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Das letzte Spiel
Für Nationaltrainer Jesper Holmris war das Heimspiel gegen Norwegen der letzte Auftritt mit der SHV-Auswahl. Im Interview blickt er zurück auf die Begegnung.
Ein Spiel – zwei Sieger
Grossartige Kulisse und Anschauungsunterricht vom Weltmeister: Die Schweizer Frauen verlieren ihr Heimspiel gegen Norwegen vor 1'675 Fans mit 12:29 (5:12).
Der Weltmeister kommt!
Am Sonntag kommt Welt- und Europameister Norwegen nach Olten. MySports überträgt ab 17 Uhr live. Für das Spiel sind schon mehr als 1'200 Tickets weg.
Defensive Probleme
Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft verliert zum Auftakt der EM-Qualifikation auswärts gegen EM-Teilnehmer Kroatien trotz einem guten Start mit 28:32 (12:19).
02.10.2017
Jesper Holmris: «Wir hatten viel Respekt – oder fast etwas Angst»

Für Jesper Holmris war die Partie vom Sonntag gegen Norwegen der letzte Auftritt als Trainer mit der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft. Er verlässt den Schweizerischen Handball-Verband (SHV) nach vier Jahren in Richtung China. Das Interview nach der Begegnung mit dem Weltmeister vor 1'675 Fans in der ausverkauften Oltner Stadthalle, die mit einer 12:29 (5:12)-Niederlage endete.
 



Jesper Holmris, eine 12:29-Niederlage sieht erstmal deutlich aus – war es auch so deutlich?
Jesper Holmris: Ja, das war so deutlich. Norwegen war zwei Klassen besser. Aber ein Vergleich mit den Besten der Welt war genau das, was die Schweizer Spielerinnen brauchen. Da sieht man klar: Okay, das ist das höchste Niveau. Dort kann man hinkommen. Vor allem die Verteidigung und der Gegenstoss von Norwegen gehören zum Besten, was es auf der Welt derzeit zu sehen gibt.

Mit was für einer Zielsetzung seid ihr in die Partie gegangen?
Jesper Holmris: Wir waren sehr unzufrieden mit unserer Verteidigung am Mittwoch in Kroatien (28:32-Niederlage, Red.), das haben wir lange analysiert. Das wollten wir viel besser machen. Gegen Norwegen war es nun komplett umgekehrt: Wir haben vernünftig verteidigt, aber im Angriff hatten wir keine Chance. Aber ich muss auch sagen, dass Norwegen sehr gut vorbereitet war und uns sehr ernst genommen hat. Wir haben praktisch keinen Zweikampf gewonnen. Wir hatten vor allem am Anfang wohl zu viel Respekt – oder schon fast ein bisschen Angst vor dem übermächtigen Gegner.

Kann man aus so einem Spiel trotzdem etwas Positives mitnehmen?
Jesper Holmris: Das Positive ist, dass wir gegen die beste Mannschaft der Welt spielen konnten. Auf diese Weise lernt man dazu. Du kriegst vor Augen geführt, was es auf diesem Niveau braucht: Wenn man nicht mit vollem Tempo kommt, hat man keine Chance. Wenn wir im Eins-gegen-eins nicht total aggressiv sind, haben wir keine Chance. Wenn wir nicht in den Ball hineinlaufen, haben wir keine Chance. Diese Erkenntnisse sind sehr wichtig. Und wir haben auf jeden Fall alles gegeben.

Die Halle war voll, die Stimmung super und für einen neuen Zuschauerrekord hat es auch gereicht. Was bedeutet euch das?
Jesper Holmris: Es ist wirklich grossartig zu sehen, dass die Schweiz so viele Zuschauer für ein Frauen-Länderspiel mobilisieren kann. Wir waren vier Tage vorher in Kroatien – notabene eine grosse Handball-Nation – und dort waren nur 250 Leute in der Halle und es war überhaupt keine Ambiance. Das hier in Olten war wirklich eine super Veranstaltung, in jeder Hinsicht. Die Spielerinnen haben das sichtlich genossen, und ich auch. Ein grosser Dank an den SHV. Nicht nur für dieses Spiel, sondern für die ganzen vier Jahre. Ich habe immer eine grosse Unterstützung gespürt.

 

Quelle: Matthias Schlageter/Marco Ellenberger

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01.10.2017
Schweizer Frauen unterliegen Norwegen vor Rekordkulisse

Gegen den haushohen Favoriten gab es nichts zu holen: Die Schweizer Frauen haben ihr Heimspiel gegen Weltmeister Norwegen deutlich mit 12:29 (5:12) verloren. Vor der Rekordkulisse von 1'675 Zuschauern in der ausverkauften Oltner Stadthalle wehrte sich die SHV-Auswahl lange grossartig, zollte in der zweiten Halbzeit dem hohen Rhythmus und dem hohen Tempo aber Tribut.

So wunderbar die Stimmung, so stark die defensive Leistung der Schweizerinnen in der ersten Halbzeit. Die SHV-Auswahl startete leidenschaftlich und hervorragend organisiert in die Partie und gestand dem Weltmeister in den ersten 17 Minuten gerade mal fünf Treffer zu. 3:5 stand es in jenem Moment – und das Skore hätte aus Sicht des Heimteams durchaus noch positiver ausfallen können. Doch schon früh war absehbar, dass sich die Schweizerinnen ihre Tore hart erarbeiten mussten. Norwegen stellte eine enorm kompakte und agile Deckung, und dahinter agierte mit Silje Solberg eine überragende Torhüterin. Sie wehrte bis zum Schluss 17 Würfe und damit 59 Prozent aller Schüsse auf ihr Tor ab.

