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Der Kreis schliesst sich
Die Schweizer Nationalmannschaft verliert zum Abschluss der EM-Qualifikation auswärts gegen Deutschland nach starker erster Halbzeit mit 22:29 (13:12).
Auf der grossen Bühne
Die Schweiz trifft am Sonntag zum Abschluss der EM-Qualifikation in der ÖVB-Arena in Bremen auf Europameister Deutschland. TV24 überträgt das Spiel ab 15 Uhr live.
Eine Lektion für die Schweiz
Die Schweiz bleibt im Heimspiel gegen den WM-Dritten Slowenien ohne Chance und verliert vor 1'245 Zuschauern in Schaffhausen diskussionslos mit 20:33 (9:18).
«Das ist reizvoll»
Die Schweiz trifft am Mittwoch (20.15 Uhr, live auf TV24) in der BBC Arena auf den WM-Dritten Slowenien. Andy Schmid über seine Rolle und die Ausgangslage.
18.06.2017
EM-Qualifikation: Achtbarer Schweizer Abschluss in Bremen

Die Schweizer Nationalmannschaft hat das letzte Spiel der EM-Qualifikation auswärts gegen Europameister Deutschland erwartungsgemäss mit 22:29 (13:12) verloren. Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter zog sich vor 8'500 Zuschauern in Bremen aber durchaus achtbar aus der Affäre; kurz vor der Pause lagen die Gäste gar überraschend noch mit zwei Toren in Führung.

Der Kreis schloss sich: Die Schweiz begann die Qualifikations-Kampagne im vergangenen Herbst mit starken Leistungen, und schloss sie am Sonntag in Bremen mit einem guten Auftritt ab. Es war eine Begegnung, die sinnbildlich für den Entwicklungsprozess stand, den die Schweizer hinter sich haben – aber gerade auch für den, der noch vor ihnen liegt. Einerseits stellten sie in der ersten Halbzeit trotz zahlreicher Abwesenheiten ihr grosses Potenzial unter Beweis, als sie nach einem schwierigen Start mit 6:9-Rückstand nach einer Viertelstunde das Spiel in den Griff bekamen. Mit einer stabilen, agilen und kompakten Verteidigung und angeführt vom starken Andy Schmid (11) schafften sie vor der Pause die Wende und gingen mit 13:11 (27.) in Führung.

Andererseits zeigte die zweite Halbzeit der SHV-Auswahl dann noch einmal offensichtlich auf, welchen Weg sie in den kommenden Monaten weiter zu gehen hat. Die Heimmannschaft reagierte nach dem Seitenwechsel, profitierte von ihrem enorm breiten und homogenen Kader und stellte die alten Verhältnisse wieder her. Vorab gegen Keeper Andreas Wolff taten sich die Gäste enorm schwer; bis zur 51. Minute baute Deutschland den Vorsprung darum auf 25:17 aus und entschied die Partie. Den Schweizern, die in ihrem Kader nicht annähernd die erforderliche Ausgeglichenheit hatten, schwanden nach etwa einer Dreiviertelstunde die Kräfte. Bis dahin hatte Trainer Michael Suter auf seine Stammformation vertraut. Neben Schmid verdienten sich vor allem auch der fünffache Torschütze Luka Maros und Abwehrchef Samuel Röthlisberger sehr gute Noten. Im Vergleich zum vergangenen Mittwoch gelang der SHV-Auswahl die grösste Steigerung ohnehin in der Defensive, die Deutschland wiederholt vor enorme Probleme stellte.

«Der Sieg in der ersten Halbzeit war ein wertvolles Teilziel auf unserem Weg der Entwicklung», sagte Michael Suter. «Wir haben zu sehr guter defensiver Stabilität gefunden und uns auch in der Offensive immer wieder gute Lösungen erspielt.» Auf der grossen Bühne in Bremen gelang es der SHV-Auswahl tatsächlich, dem Spiel in jener Phase den Stempel aufzudrücken. Das zeigte sich auch in der Atmosphäre: In der grossen und gut gefüllten Halle waren in der Phase vor dem Seitenwechsel nur noch die «Hopp Schwiiz!»-Rufe zu hören.

Dass die Schweizer die Pace in der zweiten Halbzeit nicht durchziehen konnten, war erklärbar. Zumal Deutschlands Trainer Christian Prokop in seinem 16-Mann-Kader munter durchwechselte und zur Kenntnis nehmen durfte, dass er auch in seiner zweiten Garde über international sehr taugliche Alternativen verfügt. Der Gastgeber hielt darum das Tempo jederzeit hoch, die SHV-Auswahl zollte dem entsprechend Tribut. «Es fehlt uns im Moment gewiss noch die Breite. Und unsere vielen hoffnungsvollen Spieler haben noch weiteres Steigerungspotenzial. Wir waren heute, trotz über weite Strecken sehr guter Leistung, noch lange nicht am Limit», sagte Michael Suter.

Die 22:29-Niederlage wurde dem Auftritt der Schweiz in der ÖVB-Arena in der Höhe vielleicht nicht unbedingt gerecht, sie war aber insgesamt korrekt. Das anerkannte auch Michael Suter. «Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel für eine intensive Partie gratuliert. Am Ende wurde der Druck des Gegners zu gross. Da müssen wir nun in der nächsten Saison von Monat zu Monat besser werden», sagte er. Auch wenn sich der erste Kreis der EM-Qualifikation am Sonntagabend im Nordwesten Deutschlands schloss: Der nächste Abschnitt des Wegs hat gerade eben erst begonnen.
 



EM-Qualifikation Männer

Deutschland – Schweiz 29:22 (12:13)
ÖVB-Arena, Bremen – 8‘513 Zuschauer – Sr. Pandzic/Mosorinski (SRB).
Torfolge: 1:0, 3:1, 5:2, 9:6 (17.), 9:10 (21.), 11:10, 11:13, 12:13; 14:13, 15:14, 15:15 (34.), 18:15, 20:17 (44.), 25:17 (51.), 26:18, 26:20, 28:22, 29:22.
Strafen: Je 3mal 2 Minuten.
Deutschland: Heinevetter/Wolff (ab 20./1 Tor); Sellin (1), Wiede (2), Hornke (3), Kneule, Schmidt (1), Häfner (1), Weber (3/1), Dahmke, Kühn (4), Kohlbacher (5), Link (1), Suton, Schiller (7/2), Michalczik.
Schweiz: Portner/Kindle (ab 45. und für 1 Penalty); Schmid (11/2), Meister (1), Rubin, Lier (2), Sidorowicz (2), Röthlisberger, Küttel (1), Markovic, Maros (5), Huwyler, Strebel, Gerbl.
Bemerkungen: Schweiz ohne Von Deschwanden, Raemy, Delhees, Vernier, Tynowski und Dähler (alle verletzt). Kusio und Zehnder nicht eingesetzt. – Weber schiesst Penalty an die Latte, trifft im Nachschuss zum 10:10 (22.). Time-outs: Deutschland (18./9:8); Schweiz (30./12:13, 45./21:17).

