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Wirtschaft trifft Handball
Das 3. Handball Unternehmer Forum war mit über 60 Teilnehmern und namhaften Grössen aus der Wirtschaft ein Erfolg. Für den Nachwuchs gab's 15'000 Franken.
Schaffhauser Schützenfest
Zum Auftakt der neuen NLA-Saison landet der Schweizer Meister Kadetten gegen die Lakers Stäfa einen 47:21-Kantersieg - auch GC Amicitia und Pfadi bleiben siegreich.
Es geht wieder los!
Der aktuelle Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen geht wiederum als heissester Favorit in die neue Saison. Auch der Cupsieger Pfadi Winterthur hegt grosse Ziele.
«Alles oder nichts»
Am Samstag fällt der Startschuss zur NLA-Saison 2015/16. David Graubner,
Captain des Titelverteidigers Kadetten Schaffhausen, blickt im Interview voraus.
31.08.2015
Erfolgreiches 3. Handball Unternehmer Forum in Arosa

Von Freitag bis Samstag traf sich die Schweizer Handball-Community in Arosa bereits zum dritten Mal zu spannenden Referaten und gemütlichem Networking. Während zwei Tagen teilten namhafte Schweizer Speaker ihre Einblicke und Erfahrungen aus der Handball- und Geschäftswelt. Neben der einzigartigen Plattform wurde den über 60 Teilnehmern auch ein unterhaltsames Rahmenprogramm geboten.

Im Sommer 2013 hat Tourismusdirektor Pascal Jenny das Handball Unternehmer Forum (HUFO, www.hufo.ch) ins Leben gerufen. Ein Zusammenkommen und Networking unter ehemaligen Handball-Spielerkollegen und heutigen erfolgreichen Geschäftsleuten in der einzigartigen Bergwelt von Arosa stand damals und auch heute noch für den ehemaligen Handball-Nationalspieler im Vordergrund.

Behr, Berger, Lehmann, Osterwalder – Wirtschaft trifft Handball
Den Veranstaltern des Handball Unternehmer Forums ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, namhafte Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschaft – allesamt mit Handball-Hintergrund – nach Arosa zu holen. Darunter Prof. Dr. Giorgio Behr, Präsident Verwaltungsrat BBC Group und Mitgründer der Swiss Handball Academy, der den Bezug zwischen Sport und Unternehmen anschaulich und unterhaltsam darstellte, der Self-made Unternehmer Hans-Ulrich Lehmann, welcher in seinem Referat "Richtig entscheiden, leicht gemacht!" betonte, dass das Wichtigste überhaupt sei, Entscheide zu fällen. Weiter teilten Urs Berger, Präsident Schweizerischer Versicherungsverband, Dr. Simon Osterwalder, Geschäftsführer Swisscable, Dr. Markus R. Neuhaus, Präsident Verwaltungsrat PwC, Prof. Dr. Bernhard Jost, Chefarzt Kantonsspital St. Gallen, und Bernard Maissen, Chefredaktor Schweizerische Depeschenagentur AG, ihre Erfahrungen.

Initiator Pascal Jenny ist überwältigt von der Vielfalt: "Die beeindruckende Erfahrung von Giorgio Behr knapp und einfach vermittelt, die Lebensfreude von Hans-Ueli Lehmann, die inhaltliche Kontinuität von Urs Berger oder die überraschende und fachlich überzeugende Art von Simon Osterwalder sind in dieser Konstellation und Dichte wohl an keinem Forum in der Schweiz so zu erleben. Und dies immer mit der notwendigen Portion Direktheit, Provokation und Offenheit, welche die Tatsache, dass man sich unter Handballer befindet, mit sich bringt". Vor der abschliessenden "(ethischen) Reflexion der HUFO-Themen" durch Daniel Eckmann, Klaus-Metzler-Eckmann, horchten die Teilnehmer dem Input von Ingo Meckes, Chef Leistungssport SHV, "best practice im Schweizer Handball".

