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Ausgleich
Der LK Zug bezwingt den LC Brühl im zweiten Playoff-Final mit 25:20 und gleicht in der Best-of-3-Serie zum 1:1 aus. Jetzt entscheidet der Showdown am Sonntag.
Das Aufgebot für Juni
Die Schweiz trifft im Juni in der EM-Qualifikation auf Slowenien und Deutschland. Trainer Michael Suter hat sein Kader nominiert – zwei prominente Namen fehlen.
Der Sand ruft
Mit dem Jubiläums-Turnier in Amriswil am Auffahrtstag sowie mit dem EBT-Finalturnier im italienischen Gaeta beginnt für die Beachhandballer die Saison.
23.05.2017
SPL1-Playoffs: Zug ist zurück und sorgt für den ultimativen Showdown

Der LK Zug meldet sich im Kampf um die Schweizer Meisterschaft zurück und schafft mit einem 25:20 (10:8) Heimsieg den 1:1-Ausgleich in der Finalserie. In einer zerfahrenen Partie zeigten am Dienstagabend die Gastgeberinnen den grösseren Siegeswillen, Brühl wurde eine schwache Offensivleistung zum Verhängnis. Die Entscheidung über den Schweizer Meistertitel fällt nun am kommenden Sonntag (15 Uhr) beim Showdown in St. Gallen.

Wie schon in Spiel 1 war einer der beiden Trainer zu einem frühen Timeout gezwungen. Bereits in der neunten Minute versammelte Brühl-Coach Werner Bösch seine Spielerinnen um sich herum. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:0 für Zug, denn sowohl den Innerschweizerinnen wie auch den Gästen aus St. Gallen unterliefen in der Anfangsphase etliche technische Fehler. Am Ende sollten es insgesamt mehr als zwei Dutzend Fehlpässe und Ballverluste sein - wenig meisterlich.

Zug war von Beginn an anzumerken, dass sie den Rückstand in der Serie unbedingt ausgleichen wollten. Dementsprechend leidenschaftlich und engagiert gingen die Spielerinnen von Trainer Damian Gwerder zu Werke. Einziger Makel in den ersten 20 Minuten: es gelang ihnen nicht, von ihrer starken Defensive zu profitieren. Nach 22 Minuten hatte Zug selbst erst fünf Treffer erzielt.

Cupsieger Brühl brachte in der ersten Halbzeit offensiv nichts zu Stande, blieb aber ob der Fehler der Zugerinnen dennoch im Spiel. Drei Minuten vor der Pause lag der Finalrundensieger gar mit 8:7 in Front. Es sollte das letzte Brühler Tor für eine lange Zeit bleiben. Zug legte die Grundlage für den Heimsieg in der Phase unmittelbar vor und nach der Pause, als ihnen ein 8:0-Lauf gelang. So schraubten die Innerschweizerinnen den Vorsprung auf sieben Tore (38./15:8), kurz darauf lag Zug sogar mehrfach mit neun Treffern in Front.

Brühl war geschlagen und schaffte es lediglich das Ergebnis dank einer erfolgreichen Schlussoffensive etwas besser aussehen zu lassen. Dies war jedoch nicht mehr als Makulatur, denn in den Playoffs zählt einzig und allein der Sieg und hierbei liegen beide Mannschaften nun gleich auf. Damit kommt es am kommenden Sonntag (15 Uhr) in der Kreuzbleiche zum grossen Showdown um die Schweizer Meisterschaft im Frauenhandball.

Auf Seiten der Gastgeberinnen verdienten sich an diesem Abend Torhüterin Marion Betschart (17 Paraden/48 Prozent) und Flügel Martina Traber (5 Tore) Bestnoten. Beim LC Brühl zeigten die beiden Goalies Sladana Dokovic (10 Paraden/40 Prozent) und Fabia Schlachter (9 Paraden/48 Prozent) einen guten Auftritt. Wer am Sonntag überzeugt und sein Team zum Meistertitel wirft oder pariert ist live auf srf.ch/sport und handballTV zu sehen.
 