Quelle: Marco Ellenberger

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17.06.2017
EM-Qualifikation: Zum Abschluss gegen den Europameister

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft am Sonntag (15 Uhr) in Bremen zum Abschluss der EM-Qualifikation auf Europameister Deutschland. Trotz zahlreicher Absenzen will die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter auf dem Weg ihrer Entwicklung einen weiteren Schritt unternehmen, wertvolle Erfahrungen sammeln und sich mit einer guten Leistung aus der Kampagne verabschieden. Die Partie wird in der Schweiz auf TV24 live übertragen.

Personell immer noch eine Herausforderung ist die rechte Seite: Mit Nicolas Raemy, Ron Delhees, Pascal Vernier, Cédrie Tynowksi und Jonas Dähler fallen gleich fünf Linkshänder verletzungsbedingt aus. Dazu fehlt auch weiterhin Lukas von Deschwanden. Etwas entspannt hat sich die Situation im Mittelblock, weil Lucas Meister wieder zur Verfügung steht. Der Kreisläufer hatte am Mittwoch gegen Slowenien krankheitshalber gefehlt.

Die Schweiz tritt in der 550'000-Einwohner-Stadt im Nordwesten Deutschlands selbstredend als krasser Aussenseiter an. Gegen den Europameister von 2016 wollen die Gäste ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen und an die Leistung im Heimspiel vom vergangenen November im Hallenstadion (22:23) anknüpfen. Die Kulisse zum Abschluss der EM-Qualifikation ist noch einmal ähnlich beeindruckend wie damals in Zürich: Die gut 9'000 Zuschauer fassende ÖVB-Arena (ehemals Stadthalle Bremen) ist bereits nahezu ausverkauft.

Quelle: Marco Ellenberger

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14.06.2017
EM-Qualifikation: Die Schweiz gegen den WM-Dritten chancenlos

Die Schweizer Nationalmannschaft hat ihr letztes Heimspiel der EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten Slowenien deutlich mit 20:33 (9:18) verloren. Vor 1'245 Zuschauern in Schaffhausen blieb die aufgrund von zahlreichen verletzungs- und krankheitsbedingten Abwesenheiten erneut völlig neu formierte SHV-Auswahl ohne jede Chance. Zum Abschluss der Kampagne folgt am Sonntag (15 Uhr, live auf TV24) das Auswärtsspiel bei Europameister Deutschland.

Die SHV-Auswahl zahlte in der ungewohnten Zusammensetzung mit vier Debütanten und zusätzlich ohne den kranken Kreisläufer Lucas Meister erneut enorm viel Lehrgeld. Erschwerend kam am Mittwoch hinzu, dass auch längst nicht alle Schweizer Leistungsträger ihr Optimum abrufen konnten. Die Partie erfuhr darum schon früh eine entscheidende Zäsur. Slowenien nutzte die offensichtlichen Abstimmungsschwierigkeiten und die Ungenauigkeiten des Heimteams in der Viertelstunde vor der Pause konsequent und stellte von 9:6 (17.) auf 16:7 (27.). Der WM-Dritte nahm dem sportlichen Geschehen damit schon in der ersten Halbzeit jegliche Spannung.

«Wir haben die Realität gesehen, da müssen wir keine Alibis suchen. Slowenien hat sehr gut gespielt – wir haben sie aber auch sehr gut spielen lassen. Wir haben gesehen, was eine Topnation auf diesem Level für ein Niveau anbietet, und wir konnten nicht dagegen halten. Das Resultat ist so korrekt, und das kann man auch nicht schönreden», sagte Nationaltrainer Michael Suter. Die Schweizer assen in der Tat hartes Brot, sowohl individuell, als auch im Kollektiv. Als Sinnbild gilt die rechte Angriffsseite, auf der mit Nicolas Raemy, Ron Delhees, Pascal Vernier, Cédrie Tynowski und Jonas Dähler ohnehin schon fünf Linkshänder fehlten. Gerade Dimitrij Küttel, auf dem entsprechend viel Verantwortung lastete, zog einen schwarzen Tag ein. Die Erklärung der diskussionslosen Niederlage war aber nicht bei einzelnen Akteuren zu suchen. Die Schweiz mit ihrer jungen und unerfahrenen Mannschaft war den Slowenen schlicht in allen Belangen unterlegen.

Unter der Regie von Andy Schmid und Luka Maros und unterstützt durch die Paraden von Simon Kindle verkürzte die Schweiz bis zur 42. Minute dank ihrer besten Phase noch einmal auf 16:22 – sie brachte den Gegner damit aber natürlich nicht wirklich in Bedrängnis. Slowenien brachte immer wieder einen Hauch von Weltklasse in die BBC Arena. Im Vergleich mit dem Heimteam verfügten die Gäste über mehr Breite, mehr Routine, mehr Physis und vor allem über viel mehr Durchschlagskraft. Vor allem dann, wenn die Slowenen in der Offensive ihr beeindruckendes Tempo aufnehmen konnten, war für die Verteidigung der SHV-Auswahl nicht mehr allzu viel auszurichten. Kam die Ausgeglichenheit hinzu: Bei Slowenien trugen sich alle 13 eingesetzten Feldspieler sowie auch Torhüter Urh Kastelic (2) in die Skorerliste ein.

Ein kleiner Lichtblick war die Leistung von Maximilian Gerbl. Der rechte Flügel, der wie Patrick Strebel, Samuel Zehnder und Michael Kusio zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft kam, zeigte einen unbekümmerten Auftritt und war viermal erfolgreich. Ansonsten bestätigte das Spiel am Mittwochabend gegen einen starken Gegner, was ohnehin klar war: Die Entwicklung der jungen Nationalmannschaft und die Annäherung an die europäische Spitze ist ein weiter Weg. «Das braucht Zeit, aber Zeit allein hilft uns auch nicht. Es braucht ein Bewusstsein von jedem einzelnen Spieler, wohin der Weg führen soll und was für ein Level gefordert ist. Wir haben heute gesehen, dass das bei vielen noch nicht der Fall ist. Und der Sport ist dann in diesen Situationen sehr ehrlich», sagte Michael Suter. Die ehrliche Erkenntnis war am Mittwochabend denn auch, dass ein Gegner wie Slowenien für die junge SHV-Auswahl zurzeit noch weit entfernt ist.
 