Die SHV-Auswahl von Trainer Jesper Holmris nahm den Kampf an und ging den hohen Rhythmus mit. Sie beging zwar viele Fehler – sie schaffte es aber, auch den Weltmeister immer wieder in Ballverluste zu zwingen. Es war so genau das Spiel, das sich die Schweizerinnen vorstellten: Sie griffen lange und geduldig an und brachen so immer wieder erfolgreich das norwegische Tempo. Kurz vor der Pause vergab Sibylle Scherer per Siebenmeter die Chance auf das 6:10 – stattdessen stand es zwei Minuten später beim Seitenwechsel 5:12. Es war in Anbetracht der ersten Halbzeit, in der die Schweizerinnen vieles richtiggemacht und mit Manuela Brütsch eine starke Torhüterin hatten, ein zu schlechter Lohn.

Die Geschichte des zweiten Durchgangs war dann schnell erzählt: Der Weltmeister war sichtlich um eine Reaktion bemüht und kam wie die Feuerwehr aus der Kabine. Die Schweizerinnen hingegen verloren komplett den Zugriff auf die Partie – und kriegten nun Anschauungsunterricht vom grossen Favoriten. Mit den Kräften schwand beim Heimteam auch die Gegenwehr, und der norwegische Express rollte nun regelmässig und unaufhaltsam in Richtung Schweizer Tor. Nach einer Dreiviertelstunde, beim Stand von 8:23, hatte der haushohe Favorit die erwarteten Verhältnisse hergestellt.

Die Schweizerinnen ergaben sich aber nicht in ihr Schicksal, sondern genossen die wunderbare Atmosphäre in Olten. Die 1'675 Zuschauer – so viele wie noch nie an einem Heimspiel der Frauen-Nationalmannschaft – feierten jedes Tor wie den Siegtreffer. Und Nationaltrainer Jesper Holmris liess in seinem letzten Auftritt mit der SHV-Auswahl auch alle seine Spielerinnen daran teilhaben. Besonders hervor tat sich dabei Sabrina Amrein, die in ihrem dritten Länderspiel in der Schlussphase mit zwei Toren gegen Weltklasse-Keeperin Silje Solberg auftrumpfte. Das Ende war darum mehr als versöhnlich: Das Publikum in Olten feierte beide Teams. Das Spiel hatte irgendwie auch zwei Sieger: Weltmeister Norwegen – und der Schweizer (Frauen-)Handball.
 


 
EM-Qualifikation Frauen

Schweiz – Norwegen 12:29 (5:12)
Stadthalle, Olten – 1'675 Zuschauer (ausverkauft, Rekordkulisse) – Sr. Maric/Masic (SRB).
Torfolge: 0:1, 1:1, 1:5, 3:5 (17.), 3:8 (20.), 5:10, 5:12; 6:12, 6:16, 7:16, 7:22 (44.), 8:22, 11:25, 11:28, 12:29.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz; keine gegen Norwegen.
Schweiz: Brütsch/Dokovic (ab 52. plus für 1 Penalty); Kündig (1), Bachmann (2), Ineichen (2), Özcelik, Gautschi (1), Weigelt (1), Hodel (2), Scherer, Matter, Berger, Noëlle Frey, Amrein (2), Wyder, Murer.
Norwegen: Silje Solberg; Arntzen (2), Veronica Kristiansen (5), Jeanett Kristiansen, Ingstad (1), Mörk (3/2), Oftedal (4/1), Larsen (4), Brattsett (2), Loeseth, Waade, Kurtovic (4/2), Herrem (4), Sanna Solberg, Jacobsen.
Bemerkungen: Schweiz ohne Csebits (verletzt) und Lisa Frey (rekonvaleszent). Silje Solberg hält Penalty von Scherer (21./3:8). Scherer schiesst Penalty neben das Tor (29./5:10). Brütsch hält Penalty von Veronica Kristiansen (50./9:23).
 



Gruppe 1
Kroatien – Schweiz 32:28 (19:12)
Norwegen – Ukraine 35:22 (19:13)
Schweiz – Norwegen 12:29 (5:12)
Ukraine – Kroatien 26:22 (16:11)

Tabelle:
1. Norwegen 2/4
2. Kroatien 2/2 (+0)
3. Ukraine 2/2 (-9)
4. Schweiz 2/0.

Modus: Die beiden besten Mannschaften sowie der Beste aller Gruppendritten qualifizieren sich für die EM-Endrunde vom 29. November bis 16. Dezember 2018 in Frankreich.
 

Quelle: Marco Ellenberger / Bild: Alexander Wagner.

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30.09.2017
Heimspiel gegen Norwegen: Über 1'200 Tickets sind weg

Für das Heimspiel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft gegen Weltmeister Norwegen vom Sonntag, 1. Oktober, in Olten (17 Uhr, live auf MySports) wurden bereits mehr als 1'200 Tickets abgesetzt. Rund zwei Drittel des Wegs zur angestrebten Rekordmarke sind damit geschafft. Bei Ticketcorner gibt es weiterhin Sitzplätze in zwei Kategorien (40 Franken, 35 Franken) sowie Stehplätze (25 Franken). Kinder bis 12 Jahre profitieren von 50 Prozent, Jugendliche bis 16 Jahre von 30 Prozent Rabatt. Attraktive VIP-Tickets sind für 95 Franken erhältlich.