SPAR Premium League, Playoff-Final (Spiel 2)

LK Zug – LC Brühl 25:20 (10:8)
Sporthalle, Zug. 750 Zuschauer. SR: Bär/Süess.
Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Zug, 2 mal 2 Minuten gegen Brühl.
Torfolge: 1:0, 2:0, 2:1 (13.), 4:2; 4:3, 5:3, 5:4 (22.), 6:4, 6:6, 7:8 (27.), 10:8, 15:8, 17:9, 19:10, 21:12, 22:13, 22:18, 24:19, 25:20.
LK Zug: Marion Betschart/Stocker (für 1 Penalty); Traber (5), Scherer (6/4), Stutz, Müller (1), Gautschi (1), Daria Betschart (1), Javet (1), Estermann (2), Masset (1), Gwerder (1), Kägi (2), Smitran (4).
LC Brühl: Dokovic/Fabia Schlachter (ab 41.); Özcelik, Goricanec (4/3), Mustafoska (3/3), Rebecca Kündig, Wenger, Fink, Fudge (2), Marina Schlachter (n.e.), Oberli, Haag (2), Murer (4), Kerstin Kündig (5).
Bemerkungen: Brühl ohne Ussia und Koslowski, Zug ohne Ravlic und van Polanen. Verhältnis verschossene Penalty: 1:3.

Finalserie (Best-of-3): LC Brühl – LK Zug (Stand 1:1)
Spiel 1: 34:26 (13:13)
Spiel 2: 20:25 (8:10)
Spiel 3: Sonntag, 28. Mai, 15 Uhr, Kreuzbleiche St. Gallen
 



Marion Betschart war die Zuger Sieggarantin im zweiten Finalspiel. Speziell nach der Pause sorgte sie dafür, dass Zug zu einfachen Toren kam. Ihre Leistungssteigerung und der Schub ihrer Mannschaft erklärt die Torhüterin so: «Wir haben gestern nochmal intensiv Videos von Brühl studiert und dabei auch speziell auf mein Torwartverhalten geachtet. Im Nachhinein kann man sagen: Es hat sich gelohnt und direkt bemerkbar gemacht. Wir wollten den Sieg heute unbedingt. Uns allen war klar, hier in Zug wird es keine Meisterfeier für Brühl geben. Wenn es uns in St. Gallen gelingt genauso aufzutreten wie heute, hart in der Deckung und in der Offensive geduldig die Chancen herauszuspielen, dann bin ich optimistisch was den Titel angeht.»

Fabia Schlachter kam erst, als schon fast alles verloren war. Dass es am Ende keine Klatsche für Brühl wurde, lag zum Grossteil an ihren Paraden. Sie sucht nach Erklärungen für die bittere Niederlage: «Wir haben heute die letzte Konsequenz vermissen lassen. In der Deckung sind wir relativ solide gestanden, aber vorne ist uns einfach nichts gelungen. Offensiv haben wir nicht voll durchgezogen und Marion Betschart regelrecht warmgeschossen. Wenn wir mal am Goalie vorbeigekommen sind, dann hatten wir auch noch Pech mit mehreren Pfostentreffern. Wir müssen die Partie so schnell wie möglich abhaken und nach vorne schauen, uns an das letzte Heimspiel erinnern und die Leistung vom Sonntag abrufen. Dann denke ich steht dem Titel nichts mehr im Weg.»

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Quelle: Matthias Schlageter

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23.05.2017
EM-Qualifikation: Die Schweiz im Juni ohne Liniger und Svajlen

Die Schweiz bestreitet gegen Slowenien (14. Juni, Schaffhausen) sowie gegen Deutschland (18. Juni, Bremen) die beiden letzten Spiele der laufenden EM-Qualifikation. Für die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter sind die beiden Begegnungen mit Gegnern von Weltklasse-Format weitere sehr wertvolle Gelegenheiten, um Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln.

Im jetzt bekanntgegebenen Aufgebot fehlen derweil zwei prominente Namen: Der Nationaltrainer verzichtet gegen Slowenien (WM-Dritter) und Deutschland (Europameister) auf Manuel Liniger und Michal Svajlen. «Beide sind sehr gute und verdienstvolle Spieler, die in den vergangenen Jahren viel für die Nationalmannschaft geleistet haben. Die Gesamtsituation hat mich aber dazu veranlasst, diese Entscheidung zu treffen und ihnen eine Pause zu geben», sagt Michael Suter.

