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Der HSC Suhr Aarau dominiert gegen den TV Endingen im Aargauer Derby, siegt hochverdient mit 30:15 (15:7) und blickt dem Endspiel um Rang 6 entgegen.
Freunde und Kontrahenten
Dario Ferrante und Jonathan Knecht spielten jahrelang zusammen und freundeten sich auch neben dem Feld an. Jetzt stehen sie sich im Aargauer Derby gegenüber.
Vertragsverlängerung
Der BSV Bern Muri bindet Eigengewächs Michael Kusio für ein weiteres Jahr an sich. Der Schweizer Nationalspieler verlängert seinen Vertrag in Bern bis 2019.
Vorzeitiger Abgang
Trainer Heiko Grimm verlässt den HC Kriens-Luzern bereits in der Winterpause und schliesst sich dem Trainerstab der MT Melsungen aus der Deutschen Bundesliga an.
14.12.2017
NLA: Der HSC Suhr Aarau deklassiert den TV Endingen im Aargauer Derby

Der HSC Suhr Aarau feierte im Aargauer Derby einen wichtigen Befreiungsschlag und meldete sich rechtzeitig vor dem Showndown um den Einzug in die Finalrunde eindrucksvoll zurück. Gegen den Kantonsrivalen TV Endingen siegte das Team von Trainer Misha Kaufmann in überzeugender Manier mit 30:15 (15:7). Während bei den Gastgebern vor 1'209 Zuschauern nahezu alles gelang, lieferte der Gast eine rabenschwarze Vorstellung ab.

Nach 44 Sekunden erzielte Nemanja Sudzum die 1:0-Führung für die Gäste aus dem Surbtal. Es sollte der einzige Vorsprung für den TV Endingen an diesem Abend bleiben. Zu stark, zu dominant, zu präsent in der Deckung war der HSC Suhr Aarau. Die Gastgeber spielten von der ersten Minute mit der Selbstverständlichkeit, die sie zu Saisonbeginn auszeichnete. Wenig bis nichts deutete darauf hin, dass der HSC eine Negativserie von sechs Niederlagen in der Meisterschaft in Serie zu verarbeiten hatte.

Bei den Gastgebern meldete sich der tschechische Neuzugang Milan Skvaril nach überstandener Verletzung im Kader zurück. Nachdem bereits Nikola Isailovic zurückkehrte, war der HSC bis auf den Langzeitverletzten Beau Kägi komplett. Dieser Status sollte allerdings nur 14 Minuten andauern. Bei einer Abwehraktion verletzte sich Mobiliar Topscorer Tim Aufdenblatten im Gesicht, für den Rest des Spiels war der Torgarant nicht mehr einsatzfähig. Die erste Diagnose lautete: Nasenbeinbruch. Sein Einsatz am Samstag ist noch ungewiss.

Das bis dahin souveräne Spiel der Mannen aus der Kantonshauptstadt geriet nach Aufdenblattens Ausfall kurz ins Stocken. Endingen konnte von 3:9 (14.) auf 6:9 (16.) verkürzen. HSC-Coach Misha Kaufmann reagierte mit einem Timeout in dessen Folge seine Mannschaft wieder fokussierter auftrat. Suhr Aarau baute den Vorsprung scheinbar spielend leicht immer weiter aus und führte bis zum Pausenpfiff mit 15:7.

Die endgültige Entscheidung zu Gunsten von Suhr Aarau fiel früh im zweiten Abschnitt, als Endingen zwischen der 37. und 48. Minute kein Treffer gelang. Entweder scheiterten die Gäste an der präsenten Deckung der Gastgeber oder aber der gut aufgelegte Mihailo Radovanovic (12 Paraden/50%-Quote) entschärfte die Würfe der Endinger. Der HSC schraubte in dieser Zeit den Vorsprung von 19:9 auf 25:9 und brachte den Heimsieg in der Schlussphase problemlos über die Zeit.

