9:5) durch. Der Coup hatte sich bereits am Montag angedeutet, als die Schweizerinnen zunächst die Slowakei besiegten und sich danach gegen Rumänien ein Remis erkämpften.

Am Nachmittag schloss die Equipe von Trainer Jürgen Fleischmann die Vorrunde mit einem 21:16-Sieg gegen Estland ab. Damit sind die Schweizerinnen nach vier Spielen in Göteborg weiterhin unbesiegt. Ob es gar für den Gruppensieg reicht, hängt vom Resultat der Partie zwischen Rumänien und Estland (16.15 Uhr) ab. Das erste Spiel der Hauptrunde steht am Mittwochvormittag auf dem Programm. 

Die offene Europameisterschaft (European Open) im Rahmen des «Partille Cup» wird in diesem Jahr erstmals in der Kategorie Frauen U16 gespielt und wurde von der EHF aufgewertet: Die besten Teams können sich für das European Youth Olympic Festival (EYOF) qualifizieren. Bis vor zwei Jahren wurde das Turnier in der Kategorie FU18 ausgetragen. Insgesamt haben sich 20 Nationen für das European Open eingeschrieben.
 


 
European Open (U16)

Russland – Schweiz 14:18 (5:9)
Vallhala, Göteborg (SWE) – 80 Zuschauer – Sr. Hantos/Rozsaheyi (HUN).
Schweiz: Schaller/Käser; Altherr (5), Heinzer (3), Speerli (3), Annen (2), Jund (2), Emmenegger (1), Litscher (1), Schmid (1), Bächtiger, Emaldi, Gwerder, Hess, Simova.

Schweiz – Estland 21:16 (11:9)
Vallhala, Göteborg (SWE) – 69 Zuschauer – Sr. Pinto/Santos (POR).
Schweiz: Schaller/Käser; Annen (4), Heinzer (4), Emmenegger (2), Gwerder (2), Schmid (2), Simova (2), Altherr (1), Bächtiger (1), Jund (1), Litscher (1), Speerli (1), Emaldi, Hess.

Quelle: Marco Ellenberger / Foto: Valentin Bamert (master cup 2018).

In den Top 8
Die Schweizer U16-Juniorinnen schafffen am European Open in Göteborg dank einem überraschenden Sieg gegen Russland vorzeitig den Sprung in die Hauptrunde.
02.07.2018
European Open: Drei Punkte am ersten Tag für die Schweizer U16

Die Schweizer U16-Juniorinnen (Jahrgänge 2002 und jünger) sind nach dem ersten Tag der offenen Europameisterschaft in Göteborg überraschend auf Kurs in Richtung Hauptrunde. Die SHV-Auswahl besiegte am Vormittag die Slowakei deutlich mit 24:13 (14:6) und erkämpfte sich am Nachmittag gegen den Gruppenfavoriten Rumänien ein beachtenswertes 18:18 (8:8)-Remis.

Im Spiel gegen die Slowakei starteten die Schweizerinnen mit guter Deckung und mit vielen Abschlüssen über die Kreisposition. Dazu kam viel Power aus dem Rückraum. Das Spiel war bereits zur Pause (14:6) entschieden, und der Sieg ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Gegen Rumänien lag die SHV-Auswahl zehn Minuten vor Schluss mit fünf Toren zurück, kämpfte sich dann aber dank offensiver Verteidigung und grossem Einsatz wieder zurück.

Am Dienstag treffen die Schweizerinnen zunächst auf Russland (9.15 Uhr) und nach dem Mittag (13.00 Uhr) auf Estland. Um sich für die Hauptrunde der besten acht Mannschaften zu qualifizieren, ist nach der Vorrunde der zweite Platz gefordert.

Die offene Europameisterschaft (European Open) im Rahmen des «Partille Cup» wird in diesem Jahr erstmals in der Kategorie Frauen U16 gespielt und wurde von der EHF aufgewertet: Die besten Teams können sich für das European Youth Olympic Festival (EYOF) qualifizieren. Bis vor zwei Jahren wurde das Turnier in der Kategorie FU18 ausgetragen. Insgesamt haben sich 20 Nationen für das European Open eingeschrieben.
 



European Open (U16)

Schweiz – Slowakei 24:13 (14:6)
Vallhala, Göteborg (SWE).
Schweiz: Käser/Schaller; Heinzer (6), Altherr (3), Annen (3), Jund (3), Schmid (3), Simova (3), Emaldi (1), Litscher (1), Speerli (1), Bächtiger, Emmenegger, Gwerder, Hess.

