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Auftaktsieg
Die Schweizer U20-Junioren gewinnen zum Start der EM-Endrunde in Österreich gegen Estland mit 26:20. Morgen Freitag um 16 Uhr geht es gegen Serbien.
Servus Österreich
Die Schweizer U20-Nationalmannschaft bestreitet ab Donnerstag die EM-Endrunde
in Österreich. Hier gibt es alle Informationen: Vorschau, Kaderliste und Spielplan.
«Eine grossartige Leistung»
Nachwuchs-Nationaltrainer Michael Suter führte die U20-Junioren im April sensationell an die EM-Endrunde. Im Interview blickt er voraus auf das Turnier in Österreich.
Déjà-vu
Die Schweizer Frauen treffen in der WM-Qualifikation im Herbst wie schon in der vergangenen Saison auf Slowenien – sowie auf Weissrussland und Griechenland.
24.07.2014
U20-EM: Die Schweizer Junioren gewinnen zum Auftakt

Die Schweizer U20-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der EM-Endrunde in Österreich einen Sieg gefeiert. Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter setzte sich im ersten Spiel der Vorrunde gegen Estland mit 26:20 durch. Am Freitag (16 Uhr) steht nun gegen Serbien das wohl entscheidende Spiel um den Einzug in die Hauptrunde auf dem Programm.

In einem typischen Auftaktspiel mit nervösem Beginn hatten die Schweizer zunächst Mühe, ihren Rhytmus zu finden – zumal sie in der ersten Halbzeit oft in Unterzahl agieren mussten. Vorab dank Keeper Simon Schelling, der im ersten Durchgang überzeugte, führte die SHV-Auswahl zur Pause trotzdem mit 10:8. Nach dem Seitenwechsel wussten sich die Schweizer deutlich zu steigern und bauten den Abstand früh auf sechs Tore aus. Trainer Michael Suter, der dem Innenblock gute Noten ausstellte, gewährte danach seinem gesamten Kader Einsatzzeit – und sparte so einige Kräfte für morgen. «Es lief noch nicht alles optimal», sagte er. «Aber wir sind froh über diesen Sieg im Startspiel. Estland war der erwartet unangenehme Gegner.» Bester Skorer der SHV-Auswahl war Luka Maros, der siebenmal traf.
 


 
U20-EM-Endrunde in Österreich

Schweiz – Estland 26:20 (10:8)
Sportzentrum, Traun – 200 Zuschauer – Sr. Hofer/Schmidhuber (Ö).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz; 4mal 2 Minuten inkl. Disqualifikation (Varul) gegen Estland.
Schweiz: Schelling/Wick; Maros (7), Küttel (5), Delhees (3), Hochstrasser (3), Alili (2), Mühlebach (2), Cédrie Tynowski (2), Jud (1), Zuber (1), Blättler, Leitner, Meister, Röthlisberger, Suter.
Bemerkungen: Schweiz ohne Vernier und Markovic (beide verletzt). Penalties: Schweiz 1/2, Estland 4/6.

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Quelle: Marco Ellenberger

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22.07.2014
U20-Junioren ab Donnerstag an der EM-Endrunde in Österreich

Die Schweizer U20-Nationalmannschaft bestreitet ab Donnerstag die EM-Endrunde in Österreich. Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter, die sich in der Qualifikation im vergangenen April sensationell auf Kosten von U19-Vize-Weltmeister Kroatien durchsetzte, trifft in der Vorrunde in Traun auf Dänemark, Serbien und Estland. Der zweite Platz in der Gruppe und damit der Sprung unter die Top-8 käme für die 1994er-Generation einer grossen Überraschung gleich.