Grosser Beitrag für die Nachwuchsförderung
Nach einem kurzweiligen ersten Tag mit spannenden Referaten liessen die Teilnehmer den Abend bei einem Diner in der urchigen Tschuggenhütte ausklingen. Ganz nach Prof. Dr. Giorgio Behrs Motto "Erfolg muss man nicht verstecken – aber Erfolg bringt auch Verpflichtung", man müsse sich engagieren, wurde dort auch ein Check über 15‘000 Franken als HUFO-Beitrag an die Nachwuchsförderung im Schweizer Handballsport übergeben.
Pascal Jenny äussert sich begeistert: "Die dritte Austragung vom Handball Unternehmer Forum konnte die hochgesteckten Erwartungen erneut erfüllen. Teilnehmer-Zunahme, Erhöhung vom finanziellen Beitrag an den Handball-Nachwuchs, erneut spannende Referate von ehemaligen Handballern aus der heutigen Sicht als Unternehmer und nicht zuletzt perfektes Spätsommerwetter in den Aroser Bergen."

Mehrere Referenten für das 4. Handball Unternehmer Forum in Arosa stehen indes schon fest: Im Spätsommer 2016 dürfen die Organisatoren Namen wie Michi Frank, CEO Goldbach Group, Stefan Kretzschmar, deutsche Handball-Ikone, oder Stefan Schärer, CEO Moneyhouse, in Arosa willkommen heissen.

 

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Quelle: Arosa Tourismus

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30.08.2015
NLA: RTV Basel trotzt HC Kriens-Luzern einen Punkt ab

Die Schweizer Handballmeisterschaft begann mit einem Schützenfest in Schaffhausen und spektakulären Partien. Aufsteiger RTV Basel knöpfte Kriens-Luzern beim 27:27 einen Punkt ab. Am Ende hätte der RTV Basel die Partie beinahe noch verloren. Nur in den ersten zehn Minuten führte Kriens-Luzern, letzte Saison immerhin Teilnehmer der Finalrunde, mit 4:2 und 5:4. Danach lag nur noch der Aufsteiger vorne. Viermal führte Basel mit vier Toren Differenz, letztmals mit 17:13. 65 Sekunden vor Schluss gelang dem Deutschen Peter Schramm jedoch der 27:27-Ausgleich für Kriens-Luzern. Und beim letzten Angriff forderte nochmals Schramm dem Basler Goalie Sebastian Ullrich eine Glanzparade ab.

Die übrigen Favoriten setzten sich durch. Meister Kadetten Schaffhausen startete die Titelverteidigung mit einem Kantersieg gegen die Lakers aus Stäfa. Schaffhausen legte in der BBC-Arena ein veritables Startfurioso aufs Parkett. Nach sechs Minuten führten die Kadetten schon mit 5:0, nach acht Minuten stand es 8:1. 24 Goals skorte Schaffhausen schon während der ersten 30 Minuten; am Ende lautete das Skore 47:21. Dieser Kantersieg wirft die Frage nach den Rekordsiegen in der NLA-Meisterschaft auf. Zur Bestmarke reichte es dem neu aufgerüsteten Kadetten-Team allerdings nicht. Die Grasshoppers besiegten im März 2007 Aufsteiger Chênois Genf mit 55:22. Und Wacker Thun setzte sich im November 2002 gegen Zofingen mit der Marge von 39 Toren Unterschied (48:9) durch.

Auch souverän, wenn auch nicht derart überlegen, startete GC Amicitia Zürich beim BSV Bern Muri (25:22). Die Berner führten bloss in der Startphase, zuletzt mit 7:6, liefen jedoch in der zweiten Halbzeit permanent mindestens zwei Toren Rückstand hinterher. Die Zürcher Rückraumschützen Simon Wittlin (6 Tore) und Matias Helt Jepsen (5 Tore) brillierten mit einer 100-prozentigen Wurfquote.