Rumänien – Schweiz 18:18 (8:8)
Vallhala, Göteborg (SWE) – 105 Zuschauer.
Schweiz: Käser/Schaller; Gwerder (6), Altherr (4), Heinzer (4), Annen (3), Jund (1), Bächtiger, Emaldi, Emmenegger, Hess, Litscher, Schmid, Simova, Speerli.

Quelle: Marco Ellenberger / Foto: Valentin Bamert.

Auf Hauptrunden-Kurs
Die Schweizer U16-Juniorinnen besiegen zum Auftakt des European Open in Göteborg die Slowakei mit 24:13 und erkämpfen sich gegen Rumänien ein 18:18-Remis.
02.07.2018
Frankreichs U20-Junioren gewinnen die Airport Trophy in Kloten

Frankreich hat die neunte Austragung des Nachwuchs-Vierländerturniers in Kloten gewonnen. Der U19-Weltmeister von 2017 setzte sich gegen die starke internationale Konkurrenz durch und verwies Spanien auf Rang 2 und den fünffachen Turniersieger Deutschland auf Rang 3. Die Entscheidung um den Turniersieg fiel am letzten Turniertag, als Frankreich gegen Deutschland den letzten benötigten Punkt holte. Dabei hatte sich Deutschland nach einem verpatzten Start (0:3 nach 2 Minuten) gefangen und riss die Führung mehrere Male an sich. In der turbulenten Schlussphase eines hochklassigen Spiels gelang aber keinem der beiden Teams der siegbringende Treffer.

Damit unterstich Frankreich ein weiteres Mal seine aktuell führende Stellung in der Nachwuchsförderung. Das Team, das 2016 in Kroatien Jugend-Europameister und 2017 in Georgien U19-Weltmeister wurde, drückte der Airport-Trophy 2018 den Stempel auf. Die Franzosen waren technisch, taktisch, aber auch physisch eine Klasse für sich und stellten die Weichen zum ersten Turniersieg in Kloten schon im Auftaktspiel gegen Mitfavorit Spanien.

Im stark besetzten Teilnehmerfeld der U20-Nationalteans hatte die Schweiz einen schweren Stand. Gegen Deutschland, Frankreich und Spanien – allesamt Mitfavoriten für die bevorstehende Europameisterschaft – bezahlte das Schweizer Team Lehrgeld. Nach zwei klaren Niederlagen gegen Deutschland und Frankreich fand das Team in der dritten Partie gegen Spanien immerhin beeindruckend in die Spur und forderte dem Topteam von der iberischen Halbinsel alles ab. Letztlich aber fehlte dem aber auch in dieser Schlusspartie die Substanz, um den Gegner mehr als nur zu fordern.

Das Turnier brachte wie erwartet Handball auf absolutem Topniveau. Über 2'000 Zuschauer verfolgten die sechs Partien an den drei Spieltagen und sorgten für eine aussergewöhnliche Stimmung in der Ruebisbachhalle. Mit dem Franzosen Noah Gaudin schrieb ein Spieler aus dem Siegerteam mit einer starken individuellen Leistung ein Stück Turniergeschichte. Der 19-jährige Mittespieler des Universitätsclubs aus Aix-en-Provence überzeugte als Regisseur und Toschütze zugleich, wurde nicht nur Topskorer des Turniers, sondern auch als MVP ausgezeichnet. Zum ersten Mal in der Turniergeschichte gingen beide Auszeichnungen an den gleichen Spieler.
 



Airport Trophy 2018

Frankreich – Spanien 31:25
Schweiz – Deutschland 18:27
Schweiz – Frankreich 18:30
Deutschland – Spanien 21:24
Deutschland – Frankreich 26:26
Schweiz – Spanien 25:27

Schlussrangliste
1. Frankreich 3/5
2. Spanien 3/4
3. Deutschland 3/3
4. Schweiz 3/0

Awards
Topskorer: Noah Gaudin (FRA, 19 Tore)
Most valuable Player: Noah Gaudin (FRA)
Best Goal Keeper: Leon Mehler (GER)

Quelle: Airport Trophy

Favoritensieg
Weltmeister Frankreich gewinnt die Airport Trophy in Kloten vor Spanien und Deutschland. Die Schweizer U20 belegt im starken Teilnehmerfeld den vierten Platz.

 

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