 
EM-Qualifikation Männer

Schweiz – Slowenien 20:33 (9:18)
BBC Arena, Schaffhausen – 1'245 Zuschauer – Sr. Alvarez/Bustamante (ESP).
Torfolge: 0:1, 3:3, 3:6, 5:7, 5:9, 7:10 (19.), 7:16 (27.), 9:16, 9:18; 13:22, 16:22, 16:25, 17:25, 17:29 (50.), 19:29, 19:33, 20:33.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2mal 2 Minuten gegen Slowenien.
Schweiz: Portner/Kindle (19. bis 56.); Schmid (3/1), Rubin (2), Lier (1), Sidorowicz (1), Röthlisberger, Küttel (1), Markovic (1), Luka Maros (6), Huwyler (1), Kusio, Strebel, Zehnder, Gerbl (4/1). 
Slowenien: Skok/Kastelic (2/ab 31.); Blagotinsek (5), Verdinek (2), Marguc (2), Dolenec (5/1), Miklavcic (3), Kodrin (1), Bezjak (2), Barisic (1), Grebenc (3), Zabic (4), Mackovsek (1), Mlakar (1), Leban (1).
Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Delhees, Tynowski, Vernier, Dähler, Von Deschwanden (alle verletzt) und Meister (krank). – Länderspiel-Debüts von Kusio, Strebel, Zehnder und Gerbl. – Portner hält Penalty von Dolenec (15./5:9).

Quelle: Marco Ellenberger. Bild: Alexander Wagner.

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14.06.2017
Andy Schmid vor dem Spiel gegen den WM-Dritten Slowenien

Die Schweizer Handballer bestreiten am Mittwoch (20.15 Uhr) in Schaffhausen gegen den WM-Dritten Slowenien und am Sonntag in Bremen gegen Europameister Deutschland die letzten beiden Partien der EM-Qualifikation. Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung des Teams. TV24 überträgt beide Partien live.

Nationaltrainer Michael Suter verzichtet in den beiden Begegnungen auf die Routiniers Manuel Liniger und Michal Svajlen. Der unbestrittene Teamleader Andy Schmid ist mit 33 Jahren der mit Abstand älteste Spieler im Team – die anderen weisen die Jahrgänge 1991 bis 2000 aus. Wegen Verletzungen figurieren gleich vier Neulinge im Team. "Es ist extrem speziell und komisch. Das kann ich nicht absprechen", sagte Schmid. "Auf der anderen Seite ist es reizvoll, meine Erfahrung mitzugeben und bei der Entwicklung zu helfen."

Die Schweizer sind in der bisherigen EM-Qualifikation nach vier Partien noch punktelos. Die Auftritte in Slowenien (27:32) sowie im Hallenstadion gegen Deutschland (22:23) unterstrichen jedoch, welch Potenzial nach dem radikalen Umbruch in der Mannschaft steckt. "Nach diesen Spielen hatten alle das Gefühl, dass es sehr schnell geht", so Schmid. "Es ist jedoch nicht möglich, drei Schritte auf einmal zu machen." Das zeigte sich insbesondere bei der 25:27-Heimniederlage gegen Portugal, die als Enttäuschung zu bezeichnen ist. "Da hatten wir das erste Mal Druck", erklärte Schmid.

Schmid als perfektes Beispiel
Der Weltklasse-Regisseur der Rhein-Neckar Löwen erachtet es allerdings als "sehr realistisch", dass die Schweizer mittelfristig wieder an Europa- und Weltmeisterschaften dabei sein werden. Letztmals qualifizierten sie sich 2004 für ein grosses Turnier (EM). An der EM 2006 waren sie als Gastgeber gesetzt. "Der Weg dorthin ist hart", gab sich Schmid realistisch. "Die anderen Nationen schlafen auch nicht." Positiv ist sicherlich, dass einige Spieler früher oder später den Schritt ins Ausland wagen werden, was für Schmid essentiell ist.

Der Luzerner ist diesbezüglich ein perfektes Beispiel. Er hat sich in Dänemark und Deutschland zu einem der besten Handballer der Welt entwickelt. Soeben wurde er zum vierten Mal in Serie zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt, was vor ihm noch keiner geschafft hatte. Insofern fühlt es sich für ihn unrealistisch an. Die Auszeichnungen freuen ihn umso mehr, als sie zeigen, dass "ich konstant über mehrere Jahre auf diesem Level spielen konnte". Worauf führt er das zurück? Einerseits sei er verletzungsfrei geblieben, andererseits habe er stets den Antrieb gehabt, Feinheiten noch besser zu machen. Ausserdem brauche es eine gewisse Lockerheit.

Mit Ruhe zum erneuten Titel
Schmid macht stolz, dass die Erfolge der Rhein-Neckar Löwen "mit meinem Namen verbunden werden". Gerade eben wurde das Team aus Mannheim erneut deutscher Meister, nachdem es im Jahr zuvor erstmals überhaupt den Thron bestiegen hatte. "Das gab uns eine gewisse Ruhe", so Schmid. Den Titel zu verteidigen, stufte er dennoch als schwieriger ein, auch weil Teamleader Uwe Gensheimer zu Paris Saint-Germain gewechselt hatte. "Es war beeindruckend, dass wir in den entscheidenden Spielen unsere Leistung gezeigt haben. Vor der Saison tippten alle Experten auf Kiel und Flensburg."

Wie sieht er den Partien gegen Slowenien und Deutschland entgegen? "Das sind wichtige Spiele für die Entwicklung. Es wird aufgezeigt, was noch fehlt. Wir können ohne Druck antreten, das fällt einfacher."

Quelle: Sascha Fey (SDA Sport)

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22.06.2017
Perez Navarro und Jaquet übernehmen die RA Frauen Romandie

Ab der kommenden Saison übernehmen Maria Perez Navarro und Eric Jaquet gemeinsam als Co-Cheftrainer die Juniorinnen-Regionalauswahl des Handball-Regionalverbands Romandie. Eric Jaquet ist seit Jahren bei den männlichen Nachwuchsnationalteams als Torhütertrainer tätig und kennt den RA-Betrieb aus früheren Jahren, in welchen er bei der männlichen RA in der Romandie tätig war.

