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Der Vorverkauf läuft
Heute Freitag startet der Vorverkauf für das Heimspiel gegen Deutschland im Hallenstadion. Ab 12 Uhr sind bei Ticketcorner Tickets in allen Kategorien verfügbar.
Hotelcard zum halben Preis
Handballerinnen und Handballer profitieren von einem attraktiven Angebot:
Die Hotelcard, das Halbtax für Hotels, gibt es für euch jetzt zum halben Preis.
Wer kam? Wer ging?
Am kommenden Mittwoch startet die neue NLA-Saison. Wie haben sich die Kader der zehn Mannschaften verändert? Hier gibt es die Übersicht aller Transfers.
Das sind die neuen Regeln
Ab der kommenden Saison wird auch in der Schweiz nach neuen Regeln gespielt. Wir haben die Änderungen und die wichtigsten Erläuterungen zusammengefasst.
26.08.2016
Schweiz vs. Deutschland: Ab heute gibt es Tickets!

Am Samstag, 5. November, spielt die Schweiz im Zürcher Hallenstadion gegen Europameister Deutschland – ab heute Freitag um 12 Uhr gibt es Tickets für das Highlight des Jahres. Bei Ticketcorner kommen in der ersten Phase rund 6'500 Karten in allen Kategorien in den Verkauf. Erhältlich sind neben attraktiven VIP-Packages (225 Franken) nummerierte Sitzplätze zwischen 55 Franken und 25 Franken*. Ausserdem bietet der SHV auch wieder die beliebten Teamtickets mit 50 Prozent Rabatt an; der entsprechende Promotionscode wird den Vereinen direkt per Mail zugestellt.

Wir wollen den Zuschauerrekord!
Mehr als 30 Jahre ist es her, da spielte die Schweiz an der WM-Endrunde 1986 in Basel gegen Deutschland – vor 9'000 Fans. Es ist bis heute das Nationalmannschafts-Heimspiel mit den meisten Zuschauern. Und diesen Rekord wollen wir am 5. November brechen. Platz dafür ist genug: Das Hallenstadion bietet rund 11'500 Sitzplätze. Darum: Nimm alle deine Freunde mit und sei ein Teil des grossen Rekord-Versuchs – und erlebe gleichzeitig den Europameister in Action. Wir freuen uns auf ein grossartiges Event. Hopp Schwiiz!

* alle Preise exkl. allfälliger Vorverkaufs-Gebühren. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre profitieren von 30 Prozent Ermässigung (Ausnahme VIP).

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Quelle: Marco Ellenberger

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26.08.2016
Spezialaktion: Hotelcard für SHV-Mitglieder zum halben Preis

Handballerinnen und Handballer profitieren zum Beginn der neuen Saison von einem attraktiven Angebot: Die Hotelcard – das Halbtax für Hotels – gibt es für euch zum halben Preis: Also zum Beispiel ein Jahr für nur 47.50 Franken statt 95 Franken. Bestelle dir noch heute deine Hotelcard mit dem Rabattcode shv-2016 und übernachte in über 580 Hotels in der Schweiz sowie im näheren Ausland zum halben Preis. Alles weitere unter: www.hotelcard.com/shv

Die Hotelcard AG ist eine im Jahr 2009 gegründete Schweizer Firma mit Sitz in Thun (BE) sowie einer Zweigniederlassung in Wettingen (AG). Die Hotelcard AG ist Erfinderin der Hotelcard, des weltweit ersten Halbtax für Hotels. Das Ziel der Unternehmung ist die Förderung des Tourismus, insbesondere der Hotellerie, im deutschsprachigen Europa durch die verbesserte Auslastung der freien Zimmerkapazitäten sowie die Bereitstellung attraktiver Hotelangebote.

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Quelle: Marco Ellenberger

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24.08.2016
Wer kam, wer ging? Die Transferübersicht der NLA-Vereine

Am kommenden Mittwoch, 31. August, startet die NLA-Saison 2016/17 mit einer vollen Runde. Wie immer haben sich die Kader über die Sommerpause merklich verändert. Welche Spieler kamen? Welche Spieler gingen? Alle Antworten gibt es in der Transferübersicht der zehn NLA-Vereine.
 


 
Kadetten Schaffhausen (Meister, Cupsieger, Supercup-Sieger)
Trainer: Lars Walther.
Zugänge: Aurel Bringolf (Pfadi Winterthur), Ron Delhees (GC Amicitia Zürich), Michal Szyba (RK Velenje), Kristian Bliznac (HSG Wetzlar).
Abgänge: Nikola Portner (MHB Montpellier Handball), Nikola Cvijetic (RTV 1879 Basel ), Aleksandar Stojanovic (Kadetten Espoirs).