Mit dem Sieg verbesserten sich die Gastgeber zwar wieder auf den 6. Rang, für die sichere Finalrundenteilnahme reicht es trotz dem Kantersieg aber noch nicht. Weniger als 48 Stunden nach dem Schlusspfiff im Derby tritt der HSC erneut vor heimischer Kulisse zum Showdown gegen den TSV St. Otmar an. Die Aargauer gehen mit einem Punkt Vorsprung in das Entscheidungsspiel und haben sich pünktlich zum alles entscheidenden Duell eindrucksvoll zurückgemeldet.

Ganz anders sieht es auf Seiten der Gäste aus. Bei Endingen funktionierte am Donnerstagabend nur eine einzige Sache. Armin Sarac war bei den 7-Metern eine sichere Bank und brachte alle seine fünf Versuche im Tor unter. Dass dies die einzigen Treffer des Rückraumshooters waren und dass auch sein Pendant, Mobiliar Topscorer Christian Riechsteiner, ohne Torerfolg blieb, war sinnbildlich für den Endinger Auftritt. Während der kompletten Spielzeit fand der Aufsteiger keinen Zugang zur Partie. Gegen die für Suhr Aarau bekannte 5:1-Deckung war der Tabellenletzte ideenlos.

Besonders bitter: auch kämpferisch wollte den Surbtalern im Derby an diesem Abend rein gar nichts gelingen. Der Auftritt in Aarau war eine Offenbarung; in dieser Form hat Endingen auch in der Abstiegsrunde wenig Chancen auf weitere Punktgewinne. Immerhin: Für die vakante Trainerposition scheint eine Lösung gefunden worden zu sein. Schon in Kürze soll der Nachfolger für den vor einigen Wochen zurückgetretenen Peter Szilagyi vorgestellt werden. 
 



Statistiken zum Spiel:
HSC Suhr Aarau – TV Endingen 30:15 (15:7)
1'209 Zuschauer. – SR: Buache/Meyer. - Strafen: je 4x2 Minuten.

HSC Suhr Aarau: Radovanovic/Ferrante; Reichmuth (4), Zehnder (1), Isailovic (5), Prachar, Kaufmann (1), Ilan Baumann, Skvaril (7/2), Romann (4), Aufdenblatten, Lukas Strebel (2), Rohr, Laube, Patrick Strebel (1), Slaninka (5).

TV Endingen: Busa/Boccarelli/Grana; Tano Baumann (2), Sudzum (4), Christian Riechsteiner, Wittlin, Mallien (2), Sarac (5/5), Knecht, Mühlebach, Adamcic (2), Schubnell, Huwyler, Lukas Riechsteiner.

Bemerkungen: Suhr Aarau ohne Kägi, Endingen ohne Pejkovic (beide verletzt). Verhältnis verschossene Penaltys 1:0.

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Quelle: Matthias Schlageter

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14.12.2017
Aargauer Derby: Freunde fürs Leben - Kontrahenten für 60 Minuten

Jonathan «Johnny» Knecht und Dario Ferrante spielten jahrelang zusammen – am Donnerstag stehen sie sich um 20.15 Uhr in der Aarauer Schachenhalle im Aargauer Derby (live auf MySports) als Gegner gegenüber. Dann kommt es zum Duell zweier Freunde, die in beiden Vereinen eine Vergangenheit und eine Gegenwart haben.

Johnny Knecht wohnte jahrelang gerade mal drei Minuten entfernt von der Schachenhalle in Aarau, wo er beim HSC Suhr Aarau mit dem Handball begann. Doch seit der Saison 2009/2010 spielt er beim TV Endingen – zusammen mit Goalie Dario Ferrante. Der wohnt nach wie vor in seinem Elternhaus in Wettingen. Und pendelt seit dieser Saison in die Schachenhalle, nachdem es ihn zu dieser Saison zum HSC Suhr Aarau zog. Vielleicht haben sich die beiden Freunde auf dem Weg ins Training schon gekreuzt. Am Donnerstag werden sich ihre Wege definitiv kreuzen. Sie stehen sich im Aargauer Derby gegenüber.

