de  |  fr Seite durchsuchen
Schrift vergrössern Home Kontakt Sitemap
   
Home /

News Handball Schweiz



Liveticker
Mobiliar Topscorer
Livestreams
       
Premieren in Olten
Am Sonntag, 1. Oktober, treffen die Schweizer Frauen in Olten erstmals überhaupt auf Weltmeister Norwegen. Es ist das erste Frauen-Länderspiel im Kleinholz.
Die Hauptrunde als Ziel
In der kroatischen Hauptstadt Zagreb beginnt am Dienstag die Beachhandball-EM der Aktiven. Die beiden Schweizer Teams wollen in die Hauptrunde vorstossen.
Sand im Getriebe
Die beiden Schweizer Nachwuchsteams im Beachhandball bleiben an der EM in Kroatien unter ihren Möglichkeiten und klassieren sich ausserhalb der Top Ten.
Klingende Namen
An der Airport Trophy vom 30. Juni bis 2. Juli in Kloten stehen klingende Namen des Welthandballs im Einsatz: Dani Dujshebaev, Oleg Kisselev oder Melvyn Richardson.
23.06.2017
Schweizer Frauen in Olten gegen Weltmeister Norwegen

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft wird ihr erstes Heimspiel der EM-Qualifikation gegen Welt- und Europameister Norwegen am Sonntag, 1. Oktober, in der Stadthalle Olten austragen. Anpfiff ist um 17 Uhr, Tickets für die Begegnung gibt es voraussichtlich ab Mitte August bei Ticketcorner.

Letztmals fanden im Jahr 2004 Länderspiele in Olten statt, damals bestritt die Männer-Nationalmannschaft ein Vierländerturnier mit Norwegen, Tunesien und Polen im Kleinholz. In Olten kommt es am 1. Oktober gleich zu zwei Premieren: Die Frauen-Nationalmannschaft spielt erstmals überhaupt in der Dreitannenstadt, ausserdem trifft die SHV-Auswahl erstmals überhaupt in ihrer Länderspiel-Geschichte auf Norwegen. Die Fans können sich auf einen hochattraktiven Gegner freuen: Der Welt- und Europameister ist die erfolgreichste Frauen-Nationalmannschaft der vergangenen Jahre.

Die Ausscheidung beginnt für die SHV-Auswahl von Trainer Jesper Holmris am 27. oder 28. September mit einem Auswärtsspiel in Kroatien. Der dritte Gegner in der EM-Qualifikation ist die Ukraine. Die beiden besten Mannschaften sowie der Beste aller Gruppendritten schaffen den Sprung an die EM-Endrunde im Dezember 2018 in Frankreich.

Teilen mit:

Quelle: Marco Ellenberger / Foto: EHF EURO/Uros Hocevar.

« schliessen
20.06.2017
Die Aktiven starten am Dienstag in die Beachhandball-EM

Nachdem am Sonntag die U17-EM zu Ende ging, startet bereits heute Dienstag die EM-Endrunde der Aktiven im Beachhandball. Auch diese findet in Zagreb statt. Die beiden Schweizer Mannschaften verfolgen ein ähnliches Ziel: Mindestens die Hauptrunde soll erreicht werden.

Den Auftakt am Jarun-See machen aus Schweizer Sicht die Männer. Sie spielen um 11 Uhr gegen den EM-Neuling Frankreich. Laut Insidern ist dieser aber gespickt mit ehemaligen Bundesliga-Spielern. Zu unterschätzen sind also die westlichen Nachbarn nicht. Um 15 Uhr spielt dann das Team von Pablo Jenni gegen die Ukraine. Diese hat auch schon im WM-Final gestanden, war aber in den letzten Jahren nicht mehr ganz vorne dabei. Am zweiten Tag folgt zur Mittagszeit das Knallerspiel gegen den Gastgeber und amtierenden Welt- und Europameister Kroatien. Die Kroaten sind auch der grosse Turnierfavorit. Die Männer wollen in die Hauptrunde, welche gleichbedeutend mit der Viertelfinalqualifikation wäre. Pablo Jenni meint: "Alles andere ist dann Zugabe."