Wie schon im Sommer vor zwei Jahren ist die Schweiz mit zwei Nachwuchs-Nationalmannschaften an EM-Endrunden vertreten. In den kommenden zehn Tagen messen sich die U20-Junioren in Österreich, und ab dem 14. August auch noch die U18-Junioren in Polen. Der kontinuierliche Erfolg auf Junioren-Stufe könnte also zur Gewohnheit werden – doch das darf er nicht, im Gegenteil: «Es ist absolut nicht selbstverständlich, dass wir erneut mit beiden Mannschaften den Sprung unter die Top-16 Europas geschafft haben», sagt Leistungssport-Geschäftsführer Ingo Meckes. Tatsächlich sind die hervorragenden Resultate der aktuellen Generationen mit jenen ihrer Vorgänger – die 1992-Junioren klassierten sich an Endrunden viermal in den Top-8 – keinesfalls zu vergleichen. «Es ist für mich nach wie vor kaum hoch genug einzuschätzen, dass wir im April die Qualifikation überstanden haben. Dort mussten wir nämlich ziemlich improvisieren», sagt Trainer Michael Suter.

Die Fakten sind denn auch wirklich erstaunlich. Die aktuelle U20-Nationalmannschaft ist in der Breite eher dünn besetzt, weshalb schon sechs Spieler mit Jahrgang 1996 mit im Kader stehen. Und sie übernehmen dabei auch noch tragende Rollen, wie etwa im Innenblock der Verteidigung oder in der Offensive am Kreis. Dass nun mit Pascal Vernier (Hirnerschütterung) und Zoran Markovic (Knieverletzung) auch noch zwei der fünf nominell stärksten Rückraumspieler für das Turnier in Österreich ausfallen, macht die Aufgabe nicht einfacher. «Diese Mannschaft hat nicht die Eingespieltheit anderer Jahrgänge, natürlich auch bedingt durch die grosse Durchmischung mit den 1996er-Junioren. Wir stellen an der EM-Endrunde das jüngste aller Teams. Aber wir werden natürlich versuchen, das mit Kampfgeist und Teamspirit zu kompensieren», sagt Michael Suter.

An Herausforderungen für die SHV-Auswahl wird es in Österreich nicht mangeln. Zum Auftakt treffen die Schweizer am Donnerstag (16 Uhr, Livestream) auf Estland. «Ein sehr unangenehmer Gegner», sagt Trainer Michael Suter und fügt an: «Aber es ist natürlich unser Ziel, mit einem Sieg in das Turnier zu starten.» Am Freitag steht dann die wohl entscheidende Partie gegen Serbien auf dem Programm. Und gegen die enorm starke serbische 1994er-Generation sind die Schweizer als Aussenseiter zu bezeichnen. Das unterstreicht auch ein Blick in die Vergangenheit: An der U18-EM vor zwei Jahren trafen die beiden Mannschaften bereits einmal aufeinander – und die Schweiz blieb bei der 27:33-Niederlage chancenlos. «Wir werden aber versuchen, den Serben das Leben so schwer wie möglich zu machen», sagt Trainer Michael Suter. Zum Abschluss der Vorrunde trifft die Schweiz am Sonntag auf Dänemark – den stärksten Gegner. Die Dänen, Bronzemedaillengewinner an der U18-EM vor zwei Jahren, dürften auch in Österreich wieder um den Titel mitspielen.

Für die SHV-Auswahl stehen andere Ziele im Vordergrund. «Mit der Teilnahme an der EM-Endrunde sind wir bereits unter den Top-16 Europas, das ist für diese Generation schon eine grossartige Leistung. Nun haben wir Freude, dass wir dabei sind, und wir werden natürlich voll angreifen», sagt Trainer Michael Suter. Vor zwei Jahren klassierte sich die 1994er-Generation an der damaligen U18-EM-Endrunde ebenfalls in Österreich auf Platz 13. Es ist eine Richtmarke, an der sich die Schweizer Junioren orientieren dürfen. Sollte es ihnen gelingen, dieses Resultat zu toppen, wären sie – wie schon an der EM-Qualifikation im April – ein zweites Mal über sich hinausgewachsen.