2009 wechselte Knecht nach fünf Jahren bei Suhr zum TV Endingen in die U19. Im Goal stand Dario Ferrante, der beim SV Lägern Wettingen mit dem Handball begann. Die beiden freundeten sich an, nicht nur auf dem Feld, sondern auch daneben. So gingen die beiden auch zusammen in die Ferien. Obwohl sie jeden Tag zusammen in der Halle standen. Und nicht nur bei Endingen, sondern bereits zuvor in der Regionalauswahl spielten sie zusammen. Doch damit nicht genug: auch an der Sportkanti Aarau sahen sie sich jeden Tag und absolvierten gemeinsame Trainingseinheiten, vor allem im Kraftraum. «Ich schätze ihn als Spieler sehr. Er ist enorm ehrgeizig und hat sich trotzdem seine Lockerheit bewahrt, er ist immer für ein Spässchen gut», meint Ferrante über Knecht. «Er ist einer der diszipliniertesten Spieler die ich kenne. An seinem Fleiss, seiner mentalen Vorbereitung können sich viele ein Vorbild nehmen. Er ist immer voll fokussiert», meint Knecht über Ferrante.

Da sprechen zwei Freunde mit viel gegenseitigem Respekt übereinander. Und dann entschied sich Ferrante zu wechseln. «Klar fand ich es schade, dass wir uns nicht mehr jeden Tag sehen», gibt Knecht offen zu. Aber die beiden haben sich bereits an der Aufstiegsfeier von Endingen versprochen, dass sie nach wie vor in engem Kontakt bleiben. «Das war emotional sicherlich schwierig, aber er hat sich auch für mich gefreut», ergänzt Ferrante.

Knecht lernte das Handball-ABC bei Suhr – und spielt jetzt mit Endingen gegen seinen Stammverein. «Ich habe Suhr sehr viel zu verdanken. Aber ich fühle mich im Herzen zu 100 Prozent als Endinger», bleibt Knecht cool. Wird dann aber doch noch emotional: «Spezieller wird es, wieder nach Aarau zurückzukehren. Habe ich doch sehr lange auch noch gleich neben der Schachenhalle gewohnt.»

Knecht weiss natürlich genau, wo Ferrante seine Stärken hat und er besser nicht hinzielt. Und wo er grössere Chancen hat, ein Tor zu erzielen. Im Gegenzug kennt Ferrante natürlich genau die Schussbilder von Knecht. «Ich denke, dass am Ende nicht die hard skills entscheiden werden, sondern dass sich die Duelle im Kopf entscheiden werden», meint der Rückraumspieler. «Das gibt kleine Psychospielchen», ergänzt der Goalie. Und bei beiden merkt man die Vorfreude auf das anstehende Duell.

Natürlich ist das Spiel für beide Teams enorm wichtig. Für das Prestige um die Nummer 1 im Kanton. Aber nicht nur. Suhr kämpft um die Finalrunde. Nach einem hervorragenden Start kam Sand ins Getriebe: «Am Anfang hatten wir viel drive, alle haben daran geglaubt. In der jetzigen Phase ging auch etwas das Selbstverständnis verloren und es kam eine leichte Unsicherheit auf», weiss Ferrante. Für den Aufsteiger aus dem Surbtal geht es darum, sich für die Abstiegsrunde eine gute Ausgangslage zu schaffen. Dass sie hartes Brot beissen werden, war von Beginn weg allen klar. «Aber uns fehlt die nötige Konstanz», bemängelt Knecht. «Wir haben nicht das gespielt, was wir können», weiss er selbst.

Am Donnerstag können er und seine Kollegen aus Endingen es zeigen. Genau wie Ferrante und sein Team. Die Frage ist nur, wer kocht im Derby am Ende wen ab? Für genügend Brisanz ist gesorgt. Nicht nur bei Ferrante und Knecht.

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Quelle: Text und Bild: Alex Wagner

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14.12.2017
Michael Kusio verlängert seinen Vertrag beim BSV Bern Muri um 1 Jahr

Nach der erfolgreichen Qualifikation für den Cupfinal können die Berner einen weiteren, wichtigen Personalentscheid verkünden. Mit dem 19-jährigen Linkshänder Michael Kusio verlängert ein weiteres Talent aus dem eigenen Nachwuchs seinen Vertrag vorzeitig bis zum Ende der Saison 2018/19. Diese Vertragsverlängerung entspricht der „ächt Bärn“-Philosophie des BSV Bern Muri.