Ziel: Der Zuschauerrekord
Nach den Männern im vergangenen Herbst gegen Europameister Deutschland sind nun die Frauen an der Reihe: Ein Zuschauerrekord soll her. Die Bestmarke für ein Heimspiel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft datiert vom 22. März 2012 – damals sahen 1‘550 Fans die Begegnung mit Island (19:26) in der St. Galler Kreuzbleiche. Die Stadthalle Kleinholz in Olten hat für das Heimspiel gegen Norwegen vom 1. Oktober eine Kapazität von 2‘000 Zuschauern.

Teamtickets für die Vereine
Für das Heimspiel gegen Norwegen bietet der Schweizerische Handball-Verband (SHV) auch wieder die beliebten Teamtickets mit 50 Prozent Rabatt an. Der entsprechende Rabatt-Code wird sämtlichen Vereinen der Schweiz mit einem separaten Mail zugestellt. Aber aufgepasst: Das Kontingent an Teamtickets ist beschränkt. Holt euch darum jetzt noch eure Plätze.

Quelle: Marco Ellenberger

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27.09.2017
EM-Qualifikation: Schweizer Frauen unterliegen Kroatien

Die Schweizer Frauen sind mit einer Niederlage in die neue EM-Kampagne gestartet. Die SHV-Auswahl von Trainer Jesper Holmris unterlag Kroatien auswärts mit 28:32 (12:19). Vor nur 250 Zuschauern in Zagreb begannen die Schweizerinnen zwar stark und führten rasch mit 6:2 (8.), handelten sich aber bis zur Pause wegen defensiven Mängeln dennoch bereits eine entscheidende Hypothek ein.

Hinten hielt Manuela Brütsch, vorne fielen die Tore wie von selbst: Keine zehn Minuten waren gespielt, als die Schweiz in Zagreb bereits mit 6:2 vorne lag. Schade nur, dass die Mannschaft von Trainer Jesper Holmris mit dem Traumstart nicht allzu viel anzufangen wusste. Das physisch überlegene Kroatien reagierte mit einem 17:6-Lauf und führte zur Pause bereits vorentscheidend mit 19:12. «Wir haben in der Verteidigung in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff gekriegt, wir haben viel zu viele Zweikämpfe auf einfache Weise verloren. Wir waren nicht bereit», sagte Jesper Holmris.

Er stellte nach der Pause das taktische Konzept um, liess fortan deutlich defensiver verteidigen, und durfte zur Kenntnis nehmen, dass seine Equipe immer besser in die Partie fand. Nach einer Dreiviertelstunde waren die Schweizerinnen wieder auf 20:22 dran, sogar mit Ballbesitz. Doch es war eben auch eine der Geschichten dieser Partie, dass die SHV-Auswahl zu wenig aus ihren Chancen machte und immer wieder aus besten Positionen scheiterte. Die Effizienz fehlte über das gesamte Spiel – aber eben ganz besonders in den entscheidenden Momenten in der zweiten Halbzeit. Letztmals beim Stand von 30:28, ehe die Kroatinnen den Sack zu machten.

«Mit unserer Offensivleistung bin ich sehr zufrieden, vor allem wenn ich daran denke, wie viele richtig gute Chancen wir uns herausgespielt habe. Leider haben wir aber zu wenig daraus gemacht. Die Würfe waren in vielen Situationen nicht gut, und es hat auch die letzte Cleverness gefehlt», sagte Jesper Holmris. Im Angriff tat sich vor allem Kerstin Kündig positiv hervor, die fünf Tore erzielte, viel Übersicht bewies und das Spiel gut lenkte. Auch Romy Bachmann verdiente sich im Angriff gute Noten.

Trotz der vergebenen Chancen durfte sich die offensive Ausbeute mit 28 Toren aber mehr als sehen lassen – in der letzten EM-Qualifikation hatten die Schweizerinnen nie mehr als 23 Treffer in einer Partie erzielt. Die Probleme am Mittwoch lagen denn auch ganz klar auf der anderen Seite des Spielfelds. Das beschäftigte auch den Nationaltrainer. «Es wäre heute viel mehr drin gelegen. Ich bin sehr enttäuscht, dass wir in der Deckung so viele Zweikämpfe auf so einfache Weise verloren haben. Im Hinblick auf Sonntag müssen wir uns jedenfalls enorm steigern», sagte Jesper Holmris. Am Sonntag ist Welt- und Europameister Norwegen in der Stadthalle Olten zu Gast.
 



EM-Qualifkation Frauen

Kroatien – Schweiz 32:28 (19:12)
Sutinska Vrela, Zagreb – 250 Zuschauer – Sr. Accoto Martins/Accoto Martins (POR).
Strafen: Je 3mal 2 Minuten.
Schweiz: Brütsch/Dokovic; Scherer (8/5), Bachmann (5), Kündig (5), Weigelt (4), Hodel (3), Murer (3), Amrein, Berger, Noëlle Frey, Gautschi, Ineichen, Matter, Özcelik, Wyder.
Bemerkungen: Schweiz ohne Csebits (verletzt) und Lisa Frey (rekonvaleszent). Penaltys: Kroatien 6/4, Schweiz 6/5.
 