Für die gebürtige Spanierin Maria Perez Navarro ist es die erste Tätigkeit als Auswahltrainerin in der Schweiz. Sie hat in Lausanne ihren Master in Bewegungs- und Sportwissenschaften abgeschlossen, war in der letzten Saison für die 1. Liga-Männer von Lausanne Ville-Cugy verantwortlich und gehört zum Trainerteam von hand-études Crissier.

Die beiden folgen in ihrer Funktion auf das Duo Marcel Geiser und Jean-François Périsset, welches mit seiner unermüdlichen und wertvollen Arbeit während vielen Jahren die RA Romandie prägte.

Quelle: Christian Müller

18.06.2017
EM-Qualifikation: Achtbarer Schweizer Abschluss in Bremen

Die Schweizer Nationalmannschaft hat das letzte Spiel der EM-Qualifikation auswärts gegen Europameister Deutschland erwartungsgemäss mit 22:29 (13:12) verloren. Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter zog sich vor 8'500 Zuschauern in Bremen aber durchaus achtbar aus der Affäre; kurz vor der Pause lagen die Gäste gar überraschend noch mit zwei Toren in Führung.

Der Kreis schloss sich: Die Schweiz begann die Qualifikations-Kampagne im vergangenen Herbst mit starken Leistungen, und schloss sie am Sonntag in Bremen mit einem guten Auftritt ab. Es war eine Begegnung, die sinnbildlich für den Entwicklungsprozess stand, den die Schweizer hinter sich haben – aber gerade auch für den, der noch vor ihnen liegt. Einerseits stellten sie in der ersten Halbzeit trotz zahlreicher Abwesenheiten ihr grosses Potenzial unter Beweis, als sie nach einem schwierigen Start mit 6:9-Rückstand nach einer Viertelstunde das Spiel in den Griff bekamen. Mit einer stabilen, agilen und kompakten Verteidigung und angeführt vom starken Andy Schmid (11) schafften sie vor der Pause die Wende und gingen mit 13:11 (27.) in Führung.

Andererseits zeigte die zweite Halbzeit der SHV-Auswahl dann noch einmal offensichtlich auf, welchen Weg sie in den kommenden Monaten weiter zu gehen hat. Die Heimmannschaft reagierte nach dem Seitenwechsel, profitierte von ihrem enorm breiten und homogenen Kader und stellte die alten Verhältnisse wieder her. Vorab gegen Keeper Andreas Wolff taten sich die Gäste enorm schwer; bis zur 51. Minute baute Deutschland den Vorsprung darum auf 25:17 aus und entschied die Partie. Den Schweizern, die in ihrem Kader nicht annähernd die erforderliche Ausgeglichenheit hatten, schwanden nach etwa einer Dreiviertelstunde die Kräfte. Bis dahin hatte Trainer Michael Suter auf seine Stammformation vertraut. Neben Schmid verdienten sich vor allem auch der fünffache Torschütze Luka Maros und Abwehrchef Samuel Röthlisberger sehr gute Noten. Im Vergleich zum vergangenen Mittwoch gelang der SHV-Auswahl die grösste Steigerung ohnehin in der Defensive, die Deutschland wiederholt vor enorme Probleme stellte.

«Der Sieg in der ersten Halbzeit war ein wertvolles Teilziel auf unserem Weg der Entwicklung», sagte Michael Suter. «Wir haben zu sehr guter defensiver Stabilität gefunden und uns auch in der Offensive immer wieder gute Lösungen erspielt.» Auf der grossen Bühne in Bremen gelang es der SHV-Auswahl tatsächlich, dem Spiel in jener Phase den Stempel aufzudrücken. Das zeigte sich auch in der Atmosphäre: In der grossen und gut gefüllten Halle waren in der Phase vor dem Seitenwechsel nur noch die «Hopp Schwiiz!»-Rufe zu hören.

Dass die Schweizer die Pace in der zweiten Halbzeit nicht durchziehen konnten, war erklärbar. Zumal Deutschlands Trainer Christian Prokop in seinem 16-Mann-Kader munter durchwechselte und zur Kenntnis nehmen durfte, dass er auch in seiner zweiten Garde über international sehr taugliche Alternativen verfügt. Der Gastgeber hielt darum das Tempo jederzeit hoch, die SHV-Auswahl zollte dem entsprechend Tribut. «Es fehlt uns im Moment gewiss noch die Breite. Und unsere vielen hoffnungsvollen Spieler haben noch weiteres Steigerungspotenzial. Wir waren heute, trotz über weite Strecken sehr guter Leistung, noch lange nicht am Limit», sagte Michael Suter.

Die 22:29-Niederlage wurde dem Auftritt der Schweiz in der ÖVB-Arena in der Höhe vielleicht nicht unbedingt gerecht, sie war aber insgesamt korrekt. Das anerkannte auch Michael Suter. «Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel für eine intensive Partie gratuliert. Am Ende wurde der Druck des Gegners zu gross. Da müssen wir nun in der nächsten Saison von Monat zu Monat besser werden», sagte er. Auch wenn sich der erste Kreis der EM-Qualifikation am Sonntagabend im Nordwesten Deutschlands schloss: Der nächste Abschnitt des Wegs hat gerade eben erst begonnen.
 



EM-Qualifikation Männer

Deutschland – Schweiz 29:22 (12:13)
ÖVB-Arena, Bremen – 8‘513 Zuschauer – Sr. Pandzic/Mosorinski (SRB).
Torfolge: 1:0, 3:1, 5:2, 9:6 (17.), 9:10 (21.), 11:10, 11:13, 12:13; 14:13, 15:14, 15:15 (34.), 18:15, 20:17 (44.), 25:17 (51.), 26:18, 26:20, 28:22, 29:22.
Strafen: Je 3mal 2 Minuten.
Deutschland: Heinevetter/Wolff (ab 20./1 Tor); Sellin (1), Wiede (2), Hornke (3), Kneule, Schmidt (1), Häfner (1), Weber (3/1), Dahmke, Kühn (4), Kohlbacher (5), Link (1), Suton, Schiller (7/2), Michalczik.
Schweiz: Portner/Kindle (ab 45. und für 1 Penalty); Schmid (11/2), Meister (1), Rubin, Lier (2), Sidorowicz (2), Röthlisberger, Küttel (1), Markovic, Maros (5), Huwyler, Strebel, Gerbl.
Bemerkungen: Schweiz ohne Von Deschwanden, Raemy, Delhees, Vernier, Tynowski und Dähler (alle verletzt). Kusio und Zehnder nicht eingesetzt. – Weber schiesst Penalty an die Latte, trifft im Nachschuss zum 10:10 (22.). Time-outs: Deutschland (18./9:8); Schweiz (30./12:13, 45./21:17).