 
Weiterführende Links:


 
U20-Nationalmannschaft
Kader für die EM-Endrunde in Österreich

Albin Alili (1996, RL, Kadetten Schaffhausen)
Adrian Blättler (1994, FL, HC Kriens)
Ron Delhees (1995, RR, GC Amicitia Zürich)
Remo Hochstrasser (1996, KL, HSC Suhr Aarau)
Tim Jud (1994, RM, HC GS Stäfa)
Dimitrij Küttel (1994, RR, Kadetten Schaffhausen)
Florian Leitner (1996, FL, TV Endingen)
Luka Maros (1994, RL, Pfadi Winterthur)
Lucas Meister (1996, KL, Kadetten Schaffhausen)
Yves Mühlebach (1994, FR, HC Kriens)
Samuel Röthlisberger (1996, RL/RR, BSV Bern Muri)
Simon Schelling (1994, TH, HC GS Stäfa)
Nicolas Suter (1994, RM, HSC Suhr Aarau)
Cédrie Tynowski (1996, FR, Pfadi Winterthur)
Flavio Wick (1995, TH, HSC Suhr Aarau)
Seppi Zuber (1994, FL, HSC Suhr Aarau)
 


 
U20-Europameisterschaft
Vorrunde, Gruppe B (in Traun)

Donnerstag, 24. Juli
16.00 Uhr: Schweiz – Estland
20.00 Uhr: Dänemark – Serbien

Freitag, 25. Juli
16.00 Uhr: Serbien – Schweiz
20.00 Uhr: Estland – Dänemark

Sonntag, 27. Juli
16.00 Uhr: Serbien – Estland
20.00 Uhr: Dänemark – Schweiz

Modus: Die beiden besten Teams der Gruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde und spielen um die Plätze 1 bis 8, die anderen beiden Teams spielen in der Zwischenrunde um die Plätze 9 bis 16.

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Quelle: Marco Ellenberger

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22.07.2014
Michael Suter: «Mit Kampfgeist und Teamspirit voll angreifen»

Die Schweizer U20-Junioren stehen ab Donnerstag an der EM-Endrunde der 1994er-Junioren im Einsatz. Es ist bereits die sechste Teilnahme einer SHV-Auswahl an einem grossen Turnier seit 2010. Erfolgs-Trainer Michael Suter spricht im Interview über die abgeschlossene Vorbereitung, die Herausforderungen mit der 1994er-Generation sowie die drei Gegner in der Vorrunde und die Erwartungen am Turnier in Österreich.
 


 
Michael Suter, mit den beiden Testspielen in Deutschland habt ihr die Vorbereitung auf die EM-Endrunde abgeschlossen. Ist das Team für die grosse Aufgabe bereit?
Michael Suter: Die beiden Spiele in Deutschland waren für uns tatsächlich sehr wertvoll. Die Erkenntnisse daraus waren allerdings nicht neu. Diese Mannschaft hat noch nicht die Eingespieltheit anderer Jahrgänge, natürlich auch bedingt durch die grosse Durchmischung mit den jüngeren Junioren. Es ist für mich nach wie vor kaum hoch genug einzuschätzen, dass wir im April die Qualifikation überstanden (u.a. auf Kosten von Vize-Weltmeister Kroatien, Red.) und damit den Sprung unter die sechzehn besten Teams geschafft haben – schon dort mussten wir nämlich ziemlich improvisieren. Nun werden wir versuchen, auch für die EM-Endrunde eine möglichst konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen.

Du sprichst damit wohl auch die Ausfälle an. Mit Pascal Vernier und Zoran Markovic fehlen zwei wichtige Akteure. Welche Auswirkungen hat das auf eure Überlegungen?
Michael Suter: In einem nominell ohnehin schon eher dünn besetzten Jahrgang wiegt gerade der Ausfall von Pascal Vernier natürlich doppelt schwer. Weil auch Zoran Markovic nicht dabei ist, fehlen uns zwei der fünf wichtigsten Rückraumspieler. Die Frage ist: Wie können wir das verkraften? Wir werden auf jeden Fall versuchen, es mit Kampfgeist und Teamspirit wettzumachen.