Gruppe 1
Kroatien – Schweiz 32:28 (19:12)
Norwegen – Ukraine 35:22 (19:13)

Tabelle:
1. Norwegen 1/2 (+13)
2. Kroatien 1/2 (+4).
3. Schweiz 1/0 (-4).
4. Ukraine 1/0 (-13).

Modus: Die beiden besten Mannschaften sowie der Beste aller Gruppendritten qualifizieren sich für die EM-Endrunde vom 29. November bis 16. Dezember 2018 in Frankreich.

Quelle: Marco Ellenberger

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18.10.2017
Interview: Nicolas Raemy über den langen Weg zurück

Seit über einem Jahr stand Wacker Thuns Nationalspieler Nicolas Raemy nicht mehr auf dem Spielfeld. Nach einem Zusammenprall in einem Meisterschaftsspiel setzte ihn ein Schleudertrauma ausser Gefecht. Im neusten Interview auf wackerTV erzählt Nicolas Raemy wie es ihm geht, wie er mit Rückschlägen umzugehen gelernt hat und welche Aussicht aufs Comeback ihn motiviert. Physiotherapeut Cyril Dähler spricht über die Herausforderungen bei der Reha und zeigt innovative Behandlungsansätze mit dem Laser.
 

Quelle: wackerTV

12.10.2017
Nationalspielerin Romy Bachmann mit Kreuzbandriss lange Out

Grosses Pech für Romy Bachmann. Die Schweizer Nationalspielerin verletzte sich beim Cupspiel ihrer Mannschaft HSG Bad Wildungen am Knie und muss nun die bittere Diagnose Kreuzbandriss verkraften. Damit fällt die 28-jährige mindestens ein halbes Jahr aus, ob sie in der laufenden Saison nochmals eingreifen kann, ist ungewiss.

Bereits die erste Untersuchung in Deutschland legte den Verdacht eines Kreuzbandrisses nahe, Romy Bachmann sagte einer Lokalzeitung anschliessend: "Es ist ziemlich viel weg vom Kreuzband, während der Knorpel und der Meniskus in Ordnung sind, sodass ich noch Glück gehabt habe. Die Situation ist für mich natürlich eine oberbeschissene Situation." Eine weitere Untersuchung bei Nati-Arzt Dr. Lukas Weisskopf bestätigte die Diagnose und brachte zudem die Gewissheit, dass eine Operation nötig ist. Damit fällt die ausgebildete Physiotherapeutin zwischen sechs und neun Monaten aus. Je nach Heilungsverlauf könnte die 28-jährige im Saisonendspurt nochmals eingreifen.

Zu dieser Saison hatte sich Romy Bachmann dem deutschen Bundesligisten Bad Wildungen angeschlossen, bei dem auch Nati-Goalie Manuela Brütsch unter Vertrag steht. Auch in der Nationalmannschaft hat sie sich einen Platz erkämpft. Bei den EM-Qualifikationsspielen gegen Kroatien und Norwegen war sie fester Bestandteil des Schweizer Kaders.

Quelle: Matthias Schlageter

02.10.2017
Jesper Holmris: «Wir hatten viel Respekt – oder fast etwas Angst»

Für Jesper Holmris war die Partie vom Sonntag gegen Norwegen der letzte Auftritt als Trainer mit der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft. Er verlässt den Schweizerischen Handball-Verband (SHV) nach vier Jahren in Richtung China. Das Interview nach der Begegnung mit dem Weltmeister vor 1'675 Fans in der ausverkauften Oltner Stadthalle, die mit einer 12:29 (5:12)-Niederlage endete.
 



Jesper Holmris, eine 12:29-Niederlage sieht erstmal deutlich aus – war es auch so deutlich?
Jesper Holmris: Ja, das war so deutlich. Norwegen war zwei Klassen besser. Aber ein Vergleich mit den Besten der Welt war genau das, was die Schweizer Spielerinnen brauchen. Da sieht man klar: Okay, das ist das höchste Niveau. Dort kann man hinkommen. Vor allem die Verteidigung und der Gegenstoss von Norwegen gehören zum Besten, was es auf der Welt derzeit zu sehen gibt.

Mit was für einer Zielsetzung seid ihr in die Partie gegangen?
Jesper Holmris: Wir waren sehr unzufrieden mit unserer Verteidigung am Mittwoch in Kroatien (28:32-Niederlage, Red.), das haben wir lange analysiert. Das wollten wir viel besser machen. Gegen Norwegen war es nun komplett umgekehrt: Wir haben vernünftig verteidigt, aber im Angriff hatten wir keine Chance. Aber ich muss auch sagen, dass Norwegen sehr gut vorbereitet war und uns sehr ernst genommen hat. Wir haben praktisch keinen Zweikampf gewonnen. Wir hatten vor allem am Anfang wohl zu viel Respekt – oder schon fast ein bisschen Angst vor dem übermächtigen Gegner.

Kann man aus so einem Spiel trotzdem etwas Positives mitnehmen?
Jesper Holmris: Das Positive ist, dass wir gegen die beste Mannschaft der Welt spielen konnten. Auf diese Weise lernt man dazu. Du kriegst vor Augen geführt, was es auf diesem Niveau braucht: Wenn man nicht mit vollem Tempo kommt, hat man keine Chance. Wenn wir im Eins-gegen-eins nicht total aggressiv sind, haben wir keine Chance. Wenn wir nicht in den Ball hineinlaufen, haben wir keine Chance. Diese Erkenntnisse sind sehr wichtig. Und wir haben auf jeden Fall alles gegeben.