Quelle: Marco Ellenberger

Der Kreis schliesst sich
Die Schweizer Nationalmannschaft verliert zum Abschluss der EM-Qualifikation auswärts gegen Deutschland nach starker erster Halbzeit mit 22:29 (13:12).
17.06.2017
EM-Qualifikation: Zum Abschluss gegen den Europameister

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft am Sonntag (15 Uhr) in Bremen zum Abschluss der EM-Qualifikation auf Europameister Deutschland. Trotz zahlreicher Absenzen will die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter auf dem Weg ihrer Entwicklung einen weiteren Schritt unternehmen, wertvolle Erfahrungen sammeln und sich mit einer guten Leistung aus der Kampagne verabschieden. Die Partie wird in der Schweiz auf TV24 live übertragen.

Personell immer noch eine Herausforderung ist die rechte Seite: Mit Nicolas Raemy, Ron Delhees, Pascal Vernier, Cédrie Tynowksi und Jonas Dähler fallen gleich fünf Linkshänder verletzungsbedingt aus. Dazu fehlt auch weiterhin Lukas von Deschwanden. Etwas entspannt hat sich die Situation im Mittelblock, weil Lucas Meister wieder zur Verfügung steht. Der Kreisläufer hatte am Mittwoch gegen Slowenien krankheitshalber gefehlt.

Die Schweiz tritt in der 550'000-Einwohner-Stadt im Nordwesten Deutschlands selbstredend als krasser Aussenseiter an. Gegen den Europameister von 2016 wollen die Gäste ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen und an die Leistung im Heimspiel vom vergangenen November im Hallenstadion (22:23) anknüpfen. Die Kulisse zum Abschluss der EM-Qualifikation ist noch einmal ähnlich beeindruckend wie damals in Zürich: Die gut 9'000 Zuschauer fassende ÖVB-Arena (ehemals Stadthalle Bremen) ist bereits nahezu ausverkauft.

Quelle: Marco Ellenberger

Auf der grossen Bühne
Die Schweiz trifft am Sonntag zum Abschluss der EM-Qualifikation in der ÖVB-Arena in Bremen auf Europameister Deutschland. TV24 überträgt das Spiel ab 15 Uhr live.
17.06.2017
U17-Juniorinnen verlieren beide Testspiele in Österreich

Die Schweizer U17-Nationalmannschaft der Frauen hat zwei Testspiele auswärts gegen Österreich ausgetragen und zweimal mit vier Toren Differenz verloren. Die SHV-Auswahl der Jahrgänge 2000 und jünger von Trainer Jürgen Fleischmann unterlag am Mittwoch mit 24:28 (11:14) und am Donnerstag mit 29:33 (12:16).

Während die Österreicherinnen im August die EHF EURO (ehemalige EM-Endrunde) bestreiten, stehen die Schweizerinnen an der EHF Championship (B-EM) im Einsatz. Sie treffen am Turnier in Mazedonien vom 31. Juli bis 6. August in der Vorrunde auf Polen, Mazedonien, Griechenland und die Färöer Inseln. Die beiden besten Teams der Gruppe qualifizieren sich für die Halbfinals; der Turniersieger steigt für den nächsten Zyklus in die höhere Leistungsklasse (EHF EURO) auf.
 



Für die Schweiz im Einsatz: Malin Altherr (LC Brühl), Debora Annen (LK Zug), Stefanie Eugster (HV Herzogenbuchsee), Zoe Fässler (LC Brühl), Celia Heinzer (KTV Muotathal), Carmen Jund (Spono Eagles), Charlotte Kähr (GC Amicitia), Katarina Kaiser (LC Brühl), Desirée Ligue (GC Amicitia), Ramona Muff (Spono Eagles), Mareike Müller (HV Herzogenbuchsee), Antonia Rakaric (BSC Wettingen/Siggenthal), Soraya Schaller (Spono Eagles), Nina Steiner (LC Brühl), Anina Steiner (HV Herzogenbuchsee), Joline Tschamper (LK Zug).

Quelle: Marco Ellenberger

14.06.2017
EM-Qualifikation: Die Schweiz gegen den WM-Dritten chancenlos

Die Schweizer Nationalmannschaft hat ihr letztes Heimspiel der EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten Slowenien deutlich mit 20:33 (9:18) verloren. Vor 1'245 Zuschauern in Schaffhausen blieb die aufgrund von zahlreichen verletzungs- und krankheitsbedingten Abwesenheiten erneut völlig neu formierte SHV-Auswahl ohne jede Chance. Zum Abschluss der Kampagne folgt am Sonntag (15 Uhr, live auf TV24) das Auswärtsspiel bei Europameister Deutschland.

Die SHV-Auswahl zahlte in der ungewohnten Zusammensetzung mit vier Debütanten und zusätzlich ohne den kranken Kreisläufer Lucas Meister erneut enorm viel Lehrgeld. Erschwerend kam am Mittwoch hinzu, dass auch längst nicht alle Schweizer Leistungsträger ihr Optimum abrufen konnten. Die Partie erfuhr darum schon früh eine entscheidende Zäsur. Slowenien nutzte die offensichtlichen Abstimmungsschwierigkeiten und die Ungenauigkeiten des Heimteams in der Viertelstunde vor der Pause konsequent und stellte von 9:6 (17.) auf 16:7 (27.). Der WM-Dritte nahm dem sportlichen Geschehen damit schon in der ersten Halbzeit jegliche Spannung.

«Wir haben die Realität gesehen, da müssen wir keine Alibis suchen. Slowenien hat sehr gut gespielt – wir haben sie aber auch sehr gut spielen lassen. Wir haben gesehen, was eine Topnation auf diesem Level für ein Niveau anbietet, und wir konnten nicht dagegen halten. Das Resultat ist so korrekt, und das kann man auch nicht schönreden», sagte Nationaltrainer Michael Suter. Die Schweizer assen in der Tat hartes Brot, sowohl individuell, als auch im Kollektiv. Als Sinnbild gilt die rechte Angriffsseite, auf der mit Nicolas Raemy, Ron Delhees, Pascal Vernier, Cédrie Tynowski und Jonas Dähler ohnehin schon fünf Linkshänder fehlten. Gerade Dimitrij Küttel, auf dem entsprechend viel Verantwortung lastete, zog einen schwarzen Tag ein. Die Erklärung der diskussionslosen Niederlage war aber nicht bei einzelnen Akteuren zu suchen. Die Schweiz mit ihrer jungen und unerfahrenen Mannschaft war den Slowenen schlicht in allen Belangen unterlegen.