Wacker Thun
Trainer: Martin Rubin.
Zugänge: (-).
Abgänge: Georgios Chalkidis (Karriereende), Simon Hunziker (TV Steffisburg).

Pfadi Winterthur
Trainer: Adrian Brüngger.
Zugänge: Matias Schulz (HBC Nantes), Ante Kuduz (Dijon Bourgogne Handball), Jonas Langerhuus (Skanderborg Handbold).
Abgänge: Aurel Bringolf (Kadetten Schaffhausen), Milan Corovic (Roter Stern Belgrad), Michelin Celestin (unbekannt).

TSV St. Otmar St. Gallen
Trainer: Predrag Borkovic.
Zugänge: Ondrej Zdrahala (ASV Hamm-Westfalen), Michal Shejbal (UHK Krems), Matevz Cemas (HC Oroshazi), Julian Rauch (Bregenz Handball), Jan Gwerder (HC Kriens-Luzern), Severin Kaiser (RTV Basel), Marco Appert, Thierry Gasser (beide eigener Nachwuchs).
Abgänge: Martin Galia (Gornik Zabrze), Tomas Babak (Bergischer HC), Jakub Szymanski (BSV Bern Muri), Marcel Engels (HG Saarlouis), Jost Brücker (HC Kriens-Luzern), Sharr Ramadani (Seen Tigers), Yves Petrig (unbekannt), Jeremias Ryser (SV Fides), Raphael Eberle (TSV Fortitudo Gossau).

HC Kriens-Luzern
Trainer: Heiko Grimm.
Zugänge: Christian Wipf (SG Pilatus Handball), Paul Bar (GC Amicitia Zürich), David Nyffenegger (BSV Bern Muri), Jost Brücker (TSV St. Otmar St. Gallen), Severin Ramseier (GC Amicitia Zürich), Aleksandar Radovanovic (JS Cherbourg Manche HB).
Abgänge: Vukasin Stojanovic (unbekannt), Jan Gwerder (TSV St. Otmar St. Gallen), Samuel Weingartner (TSV Fortitudo Gossau), Roman Schelbert (Karriereende).

BSV Bern Muri
Trainer: Dragan Dejanovic.
Zugänge: Nikola Kedzo (Norwegen), Michael Kusio (TV Solothurn), Sebastian Schneeberger (TV Solothurn), Jakub Szymanski (TSV St. Otmar St. Gallen), Tim Weber (TV Solothurn)
Abgänge: Benjamin Steiger (HS Biel), Marco Kurth (TV Solothurn), David Nyffenegger (HC Kriens-Luzern), Manuel Reber (Rücktritt), Oliver Räz (Rücktritt).

GC Amicitia Zürich
Trainer: Markus Berchten (neu).
Zugänge: Branco Koloper (TSV Eisenach), Manuel Frietsch (HBW Balingen-Weilstetten), Simon Schelling (Lakers Stäfa), Silas Rieder (TV Suhr), Thomas Koller (Nachwuchs), Michael Laszlo (2. Mannschaft).
Abgänge: Severin Ramseier, Paul Bar (beide Kriens-Luzern), Simon Wittlin (RTV Basel), Luca Oberli (SG Horgen), Ron Delhees (Kadetten Schaffhausen) Gregory von Ballmoos (Seen Tigers Winterthur).

RTV 1879 Basel
Trainer: Joop Fiege (neu).
Zugänge: Basil Berger (TV Birsfelden), Nikola Cvijetic (Kadetten Schaffhausen), Max Gerbl (Kadetten Espoirs), Simon Wittlin (GC Amicitia Zürich).
Abgänge: Severin Kaiser (TSV St. Otmar St. Gallen), Marko Vukelic (Seen Tigers Winterthur), Nikolas Wessner (Liestal), Kevin Langhein (ATV Basel-Stadt), Ivan Golubovic (Rücktritt), Henry Martinez (unbekannt).

TSV Fortitudo Gossau
Trainer: Rolf Erdin.
Zugänge: Raphael Eberle (TSV St. Otmar St. Gallen), Lino Hafnner (eigener Nachwuchs), Philipp Jochum (Alpla Hard), Samuel Weingartner (HC Kriens-Luzern).
Abgänge: Holger Hug (HSC Kreuzlingen), Remo Monn (Rücktritt), Andreas Wild (Rücktritt).