Die Halle war voll, die Stimmung super und für einen neuen Zuschauerrekord hat es auch gereicht. Was bedeutet euch das?
Jesper Holmris: Es ist wirklich grossartig zu sehen, dass die Schweiz so viele Zuschauer für ein Frauen-Länderspiel mobilisieren kann. Wir waren vier Tage vorher in Kroatien – notabene eine grosse Handball-Nation – und dort waren nur 250 Leute in der Halle und es war überhaupt keine Ambiance. Das hier in Olten war wirklich eine super Veranstaltung, in jeder Hinsicht. Die Spielerinnen haben das sichtlich genossen, und ich auch. Ein grosser Dank an den SHV. Nicht nur für dieses Spiel, sondern für die ganzen vier Jahre. Ich habe immer eine grosse Unterstützung gespürt.

 

Quelle: Matthias Schlageter/Marco Ellenberger

Das letzte Spiel
Für Nationaltrainer Jesper Holmris war das Heimspiel gegen Norwegen der letzte Auftritt mit der SHV-Auswahl. Im Interview blickt er zurück auf die Begegnung.
02.10.2017
Noëlle Frey in Olten für ihr 50. Länderspiel geehrt

Noëlle Frey bestritt am Sonntag in Olten gegen Weltmeister Norwegen ihr 50. Länderspiel. Vor der Partie in der ausverkauften Stadthalle wurde sie von SHV-Zentralpräsident Ulrich Rubeli und von Martin Kieser, Vertreter des lokalen Veranstalters HV Olten, geehrt. Die Kulisse war mehr als würdig: Mit 1'675 Zuschauern wurde ein Rekord für ein Heimspiel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft aufgestellt. Der SHV gratuliert Noëlle Frey zum Jubiläum und wünscht ihr für die weiteren Länderspiele viel Erfolg.
 

Von links: Ulrich Rubeli, Noëlle Frey, Martin Kieser. (Foto: Alexander Wagner)

      

Quelle: Marco Ellenberger

01.10.2017
Schweizer Frauen unterliegen Norwegen vor Rekordkulisse

Gegen den haushohen Favoriten gab es nichts zu holen: Die Schweizer Frauen haben ihr Heimspiel gegen Weltmeister Norwegen deutlich mit 12:29 (5:12) verloren. Vor der Rekordkulisse von 1'675 Zuschauern in der ausverkauften Oltner Stadthalle wehrte sich die SHV-Auswahl lange grossartig, zollte in der zweiten Halbzeit dem hohen Rhythmus und dem hohen Tempo aber Tribut.

So wunderbar die Stimmung, so stark die defensive Leistung der Schweizerinnen in der ersten Halbzeit. Die SHV-Auswahl startete leidenschaftlich und hervorragend organisiert in die Partie und gestand dem Weltmeister in den ersten 17 Minuten gerade mal fünf Treffer zu. 3:5 stand es in jenem Moment – und das Skore hätte aus Sicht des Heimteams durchaus noch positiver ausfallen können. Doch schon früh war absehbar, dass sich die Schweizerinnen ihre Tore hart erarbeiten mussten. Norwegen stellte eine enorm kompakte und agile Deckung, und dahinter agierte mit Silje Solberg eine überragende Torhüterin. Sie wehrte bis zum Schluss 17 Würfe und damit 59 Prozent aller Schüsse auf ihr Tor ab.

Die SHV-Auswahl von Trainer Jesper Holmris nahm den Kampf an und ging den hohen Rhythmus mit. Sie beging zwar viele Fehler – sie schaffte es aber, auch den Weltmeister immer wieder in Ballverluste zu zwingen. Es war so genau das Spiel, das sich die Schweizerinnen vorstellten: Sie griffen lange und geduldig an und brachen so immer wieder erfolgreich das norwegische Tempo. Kurz vor der Pause vergab Sibylle Scherer per Siebenmeter die Chance auf das 6:10 – stattdessen stand es zwei Minuten später beim Seitenwechsel 5:12. Es war in Anbetracht der ersten Halbzeit, in der die Schweizerinnen vieles richtiggemacht und mit Manuela Brütsch eine starke Torhüterin hatten, ein zu schlechter Lohn.

Die Geschichte des zweiten Durchgangs war dann schnell erzählt: Der Weltmeister war sichtlich um eine Reaktion bemüht und kam wie die Feuerwehr aus der Kabine. Die Schweizerinnen hingegen verloren komplett den Zugriff auf die Partie – und kriegten nun Anschauungsunterricht vom grossen Favoriten. Mit den Kräften schwand beim Heimteam auch die Gegenwehr, und der norwegische Express rollte nun regelmässig und unaufhaltsam in Richtung Schweizer Tor. Nach einer Dreiviertelstunde, beim Stand von 8:23, hatte der haushohe Favorit die erwarteten Verhältnisse hergestellt.