Der Nationaltrainer vertraut damit in Schaffhausen und Bremen auf eine noch weiter verjüngte Mannschaft, die mit Andy Schmid über einen unbestrittenen Leader verfügt. Alle Kaderspieler ausser dem Regisseur der Rhein-Neckar Löwen weisen einen Jahrgang zwischen 1991 (Sidorowicz) und 1996 (Alili, Meister, Röthlisberger, Rubin, Tynowski) auf – im Fokus steht der Aufbau einer Nationalmannschaft, die mittelfristig den Anschluss zur europäischen Spitze herstellen kann.

Die Nicht-Berücksichtigung der beiden routinierten Internationalen Manuel Liniger und Michal Svajlen ist für Nationaltrainer Michael Suter derweil keine endgültige Massnahme. «Sie sollen über die Sommermonate ihre Körper regenerieren und ihre Köpfe durchlüften können. Wir werden uns dann Ende August zusammensetzen, um zu besprechen, wie die Zukunft aussieht.»

Zusätzlich muss der Schweizer Nationaltrainer in den Juni-Länderspielen weiterhin auf die verletzten Nicolas Raemy (Schleudertrauma), Jonas Dähler (Achillessehne) sowie Lukas von Deschwanden (Daumen) verzichten. Dafür kehren die zuletzt verletzten Pascal Vernier und Cédrie Tynowski ins Kader der Nationalmannschaft zurück.

Die Vorbereitung (ohne Legionäre) auf die abschliessenden Spiele der EM-Qualifikation beginnt für die SHV-Auswahl am Mittwoch, 7. Juni, mit einem Lehrgang in Magglingen. Ab Montag, 12. Juni, startet die direkte Vorbereitung mit dem gesamten Kader in Schaffhausen. Für das Heimspiel gegen Slowenien in der BBC Arena vom 14. Juni um 20.15 Uhr sind Tickets bei Ticketcorner erhältlich.
 



Nationalmannschaft Männer
Aufgebot für die EM-Qualifikations-Spiele gegen Slowenien und Deutschland


Alili Albin (1996, HC Kriens-Luzern, 10 Länderspiele/12 Tore)
Delhees Ron (1995, Kadetten Schaffhausen, 12/16)
Huwyler Stefan (1992, Wacker Thun, 16/2)
Kindle Simon (1992, Kadetten Schaffhausen, 11/0)
Küttel Dimitrij (1994, Kadetten Schaffhausen, 28/69)
Lier Marvin (1992, Pfadi Winterthur, 31/52)
Markovic Zoran (1995, Kadetten Schaffhausen, 14/26)
Maros Luka (1994, Kadetten Schaffhausen, 21/42)
Meister Lucas (1996, Kadetten Schaffhausen, 18/55)
Portner Nikola (1993, Montpellier Agglomeration/FRA, 57/1)
Röthlisberger Samuel (1996, BSV Bern Muri, 13/1)
Rubin Lenny (1996, Wacker Thun, 4/25)
Schmid Andy (1983, Rhein-Neckar Löwen/GER, 163/729)
Sidorowicz Roman (1991, Pfadi Winterthur, 38/88)
Tynowski Cédrie (1996, Pfadi Winterthur, 11/21)
Vernier Pascal (1995, Pfadi Winterthur, 20/18)
Wick Flavio (1995, GC Amicitia Zürich, 11/1)

Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Dähler und Von Deschwanden (alle verletzt).
 



EM-Qualifikation Männer

Schweiz – Slowenien
Mittwoch, 14. Juni, 20.15 Uhr, BBC Arena, Schaffhausen

Deutschland – Schweiz
Sonntag, 18. Juni, 15.00 Uhr, ÖBV Arena, Bremen (GER)

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Quelle: Marco Ellenberger

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23.05.2017
Die Mobiliar präsentiert Kündig und Scherer im «out of the box»

Heute Dienstagabend (19.30 Uhr, Sporthalle Zug) stehen sich der LK Zug und der LC Brühl im zweiten Spiel des Playoff-Finals der SPAR Premium League gegenüber. Die St. Gallerinnen führen in der Serie mit 1:0 und könnten den Sack mit einem weiteren Sieg zumachen. Die Topscorer Kerstin Kündig und Sibylle Scherer duellierten sich bereits letzte Woche im «out of the box» mit Steffi Buchli. Die Finalserie (Best-of-Three) wird live auf handballTV.ch übertragen.
 

