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Steigerung
Die Schweizer Nationalmannschaft verliert das erste Testspiel in Deutschland mit 26:32. In Göppingen zeigt sie vor 3800 Zuschauern aber eine starke zweite Halbzeit.
Linder rückt nach
Die Schweizer Nationalmannschaft muss in den Länderspielen gegen Deutschland auf Marvin Lier und Lukas von Deschwanden verzichten. Thuns Luca Linder rückt nach.
Kämpferische Krienser
Der HC Kriens-Luzern holt gegen Wacker Thun den ersten Saisonsieg. Die weiteren Gewinner der Runde heissen Kadetten Schaffhausen, St. Otmar und Pfadi Winterthur.
«Glauben entwickeln»
Die Schweizer Nationalmannschaft trifft am Samstag und am Sonntag zweimal auf Deutschland. Die SHV-Auswahl will ihre Haut dabei so teuer wie möglich verkaufen.
20.09.2014
Nationalmannschaft: Zwei Gesichter und ein positiver Eindruck

Die Schweizer Nationalmannschaft hat das erste von zwei Testspielen in Deutschland vor 3800 Zuschauern in Göppingen mit 26:32 verloren. Die SHV-Auswahl zeigte nach der 12:19-Hypothek, die sie sich bis zur Pause eingehandelt hatte, eine starke zweite Halbzeit. Morgen Sonntag (17 Uhr, TV-live auf Sport1) steht in Ulm das zweite Länderspiel auf dem Programm.

Es war vor der tollen Kulisse in Göppingen aus Schweizer Sicht ein Spiel mit zwei Gesichtern. Da war eine erste Halbzeit, in der die SHV-Auswahl viel Lehrgeld bezahlte, sich in der Defensive enorm schwer tat und offensiv lange auch nicht wirklich in die Partie fand. Und dann war da eine zweite Halbzeit, in der die Schweizer ihr Potenzial andeuteten, viel stabiler agierten, mit Deutschland auf Augenhöhe mitspielten – und sich am Ende resultatmässig einen guten Ausgang verdienten. «Wir haben viel Moral gezeigt und nach der Pause richtig dagegengehalten. Mit dem Ergebnis können wir sehr gut leben. Ich denke, das war heute ein Schritt in die richtige Richtung», sagte Nationaltrainer Rolf Brack. Besonders erfreulich waren die Auftritte der Einwechselspieler wie Roman Sidorowicz (3), Tobias Baumgartner (4) oder auch Valentin Striffeler (1), letzterer bei seinem Länderspiel-Debüt. Sie alle brachten viel frischen Wind in die Partie, zumal der in Deutschland bestens bekannte Andy Schmid gegen die offensive 5-1-Deckung des Heimteams seine Stärken nur selten ausspielen konnte.

Über den Ausgang der Partie brauchte man sich in der EWS-Arena allerdings nach der Pause keine Gedanken mehr zu machen. Die erste Halbzeit war der SHV-Auswahl nämlich ziemlich misslungen. Nach einem ansprechenden Start fielen die Gäste in ein Loch und handelten sich bis zur 18. Minute schon einen 4:12-Rückstand ein. Es war jene Phase, in der vor allem die Verteidigung nie wirklich funktionierte. Die Schweizer liessen viele Räume offen, verloren fast jeden Zweikampf und zeigten damit ziemlich deutlich auf, wo es für Nationaltrainer Rolf Brack noch viel Arbeit gibt. «Wir hatten grosse Probleme im individuellen Abwehrverhalten, vor allem gegen den Kreisläufer. Ganz allgemein haben wir uns in der ersten Halbzeit sehr schwergetan», sagte er. Die SHV-Auswahl trat offensiv kaum in Erscheinung, zumal gerade Leistungsträger wie David Graubner oder Daniel Fellmann nicht ihre besten Tage einzogen. Die positive Ausnahme im ersten Durchgang war Nicolas Raemy, der drei der ersten fünf Gäste-Tore erzielte.

Dank der markanten Steigerung in der zweiten Halbzeit blieb in Göppingen aus Schweizer Sicht aber ein positiver Eindruck haften. Seinen Anteil daran hatte auch Torhüter Nikola Portner, der mit acht Paraden eine beeindruckende Visitenkarte abgab und mit seinem ersten Länderspieltreffer aus 40 Metern ins leere Tor schon vor der Pause für ein Highlight sorgte. Gegen ein vor allem im ersten Durchgang starkes, gut eingestelltes Heimteam – Deutschland beging seinen ersten technischen Fehler erst in der 23. Minute – verdiente sich die SHV-Auswahl so noch eine kleine Ehrenmeldung. Und sie hat morgen Sonntag in Ulm die Chance, dort anzuknüpfen, wo sie heute in Göppingen aufgehört hat. Das zweite Länderspiel gegen Deutschland (17 Uhr) wird von Sport1 live übertragen.
 