Die Frauen haben ihr grosses Spiel gleich zu Beginn des Turniers. Heute Dienstag um 12 Uhr eröffnen sie das Turnier gegen den amtierenden Weltmeister aus Spanien. Das wird eine grosse Knacknuss werden. Um 16 Uhr folgt das Spiel gegen Italien. Auch die Italienerinnen sind nicht zu unterschätzen, sie werden dem Team von Tamara Schläpfer und Alessandro Crippa alles abverlangen. Auch bei den Frauen heisst das Ziel Hauptrunde. In den drei Fünfergruppen qualifizieren sich die Erst- bis Vierplatzierten dafür. Danach wird in zwei Sechsergruppen um die acht Viertelfinalplätze gespielt.

Die Spiele auf Court 1 werden im Livestream übertragen (Link unten). Die Schweizer spielen sicher je gegen Gastgeber Kroatien auf dem Center Court. Die anderen Spiele könnten noch auf andere Courts verschoben werden, da einige Länder über Fernseh- dafür keine Youtube-Übertragungsrechte verfügen.
 



Männer:
Dienstag, 20. Juni, 11.00 Uhr: Schweiz - Frankreich (Court 2). 15.00 Uhr: Schweiz - Ukraine (Court 3). Mittwoch, 21. Juni, 12.00 Uhr: Schweiz - Kroatien (Court 1). 16.00 Uhr: Schweiz - Serbien (Court 2). Donnerstag, 22. Juni, 13.00 Uhr: Schweiz - Schweden (Court 1). 17:00 Uhr: Schweiz - Norwegen (Court 2).

Frauen:
Dienstag, 20. Juni, 12.00 Uhr: Schweiz - Spanien (Court 4). 16.00 Uhr: Schweiz - Italien (Court 3). Mittwoch, 20. Juni, 11.00 Uhr: Schweiz - Griechenland (Court 2). 15.00 Uhr: Schweiz - Kroatien (Court 1).

Teilen mit:

Quelle: Alessandro Crippa

« schliessen
20.06.2017
Enttäuschende Nachwuchs-EM für Schweizer Beachhandballer

Die Schweizer Beachhandballer und Beachhandballerinnen verpassten an der U17-EM in Kroatien die Top Ten. Für beide Teams verlief das Turnier enttäuschend. Die Juniorinnen konnten kein Spiel gewinnen, die Junioren verpassten die Viertelfinals und danach war die Luft draussen. Beide Schweizer Mannschaften klassierten sich auf Platz 12.

Die Junioren starteten gegen Europameister Spanien ins Turnier. Nach einer deutlichen Niederlage in der ersten Halbzeit rafften sich die Schützlinge von Marco Bodmer und Sven Kunz noch einmal auf und brachten die Spanier in arge Bedrängnis. Ein umstrittener Penaltypfiff brachte den Spaniern dann den entscheidenden, doppelt zählenden Treffer ein. So ging die erste Partie 0:2 verloren.

Ähnlich erging es den Juniorinnen. Gegen den letztjährigen Dritten Portugal setzte es eine knappe Niederlage ab (6:12 und 20:21). Auch in der zweiten Partie des ersten Tages war ihnen das Glück nicht hold. Gegen den Silbermedaillengewinner von 2016, Spanien, gab es ebenfalls eine Niederlage nach zwei Sätzen. Danach wurde das Turnier aufgrund von Regen und Gewitter unterbrochen. Nach einer Sitzung der Verantwortlichen wurden die restlichen drei Runden abgesagt und auf den Samstagmorgen angesetzt. Beide Schweizer Team hatten bereits um 9.15 Uhr anzutreten und zogen klaren Niederlagen ein. Die Ladies (gegen Litauen) und die Jungs (gegen Deutschland) kamen gehörig auf die Welt und hatten keine Chance.