HSC Suhr Aarau (Aufsteiger)
Trainer: Mischa Kaufmann.
Zugänge: Mihailo Radovanovic (HK Drott), Moritz Aufdenblatten, Ilan Baumann, Irfan Butt, Nico Schwab, Raphael Rohr (alle eigener Nachwuchs), Ronnie Vilstrup (Team Sydhavsörne), Djordje Golubovic (RK Metaloplastika).
Abgänge: Tobias Wipf (Rücktritt), Philipp Wildi, Tano Baumann (beide TV Endingen), Josef Zuber (unbekannt), Ljubomir Josic (Spanien), Robert Konecnik (TV Dagmersellen).

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Quelle: Marco Ellenberger

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24.08.2016
Erläuterungen zu den neuen Regeln ab 1. Juli 2016

Ab der Saison 2016/17 kommen im Handball wesentliche neue Regeln zur Anwendung. Die Inputs dazu wurden im Rahmen eines Symposiums mit Trainern, Schiedsrichtern, Medien, etc. gesammelt. Der Weltverband IHF setzte darauf eine Arbeitsgruppe ein, deren Aufgabe es war, Lösungen auszuarbeiten, um die neuen Regeln ins Regelwerk zu integrieren.

Die neuen Regeln wurden im grossen Ausmass getestet (unter anderem an der U21- und der U19-WM 2015) – über 200 Spiele, die mit den neuen Regeln gespielt wurden, wurden ausgewertet. Aus den daraus folgenden Rückmeldungen wurden erneut Justierungen an den neuen Regeln vorgenommen. Entstanden sind schliesslich die folgenden Veränderungen:

Fünf neue Regeln

  • Pflege auf der Spielfläche (drei Angriffe aussetzen)
  • Passives Spiel (nach Vorwarnzeichen max. sechs Pässe)
  • Letzte 30 Sekunden (statt Letzte Minute, Siebenmeter statt Rapport/Sperre)
  • Siebter Feldspieler (auch ohne Torwartüberzieher; alte Regel gilt immer noch)
  • Blaue Karte (bisher: Rot mit mündlicher Info betreffend Rapport; neu: Rot mit Blau)
     
  •  Fragen an den Regel-Experten 



Pflege auf der Spielfläche

  • Muss ein Spieler auf der Spielfläche gepflegt werden, muss er in der Folge drei Angriffe aussetzen.
  • Hauptziel: Das Reduzieren von taktischen Unterbrüchen.
  • Ausnahmen:
    - Pflege als Folge von progressivem Foul (Gelbe Karte, Zeitstrafe, Rote Karte).
    - Kopftreffer Torwart.
  • Entscheidet der Schiedsrichter, dass der Spieler auf der Spielfläche gepflegt werden muss, kann die Pflege nicht verweigert werden.
  • Verbleibende auszusetzende Angriffe werden Ende Halbzeit gelöscht.
  • Wird der verletzte Spieler gleichzeitig mit einer Zeitstrafe sanktioniert, kommt die Regel nicht zur Anwendung. Es zählt dann "nur" die Zeitstrafe.

Erläuterungen:
Ist sich der Schiedsrichter sicher, dass ein Spieler Pflege auf dem Spielfeld benötigt, unterbricht er das Spiel sofort und bittet die Betreuer mit dem entsprechenden Handzeichen auf das Spielfeld. Ist der Schiedsrichter unsicher, ob ein Spieler gepflegt werden muss, wird er sich zum Spieler begeben und diesen fragen, ob Pflege auf dem Spielfeld notwendig ist, oder ob er die Spielfläche selbst verlassen kann. Der Schiedsrichter entscheidet in so einem Fall selbst, ob er bis zu seiner Entscheidung die Zeit unterbrechen will (Time-out).

Definition eines Angriffs: Ein Angriff beginnt, wenn eine Mannschaft Ballbesitz hat, und endet, wenn ein Tor erzielt oder der Ball verloren wird. Verletzt sich ein Spieler während eines Angriffs, so zählt der betreffende Angriff als erster der drei auszusetzenden Angriffe.

Anwendung:
Diese Regel kommt in der Schweiz nur in Ligen zur Anwendung, deren Spiele von zwei Schiedsrichtern geleitet werden.