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Quelle: Marco Ellenberger

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23.05.2017
Start in die Beachhandball-Saison am Auffahrtstag

Die neue Saison steht für die Beachhandballer vor der Türe. Beginnen wird sie gleich mit zwei Highlights – im In- und Ausland. Am Auffahrtstag steigt das erste Schweizer Turnier in Amriswil und von Freitag bis Sonntag findet das EBT-Finale im italienischen Gaeta statt. Dort ist auch ein Schweizer Team vertreten.

Nachdem das traditionelle Turnier am ersten Januarwochenende in Einsiedeln dieses Jahr nicht durchgeführt werden konnte, startet die Schweizer Beachhandallsaison heuer in Amriswil. Das Turnier in der Ostschweiz findet wie gewohnt am Auffahrtstag – diesmal also am 25. Mai – auf der Sportanlage Tellenfeld statt. Die Organisatoren dürfen sich dabei gleich noch über ein Jubiläum freuen. Das Beachhandballturnier in Amriswil feiert seine 20. Ausgabe.

Das Turnier wird vor allem bei den Männern hochkarätig besetzt sein, denn Amriswil stellt im Jahr 2017 das einzige Vorbereitungsturnier vor der Schweizer Meisterschaft. Diese findet nämlich schon am Pfingstwochenende statt. Die Favoriten auf den Titel heissen wie alle Jahre wieder 1898 Bern, Copaca-Bâle und BHV Wasserschloss. Diese drei Teams werden am Turnier vertreten sein und wohl den Sieg untereinander ausmachen. Aber wer weiss, vielleicht haben auch die Junioren, die sich Zagreb Beach Hrvatska nennen, eine Chance. Unmöglich ist nichts.

Bei den Frauen fehlen die beiden Topteams von den Beachqueens und das Team Schwan (Spono Eagles). Dies hat einen guten Grund. Die Beachqueens nehmen auch dieses Jahr am EBT-Finale, quasi dem Finalturnier der besten Beachhandballteams in Europa, teil. Dieses findet vom 26. bis 28. Mai in Gaeta (ITA) statt. Weil das Turnier zugleich als Vorbereitung für die Europameisterschaften dient, werden nicht nur die Beachqueens sondern auch Mitglieder des Team Schwan mitreisen. Die Nationalmannschaft setzt sich nämlich in diesem Jahr vor allem aus Spielerinnen dieser beiden Mannschaften zusammen.

Beim EBT-Finale werden wie immer die besten europäischen Topteams vertreten sein. Zu den Favoritinnen gehören die Schweizerinnen nicht, dennoch gibt Trainerin Tamara Schläpfer ein Ziel vor: «Wir wollen in die vordere Hälfte des Tableaus kommen.» Doch ein einfaches Unterfangen wird es für die neuformierte Truppe nicht. Es gilt zu bedenken, dass die Frauen noch kein einziges Spiel zusammen absolviert haben. Schläpfer betont, dass man es ausnützen müsse, als Aussenseiter zu starten. Talentiert ist die Mannschaft allemal, so viel steht fest. Ob dies zur Zielerreichung genügt, wird sich im italienischen Sand ab Freitag zeigen.
 



Aufgebot EBT-Finals

Laura Calchini (Team Schwan)
Angela Crameri (Beachqueens)
Melanie Engel (Team Schwan)
Eliane Estermann (Beachqueens)
Irès Heynen (Camelot, NED)
Jennifer Jaun (Beachqueens)
Carla Kramis (Team Schwan)
Jenny Kunze (Beachqueens)
Nicole Odermatt (Beachqueens)
Marianne van Weezenbeek (Beachqueens)
Chantal Wegmüller (Olympia 2020)
Livia Wey (Team Schwan)

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Quelle: Alessandro Crippa

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15.04.2012
Cup Männer: WACKER THUN SCHAFFT DEN COUP

Wacker Thun hat sich sensationell den dritten Cupsieg seiner Geschichte gesichert. Vor 1690 Zuschauern in der Stadthalle Sursee setzten sich die Berner Oberländer gegen die Kadetten Schaffhausen in einer hochklassigen Partie mit 29:26 durch. Die Thuner zeigten im ersten Durchgang eine herausragende Defensivleistung und lagen zur Pause mit 16:9 in Führung.