Die Schweizerinnen ergaben sich aber nicht in ihr Schicksal, sondern genossen die wunderbare Atmosphäre in Olten. Die 1'675 Zuschauer – so viele wie noch nie an einem Heimspiel der Frauen-Nationalmannschaft – feierten jedes Tor wie den Siegtreffer. Und Nationaltrainer Jesper Holmris liess in seinem letzten Auftritt mit der SHV-Auswahl auch alle seine Spielerinnen daran teilhaben. Besonders hervor tat sich dabei Sabrina Amrein, die in ihrem dritten Länderspiel in der Schlussphase mit zwei Toren gegen Weltklasse-Keeperin Silje Solberg auftrumpfte. Das Ende war darum mehr als versöhnlich: Das Publikum in Olten feierte beide Teams. Das Spiel hatte irgendwie auch zwei Sieger: Weltmeister Norwegen – und der Schweizer (Frauen-)Handball.
 


 
EM-Qualifikation Frauen

Schweiz – Norwegen 12:29 (5:12)
Stadthalle, Olten – 1'675 Zuschauer (ausverkauft, Rekordkulisse) – Sr. Maric/Masic (SRB).
Torfolge: 0:1, 1:1, 1:5, 3:5 (17.), 3:8 (20.), 5:10, 5:12; 6:12, 6:16, 7:16, 7:22 (44.), 8:22, 11:25, 11:28, 12:29.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die Schweiz; keine gegen Norwegen.
Schweiz: Brütsch/Dokovic (ab 52. plus für 1 Penalty); Kündig (1), Bachmann (2), Ineichen (2), Özcelik, Gautschi (1), Weigelt (1), Hodel (2), Scherer, Matter, Berger, Noëlle Frey, Amrein (2), Wyder, Murer.
Norwegen: Silje Solberg; Arntzen (2), Veronica Kristiansen (5), Jeanett Kristiansen, Ingstad (1), Mörk (3/2), Oftedal (4/1), Larsen (4), Brattsett (2), Loeseth, Waade, Kurtovic (4/2), Herrem (4), Sanna Solberg, Jacobsen.
Bemerkungen: Schweiz ohne Csebits (verletzt) und Lisa Frey (rekonvaleszent). Silje Solberg hält Penalty von Scherer (21./3:8). Scherer schiesst Penalty neben das Tor (29./5:10). Brütsch hält Penalty von Veronica Kristiansen (50./9:23).
 



Gruppe 1
Kroatien – Schweiz 32:28 (19:12)
Norwegen – Ukraine 35:22 (19:13)
Schweiz – Norwegen 12:29 (5:12)
Ukraine – Kroatien 26:22 (16:11)

Tabelle:
1. Norwegen 2/4
2. Kroatien 2/2 (+0)
3. Ukraine 2/2 (-9)
4. Schweiz 2/0.

Modus: Die beiden besten Mannschaften sowie der Beste aller Gruppendritten qualifizieren sich für die EM-Endrunde vom 29. November bis 16. Dezember 2018 in Frankreich.
 

Quelle: Marco Ellenberger / Bild: Alexander Wagner.

Ein Spiel – zwei Sieger
Grossartige Kulisse und Anschauungsunterricht vom Weltmeister: Die Schweizer Frauen verlieren ihr Heimspiel gegen Norwegen vor 1'675 Fans mit 12:29 (5:12).
30.09.2017
Heimspiel gegen Norwegen: Über 1'200 Tickets sind weg

Für das Heimspiel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft gegen Weltmeister Norwegen vom Sonntag, 1. Oktober, in Olten (17 Uhr, live auf MySports) wurden bereits mehr als 1'200 Tickets abgesetzt. Rund zwei Drittel des Wegs zur angestrebten Rekordmarke sind damit geschafft. Bei Ticketcorner gibt es weiterhin Sitzplätze in zwei Kategorien (40 Franken, 35 Franken) sowie Stehplätze (25 Franken). Kinder bis 12 Jahre profitieren von 50 Prozent, Jugendliche bis 16 Jahre von 30 Prozent Rabatt. Attraktive VIP-Tickets sind für 95 Franken erhältlich.

Ziel: Der Zuschauerrekord
Nach den Männern im vergangenen Herbst gegen Europameister Deutschland sind nun die Frauen an der Reihe: Ein Zuschauerrekord soll her. Die Bestmarke für ein Heimspiel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft datiert vom 22. März 2012 – damals sahen 1‘550 Fans die Begegnung mit Island (19:26) in der St. Galler Kreuzbleiche. Die Stadthalle Kleinholz in Olten hat für das Heimspiel gegen Norwegen vom 1. Oktober eine Kapazität von 2‘000 Zuschauern.

Teamtickets für die Vereine
Für das Heimspiel gegen Norwegen bietet der Schweizerische Handball-Verband (SHV) auch wieder die beliebten Teamtickets mit 50 Prozent Rabatt an. Der entsprechende Rabatt-Code wird sämtlichen Vereinen der Schweiz mit einem separaten Mail zugestellt. Aber aufgepasst: Das Kontingent an Teamtickets ist beschränkt. Holt euch darum jetzt noch eure Plätze.