Das zweite Remis, ein 26:26, ergab sich aus dem in der Schlussphase kuriosen Match zwischen St. Otmar St. Gallen und Wacker Thun. Die Berner Oberländer hatten beim Stand 26:26 in den letzten fünf Sekunden gleich zwei Möglichkeiten, mit einem Penalty den Sieg sicherzustellen. Aber sowohl der ansonsten überragende zehnfache Torschütze Lukas von Deschwanden als auch Reto Friedli zwei Sekunden vor dem Ende scheiterten an Goalie Martin Galia. Paradoxerweise hatte Galia davor in seinen 21 Einsatzminuten nur drei Schüsse gehalten. Das Spiel war vor allem in der zweiten Halbzeit  unterhaltsam, aber beide Teams konnten nicht verbergen, dass so früh in der Saison noch nicht alles rund läuft. Es gab zu viele Fehler, Fehlpässe und andere Ungenauigkeiten.

Erhebliche Probleme bekundete Mitfavorit Pfadi Winterthur mit dem Fortitudo Gossau (24:20). Pfadi führte nach 13 Minuten mit 7:2, schaltete dann aber zurück und ermöglichte so Gossau gleich mehrere Aufholjagden. In den entscheidenden Momenten agierte Fortitudo aber zuwenig clever: Nach dem Ausgleich zum 16:16 vergaben Marcel Oertig und Gabriel Würth die Führung sowie Christoph Piske und Remo Monn den Ausgleich. Und nach der zweiten Aufholjagd vom 16:19 zum 19:19 realisierte Gossau während fast sieben Minuten keinen weiteren Treffer mehr. Goalie Arunas Vaskevicius erwies sich mit drei Glanzparaden im Finish als Winterthurs Matchwinner.

NLA, Qualifikation
RTV Basel - Kriens-Luzern 27:27 (15:12)
BSV Bern Muri - GC Amicitia Zürich 22:25 (12:15)
Pfadi Winterthur - Fortitudo Gossau 24:20 (13:11)
Kadetten Schaffhausen - Lakers Stäfa 47:21 (24:10)
St. Otmar St. Gallen - Wacker Thun 26:26 (12:11)
 

 

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Quelle: Sportinformation (Si)

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28.08.2015
NLA: Titelverteidiger Kadetten geht als Favorit in neue Saison

Die Kadetten Schaffhausen haben ihre Auswahl einer sanften Renovation unterzogen. Die Ziele bleiben unverändert: nationale Trophäen und europäische Fortschritte. Experten rechnen ohne Einschränkung mit einer Fortsetzung der Schaffhauser Dominanz. Der seit über 23 Jahren vom vermögenden Schweizer Wirtschafts-Kapitän Giorgio Behr gelenkte Verein war innerhalb der letzten Dekade nur in Ausnahmefällen zu stoppen. Acht Meister-Trophäen hat der Klub in dieser Zeitspanne gewonnen und sich auf allen relevanten Ebenen ein Knowhow erarbeitet, mit welchem sich der Titelhalter von der Konkurrenz deutlich absetzt.

In der BBC-Arena sind die Ansprüche der Macher ausnahmslos hoch und die Entscheidungswege im Bedarfsfall kurz. Als der Branchenführer im vergangenen Frühling temporär den Fokus verlor, griff das Management konsequent ein. Und nach dem erfolgreichen Turnaround auf dem Parkett fällte die Teamleitung weitere Entscheide. Am Kreis leisten sich die Schaffhauser mit dem Dänen Johan Koch (von Emsdetten/De) und dem Schweden Christoffer Brännberger (Haslum/No) neu zwei Schwergewichte.

Das Duo garantiert mit über 200 Kilogramm Wettkampfgewicht Masse und Klasse zugleich. Mit dem langjährigen österreichischen Nationalmannschafts-Goalie Nikola Marinovic kaufte der Champions-League-Teilnehmer zudem wertvolle Routine ein. Die Tendenz ist klar: Die markant aufgefrischte Ausländer-Fraktion soll den aufstrebenden Einheimischen um Luka Maros, Albin Alili, Zoran Markovic und Lucas Meister das Terrain zum Durchbruch ebnen.

Die Einschätzung des Experten
Hinter dem perfekt aufgestellten Primus haben sich verschiedene Organisationen formiert, die zumindest in der Lage sein dürften, Akzente zu setzen. Michael Suter, der Coach der Schweizer U21- und U19-Auswahl, seit mehreren Jahren mit einem Teilzeitpensum in der Nachwuchsabteilung Schaffhausens engagiert, kennt die Strömungen in der Liga. Er wertet das harte Programm der Kadetten mit gegen 30 Pflichtspielen bis zur Winterpause als Chance für die Verfolger: "Die Konkurrenten können sich stärker auf die Meisterschaft fokussieren."