Emotionen, Spannung und Magic Moments am Final4 in Sursee. Wacker Thun hat es tatsächlich geschafft, den scheinbar übermächtigen Kadetten Schaffhausen im Cupfinal ein Bein zu stellen. Und die Mannschaft von Trainer Martin Rubin durfte sich am Ende vom lautstarken Anhang sogar als hochverdienter Sieger feiern lassen. Was die Berner Oberländer am Sonntagnachmittag ablieferten, war ein Meisterstück. "Wir wussten, dass die Kadetten das klar stärkste Team der Schweiz haben", sagte Rubin nach der Partie. "Aber wir wussten auch, dass wir sie an einem einzelnen, guten Tag besiegen können." Seine Akteure traten denn auch mit einer Leidenschaft und einer Motivation auf, die das Publikum von Beginn weg begeisterte und den Kadetten den Schneid abkaufte. Vor allem die Defensive war überragend. Unterstützt vom starken Keeper Andreas Merz (16 Paraden) machten die Thuner zwischen der 21. und der 30. Minute den Laden dicht und zogen von 9:9 auf 16:9 davon. Es sollte am Ende bereits die Entscheidung des Cupfinals sein.

Wer nach dem Seitenwechsel nämlich den Schaffhauser Sturmlauf in Verbindung mit einer Aufholjagd erwartete, wurde von den hervorragend eingestellten Thunern eines Besseren belehrt. Die Kadetten, die zuweilen hektisch agierten und nie zu ihrem gewohnten Tempospiel fanden, konnten den Abstand trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nicht verkürzen, im Gegenteil: Wacker zog bis zur 44. Minute (23:15) gar erstmals auf acht Tore davon. Zwar kamen die Kadetten nun in der Offensive zu einfacheren Treffern, doch die ausgeglichenen und immer souveränen Thuner kamen vorab über Borna Franic (8), Jonas Dähler (5) oder Nikola Isailovic (4) immer wieder zu den wichtigen Toren, um die Schaffhauser auf Distanz zu halten. Erst in den letzten sieben Minuten begannen die Nerven auf Seiten der Thuner etwas zu flattern. Leszek Starcan brachte die Kadetten praktisch im Alleingang noch einmal auf 25:28 heran. Der letzte Treffer von Philipp Buri zum 29:25 (58.) räumte aber auch die letzten Zweifel über den Überraschungsieg aus dem Weg.


Schweizer Cup Männer, Final

Wacker Thun – Kadetten Schaffhausen 29:26 (16:9)

Stadthalle, Sursee – 1690 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 2:1, 2:3, 6:7, 9:7, 9:9 (21.), 16:9; 19:13, 21:13, 21:15, 23:15, 25:17, 25:19, 27:20, 27:22, 28:22, 28:25 (58.), 29:26.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Wacker Thun, 6mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen.
Wacker: Merz/Winkler (für 1 Penalty); Caspar, Szymanski (3), Franic (8), Linder (4/2), Buri (2), Dähler (5), Friedli, von Deschwanden (3), Isailovic (4).
Kadetten: Vaskevicius/Bläuenstein (28. bis 30. und ab 45.); Kukucka (6/2), Vrany, Goepfert, Graubner (2), Pendic, Starczan (5/3), Stojanovic (1), Schelbert, Jurca (5), Bucher (1), Ursic (2), Tominec (4).
Bemerkungen: Kadetten ohne Dissinger und Quadrelli (beide verletzt). Merz hält Penaltys von Kukucka (21./9:8) sowie Ursic (28./14:9 und 40./21:13). Vaskevicius hält Penalty von Linder (24./10:9), Linder verwertet im Nachschuss.

Wacker Thun, Cupsieger 2012. (Bild: FOTO WAGNER)

 

Trainer Martin Rubin führte seine Mannschaft zum Erfolg. (Bild: FOTO WAGNER)

 

Die Kadetten (hier Iwan Ursic) straucheln im Cupfinal. (Bild: FOTO WAGNER)

 

Emotionen ohne Ende: Andreas Merz und die Fans von Wacker Thun. (Bild: FOTO WAGNER)

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Quelle: Marco Ellenberger

 

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