Unter der Regie von Andy Schmid und Luka Maros und unterstützt durch die Paraden von Simon Kindle verkürzte die Schweiz bis zur 42. Minute dank ihrer besten Phase noch einmal auf 16:22 – sie brachte den Gegner damit aber natürlich nicht wirklich in Bedrängnis. Slowenien brachte immer wieder einen Hauch von Weltklasse in die BBC Arena. Im Vergleich mit dem Heimteam verfügten die Gäste über mehr Breite, mehr Routine, mehr Physis und vor allem über viel mehr Durchschlagskraft. Vor allem dann, wenn die Slowenen in der Offensive ihr beeindruckendes Tempo aufnehmen konnten, war für die Verteidigung der SHV-Auswahl nicht mehr allzu viel auszurichten. Kam die Ausgeglichenheit hinzu: Bei Slowenien trugen sich alle 13 eingesetzten Feldspieler sowie auch Torhüter Urh Kastelic (2) in die Skorerliste ein.

Ein kleiner Lichtblick war die Leistung von Maximilian Gerbl. Der rechte Flügel, der wie Patrick Strebel, Samuel Zehnder und Michael Kusio zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft kam, zeigte einen unbekümmerten Auftritt und war viermal erfolgreich. Ansonsten bestätigte das Spiel am Mittwochabend gegen einen starken Gegner, was ohnehin klar war: Die Entwicklung der jungen Nationalmannschaft und die Annäherung an die europäische Spitze ist ein weiter Weg. «Das braucht Zeit, aber Zeit allein hilft uns auch nicht. Es braucht ein Bewusstsein von jedem einzelnen Spieler, wohin der Weg führen soll und was für ein Level gefordert ist. Wir haben heute gesehen, dass das bei vielen noch nicht der Fall ist. Und der Sport ist dann in diesen Situationen sehr ehrlich», sagte Michael Suter. Die ehrliche Erkenntnis war am Mittwochabend denn auch, dass ein Gegner wie Slowenien für die junge SHV-Auswahl zurzeit noch weit entfernt ist.
 


 
EM-Qualifikation Männer

Schweiz – Slowenien 20:33 (9:18)
BBC Arena, Schaffhausen – 1'245 Zuschauer – Sr. Alvarez/Bustamante (ESP).
Torfolge: 0:1, 3:3, 3:6, 5:7, 5:9, 7:10 (19.), 7:16 (27.), 9:16, 9:18; 13:22, 16:22, 16:25, 17:25, 17:29 (50.), 19:29, 19:33, 20:33.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2mal 2 Minuten gegen Slowenien.
Schweiz: Portner/Kindle (19. bis 56.); Schmid (3/1), Rubin (2), Lier (1), Sidorowicz (1), Röthlisberger, Küttel (1), Markovic (1), Luka Maros (6), Huwyler (1), Kusio, Strebel, Zehnder, Gerbl (4/1). 
Slowenien: Skok/Kastelic (2/ab 31.); Blagotinsek (5), Verdinek (2), Marguc (2), Dolenec (5/1), Miklavcic (3), Kodrin (1), Bezjak (2), Barisic (1), Grebenc (3), Zabic (4), Mackovsek (1), Mlakar (1), Leban (1).
Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Delhees, Tynowski, Vernier, Dähler, Von Deschwanden (alle verletzt) und Meister (krank). – Länderspiel-Debüts von Kusio, Strebel, Zehnder und Gerbl. – Portner hält Penalty von Dolenec (15./5:9).

Quelle: Marco Ellenberger. Bild: Alexander Wagner.

Eine Lektion für die Schweiz
Die Schweiz bleibt im Heimspiel gegen den WM-Dritten Slowenien ohne Chance und verliert vor 1'245 Zuschauern in Schaffhausen diskussionslos mit 20:33 (9:18).
14.06.2017
Andy Schmid vor dem Spiel gegen den WM-Dritten Slowenien

Die Schweizer Handballer bestreiten am Mittwoch (20.15 Uhr) in Schaffhausen gegen den WM-Dritten Slowenien und am Sonntag in Bremen gegen Europameister Deutschland die letzten beiden Partien der EM-Qualifikation. Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung des Teams. TV24 überträgt beide Partien live.

Nationaltrainer Michael Suter verzichtet in den beiden Begegnungen auf die Routiniers Manuel Liniger und Michal Svajlen. Der unbestrittene Teamleader Andy Schmid ist mit 33 Jahren der mit Abstand älteste Spieler im Team – die anderen weisen die Jahrgänge 1991 bis 2000 aus. Wegen Verletzungen figurieren gleich vier Neulinge im Team. "Es ist extrem speziell und komisch. Das kann ich nicht absprechen", sagte Schmid. "Auf der anderen Seite ist es reizvoll, meine Erfahrung mitzugeben und bei der Entwicklung zu helfen."

Die Schweizer sind in der bisherigen EM-Qualifikation nach vier Partien noch punktelos. Die Auftritte in Slowenien (27:32) sowie im Hallenstadion gegen Deutschland (22:23) unterstrichen jedoch, welch Potenzial nach dem radikalen Umbruch in der Mannschaft steckt. "Nach diesen Spielen hatten alle das Gefühl, dass es sehr schnell geht", so Schmid. "Es ist jedoch nicht möglich, drei Schritte auf einmal zu machen." Das zeigte sich insbesondere bei der 25:27-Heimniederlage gegen Portugal, die als Enttäuschung zu bezeichnen ist. "Da hatten wir das erste Mal Druck", erklärte Schmid.

Schmid als perfektes Beispiel
Der Weltklasse-Regisseur der Rhein-Neckar Löwen erachtet es allerdings als "sehr realistisch", dass die Schweizer mittelfristig wieder an Europa- und Weltmeisterschaften dabei sein werden. Letztmals qualifizierten sie sich 2004 für ein grosses Turnier (EM). An der EM 2006 waren sie als Gastgeber gesetzt. "Der Weg dorthin ist hart", gab sich Schmid realistisch. "Die anderen Nationen schlafen auch nicht." Positiv ist sicherlich, dass einige Spieler früher oder später den Schritt ins Ausland wagen werden, was für Schmid essentiell ist.