Michael Kusio absolvierte alle Juniorenstufen beim BSV Bern Muri und gab bereits als 16-Jähriger sein Debüt in der höchsten Spielklasse der Schweiz. Der 196 cm grosse und 96 kg schwere Rückraumrechtsspieler hat seither in der NLA in 52 Spielen 132 Tore für die Hauptstädter erzielt. „Handball ist meine Leidenschaft und der BSV Bern Muri hat mich bisher immer aktiv gefördert. Ich freue mich sehr, nächste Saison mit dem BSV in die neue Ballsporthalle in Gümligen einzulaufen.“

Michael Kusio spielte bisher 58 Mal für die Schweizer Junioren-Nationalmannschaften und erzielte dabei insgesamt 339 Tore. Im Sommer 2017 debütierte er mit 18 Jahren in der A-Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Slowenien.

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Quelle: BSV Bern Muri

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14.12.2017
Trainer Heiko Grimm verlässt den HC Kriens-Luzern in der Winterpause

Heiko Grimm, Trainer der NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern, wechselt schon im Januar 2018 in die deutsche Bundesliga. Er wird nicht wie geplant im Sommer 2018, sondern bereits im Januar Teil des Trainerstabs der MT Melsungen. Beim HC Kriens-Luzern wird jetzt intensiv an einer Übergangslösung gearbeitet.

Bereits vor Beginn der laufenden Saison hatte der Coach des HC Kriens-Luzern, der deutsche Heiko Grimm, angekündigt, dass er die Schweiz nach fünf Jahren Trainertätigkeit Richtung Deutschland verlassen werde. Inzwischen ist bekannt, dass Grimm beim aktuellen Tabellenfünften der deutschen Bundesliga, der MT Melsungen, ein Traineramt übernehmen wird.

Der ambitionierte Bundesligist wurde nun bei Heiko Grimm und beim HC Kriens-Luzern mit der Bitte vorstellig, den geplanten Wechsel nicht wie geplant im Sommer, sondern bereits per Januar 2018 vorzunehmen. Dies im Sinne einer langfristigen Planung bei den Nordhessen. «Anfangs habe ich gezögert, weil ich doch mit meiner aktuellen Mannschaft noch ein Projekt zu Ende bringen wollte,» sagt Grimm. Dann aber hätten ihn die Argumente der Nordhessen überzeugt. Diese sind aktuell mitten in der Personalplanung für die kommende Saison und möchten den zukünftigen Coach bereits jetzt mit im Boot haben.

Der Verwaltungsrat des HC Kriens-Luzern hat das Gesuch Melsungens um einen vorzeitigen Wechsel nach Abwägung aller Fakten positiv beantwortet und mit Melsungen alle nötigen Details geregelt. «Ich bin froh, dass die Vereine eine für alle Seiten vernünftige Lösung finden konnten.» sagt Grimm. «Es ist für mich als Trainer eine ungeheure Chance, den Schritt in die Bundesliga gleich zu einem so renommierten und ambitionierten Club machen zu können. Nach Abwägung aller Argumente macht es einfach Sinn, diesen Schritt bereits im Januar zu tun.»

Grimm hatte seine Trainerkarriere im Jahr 2013 gestartet, als er seine glanzvolle Spielerkarriere (Europameister, Vize-Weltmeister) bei Pfadi Winterthur abschloss und in der Zentralschweiz seine erste Traineraufgabe annahm. Grimms Arbeit zeitigte sofort Erfolg, führte er doch die Mannschaft in die Spitzengruppe der NLA. Trotz teilweise massiven Verletzungsproblemen schaffte er mit der Mannschaft in allen fünf Jahren problemlos den Einzug in die Finalrunde.

«Wir bedauern den Abgang Grimms sehr,» sagt Hans-Peter Würmli, Präsident des Verwaltungsrates der HC Kriens-Luzern AG. «Unsere Zustimmung zu einem vorzeitigen Wechsel verstehen wir auch als Zeichen der Wertschätzung für das enorme Engagement, mit dem sich Heiko Grimm in die Entwicklung unserer gesamten Organisation eingebracht hat.» Grimm habe in der Innerschweiz als Trainer, aber auch als Mensch beeindruckende Spuren hinterlassen. «Wir sind ihm zu grossem Dank verpflichtet,» sagt Würmli. «Es ist ein Zeichen der Qualität, dass wir jetzt als Freunde auseinandergehen können, obschon sich unsere Wege trennen.»