Der profunde Kenner der europäischen Handball-Szene attestiert der Zehnerliga generell ein passables Niveau. "Wir gehören im Vergleich zu anderen Ligen zu den Top 10. Das ist eine korrekte Bewertung und bestimmt nicht schlecht." Nur müssten alle A-Klubs im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Trainingspensen anheben, um im internationalen Vergleich nicht abzurutschen. "Die Entwicklung hängt im Wesentlichen von der Intensität im Trainingsalltag ab."

Die Leaderrolle der Kadetten habe im Feld der Kontrahenten keine beklemmende Resignation ausgelöst, sondern vereinzelt eine ohnehin nötige und sinnvolle Professionalisierung der Strukturen bewirkt. "Es ist gut, wenn die Kadetten mit ihrer Linie auch andernorts Energien freisetzen", ist Suter überzeugt. Als Anwärter für eine Spitzenklassierung listet Suter seinen Ex-Verein Winterthur, Thun und St. Otmar auf: "Pfadi beschäftigt nach wie vor viele gute Schweizer Spieler. Thun ist als gut eingespielte Nummer 3 einzustufen. Wacker bewegt mit seinem Spirit viel. Dank Herzblut und Emotionen halten sie ihr leidenschaftliches Umfeld bei der Stange. St. Otmar will die Playoff-Final-Teilnahme bestätigen, unterschätzt werden die St. Galler von niemandem mehr."

Neu- und Umbau
Der Cupsieger Pfadi brillierte bis zur missratenen Knock-out-Phase in der NLA mit einer erstklassigen Kür. Die Zürcher wollen künftig auch in entscheidenden Meisterschaftsmomenten bereit sein. Ihr Aufbau ist schon länger im Gang. Die in den Neunzigerjahren führende Handball-Organisation will kontinuierlich weitere Fortschritte erzielen. Triebfeder des gesunden Wachstums ist das 35-Millionen-Hallenprojekt. In Kürze soll die Baubewilligung vorliegen, die Verträge mit den massgebenden Mietern sind unterzeichnet, 2017 ist der Bezug der neuen Arena geplant.

Vom absehbaren Umzug versprechen sich alle Beteiligten einen beträchtlichen Schub. Noch wirtschaftet Pfadi aber in kleineren Dimensionen, noch profitiert der Verein nicht von neuen Finanzressourcen. Adrian Brüngger, erst 39-jährig, aber bereits seit Februar 2007 für die taktische Stossrichtung verantwortlich, peilt einen Spitzenstatus an, muss aber gewichtige Abgänge kompensieren. Luka Maros, dem eine sehr gute Karriere prophezeit wird, und Julian Krieg, mit 139 Treffern der produktivste Aufbauer der letzten zwölf Monate, haben die Pfader verlassen. Maros will in Schaffhausen die nächste Stufe erklimmen, Krieg kehrt beim HBW Balingen-Weilstetten in die Bundesliga zurück.

Der Kostadinovic-Code
Die Niederlagenflut in der Finalrunde soll bei GC Amicitia kein Thema mehr sein, die im Verwaltungsrat erneut umformierten Stadtzürcher wollen wieder vermehrt positive Schlagzeilen produzieren. Als Leitfigur haben die neuen Geldgeber der GC-Handball-Sektion Robbie Kostadinovic installiert. Zusammen mit dem ehrgeizigen Rechtsanwalt Carlo Häfeli - neben seinem Job an der GC-Spitze bestimmt er als Mehrheitsaktionär und Spieleragent den Kurs des FC Biel - will der frühere Captain der SHV-Auswahl am schwierigen Sportstandort Zürich etwas Nachhaltiges aufbauen. Der Zeitrahmen soll drei Jahre betragen, das Gerüst der Equipe ist komplett ausgetauscht worden. Versprechen wie der 20-Jährige Keeper Flavio Wick stehen für die Aufbruchsstimmung.