Der Luzerner ist diesbezüglich ein perfektes Beispiel. Er hat sich in Dänemark und Deutschland zu einem der besten Handballer der Welt entwickelt. Soeben wurde er zum vierten Mal in Serie zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt, was vor ihm noch keiner geschafft hatte. Insofern fühlt es sich für ihn unrealistisch an. Die Auszeichnungen freuen ihn umso mehr, als sie zeigen, dass "ich konstant über mehrere Jahre auf diesem Level spielen konnte". Worauf führt er das zurück? Einerseits sei er verletzungsfrei geblieben, andererseits habe er stets den Antrieb gehabt, Feinheiten noch besser zu machen. Ausserdem brauche es eine gewisse Lockerheit.

Mit Ruhe zum erneuten Titel
Schmid macht stolz, dass die Erfolge der Rhein-Neckar Löwen "mit meinem Namen verbunden werden". Gerade eben wurde das Team aus Mannheim erneut deutscher Meister, nachdem es im Jahr zuvor erstmals überhaupt den Thron bestiegen hatte. "Das gab uns eine gewisse Ruhe", so Schmid. Den Titel zu verteidigen, stufte er dennoch als schwieriger ein, auch weil Teamleader Uwe Gensheimer zu Paris Saint-Germain gewechselt hatte. "Es war beeindruckend, dass wir in den entscheidenden Spielen unsere Leistung gezeigt haben. Vor der Saison tippten alle Experten auf Kiel und Flensburg."

Wie sieht er den Partien gegen Slowenien und Deutschland entgegen? "Das sind wichtige Spiele für die Entwicklung. Es wird aufgezeigt, was noch fehlt. Wir können ohne Druck antreten, das fällt einfacher."

Quelle: Sascha Fey (SDA Sport)

«Das ist reizvoll»
Die Schweiz trifft am Mittwoch (20.15 Uhr, live auf TV24) in der BBC Arena auf den WM-Dritten Slowenien. Andy Schmid über seine Rolle und die Ausgangslage.
13.06.2017
Spiele gegen Slowenien und Deutschland live auf TV24

Mit den Spielen gegen den WM-Dritten Slowenien (am Mittwoch um 20.15 Uhr in Schaffhausen) und gegen Europameister Deutschland (am Sonntag um 15.00 Uhr in Bremen) endet für die Schweizer Nationalmannschaft die EM-Qualifikation. TV24 überträgt beide Begegnungen live. Damit sind und waren alle sechs Spiele der Schweiz in der laufenden Ausscheidung live im Free-TV zu sehen.

Das Kommentatoren-Duo auf TV24 bilden bei beiden Übertragungen wieder Iwan Ursic und Manuel Schnellmann. Ursic erzielte für die Nationalmannschaft 571 Tore in 195 Länderspielen, Schnellmann (29) ist zweifacher Junioren-Schweizermeister und zeichnet sich bei der SG Pilatus Handball für die Geschäftsführung und für die Nachwuchskoordination verantwortlich. Mit der Übertragung der Affiche zwischen der Schweiz und Slowenien am Mittwoch überträgt TV24 erstmals ein Heimspiel der Handball-Nationalmannschaft und doppelt gleich am darauffolgenden Sonntag mit der Live-Übertragung des Auswärtsspiels gegen Deutschland nach.
 



Über TV24: TV24 richtet sich an die Zielgruppe der 20- bis 49-Jährigen und bietet beste Unterhaltung. Im 2017 zeigt TV24 eine Vielzahl an hochkarätigen Free-TV-Premieren von US-Blockbustern und Serien-Highlights. Neben namhaften Dokumentationen und Schweizer Filmen bringt TV24 auch bekannte Hollywood-Klassiker. Live-Spitzensport-Events von Tennis über Fussball, Handball, Leichtathletik bis hin zu Eishockey, Reiten und Beachvolleyball runden das Programm ab.

Quelle: TV24

Live im TV
Die Schweiz trifft in dieser Woche in der EM-Qualifikation auf Slowenien (am Mittwoch) und Deutschland (am Sonntag). Beide Spiele sind live auf TV24 zu sehen.
11.06.2017
EM-Qualifikation: Programmheft für das Spiel gegen Slowenien

Die Schweiz spielt am Mittwoch (20.15 Uhr) ihr letztes Heimspiel der laufenden EM-Qualifikation: In der Schaffhauser BBC Arena ist niemand geringereres als der WM-Dritte Slowenien zu Gast. Hier gibt es zur Einstimmung schon mal einen Blick ins Programmheft. Der Vorverkauf läuft bei Ticketcorner. Hopp Schwiiz!
 

Quelle: Marco Ellenberger

09.06.2017
Die Schweiz vor den Spielen gegen Slowenien und Deutschland

Mit den Spielen gegen Slowenien und Deutschland geht in der kommenden Woche die erste Saison der «neuen» Schweizer Nationalmannschaft unter Trainer Michael Suter zu Ende. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – den bemerkenswerten Erfolgen in den ersten Monaten zeigte das zu Ende gehende Jahr vor allem eins: Es ist ein Weg, der viel Geduld und Beharrlichkeit verlangt.

Die Erinnerung ist schon fast verblasst: Der 17. Januar 2016 scheint bereits Jahre zurück zu liegen – und doch ist es erst knapp 17 Monate her, seit die Schweiz in Sittard gegen die Niederlande eine empfindliche 21:34-Kanterniederlage kassierte und an einem Tiefpunkt angelangt war. Der nach der schmerzhaften Erfahrung eingeschlagene neue Weg mit Nationaltrainer Michael Suter, der das Zepter nun vor genau einem Jahr übernahm, und zahlreichen personellen Veränderungen in der Mannschaft, zeigte sehr früh Wirkung.

Bereits im November nämlich, nach dem grandiosen Auftritt gegen Europameister Deutschland, der im Zürcher Hallenstadion mit einer denkbar knappen und unglücklichen 22:23-Niederlage endete, war die Schweizer Nationalmannschaft schon wieder zurück auf der europäischen Landkarte. Viel schneller, als gemeinhin erwartet wurde – vielleicht sogar etwas zu schnell, um der langfristigen Entwicklung der jungen SHV-Auswahl gerecht zu werden. Mit der gesteigerten Beachtung stiegen die Erwartungen, und erstmals seit langer Zeit entfachte sich wieder eine kleine Euphorie. Nicht zuletzt, weil die Schweiz danach den Yellow Cup in Winterthur auf überzeugende Weise gewann.
 