Beim HC Kriens-Luzern wird jetzt intensiv daran gearbeitet, bis zum Vorbereitungsstart für die zweite Saisonhälfte am 8. Januar 2018 eine Übergangslösung zu präsentieren. Ziel ist es, den eingeschlagenen Weg von Heiko Grimm bis zum Saisonfinale fortzusetzen und die Saison erfolgreich zu beenden.

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Quelle: HC Kriens-Luzern

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25.05.2011
KADETTEN ZUM FÜNFTEN MAL SCHWEIZER MEISTER

Die Kadetten Schaffhausen haben im Playoff-Final der Männer gegen Pfadi Winterthur auch das dritte Spiel gewonnen und die Best-of-5-Serie damit vorzeitig entschieden. Die Kadetten fertigten Pfadi vor 1400 Zuschauern im Schweizersbild gleich mit 38:25 ab. Für den aktuellen Branchenprimus ist es nach 2005, 2006, 2007 und 2010 der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Nach zwei hart umkämpften Finalspielen war die dritte Partie bereits nach der ersten Hälfte (17:11) vorentschieden. Dank sechs Toren in den ersten sieben Angriffen führten die Kadetten rasch 6:2 (9.) und liessen die Winterthurer in der Folge nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Das Heimteam agierte in der Offensive sehr geduldig und routiniert, liess den Ball so lange zirkulieren, bis sich eine Lücke auftat. Die Angriffseffizienz der Schaffhauser in den ersten 30 Minuten betrug sehr starke 71 Prozent.

In der Verteidigung nahmen die Kadetten Pfadis Topskorer Marco Kurth (1 Tor) aus dem Spiel, indem er quasi manngedeckt wurde. Auf diese taktische Massnahme wussten die Gäste kein Rezept; einzig Michal Svajlen (7 Treffer) vermochte bei den Winterthurern in der Offensive zu überzeugen. Zudem scheiterte Pfadi nicht weniger als 19-mal an Kadettens Torhüter Björgvin Gustavsson, der sich einen Tag nach seinem 26. Geburtstag mit einer weiteren Topleistung aus der Schweiz verabschiedete – der isländische Nationalgoalie und Publikumsliebling wechselt in die Bundesliga zu Magdeburg.
 
Nach der Pause setzten sich die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 22:12 ab, worauf der Widerstand von Pfadi endgültig gebrochen war. So konnte die Mehrheit der 1400 Zuschauer in der Schweizersbildhalle frühzeitig mit der Meisterfeier beginnen. Zum besten Torschützen der Kadetten avancierte der Serbe Aleksandar Stojanovic mit neun Toren. Iwan Ursic traf siebenmal. Der Este Mait Patrail verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Lemgo.

"Das war eine mehr als perfekte Saison", sagte Präsident Giorgio Behr. Captain David Graubner ergänzte: "Ich wüsste nicht, was wir in dieser Saison anders hätten machen können." In der Tat erreichten die Kadetten sämtliche Ziele: Nach 2004/2005 und 2006/2007 gewannen sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Davor hatten sie den Supercup für sich entschieden und erstmals in der Champions League die Gruppenphase überstanden.
 
In der Schweiz war der Gewinn von drei Titeln nichts als logisch. Die Kadetten bewegen sich in einer eigenen Liga. Und wäre kurz vor dem Saisonstart nicht die Einführung eines Playoff-Finals beschlossen worden, hätte es keinerlei Spannung im Kampf um die Meistertrophäe gegeben. Denn in den ersten 30 Begegnungen gaben die Schaffhauser bloss vier Punkte ab, wobei sie nur einmal verloren (gegen Pfadi). In den letzten beiden Runden der Finalrunde setzte es noch Niederlagen gegen Wacker Thun und Kriens-Luzern ab, allerdings schonten die Kadetten dabei einige Spieler.
 