"Kosta" steckt extrem viel Passion in seine Aufgabe, "die wohl jüngste Mannschaft der Liga wieder nach oben zu führen". Für ihn ist das Engagement bei den Hoppers ein Fulltime-Job: "Ich habe als Erstes einen professionellen Trainingsbetrieb eingeführt." Was er früher als Mittelmann vorlebte, verlangt er nun als Coach. Der höhere Arbeitsrhythmus zeige bereits Wirkung: "Mehr Präzision, mehr Athletik." Während seiner mehrjährigen (Handball-)Auszeit baute Kostadinovic in Manhattan ein Tonstudio auf, in der Saalsporthalle will er das nächste Start-up lancieren.

RTV Basel mit namhaftem Zuzug
Derweil etablierte Klubs wie Wacker, St. Otmar und Kriens-Luzern, das praktisch keine Weggänge zu verkraften hatte, entweder auf ein nächstes "Klick-Erlebnis" (St. Otmar) hoffen oder das "sang- und klanglose" Out im Playoff-Halbfinal gegen die Kadetten (Wacker-CEO Fred Bächer) aufzuarbeiten haben, überwiegt beim RTV Basel die Freude über das NLA-Comeback. Der zweifache Champion hat sich mit dem ehemaligen Schaffhausen-Professional Rares Jurca verstärkt und möchte  Stäfa oder die "Unabsteigbaren" aus Gossau auf Platz 10 verdrängen.

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Quelle: Sportinformation (Si)

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27.08.2015
David Graubner: «An der Spitze wird es ausgeglichen sein»

Am Samstag startet die neue Saison in der NLA. Der Titelverteidiger aus Schaffhausen ist wieder der Favorit – sieht sich aber mit zahlreichen Herausforderern konfrontiert. Kadettens Captain David Graubner im Interview über die Vorbereitung, die Zielsetzung und die Champions League.
 


 
David Graubner, mit welcher Zielsetzung startet der Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen in die neue Saison?
David Graubner: Wir hatten einige personelle Wechsel im Team, deshalb stand die Integration der neuen Spieler oben auf der Agenda. Wir haben in der Vorbereitung im physischen Bereich das Fundament gelegt. Die Trainings-Einheiten waren dementsprechend hart. Wir wollen auf jeden Fall eine bessere Qualifikationsrunde spielen als in der vergangenen Spielzeit.

Was für eine Saison erwarten Sie, was die Spitze der NLA angeht?
David Graubner: Meiner Meinung nach wird es im vorderen Tabellenbereich ausgeglichen sein. Pfadi hatte einige Wechsel und gehört für mich wieder in die Top-Gruppe. Das Gleiche gilt für Wacker Thun, das ich mindestens so stark erwarte wie in der vergangenen Saison. Auch der Vizemeister St. Otmar St. Gallen hat sich verstärkt und den HC Kriens-Luzern sollte man keinesfalls aus der Spitzengruppe rausreden. Wir wollen die Liga dominieren – das ist uns zuletzt nicht mehr gelungen. Wir wissen aber, dass ein Durchmarsch schwer wird.

Die Kadetten werden auch international engagiert sein, in der Champions League. Mit welchen Ambitionen treten Sie in der Königsklasse an?
David Graubner: Für uns heisst es in unserer Gruppe "alles oder nichts". Das hört sich nach einer Floskel an, entspricht aber der Wahrheit. Es ist schwierig, eine Prognose abzugeben. Unsere Gegner sind zwar nicht die ganz grossen Namen, doch sie haben in etwa unsere Kragenweite. Ich denke, von Platz zwei bis Platz vier ist für uns alles möglich.

Sie sind ein sehr erfahrener Akteur - als ehemaliger Bundesliga-Spieler auch auf internationaler Ebene. Wie geben Sie den jungen Spielern in Ihrer Mannschaft Hilfestellung?
David Graubner: Auf dem Feld versuche ich viel zu kommunizieren und meinem Nebenmann Sicherheit zu geben. Zusätzlich führe ich Einzelgespräche mit den Jüngeren und muntere die Mitspieler auch mal auf, wenn es die Situation erfordert.
 