Die Chancen auf die Viertelfinals waren zwar noch vorhanden, aber deutlich geschrumpft. Die übrigen Samstagsspiele mussten nun gewonnen werden. Doch die jungen Schweizerinnen bekundeten Mühe mit den Russinnen, verloren auch dieses Spiel, wenn auch nicht mehr so deutlich wie gegen Litauen. Den Kroatinnen luchsten sie dann immerhin eine Halbzeit ab, verloren aber im Shootout.

Die Junioren gewannen ihre beiden restlichen Spiele gegen die Ukraine und gegen Serbien denkbar knapp und je im Shootout. Dennoch reichte es knapp nicht für die Viertelfinals. Als schlechtester Gruppendritter hatten sie das Nachsehen und mussten mit der Klassierungsrunde Vorlieb nehmen. Aufgrund der Niederlagen gegen die Niederländer, die Bulgaren und die Ukrainer mussten sich die Sandgenossen mit dem zwölften Rang begnügen. Die Luft schien etwas draussen, nachdem klar wurde, dass es nicht in die Runde der letzten Acht reichen würde. Die Schweizer wären ihren letzten drei Gegnern spielerisch nicht unterlegen gewesen, doch es fehlte in den entscheidenden Momenten schlicht und ergreifend auch an der Konzentration.

Den Juniorinnen gelang es auch in der Klassierungsrunde nicht, einen Sieg zu landen. Sie zogen gegen die Ukraine sowie gegen Polen den Kürzeren. In der letzten Partie brachten sie zwar die Polinnen in Bedrängnis, doch es fehlte an der Genauigkeit im Abschluss. Deshalb klassierten sie sich am Ende auf dem zwölften und somit letzten Rang. Die Trainer Manuela Strebel und Alessandro Crippa haben gesehen, dass für ihr Team etwas möglich wäre, doch um einen Sieg gegen die Topgegner zu holen, fehlt noch ein Stück. Es ist ihnen bewusst, was sie mit ihren Frauen noch zu verbessern haben und sie werden sich dementsprechend damit befassen.

Die Titel holten sich die gleichen Teams wie im Vorjahr, nur gegen andere Finalgegner. Die Niederländerinnen besiegten Portugal, Spanien besiegte die Ungaren. Bronze nach Deutschland: Unser Nachbar verlor in beiden Halbfinals sehr knapp im Shootout, fand aber im kleinen Final noch einmal die Kraft, die Russen beziehungsweise die Ungarinnen zu bodigen.

 

Teilen mit:

Quelle: Alessandro Crippa

« schliessen
19.06.2017
Airport Trophy: Klingende Namen am Nachwuchsturnier in Kloten

Ein Hauch von Champions League und Weltmeistern weht vom 30. Juni bis 2. Juli durch die Klotener Ruebisbachhalle. Die Airport Trophy macht ihrem Namen als bestbesetztes Handball-Nachwuchsturnier Europas auch in diesem Jahr alle Ehre. Die Gästeteams aus Deutschland, Frankreich und Spanien bringen einige klingende Namen der aktuellen Handball-Szene nach Kloten. Die Turnier-Ausgabe Ende Juni 2017 steht ganz im Zeichen der bevorstehenden U21-WM.

Klingende Namen bei Spanien
Dass Deutschland, Frankreich und Spanien zu den Favoriten gehören bei der kommenden Weltmeisterschaft, hat auch damit zu tun, dass deren Teams auf klingende Namen zählen können, die bereits heute schon im Männerhandball aktiv sind. Allen voran Spaniens Supertalent Dani Dujshebaev. Dabei hat er nicht als einziger des spanischen Teams das Handball-Gen in die Wiege gelegt bekommen. Denn mit Oleg Kisselev, dessen gleichnamiger Vater zum letzten russischen Weltmeister-Team zählte, hat ein zweiter Spieler aus dem Team einen im Handball berühmten Namen.