Worauf wird es in Österreich aus sportlicher Sicht ankommen?
Michael Suter: Im Angriff sind wir in der aktuellen Besetzung stark abhängig von Dimitrij Küttel und Luka Maros – es wird wichtig sein, dass auch andere Spieler mithelfen und die Verantwortung übernehmen. Es könnte auch noch mehr über den Kreis kommen, allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir dort mit Remo Hochstrasser und Lucas Meister zwei zwar sehr talentierte, aber eben noch junge Spieler (beide Jahrgang 1996, Red.) im Kader haben. Ausserdem wird es wie sowieso immer wichtig sein, dass die Deckung im Verbund mit den Torhütern gut funktioniert. Dort hatten wir zuletzt noch etwas Luft nach oben. Wir gehen aber davon aus, dass wir im Hinblick auf das Turnier eine Steigerung hinkriegen – so, wie uns das auch in den vergangenen Jahren gelungen ist.

Schauen wir voraus auf das Turnier: Mit Dänemark und Serbien bekommt ihr es bereits in der Vorrunde mit zwei ganz harten Brocken zu tun.
Michael Suter: Ja, und Estland dürfen wir auch nicht vergessen. Es ist natürlich unser Ziel, das Auftaktspiel gegen die Esten zu gewinnen – aber das ist eine sehr unangenehme Mannschaft, wie unsere Videoanalysen gezeigt haben. Dann dürfte das wohl entscheidende Spiel gegen Serbien folgen. Die haben in diesem Jahrgang eine enorm starke Mannschaft zusammen und das auch mit guten Resultaten in der Vorbereitung unterstrichen. Vor zwei Jahren an der U18-EM hatten wir gegen den gleichen Gegner keine Chance. Ich sehe uns darum als Aussenseiter, der versuchen wird, den Serben das Leben so schwer wie möglich zu machen. Dänemark ist dann noch einmal eine Klasse besser. Die Dänen dürften in Österreich um den Titel spielen.

Es ist nun bereits die sechste Teilnahme einer Nachwuchs-Auswahl des SHV seit dem Jahr 2010 – und die U18-Junioren spielen ja dann im August auch noch die EM-Endrunde. Die Ansprüche in der Schweiz sind merklich gestiegen, nachdem sich die 1992er-Generation gleich viermal unter den Top-Acht klassiert hat. Wie sieht das mit der 1994er-Generation aus?
Michael Suter: Wir dürfen keinesfalls davon ausgehen, dass wir in Österreich unter die acht besten Mannschaften spazieren, im Gegenteil. Wir dürfen nicht vergessen: Wir stellen die jüngste Equipe des ganzen Turniers (sechs Spieler mit Jahrgang 1996, Red.). Mit der Teilnahme an der EM-Endrunde sind wir bereits unter den Top-Sechzehn Europas, das ist für diese Generation schon eine grossartige Leistung. Nun haben wir Freude, dass wir dabei sind, und wir werden natürlich voll angreifen. Es versteht sich von selbst, dass wir auch in Österreich auf Sieg spielen.

 
Weiterführende Links:

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Quelle: Marco Ellenberger

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22.07.2014
WM-Qualifikation Frauen: Schweiz erneut gegen Slowenien

Das Schweizer Nationalteam der Frauen trifft in der ersten Phase der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2015 in Dänemark auf Slowenien, Weissrussland und Griechenland. Aus dem Quartett ist der Gruppensieger im Playoff teilnahmeberechtigt, in dem neun der elf WM-Teilnehmer aus Europa erkoren werden.

Gegen die Griechinnen hatte die Schweizer Auswahl schon in den Qualifikationen für die WM 2011 und 2013 gespielt. Beide Partien entschieden die Schweizerinnen klar zu ihren Gunsten. Slowenien war Gegner in der Ausscheidung für die EM 2014. Beide Spiele gingen nach starken Auftritten der SHV-Auswahl knapp verloren. Gegen Weissrussland spielten die Schweizerinnen zuletzt im Jahr 2006 in der WM-Qualifikation. Damals verlor die Schweiz auswärts mit 21:27. Die Gesamt-Bilanz ist mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen ausgeglichen.

Den in der WM-Qualifikation engagierten Ländern steht es frei, die Gruppenphase in Turnierform an einem zentralen Ort oder mit Hin- und Rückspielen auszutragen. Als Daten für ein Turnier hat die EHF die Zeit vom 26. bis 30. November oder vom 3. bis 6. Dezember vorgegeben. Die Hin- und Rückspiele müssten zwischen dem 8. Oktober und dem 6. Dezember ausgetragen werden.
 