Trotz der Überlegenheit hatten die Kadetten "riesigen Respekt" (Behr) vor der Finalserie. Es sei nicht so einfach, wenn man während Wochen nicht gefordert werde und dann plötzlich gewinnen müsse. Graubner empfand es vor den Playoffs als "enorm schwierig". Es sei eine Belastung gewesen. Jeder habe einen Sieg erwartet. Der Druck sei enorm gewesen. Sie hätten sich "extrem lächerlich" machen können. Nun gewinnt er der Finalserie positive Aspekte ab: "Es macht mehr Spass, so Meister zu werden. Und für die Fans war es ein gutes Erlebnis. Pfadi hat uns mehr abverlangt, als uns lieb war." Von daher sei es sicher ein Traumfinal gewesen und sei die Genugtuung gross.

Behr verspürte nach dem Titelgewinn eine grosse Befriedigung: "Ich habe einen riesen Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft. Mit Ausnahme der letzten beiden Partien in der Finalrunde spielten wir unglaublich diszipliniert. Das muss man zuerst machen. Wir haben gegenüber der vorangegangenen Saison nochmals zugelegt, obwohl das Budget (dieses beträgt offiziell 2,5 Millionen Franken) um zehn Prozent reduziert wurde."
 
Für die kommende Spielzeit wird das Budget gemäss Behr nochmals um zehn Prozent reduziert. Dennoch werden die Kadetten erneut als klarer Favorit in die Saison steigen, umso mehr, als das Kader noch breiter besetzt sein wird. Bislang stehen den Abgängen von Björgvin Gustavsson (Magdeburg), Mait Patrail (Lemgo), Jan Filip (noch offen) und Fabio Baviera (Kriens-Luzern) die Zuzüge von Arunas Vaskevicius (GC Amicitia), Marko Vukelic (Kriens-Luzern), Nik Tominec (Maribor), Ruben Schelbert (RTV Basel) sowie Andrija Pendic (Suhr Aarau) gegenüber. Zudem dürfte als Nachfolger von Patrail der 19-jährige, 2,02 m grosse Deutsche Christian Dissinger (Ludwigshafen-Friesenheim) verpflichtet werden; dieser gilt als grosses Talent und ist gemäss Behr auch "ein sehr guter Abwehrspieler." Sie seien gut unterwegs, ist der Präsident deshalb überzeugt.
 
Sicher einen Schritt vorwärts machen die Kadetten bezüglich Halle, werden sie doch nicht mehr in der nicht sehr komfortablen Schweizersbildhalle, sondern in der bald fertiggestellten "BBC-Arena" spielen. Diese wird 2400 Sitz- sowie rund 700 Stehplätze umfassen. Für Behr ist die neue Halle ein "entscheidender Schritt". Graubner sprach davon, dass "ein kleiner Traum" in Erfüllung gehe.

Playoff-Final. Spiel 3: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11). Endstand: 3:0.

Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11)
Schweizersbild – 1400 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 4:2, 6:2, 8:4, 8:6, 10:8, 13:8, 14:10, 16:10, 17:11; 18:12, 22:12 (37.), 24:14, 24:16, 27:19, 29:19, 29:20, 31:20, 32:21, 32:23, 34:23, 34:24, 36:24, 36:25, 38:25.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen, 4mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.
Kadetten: Gustavsson; Kukucka (1), Goepfert (3), Graubner (1), Patrail (6), Filip (2/1), Starczan (1/1), Cvijetic (2), Baviera, Jurca (6/2), Stojanovic (9), Bucher, Ursic (7/2).
Pfadi: Pramuk/Baur; Krauthoff (4), Kasapidis (1), Hess (3), Kurth (1), Grimm (2), Kipili (1), Steiner (1), Krieg (2), Scheuner (2), Svajlen (7), Tarhai (1).
Bemerkungen: Kadetten ohne Vrany. Pfadi ohne Bay (beide verletzt) und Severin Brüngger (Beruf). Gustavsson hält Penalties von Kurth (4./2:1) und Krieg (49./28:19). Baur hält Penalty von Ursic (21./10:8).

Die Kadetten feiern ihren fünften Meistertitel. (Bild: FOTO WAGNER)

      
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Quelle: Sportinformation (si)

 

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