«Wir haben uns für einen Weg entschieden und müssen diesen konsequent weitergehen. Wenn wir das Jahr als Ganzes betrachten, hat das allermeiste sehr gut funktioniert und ist vieles in die richtige Richtung gelaufen.»  (Michael Suter)


Der Boden der Tatsachen
Es waren wunderbare Momente, die das grosse Potenzial des Handballs und das Interesse der Öffentlichkeit in der Schweiz wieder zum Vorschein brachten, auch wenn Anfang Mai mit den Niederlagen gegen Portugal quasi die nächste Phase in der Entwicklung der Mannschaft eingeläutet wurde: Es war die Rückkehr auf den Boden der Tatsachen und die klare Erkenntnis, dass der Weg zurück zur europäischen Spitze eben nicht auf der Überholspur zurückgelegt werden kann.

Nationaltrainer Michael Suter lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. «Wir haben zu Beginn, gerade auch im Heimspiel gegen Deutschland, auch etwas vom Überraschungseffekt profitiert. Uns hatte da niemand wirklich auf der Rechnung. Das ist nun vorbei – aber unsere Aufgabe bleibt sich gleich: Wir haben uns für einen Weg entschieden und müssen diesen konsequent weitergehen. Und wenn wir das Jahr als Ganzes betrachten, hat das allermeiste sehr gut funktioniert und ist vieles in die richtige Richtung gelaufen», sagt er.

Zum Abschluss der Saison erhält Michael Suter mit seiner Mannschaft nun zwei Spiele gegen Gegner von Weltklasse-Format, die er als «sehr wertvoll» bezeichnet. Den Fokus hat er dabei selbstredend bereits auf die Zukunft gerichtet. «Es ist ein guter Zeitpunkt für Korrekturen und Anpassungen. Wir können nun erste wichtige Erfahrungswerte aus den vergangenen Monaten ins weitere Handeln einfliessen lassen – und auch in diesem Lernprozess sind wir noch längst nicht am Ende», sagt er.
 

«Was ich brauche, sind Spieler, die unter Druck bestehen wollen, und das mit langfristigem Fokus. Wir wollen Spieler, die genau diese Herausforderung suchen, unter grossem Druck die bestmögliche Leistung abzurufen. Genau das wird auf diesem Niveau gefordert.» (Michael Suter)


«Ich spüre eine grosse Motivation»
Der Nationaltrainer spricht dabei nicht zuletzt die künftige Zusammensetzung des Kaders an. Gerade hier liess er seinen Worten auch Taten folgen: Mit Manuel Liniger und Michal Svajlen figurieren gegen Slowenien und Deutschland zwei langjährige und verdienstvolle Akteure nicht im Kader. «Unsere Aufgabe ist, eine Mannschaft zu formen, die in den kommenden Jahren wieder erfolgreich ist. Was ich dazu brauche, sind Spieler, die unter Druck bestehen wollen, und das mit langfristigem Fokus. Wir wollen Spieler, die genau diese Herausforderung suchen, unter grossem Druck die bestmögliche Leistung abzurufen. Genau das wird auf diesem Niveau gefordert. Und wir werden sehen, welche Spieler diesen Weg mit absoluter Konsequenz gehen wollen», sagt Michael Suter.

Vorderhand freut er sich nun aber auf die Vergleiche mit dem WM-Dritten in Schaffhausen und dem Europameister in Bremen. «Es ist immer das Grösste, sich mit Gegnern auf Weltklasse-Level zu messen. Ich habe in den Trainings der vergangenen Tage eine sehr grosse Motivation von allen Akteuren gespürt. Die ersten Eindrücke des Lehrgangs sind sehr positiv, auch wenn die Spieler eine lange Saison in den Beinen haben. Es darf aber ohnehin nie eine Rolle spielen, zu welchem Zeitpunkt des Jahres unsere Leistung gefordert ist. Wir müssen immer bereit sein, das Maximum abzurufen», sagt Michael Suter.

Auch wenn die Schweiz in der aktuellen EM-Kampagne bisher keinen Punkt gewann, sind die Vorzeichen derzeit ganz andere als auch schon – vor allem mit Blick auf die kommenden Jahre. Dem Trainerteam um Michael Suter ist es gelungen, in den ersten zwölf Monaten eine junge Mannschaft mit viel Potenzial zu formen, die schon deutlich weiter kam, als erwartet werden durfte. Dass der Weg längst nicht zu Ende ist und die Bäume trotz aller Vorschusslorbeeren noch nicht direkt in den Himmel wuchsen, ist verständlich. Vor allem mit der schon fast verblassten Erinnerung, an welchem Punkt die Schweizer Nationalmannschaft an jenem 17. Januar 2016 in Sittard noch stand.
 



EM-Qualifikation Männer

Schweiz – Slowenien
Mittwoch, 14. Juni, 20.15 Uhr, BBC Arena, Schaffhausen

Deutschland – Schweiz
Sonntag, 18. Juni, 15.00 Uhr, ÖVB Arena, Bremen

Quelle: Marco Ellenberger / Bild: Alexander Wagner.

Auf dem richtigen Weg
Mit den Spielen gegen Slowenien und Deutschland von nächster Woche geht das erste Jahr unter Nationaltrainer Michael Suter zu Ende. Eine Situationsanalyse.
07.06.2017
Touch the Stars: Kids-Nachmittag am 14. Juni in Schaffhausen

Am Mittwoch, 14. Juni, findet im Vorfeld des EM-Qualifikationsspiels zwischen der Schweiz und Slowenien in Schaffhausen unter dem Label «Touch the Stars» ein Kids-Nachmittag statt. Gestartet wird um 16 Uhr mit einem Handball-Schnuppertraining, zu dem interessierte Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren eingeladen sind. Beim Training werden Nati-Stars dabei sein, die den Teilnehmern wertvolle Tipps und Tricks auf den Weg geben.

Danach kommen die Autogrammjäger bei einer Autogrammstunde auf ihre Kosten. Neben einem Erinnerungsgeschenk erwartet die Teilnehmer Gratiseintritt für das Länderspiel am Abend (20.15 Uhr, BBC Arena). Nehmt die einmalige Gelegenheit wahr, hautnah mit einem Handball-Profi zu trainieren und danach die Nationalmannschaft bei ihrem letzten Heimspiel der EM-Qualifikation gegen den WM-Dritten aus Slowenien zu unterstützen.
 


 
«Touch the Stars» Kids-Nachmittag
Mittwoch, 14. Juni, BBC Arena, Schaffhausen

Programm

16.00 Uhr bis 17.30 Uhr: Schnuppertraining
17.30 Uhr: Autogrammstunde
18.00 Uhr bis 19.45 Uhr: Mini-Turnier

Alle Plätze fürs Schnuppertraining und das Turnier sind ausverkauft!

Quelle: Doreen Albert/Nadja von Büren

 

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