Quelle: Marco Ellenberger

Der Weltmeister kommt!
Am Sonntag kommt Welt- und Europameister Norwegen nach Olten. MySports überträgt ab 17 Uhr live. Für das Spiel sind schon mehr als 1'200 Tickets weg.
27.09.2017
EM-Qualifikation: Schweizer Frauen unterliegen Kroatien

Die Schweizer Frauen sind mit einer Niederlage in die neue EM-Kampagne gestartet. Die SHV-Auswahl von Trainer Jesper Holmris unterlag Kroatien auswärts mit 28:32 (12:19). Vor nur 250 Zuschauern in Zagreb begannen die Schweizerinnen zwar stark und führten rasch mit 6:2 (8.), handelten sich aber bis zur Pause wegen defensiven Mängeln dennoch bereits eine entscheidende Hypothek ein.

Hinten hielt Manuela Brütsch, vorne fielen die Tore wie von selbst: Keine zehn Minuten waren gespielt, als die Schweiz in Zagreb bereits mit 6:2 vorne lag. Schade nur, dass die Mannschaft von Trainer Jesper Holmris mit dem Traumstart nicht allzu viel anzufangen wusste. Das physisch überlegene Kroatien reagierte mit einem 17:6-Lauf und führte zur Pause bereits vorentscheidend mit 19:12. «Wir haben in der Verteidigung in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff gekriegt, wir haben viel zu viele Zweikämpfe auf einfache Weise verloren. Wir waren nicht bereit», sagte Jesper Holmris.

Er stellte nach der Pause das taktische Konzept um, liess fortan deutlich defensiver verteidigen, und durfte zur Kenntnis nehmen, dass seine Equipe immer besser in die Partie fand. Nach einer Dreiviertelstunde waren die Schweizerinnen wieder auf 20:22 dran, sogar mit Ballbesitz. Doch es war eben auch eine der Geschichten dieser Partie, dass die SHV-Auswahl zu wenig aus ihren Chancen machte und immer wieder aus besten Positionen scheiterte. Die Effizienz fehlte über das gesamte Spiel – aber eben ganz besonders in den entscheidenden Momenten in der zweiten Halbzeit. Letztmals beim Stand von 30:28, ehe die Kroatinnen den Sack zu machten.

«Mit unserer Offensivleistung bin ich sehr zufrieden, vor allem wenn ich daran denke, wie viele richtig gute Chancen wir uns herausgespielt habe. Leider haben wir aber zu wenig daraus gemacht. Die Würfe waren in vielen Situationen nicht gut, und es hat auch die letzte Cleverness gefehlt», sagte Jesper Holmris. Im Angriff tat sich vor allem Kerstin Kündig positiv hervor, die fünf Tore erzielte, viel Übersicht bewies und das Spiel gut lenkte. Auch Romy Bachmann verdiente sich im Angriff gute Noten.

Trotz der vergebenen Chancen durfte sich die offensive Ausbeute mit 28 Toren aber mehr als sehen lassen – in der letzten EM-Qualifikation hatten die Schweizerinnen nie mehr als 23 Treffer in einer Partie erzielt. Die Probleme am Mittwoch lagen denn auch ganz klar auf der anderen Seite des Spielfelds. Das beschäftigte auch den Nationaltrainer. «Es wäre heute viel mehr drin gelegen. Ich bin sehr enttäuscht, dass wir in der Deckung so viele Zweikämpfe auf so einfache Weise verloren haben. Im Hinblick auf Sonntag müssen wir uns jedenfalls enorm steigern», sagte Jesper Holmris. Am Sonntag ist Welt- und Europameister Norwegen in der Stadthalle Olten zu Gast.
 



EM-Qualifkation Frauen

Kroatien – Schweiz 32:28 (19:12)
Sutinska Vrela, Zagreb – 250 Zuschauer – Sr. Accoto Martins/Accoto Martins (POR).
Strafen: Je 3mal 2 Minuten.
Schweiz: Brütsch/Dokovic; Scherer (8/5), Bachmann (5), Kündig (5), Weigelt (4), Hodel (3), Murer (3), Amrein, Berger, Noëlle Frey, Gautschi, Ineichen, Matter, Özcelik, Wyder.
Bemerkungen: Schweiz ohne Csebits (verletzt) und Lisa Frey (rekonvaleszent). Penaltys: Kroatien 6/4, Schweiz 6/5.
 



Gruppe 1
Kroatien – Schweiz 32:28 (19:12)
Norwegen – Ukraine 35:22 (19:13)

Tabelle:
1. Norwegen 1/2 (+13)
2. Kroatien 1/2 (+4).
3. Schweiz 1/0 (-4).
4. Ukraine 1/0 (-13).

Modus: Die beiden besten Mannschaften sowie der Beste aller Gruppendritten qualifizieren sich für die EM-Endrunde vom 29. November bis 16. Dezember 2018 in Frankreich.

Quelle: Marco Ellenberger

Defensive Probleme
Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft verliert zum Auftakt der EM-Qualifikation auswärts gegen EM-Teilnehmer Kroatien trotz einem guten Start mit 28:32 (12:19).
25.09.2017
EM-Qualifikation: Attraktive Gegner – grosse Herausforderungen

Die Schweizer Frauen treffen in der EM-Qualifikation auf Norwegen, Kroatien und die Ukraine. Den Auftakt macht das Auswärtsspiel am Mittwoch in Zagreb (18 Uhr, live auf ehfTV.com). Die SHV-Auswahl tritt auf der grossen europäischen Bühne erneut als ambitionierter Herausforderer an – im Wissen, dass ein Punktgewinn in dieser Gruppe einer grossen Überraschung gleichkäme. Die beiden besten Mannschaften sowie der Beste aller Gruppendritten qualifizieren sich für die EM-Endrunde vom 29. November bis 16. Dezember 2018 in Frankreich.