Frankreichs goldene Generation
Ein grosses Team gastiert auch mit Frankreich an der Airprot Trophy. Frankreichs Handballer dominierten international die letzten Jahre wie kaum je eine andere Nation. Auf dieser Fährte befindet sich nun auch der Nachwuchs Frankreichs. Mit riesigen Mengen an finanziellen Mitteln wurde die nachhaltige Nachwuchsförderung umgekrempelt. Die Vereine wurden in die Pflicht genommen und dabei vorbildlich vom Verband und vom Staat unterstützt. Diese Initiative trägt Früchte – und wird es auch in absehbarer Zukunft noch tun. Bronze bei der EM 2016, sowie zwei Mal Weltmeister bei den U19 und U21 – so liest sich das Palmares einer Spitzennation, die auch im Nachwuchsbereich fast Unglaubliches geleistet hat. Auch im Team Frankreichs sticht ein grosser Name hervor: Melvyn Richardson. Sein Vater Jackson war eine jener schillernden Figuren, welche am Anfang standen des aktuellen französischen Höhenflugs. Der «Überflieger» mit den Rasta-Locken prägte seine Zeit mit individueller Genialität, Inspiration und Sprungkraft.

Deutscher Kampfgeist
Zu den Titelanwärtern bei der Weltmeisterschaft zählt auch die Auswahl Deutschlands. Der Deutsche Handballbund investiert enorme Ressourcen in die landesweite Nachwuchserfassung und die Nachwuchsförderung. Von Schulprojekten über Förderprojekte bis hin zur Spitzensportförderung. Da erstaunt es nicht, dass der grösste Handball-Verband der Welt auch bei den Nachwuchs-Nationalteams seit Jahren wieder konstant an der Spitze mit dabei ist. Die Krönung war zuletzt der Europameister-Titel einer jungen deutschen Auswahl in Polen. Mit Fabian Wiede, Simon Ernst und Jannik Kohlbacher gehörten drei Spieler zum Kader, das ein halbes Jahr vorher bei der U20-Europameisterschaft die Goldmedaille geholt hatte.

Schweiz im Umbruch
Mit Spannung wird man auch den Auftritt des Schweizer Teams an der Airport Trophy verfolgen. Nach der radikalen Verjüngung des A-Nationalteams gab es auch in den Strukturen der Nachwuchsförderung einen Umbruch. Die WM in Algerien im Sommer wird die Schweiz zwar verpassen. Doch dieser «Rückschlag» ist bewusst kalkuliert. Einige jener Spieler, die nominell im U21-Team spielen sollten, werden an der Airport Trophy nicht dabei sein, weil sie den Sprung ins A-Team bereits hinter sich haben. Antreten wird der Gastgeber deshalb mit einer stark verjüngten Auswahl. Diese kann ohne Druck aufspielen – und vielleicht gerade deshalb über sich hinauswachsen. Zum Schweizer Kader gehört auch der Bülacher Cedrie Tynowski, der im Kader des NLA-Clubs Pfadi Winterthur einen grossen Entwicklungsschritt gemacht hat und auf Rechtsaussen zu den grössten Talenten der Schweiz zählt.
 


 
Spielplan Airport Trophy 2017

Freitag, 30. Juni
19.00 Uhr: Schweiz – Frankreich
21.15 Uhr: Deutschland – Spanien

Samstag, 1. Juli
16.00 Uhr: Frankreich – Deutschland
18.15 Uhr: Schweiz – Spanien

Sonntag, 2. Juli
11.00 Uhr: Spanien – Frankreich
13.15 Uhr: Schweiz – Deutschland (live auf handballTV.ch)

Teilen mit:

Quelle: Airport Trophy

« schliessen
zurück

25.05.2011
KADETTEN ZUM FÜNFTEN MAL SCHWEIZER MEISTER

Die Kadetten Schaffhausen haben im Playoff-Final der Männer gegen Pfadi Winterthur auch das dritte Spiel gewonnen und die Best-of-5-Serie damit vorzeitig entschieden. Die Kadetten fertigten Pfadi vor 1400 Zuschauern im Schweizersbild gleich mit 38:25 ab. Für den aktuellen Branchenprimus ist es nach 2005, 2006, 2007 und 2010 der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Nach zwei hart umkämpften Finalspielen war die dritte Partie bereits nach der ersten Hälfte (17:11) vorentschieden. Dank sechs Toren in den ersten sieben Angriffen führten die Kadetten rasch 6:2 (9.) und liessen die Winterthurer in der Folge nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Das Heimteam agierte in der Offensive sehr geduldig und routiniert, liess den Ball so lange zirkulieren, bis sich eine Lücke auftat. Die Angriffseffizienz der Schaffhauser in den ersten 30 Minuten betrug sehr starke 71 Prozent.

In der Verteidigung nahmen die Kadetten Pfadis Topskorer Marco Kurth (1 Tor) aus dem Spiel, indem er quasi manngedeckt wurde. Auf diese taktische Massnahme wussten die Gäste kein Rezept; einzig Michal Svajlen (7 Treffer) vermochte bei den Winterthurern in der Offensive zu überzeugen. Zudem scheiterte Pfadi nicht weniger als 19-mal an Kadettens Torhüter Björgvin Gustavsson, der sich einen Tag nach seinem 26. Geburtstag mit einer weiteren Topleistung aus der Schweiz verabschiedete – der isländische Nationalgoalie und Publikumsliebling wechselt in die Bundesliga zu Magdeburg.
 
Nach der Pause setzten sich die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 22:12 ab, worauf der Widerstand von Pfadi endgültig gebrochen war. So konnte die Mehrheit der 1400 Zuschauer in der Schweizersbildhalle frühzeitig mit der Meisterfeier beginnen. Zum besten Torschützen der Kadetten avancierte der Serbe Aleksandar Stojanovic mit neun Toren. Iwan Ursic traf siebenmal. Der Este Mait Patrail verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Lemgo.

"Das war eine mehr als perfekte Saison", sagte Präsident Giorgio Behr. Captain David Graubner ergänzte: "Ich wüsste nicht, was wir in dieser Saison anders hätten machen können." In der Tat erreichten die Kadetten sämtliche Ziele: Nach 2004/2005 und 2006/2007 gewannen sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Davor hatten sie den Supercup für sich entschieden und erstmals in der Champions League die Gruppenphase überstanden.
 
In der Schweiz war der Gewinn von drei Titeln nichts als logisch. Die Kadetten bewegen sich in einer eigenen Liga. Und wäre kurz vor dem Saisonstart nicht die Einführung eines Playoff-Finals beschlossen worden, hätte es keinerlei Spannung im Kampf um die Meistertrophäe gegeben. Denn in den ersten 30 Begegnungen gaben die Schaffhauser bloss vier Punkte ab, wobei sie nur einmal verloren (gegen Pfadi). In den letzten beiden Runden der Finalrunde setzte es noch Niederlagen gegen Wacker Thun und Kriens-Luzern ab, allerdings schonten die Kadetten dabei einige Spieler.
 
Trotz der Überlegenheit hatten die Kadetten "riesigen Respekt" (Behr) vor der Finalserie. Es sei nicht so einfach, wenn man während Wochen nicht gefordert werde und dann plötzlich gewinnen müsse. Graubner empfand es vor den Playoffs als "enorm schwierig". Es sei eine Belastung gewesen. Jeder habe einen Sieg erwartet. Der Druck sei enorm gewesen. Sie hätten sich "extrem lächerlich" machen können. Nun gewinnt er der Finalserie positive Aspekte ab: "Es macht mehr Spass, so Meister zu werden. Und für die Fans war es ein gutes Erlebnis. Pfadi hat uns mehr abverlangt, als uns lieb war." Von daher sei es sicher ein Traumfinal gewesen und sei die Genugtuung gross.