 
WM-Qualifikation Frauen, 1. Phase

Gruppe 1: Slowenien, Weissrussland, Schweiz, Griechenland.
Gruppe 2: Türkei, Österreich, Portugal, Israel.
Gruppe 3: Mazedonien, Island, Italien.
Gruppe 4: Tschechien, Litauen, Aserbaidschan.

Modus: Die vier Gruppensieger qualifizieren sich für die Playoffs im Juni 2015.

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Quelle: Sportinformation (Si) / Marco Ellenberger

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25.05.2011
KADETTEN ZUM FÜNFTEN MAL SCHWEIZER MEISTER

Die Kadetten Schaffhausen haben im Playoff-Final der Männer gegen Pfadi Winterthur auch das dritte Spiel gewonnen und die Best-of-5-Serie damit vorzeitig entschieden. Die Kadetten fertigten Pfadi vor 1400 Zuschauern im Schweizersbild gleich mit 38:25 ab. Für den aktuellen Branchenprimus ist es nach 2005, 2006, 2007 und 2010 der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Nach zwei hart umkämpften Finalspielen war die dritte Partie bereits nach der ersten Hälfte (17:11) vorentschieden. Dank sechs Toren in den ersten sieben Angriffen führten die Kadetten rasch 6:2 (9.) und liessen die Winterthurer in der Folge nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Das Heimteam agierte in der Offensive sehr geduldig und routiniert, liess den Ball so lange zirkulieren, bis sich eine Lücke auftat. Die Angriffseffizienz der Schaffhauser in den ersten 30 Minuten betrug sehr starke 71 Prozent.

In der Verteidigung nahmen die Kadetten Pfadis Topskorer Marco Kurth (1 Tor) aus dem Spiel, indem er quasi manngedeckt wurde. Auf diese taktische Massnahme wussten die Gäste kein Rezept; einzig Michal Svajlen (7 Treffer) vermochte bei den Winterthurern in der Offensive zu überzeugen. Zudem scheiterte Pfadi nicht weniger als 19-mal an Kadettens Torhüter Björgvin Gustavsson, der sich einen Tag nach seinem 26. Geburtstag mit einer weiteren Topleistung aus der Schweiz verabschiedete – der isländische Nationalgoalie und Publikumsliebling wechselt in die Bundesliga zu Magdeburg.
 
Nach der Pause setzten sich die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 22:12 ab, worauf der Widerstand von Pfadi endgültig gebrochen war. So konnte die Mehrheit der 1400 Zuschauer in der Schweizersbildhalle frühzeitig mit der Meisterfeier beginnen. Zum besten Torschützen der Kadetten avancierte der Serbe Aleksandar Stojanovic mit neun Toren. Iwan Ursic traf siebenmal. Der Este Mait Patrail verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Lemgo.

"Das war eine mehr als perfekte Saison", sagte Präsident Giorgio Behr. Captain David Graubner ergänzte: "Ich wüsste nicht, was wir in dieser Saison anders hätten machen können." In der Tat erreichten die Kadetten sämtliche Ziele: Nach 2004/2005 und 2006/2007 gewannen sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Davor hatten sie den Supercup für sich entschieden und erstmals in der Champions League die Gruppenphase überstanden.
 
In der Schweiz war der Gewinn von drei Titeln nichts als logisch. Die Kadetten bewegen sich in einer eigenen Liga. Und wäre kurz vor dem Saisonstart nicht die Einführung eines Playoff-Finals beschlossen worden, hätte es keinerlei Spannung im Kampf um die Meistertrophäe gegeben. Denn in den ersten 30 Begegnungen gaben die Schaffhauser bloss vier Punkte ab, wobei sie nur einmal verloren (gegen Pfadi). In den letzten beiden Runden der Finalrunde setzte es noch Niederlagen gegen Wacker Thun und Kriens-Luzern ab, allerdings schonten die Kadetten dabei einige Spieler.
 