  • Männer NLA, NLB, 1. Liga, 2. Liga
  • Junioren U19-Elite, U17-Elite, U17-Inter, U15-Elite
  • Frauen SPL1, SPL2, 1. Liga
  • Juniorinnen U18-Elite, U18-Inter


 
Passives Spiel

  • Nach Vorwarnzeichen bleiben maximal sechs Pässe bis zum Wurf.
  • Hauptziel: Klarere Regelungen und einheitlichere Umsetzung nach dem Vorwarnzeichen.
  • Die Regeln bezüglich Vorwarnzeichen (Anzeigen und Aufhebung) bleiben unverändert.
  • Bei einem Freiwurf nach dem sechsten Pass erhält die Mannschaft einen zusätzlichen Pass.

Erläuterungen:
Definition eines Passes: Ein Ball, der von Angreifer zu Angreifer gespielt wird, ist ein Pass. Kommt der Ball nicht an – bspw. weil ihn der Gegner ins Out lenkt – zählt er nicht als Pass.

Nach dem sechsten Pass darf der Angreifer drei Schritte machen, den Ball prellen, und wieder drei Schritte machen – also seine Aktion abschliessen. Kommt es in dieser Situation zu einem Foul, erhält die angreifende Mannschaft einen zusätzlichen Pass, damit der Freiwurf nicht direkt ausgeführt werden muss. Ein Angreifer muss in dieser Situation jedoch den Torerfolg suchen, bzw. ein wirkliches Eins-gegen-Eins annehmen – sich nur "festmachen" lassen wird zu einem Ballverlust führen.
 


 
Letzte 30 Sekunden (Ball nicht im Spiel, formelle Würfe)

  • Nur noch letzte 30 Sekunden statt letzte Minute; die Zusatzstrafe "Rapport" (Sperre) wird durch einen Siebenmeter ersetzt.
  • Hauptziel: Die Verhinderung eines formellen Wurfs (Anwurf, Freiwurf, Einwurf, Abwurf) in der Schlussphase soll wirkungsvoller sanktioniert werden. Bisher: Disqualifikation und Rapport. Neu: Disqualifikation und Siebenmeter.
  • Die Disqualifikation bei der Verhinderung eines formellen Wurfs bleibt.
  • Wenn der Ball nicht im Spiel ist, führt auch ein Wechselfehler oder ein Vergehen im Auswechselraum (mit Unterbrechung) zu einem Siebenmeter.
  • Bei einem Vergehen (wenn der Ball im Spiel ist), das mit einer Roten Karte geahndet wird, wird automatisch auch ein Siebenmeter ausgesprochen. Zu beachten: Es gibt keine Änderung der Beurteilung, lediglich der Konsequenzen. Kein "Upgrade“"von Zeitstrafe zu Rot!

Erläuterungen:
Die Regel kommt zur Anwendung, wenn der Ball nicht im Spiel ist und die verteidigende Mannschaft in den letzten 30 Sekunden einen angeordneten Wurf (Anwurf, Freiwurf, Einwurf, Abwurf) verhindert; bspw. den Ball nicht sofort freigibt.

Ist der Ball im Spiel, kommt das Regelwerk ganz normal wie in den vorhergehenden 59:30 Minuten zur Anwendung – mit der Ausnahme, dass ein "Rot-Vergehen" in den letzten 30 Sekunden zusätzlich mit einem Siebenmeter sanktioniert wird.
 


 
7. Feldspieler

  • ​Neu muss kein Torhüter mehr auf dem Feld stehen. Es kann stattdessen ein siebter Feldspieler eingesetzt werden; entsprechend kann jeder der sieben Feldspieler für den Torhüter ausgewechselt werden.
  • Hauptziele: Situation "Überzieher" vereinfachen; zusätzliche taktische Optionen ermöglichen.
  • Alte Regel (mit Überzieher) weiterhin möglich.
  • Notwendige Anpassungen:
    - Leeres Tor = Torchance
    - Betreten des Torraums mit der Absicht, sich einen Vorteil zu verschaffen, wird immer progressiv bestraft; wird eine Torchance verhindert, wird zusätzlich auf Siebenmeter entschieden.
    - Der Abwurf kann weiterhin nur vom Torhüter ausgeführt werden.
    - Freiwurf nach Schlusssignal: Die verteidigende Mannschaft darf einen Feldspieler durch den Torhüter ersetzen. Ansonsten sind für die verteidigende Mannschaft in dieser Situation weiterhin keine Wechsel erlaubt.