Behr verspürte nach dem Titelgewinn eine grosse Befriedigung: "Ich habe einen riesen Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft. Mit Ausnahme der letzten beiden Partien in der Finalrunde spielten wir unglaublich diszipliniert. Das muss man zuerst machen. Wir haben gegenüber der vorangegangenen Saison nochmals zugelegt, obwohl das Budget (dieses beträgt offiziell 2,5 Millionen Franken) um zehn Prozent reduziert wurde."
 
Für die kommende Spielzeit wird das Budget gemäss Behr nochmals um zehn Prozent reduziert. Dennoch werden die Kadetten erneut als klarer Favorit in die Saison steigen, umso mehr, als das Kader noch breiter besetzt sein wird. Bislang stehen den Abgängen von Björgvin Gustavsson (Magdeburg), Mait Patrail (Lemgo), Jan Filip (noch offen) und Fabio Baviera (Kriens-Luzern) die Zuzüge von Arunas Vaskevicius (GC Amicitia), Marko Vukelic (Kriens-Luzern), Nik Tominec (Maribor), Ruben Schelbert (RTV Basel) sowie Andrija Pendic (Suhr Aarau) gegenüber. Zudem dürfte als Nachfolger von Patrail der 19-jährige, 2,02 m grosse Deutsche Christian Dissinger (Ludwigshafen-Friesenheim) verpflichtet werden; dieser gilt als grosses Talent und ist gemäss Behr auch "ein sehr guter Abwehrspieler." Sie seien gut unterwegs, ist der Präsident deshalb überzeugt.
 
Sicher einen Schritt vorwärts machen die Kadetten bezüglich Halle, werden sie doch nicht mehr in der nicht sehr komfortablen Schweizersbildhalle, sondern in der bald fertiggestellten "BBC-Arena" spielen. Diese wird 2400 Sitz- sowie rund 700 Stehplätze umfassen. Für Behr ist die neue Halle ein "entscheidender Schritt". Graubner sprach davon, dass "ein kleiner Traum" in Erfüllung gehe.

Playoff-Final. Spiel 3: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11). Endstand: 3:0.

Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11)
Schweizersbild – 1400 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 4:2, 6:2, 8:4, 8:6, 10:8, 13:8, 14:10, 16:10, 17:11; 18:12, 22:12 (37.), 24:14, 24:16, 27:19, 29:19, 29:20, 31:20, 32:21, 32:23, 34:23, 34:24, 36:24, 36:25, 38:25.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen, 4mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.
Kadetten: Gustavsson; Kukucka (1), Goepfert (3), Graubner (1), Patrail (6), Filip (2/1), Starczan (1/1), Cvijetic (2), Baviera, Jurca (6/2), Stojanovic (9), Bucher, Ursic (7/2).
Pfadi: Pramuk/Baur; Krauthoff (4), Kasapidis (1), Hess (3), Kurth (1), Grimm (2), Kipili (1), Steiner (1), Krieg (2), Scheuner (2), Svajlen (7), Tarhai (1).
Bemerkungen: Kadetten ohne Vrany. Pfadi ohne Bay (beide verletzt) und Severin Brüngger (Beruf). Gustavsson hält Penalties von Kurth (4./2:1) und Krieg (49./28:19). Baur hält Penalty von Ursic (21./10:8).

Die Kadetten feiern ihren fünften Meistertitel. (Bild: FOTO WAGNER)

      
Teilen mit:

Quelle: Sportinformation (si)

 

Anzeige
web by zynex | hosting by ssn Schweizerischer Handball-Verband, Tannwaldstr. 2, Postfach 1750, 4600 Olten
Tel. +41 31 370 70 00 - Fax +41 31 370 70 09 - shv-fsh@handball.ch
Impressum | Rechtliches