Trotz der Überlegenheit hatten die Kadetten "riesigen Respekt" (Behr) vor der Finalserie. Es sei nicht so einfach, wenn man während Wochen nicht gefordert werde und dann plötzlich gewinnen müsse. Graubner empfand es vor den Playoffs als "enorm schwierig". Es sei eine Belastung gewesen. Jeder habe einen Sieg erwartet. Der Druck sei enorm gewesen. Sie hätten sich "extrem lächerlich" machen können. Nun gewinnt er der Finalserie positive Aspekte ab: "Es macht mehr Spass, so Meister zu werden. Und für die Fans war es ein gutes Erlebnis. Pfadi hat uns mehr abverlangt, als uns lieb war." Von daher sei es sicher ein Traumfinal gewesen und sei die Genugtuung gross.

Behr verspürte nach dem Titelgewinn eine grosse Befriedigung: "Ich habe einen riesen Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft. Mit Ausnahme der letzten beiden Partien in der Finalrunde spielten wir unglaublich diszipliniert. Das muss man zuerst machen. Wir haben gegenüber der vorangegangenen Saison nochmals zugelegt, obwohl das Budget (dieses beträgt offiziell 2,5 Millionen Franken) um zehn Prozent reduziert wurde."
 
Für die kommende Spielzeit wird das Budget gemäss Behr nochmals um zehn Prozent reduziert. Dennoch werden die Kadetten erneut als klarer Favorit in die Saison steigen, umso mehr, als das Kader noch breiter besetzt sein wird. Bislang stehen den Abgängen von Björgvin Gustavsson (Magdeburg), Mait Patrail (Lemgo), Jan Filip (noch offen) und Fabio Baviera (Kriens-Luzern) die Zuzüge von Arunas Vaskevicius (GC Amicitia), Marko Vukelic (Kriens-Luzern), Nik Tominec (Maribor), Ruben Schelbert (RTV Basel) sowie Andrija Pendic (Suhr Aarau) gegenüber. Zudem dürfte als Nachfolger von Patrail der 19-jährige, 2,02 m grosse Deutsche Christian Dissinger (Ludwigshafen-Friesenheim) verpflichtet werden; dieser gilt als grosses Talent und ist gemäss Behr auch "ein sehr guter Abwehrspieler." Sie seien gut unterwegs, ist der Präsident deshalb überzeugt.
 
Sicher einen Schritt vorwärts machen die Kadetten bezüglich Halle, werden sie doch nicht mehr in der nicht sehr komfortablen Schweizersbildhalle, sondern in der bald fertiggestellten "BBC-Arena" spielen. Diese wird 2400 Sitz- sowie rund 700 Stehplätze umfassen. Für Behr ist die neue Halle ein "entscheidender Schritt". Graubner sprach davon, dass "ein kleiner Traum" in Erfüllung gehe.

Playoff-Final. Spiel 3: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11). Endstand: 3:0.

Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11)
Schweizersbild – 1400 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 4:2, 6:2, 8:4, 8:6, 10:8, 13:8, 14:10, 16:10, 17:11; 18:12, 22:12 (37.), 24:14, 24:16, 27:19, 29:19, 29:20, 31:20, 32:21, 32:23, 34:23, 34:24, 36:24, 36:25, 38:25.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen, 4mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.
Kadetten: Gustavsson; Kukucka (1), Goepfert (3), Graubner (1), Patrail (6), Filip (2/1), Starczan (1/1), Cvijetic (2), Baviera, Jurca (6/2), Stojanovic (9), Bucher, Ursic (7/2).
Pfadi: Pramuk/Baur; Krauthoff (4), Kasapidis (1), Hess (3), Kurth (1), Grimm (2), Kipili (1), Steiner (1), Krieg (2), Scheuner (2), Svajlen (7), Tarhai (1).
Bemerkungen: Kadetten ohne Vrany. Pfadi ohne Bay (beide verletzt) und Severin Brüngger (Beruf). Gustavsson hält Penalties von Kurth (4./2:1) und Krieg (49./28:19). Baur hält Penalty von Ursic (21./10:8).

Die Kadetten feiern ihren fünften Meistertitel. (Bild: FOTO WAGNER)

      
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Quelle: Sportinformation (si)

 

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