 
NLA Männer, 1. Runde

Samstag, 29. August
17.30 Uhr: BSV Bern Muri – GC Amicitia Zürich
18.00 Uhr: RTV 1879 Basel – HC Kriens-Luzern
18.00 Uhr: Pfadi Winterthur – TSV Fortitudo Gossau
19.30 Uhr: Kadetten Schaffhausen – Lakers Stäfa

Sonntag, 30. August
17.00 Uhr: TSV St. Otmar St. Gallen – Wacker Thun
 

 

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Quelle: Patric Schäfler

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25.05.2011
KADETTEN ZUM FÜNFTEN MAL SCHWEIZER MEISTER

Die Kadetten Schaffhausen haben im Playoff-Final der Männer gegen Pfadi Winterthur auch das dritte Spiel gewonnen und die Best-of-5-Serie damit vorzeitig entschieden. Die Kadetten fertigten Pfadi vor 1400 Zuschauern im Schweizersbild gleich mit 38:25 ab. Für den aktuellen Branchenprimus ist es nach 2005, 2006, 2007 und 2010 der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Nach zwei hart umkämpften Finalspielen war die dritte Partie bereits nach der ersten Hälfte (17:11) vorentschieden. Dank sechs Toren in den ersten sieben Angriffen führten die Kadetten rasch 6:2 (9.) und liessen die Winterthurer in der Folge nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Das Heimteam agierte in der Offensive sehr geduldig und routiniert, liess den Ball so lange zirkulieren, bis sich eine Lücke auftat. Die Angriffseffizienz der Schaffhauser in den ersten 30 Minuten betrug sehr starke 71 Prozent.

In der Verteidigung nahmen die Kadetten Pfadis Topskorer Marco Kurth (1 Tor) aus dem Spiel, indem er quasi manngedeckt wurde. Auf diese taktische Massnahme wussten die Gäste kein Rezept; einzig Michal Svajlen (7 Treffer) vermochte bei den Winterthurern in der Offensive zu überzeugen. Zudem scheiterte Pfadi nicht weniger als 19-mal an Kadettens Torhüter Björgvin Gustavsson, der sich einen Tag nach seinem 26. Geburtstag mit einer weiteren Topleistung aus der Schweiz verabschiedete – der isländische Nationalgoalie und Publikumsliebling wechselt in die Bundesliga zu Magdeburg.
 
Nach der Pause setzten sich die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 22:12 ab, worauf der Widerstand von Pfadi endgültig gebrochen war. So konnte die Mehrheit der 1400 Zuschauer in der Schweizersbildhalle frühzeitig mit der Meisterfeier beginnen. Zum besten Torschützen der Kadetten avancierte der Serbe Aleksandar Stojanovic mit neun Toren. Iwan Ursic traf siebenmal. Der Este Mait Patrail verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Lemgo.

"Das war eine mehr als perfekte Saison", sagte Präsident Giorgio Behr. Captain David Graubner ergänzte: "Ich wüsste nicht, was wir in dieser Saison anders hätten machen können." In der Tat erreichten die Kadetten sämtliche Ziele: Nach 2004/2005 und 2006/2007 gewannen sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Davor hatten sie den Supercup für sich entschieden und erstmals in der Champions League die Gruppenphase überstanden.
 
In der Schweiz war der Gewinn von drei Titeln nichts als logisch. Die Kadetten bewegen sich in einer eigenen Liga. Und wäre kurz vor dem Saisonstart nicht die Einführung eines Playoff-Finals beschlossen worden, hätte es keinerlei Spannung im Kampf um die Meistertrophäe gegeben. Denn in den ersten 30 Begegnungen gaben die Schaffhauser bloss vier Punkte ab, wobei sie nur einmal verloren (gegen Pfadi). In den letzten beiden Runden der Finalrunde setzte es noch Niederlagen gegen Wacker Thun und Kriens-Luzern ab, allerdings schonten die Kadetten dabei einige Spieler.
 