Erläuterungen:
Ist das Tor leer, setzt ein Spieler der gegnerischen Mannschaft zum Wurf auf das leere Tor an – egal, an welcher Position auf dem Spielfeld – und wird dabei gefoult, wird auf Siebenmeter entschieden. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ein "faires" oder progressiv zu bestrafendes Foul handelt. Es ist die Verhinderung einer Torchance.
 



Blaue Karte

  • Hauptziel: Verbesserte Kommunikation (bisher verbal: "mit Rapport") für alle Beteiligten (Mannschaften, Zeitnehmertisch): Neu Blaue Karte als Information.
  • Anwendungskriterien der Regeln bleiben unverändert.
  • Schiedsrichter zeigt zuerst die Rote Karte (Disqualifikation), dann die Blaue Karte (Rapport).

Erläuterungen:
Ändert an den Regeln und deren Anwendung überhaupt nichts. Bisher informierte der Schiedsrichter im Anschluss an eine Rote Karte den Zeitnehmertisch und die beiden Mannschaften mündlich, dass ein Rapport erstellt wird. Neu zeigt der Schiedsrichter dafür eine Blaue Karte. Damit ist auch für nicht direkt Beteiligte (Zuschauer, Medien) die Entscheidung des Schiedsrichters ersichtlich.

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Quelle: Marco Ellenberger / Hanspeter Knabenhans

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25.05.2011
KADETTEN ZUM FÜNFTEN MAL SCHWEIZER MEISTER

Die Kadetten Schaffhausen haben im Playoff-Final der Männer gegen Pfadi Winterthur auch das dritte Spiel gewonnen und die Best-of-5-Serie damit vorzeitig entschieden. Die Kadetten fertigten Pfadi vor 1400 Zuschauern im Schweizersbild gleich mit 38:25 ab. Für den aktuellen Branchenprimus ist es nach 2005, 2006, 2007 und 2010 der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Nach zwei hart umkämpften Finalspielen war die dritte Partie bereits nach der ersten Hälfte (17:11) vorentschieden. Dank sechs Toren in den ersten sieben Angriffen führten die Kadetten rasch 6:2 (9.) und liessen die Winterthurer in der Folge nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Das Heimteam agierte in der Offensive sehr geduldig und routiniert, liess den Ball so lange zirkulieren, bis sich eine Lücke auftat. Die Angriffseffizienz der Schaffhauser in den ersten 30 Minuten betrug sehr starke 71 Prozent.

In der Verteidigung nahmen die Kadetten Pfadis Topskorer Marco Kurth (1 Tor) aus dem Spiel, indem er quasi manngedeckt wurde. Auf diese taktische Massnahme wussten die Gäste kein Rezept; einzig Michal Svajlen (7 Treffer) vermochte bei den Winterthurern in der Offensive zu überzeugen. Zudem scheiterte Pfadi nicht weniger als 19-mal an Kadettens Torhüter Björgvin Gustavsson, der sich einen Tag nach seinem 26. Geburtstag mit einer weiteren Topleistung aus der Schweiz verabschiedete – der isländische Nationalgoalie und Publikumsliebling wechselt in die Bundesliga zu Magdeburg.
 
Nach der Pause setzten sich die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 22:12 ab, worauf der Widerstand von Pfadi endgültig gebrochen war. So konnte die Mehrheit der 1400 Zuschauer in der Schweizersbildhalle frühzeitig mit der Meisterfeier beginnen. Zum besten Torschützen der Kadetten avancierte der Serbe Aleksandar Stojanovic mit neun Toren. Iwan Ursic traf siebenmal. Der Este Mait Patrail verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Lemgo.

"Das war eine mehr als perfekte Saison", sagte Präsident Giorgio Behr. Captain David Graubner ergänzte: "Ich wüsste nicht, was wir in dieser Saison anders hätten machen können." In der Tat erreichten die Kadetten sämtliche Ziele: Nach 2004/2005 und 2006/2007 gewannen sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Davor hatten sie den Supercup für sich entschieden und erstmals in der Champions League die Gruppenphase überstanden.
 
In der Schweiz war der Gewinn von drei Titeln nichts als logisch. Die Kadetten bewegen sich in einer eigenen Liga. Und wäre kurz vor dem Saisonstart nicht die Einführung eines Playoff-Finals beschlossen worden, hätte es keinerlei Spannung im Kampf um die Meistertrophäe gegeben. Denn in den ersten 30 Begegnungen gaben die Schaffhauser bloss vier Punkte ab, wobei sie nur einmal verloren (gegen Pfadi). In den letzten beiden Runden der Finalrunde setzte es noch Niederlagen gegen Wacker Thun und Kriens-Luzern ab, allerdings schonten die Kadetten dabei einige Spieler.
 