Die schönste aller statistischen Erkenntnisse dieser EM-Kampagne vorweg: Die Schweiz hat gegen Norwegen in der Länderspiel-Geschichte eine ausgeglichene Bilanz – die beiden Mannschaften trafen nämlich noch nie aufeinander. Die Stärkeverhältnisse sind vor der ersten Begegnung vom Sonntag in Olten (17 Uhr, Stadthalle) aber eindeutig: Der Welt- und Europameister aus Skandinavien ist selbstredend haushoher Favorit. Alles andere als ein souveräner Durchmarsch in dieser Qualifikationsgruppe käme für die Norwegerinnen einer Enttäuschung gleich. Umgekehrt formuliert: Die SHV-Auswahl des abtretenden Trainers Jesper Holmris, der die chinesische Nationalmannschaft übernimmt, hat überhaupt nichts zu verlieren und kann gegen den Kontrahenten von Weltformat mutig und befreit aufspielen.

Gleiches gilt auch für die Partien gegen die beiden weiteren Gegner der Gruppe: Kroatien und die Ukraine weisen zwar längst nicht das Rendement von Norwegen auf – sie sind gegen die Schweiz aber dennoch zu favorisieren. Zuletzt verpassten Kroatien (gegen Slowenien) und die Ukraine (gegen Spanien) die Teilnahme an der WM-Endrunde in den Playoffs jeweils knapp. Die SHV-Auswahl konnte bisher in der Länderspiel-Geschichte sowohl gegen Kroatien (2 Niederlagen), als auch gegen die Ukraine (6 Niederlagen) noch nie gewinnen. Eine Premiere am Mittwoch scheint aber nicht ausgeschlossen: Gerade gegen die Kroatinnen, die im Vergleich zur EM-Teilnahme im vergangenen Dezember (16. Platz) einen wesentlichen Umbruch in der Mannschaft hinter sich haben, wollen die Schweizerinnen ein Ausrufezeichen setzen und bereit sein, wenn sich die Chance auf ein Erfolgserlebnis ergibt.
 



EM-Qualifikation, Gruppe 1

27.09.2017: Kroatien – Schweiz (in Zagreb)
27.09.2017: Norwegen – Ukraine (in Stjordal)
01.10.2017: Schweiz – Norwegen (in Olten)
01.10.2017: Ukraine – Kroatien (in Sumy)

Quelle: Marco Ellenberger

Mit Mut nach Zagreb
Mit dem Auswärtsspiel in Kroatien beginnt für die Schweizer Frauen am Mittwoch die EM-Qualifikation. Die SHV-Auswahl ist erneut in der Rolle des Herausforderers.
22.09.2017
Airport Trophy auch im Jahr 2018 wieder in Kloten

Der Termin und das Teilnehmerfeld für die nächste Airport Trophy steht fest. Vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 messen sich in der Klotener Ruebisbachhalle die männlichen U20-Nationalmannschaften aus Frankreich, Spanien, Deutschland und der Schweiz. Das Turnier dient damit der direkten Vorbereitung auf die danachfolgende EM-Endrunde der U20-Junioren in Slowenien. Es lohnt sich, den Termin frühzeitig in die Agenda einzutragen.

Quelle: Airport Trophy

19.09.2017
Nationalspielerin Lisa Frey vom Oltner Stadtpräsidenten empfangen

Die Vorfreude auf den 1. Oktober und das Heimspiel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft gegen Weltmeister Norwegen in Olten steigt weiter: Am Dienstagnachmittag wurde eine Delegation mit Nationalspielerin Lisa Frey, OK-Präsident Ernst Zingg sowie Roger Keller, Leiter Marketing und Events des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV), von Oltens amtierendem Stadtpräsidenten Martin Wey offiziell empfangen.

Im Stadthaus, hoch über den Dächern der Dreitannenstadt, drückte Stadtpräsident Martin Wey seine Freude darüber aus, dass die Schweizer Frauen am 1. Oktober erstmals überhaupt ein Länderspiel in Olten bestreiten – und dann auch noch gegen einen so hochkarätigen Gegner wie Norwegen. «Handball ist in unserer Stadt stark verankert», sagte er, nicht zuletzt mit direktem Bezug zum lokalen HV Olten, der das Länderspiel in Zusammenarbeit mit dem SHV ausrichtet. Die Delegation überreichte Martin Wey einen offiziellen Wimpel sowie ein unterschriebenes Original-Match-Trikot von Lisa Frey.

Am Sonntag, 1. Oktober, um 17 Uhr trifft die SHV-Auswahl erstmals in ihrer Länderspiel-Geschichte auf Welt- und Europameister Norwegen. Es ist DAS Handball-Highlight in diesem Herbst. Am Spiel in der Stadthalle Olten wird ein neuer Zuschauerrekord für ein Heimspiel der Frauen-Nationalmannschaft angestrebt: Die bisherige Marke von 1550 Fans (im Jahr 2012 in St. Gallen) soll geknackt werden. Der Vorverkauf läuft bei Ticketcorner.

Quelle: Marco Ellenberger

Die Vorfreude steigt
Der Oltner Stadtpräsident Martin Wey hat am Dienstag eine Delegation des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV) mit Nationalspielerin Lisa Frey empfangen.

 

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