Trotz der Überlegenheit hatten die Kadetten "riesigen Respekt" (Behr) vor der Finalserie. Es sei nicht so einfach, wenn man während Wochen nicht gefordert werde und dann plötzlich gewinnen müsse. Graubner empfand es vor den Playoffs als "enorm schwierig". Es sei eine Belastung gewesen. Jeder habe einen Sieg erwartet. Der Druck sei enorm gewesen. Sie hätten sich "extrem lächerlich" machen können. Nun gewinnt er der Finalserie positive Aspekte ab: "Es macht mehr Spass, so Meister zu werden. Und für die Fans war es ein gutes Erlebnis. Pfadi hat uns mehr abverlangt, als uns lieb war." Von daher sei es sicher ein Traumfinal gewesen und sei die Genugtuung gross.

Behr verspürte nach dem Titelgewinn eine grosse Befriedigung: "Ich habe einen riesen Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft. Mit Ausnahme der letzten beiden Partien in der Finalrunde spielten wir unglaublich diszipliniert. Das muss man zuerst machen. Wir haben gegenüber der vorangegangenen Saison nochmals zugelegt, obwohl das Budget (dieses beträgt offiziell 2,5 Millionen Franken) um zehn Prozent reduziert wurde."
 
Für die kommende Spielzeit wird das Budget gemäss Behr nochmals um zehn Prozent reduziert. Dennoch werden die Kadetten erneut als klarer Favorit in die Saison steigen, umso mehr, als das Kader noch breiter besetzt sein wird. Bislang stehen den Abgängen von Björgvin Gustavsson (Magdeburg), Mait Patrail (Lemgo), Jan Filip (noch offen) und Fabio Baviera (Kriens-Luzern) die Zuzüge von Arunas Vaskevicius (GC Amicitia), Marko Vukelic (Kriens-Luzern), Nik Tominec (Maribor), Ruben Schelbert (RTV Basel) sowie Andrija Pendic (Suhr Aarau) gegenüber. Zudem dürfte als Nachfolger von Patrail der 19-jährige, 2,02 m grosse Deutsche Christian Dissinger (Ludwigshafen-Friesenheim) verpflichtet werden; dieser gilt als grosses Talent und ist gemäss Behr auch "ein sehr guter Abwehrspieler." Sie seien gut unterwegs, ist der Präsident deshalb überzeugt.
 
Sicher einen Schritt vorwärts machen die Kadetten bezüglich Halle, werden sie doch nicht mehr in der nicht sehr komfortablen Schweizersbildhalle, sondern in der bald fertiggestellten "BBC-Arena" spielen. Diese wird 2400 Sitz- sowie rund 700 Stehplätze umfassen. Für Behr ist die neue Halle ein "entscheidender Schritt". Graubner sprach davon, dass "ein kleiner Traum" in Erfüllung gehe.

Playoff-Final. Spiel 3: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11). Endstand: 3:0.

Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11)
Schweizersbild – 1400 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 4:2, 6:2, 8:4, 8:6, 10:8, 13:8, 14:10, 16:10, 17:11; 18:12, 22:12 (37.), 24:14, 24:16, 27:19, 29:19, 29:20, 31:20, 32:21, 32:23, 34:23, 34:24, 36:24, 36:25, 38:25.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen, 4mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.
Kadetten: Gustavsson; Kukucka (1), Goepfert (3), Graubner (1), Patrail (6), Filip (2/1), Starczan (1/1), Cvijetic (2), Baviera, Jurca (6/2), Stojanovic (9), Bucher, Ursic (7/2).
Pfadi: Pramuk/Baur; Krauthoff (4), Kasapidis (1), Hess (3), Kurth (1), Grimm (2), Kipili (1), Steiner (1), Krieg (2), Scheuner (2), Svajlen (7), Tarhai (1).
Bemerkungen: Kadetten ohne Vrany. Pfadi ohne Bay (beide verletzt) und Severin Brüngger (Beruf). Gustavsson hält Penalties von Kurth (4./2:1) und Krieg (49./28:19). Baur hält Penalty von Ursic (21./10:8).

Die Kadetten feiern ihren fünften Meistertitel. (Bild: FOTO WAGNER)

      
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Quelle: Sportinformation (si)

 

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