Trotz der Überlegenheit hatten die Kadetten "riesigen Respekt" (Behr) vor der Finalserie. Es sei nicht so einfach, wenn man während Wochen nicht gefordert werde und dann plötzlich gewinnen müsse. Graubner empfand es vor den Playoffs als "enorm schwierig". Es sei eine Belastung gewesen. Jeder habe einen Sieg erwartet. Der Druck sei enorm gewesen. Sie hätten sich "extrem lächerlich" machen können. Nun gewinnt er der Finalserie positive Aspekte ab: "Es macht mehr Spass, so Meister zu werden. Und für die Fans war es ein gutes Erlebnis. Pfadi hat uns mehr abverlangt, als uns lieb war." Von daher sei es sicher ein Traumfinal gewesen und sei die Genugtuung gross.

Behr verspürte nach dem Titelgewinn eine grosse Befriedigung: "Ich habe einen riesen Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft. Mit Ausnahme der letzten beiden Partien in der Finalrunde spielten wir unglaublich diszipliniert. Das muss man zuerst machen. Wir haben gegenüber der vorangegangenen Saison nochmals zugelegt, obwohl das Budget (dieses beträgt offiziell 2,5 Millionen Franken) um zehn Prozent reduziert wurde."
 
Für die kommende Spielzeit wird das Budget gemäss Behr nochmals um zehn Prozent reduziert. Dennoch werden die Kadetten erneut als klarer Favorit in die Saison steigen, umso mehr, als das Kader noch breiter besetzt sein wird. Bislang stehen den Abgängen von Björgvin Gustavsson (Magdeburg), Mait Patrail (Lemgo), Jan Filip (noch offen) und Fabio Baviera (Kriens-Luzern) die Zuzüge von Arunas Vaskevicius (GC Amicitia), Marko Vukelic (Kriens-Luzern), Nik Tominec (Maribor), Ruben Schelbert (RTV Basel) sowie Andrija Pendic (Suhr Aarau) gegenüber. Zudem dürfte als Nachfolger von Patrail der 19-jährige, 2,02 m grosse Deutsche Christian Dissinger (Ludwigshafen-Friesenheim) verpflichtet werden; dieser gilt als grosses Talent und ist gemäss Behr auch "ein sehr guter Abwehrspieler." Sie seien gut unterwegs, ist der Präsident deshalb überzeugt.
 
Sicher einen Schritt vorwärts machen die Kadetten bezüglich Halle, werden sie doch nicht mehr in der nicht sehr komfortablen Schweizersbildhalle, sondern in der bald fertiggestellten "BBC-Arena" spielen. Diese wird 2400 Sitz- sowie rund 700 Stehplätze umfassen. Für Behr ist die neue Halle ein "entscheidender Schritt". Graubner sprach davon, dass "ein kleiner Traum" in Erfüllung gehe.

Playoff-Final. Spiel 3: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11). Endstand: 3:0.

Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11)
Schweizersbild – 1400 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 4:2, 6:2, 8:4, 8:6, 10:8, 13:8, 14:10, 16:10, 17:11; 18:12, 22:12 (37.), 24:14, 24:16, 27:19, 29:19, 29:20, 31:20, 32:21, 32:23, 34:23, 34:24, 36:24, 36:25, 38:25.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen, 4mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.
Kadetten: Gustavsson; Kukucka (1), Goepfert (3), Graubner (1), Patrail (6), Filip (2/1), Starczan (1/1), Cvijetic (2), Baviera, Jurca (6/2), Stojanovic (9), Bucher, Ursic (7/2).
Pfadi: Pramuk/Baur; Krauthoff (4), Kasapidis (1), Hess (3), Kurth (1), Grimm (2), Kipili (1), Steiner (1), Krieg (2), Scheuner (2), Svajlen (7), Tarhai (1).
Bemerkungen: Kadetten ohne Vrany. Pfadi ohne Bay (beide verletzt) und Severin Brüngger (Beruf). Gustavsson hält Penalties von Kurth (4./2:1) und Krieg (49./28:19). Baur hält Penalty von Ursic (21./10:8).

Die Kadetten feiern ihren fünften Meistertitel. (Bild: FOTO WAGNER)

      
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Quelle: Sportinformation (si)

 

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