Länderspiel, Telegramm 

Deutschland – Schweiz 32:26 (19:12)
EWS-Arena, Göppingen – 3800 Zuschauer – Sr. Nachevski/Nikolov (Maz).
Torfolge: 2:0, 2:1, 4:1, 4:2, 5:3, 7:3, 7:4 (12.), 12:4 (18.), 14:7, 16:7, 16:10, 18:12, 19:12; 21:12, 21:13, 23:13 (36.), 23:18, 25:18, 25:19, 27:19, 27:20, 29:20, 29:23, 31:23, 31:26, 32:26.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Deutschland; 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Deutschland: Heinevetter (5 Paraden)/Wolff (ab 43./5 Paraden); Gensheimer (4/1), Sellin (5/5), Wiencek (3), Danner, Pekeler (3), Groetzki (5), Allendorf, Kneule (4), Schmidt, Häfner, Michael Müller (4), Philipp Müller, Kühn (2), Drux (1), Christophersen (1).
Schweiz: Bringolf (2 Paraden)/Portner (ab 20./1 Tor/8 Paraden); Schmid (2/1), Fellmann (1), Liniger (3), Baviera, Graubner, Sidorowicz (3), Dähler (2), Raemy (4), Striffeler (1), Mühlemann (3), Freivogel, Baumgartner (4), Linder (1), Svajlen (1).
Bemerkungen: Schweiz ohne Von Deschwanden, Lier (beide verletzt), Vernier (rekonvaleszent), Portmann und Küttel (beide nicht eingesetzt). Heinevetter hält Penalty von Liniger (23./15:7). Portner hält Penalty von Gensheimer (43./23:16). Länderspiel-Debüt von Valentin Striffeler.

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Quelle: Marco Ellenberger

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18.09.2014
Nationalmannschaft: Lier und Von Deschwanden fallen aus

Der Schweizer Nationaltrainer Rolf Brack muss kurz vor Beginn des Lehrgangs mit den Länderspielen gegen Deutschland notgedrungen Änderungen am Kader vornehmen. Marvin Lier (Sprunggelenk) und Lukas von Deschwanden (Knie) stehen der SHV-Auswahl verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Mit Luca Linder von Wacker Thun wurde als Ersatz ein linker Flügelspieler nachnominiert. Damit stehen nun die 18 Spieler bereits fest, die den Kader für die Länderspiele von Samstag und Sonntag bilden.

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft sich heute Donnerstagnachmittag in Schaffhausen zum ersten Training. Morgen Freitag steht der Transfer nach Süddeutschland auf dem Programm. Die Spiele finden am Samstag (in Göppingen) und am Sonntag (in Ulm) jeweils um 17 Uhr statt. Die Partie vom Sonntag wird von Sport1 live übertragen.
 


 
Kaderliste Schweiz

Tobias Baumgartner (RM/RR, HC Kriens-Luzern, 7 Länderspiele/6 Tore)
Fabio Baviera (KL, HC Kriens-Luzern, 14/3)
Aurel Bringolf (TH, Pfadi Winterthur, 34/1)
Jonas Dähler (FR, Wacker Thun, 25/48)
Daniel Fellmann (KL, HC Kriens-Luzern, 102/177)
Stefan Freivogel (RR, Pfadi Winterthur, 20/5)
David Graubner (RL, Kadetten Schaffhausen, 114/323)
Dimitrij Küttel (RR, Kadetten Schaffhausen, 0/0)
Luca Linder (FL, Wacker Thun, 3/6)
Manuel Liniger (FL, Kadetten Schaffhausen, 189/833)
Luca Mühlemann (KL, BSV Bern Muri, 3/6)
Andreas Portmann (TH, HC Kriens-Luzern, 7/0)
Nikola Portner (TH, Kadetten Schaffhausen, 32/0)
Nicolas Raemy (RR, Wacker Thun, 22/81)
Andy Schmid (RM, Rhein-Neckar Löwen/D, 140/614)
Roman Sidorowicz (RM, GC Amicitia Zürich, 6/14)
Valentin Striffeler (FR, BSV Bern Muri, 0/0)
Michal Svajlen (RL, Pfadi Winterthur, 46/72)

Trainer: Rolf Brack

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Quelle: Marco Ellenberger

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18.09.2014
NLA: Nur noch Pfadi Winterthur mit dem Punktemaximum

Pfadi Winterthur ist als einziges Team in der NLA noch ohne Punktverlust. Der Playoff-Finalist setzte sich gegen Lakers Stäfa 32:25 durch. Der BSV Bern Muri dagegen liess beim 24:30 im Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen erstmals in dieser Saison Federn. Pfadi wurde gegen Stäfa nur zu Beginn der Partie gefordert. Nach dem 7:8 (19.) gelangen den Winterthurern sechs Tore in Serie zum 13:8 (28.), worauf der Sieg ungefährdet war. Das Team von Adrian Brüngger gestaltete damit auch das elfte NLA-Duell gegen die Lakers erfolgreich. Pfadis Aufbauer Goran Cvetkovic erzielte beim dritten Saisonerfolg ebenso sieben Tore wie Stäfas Rückraumspieler Filip Maros.

St. Otmar verteidigte in der ersten Halbzeit gegen den nicht bereiten BSV sehr stark und führte nach 30 Minuten 18:10. Dennoch wurde es nochmals spannend, verkürzten doch die kämpferisch überzeugenden Berner auf 22:24 (47.) und besassen durch David Nyffenegger gar die Chance zum Anschlusstreffer. Danach zogen die Gäste, die am Sonntag Kadetten Schaffhausen 31:26 bezwungen hatte, wieder davon und rückten dank des dritten Sieges im vierten Saisonspiel hinter Pfadi auf Platz zwei vor.

Die Kadetten kehrten auswärts gegen GC Amicitia Zürich dank eines 29:26 auf die Siegesstrasse zurück, obwohl sich der Titelverteidiger vor der Pause mit bis zu drei Toren in Rückstand befunden hatte. Nach dem 17:17 (36.) zog der Favorit aber auf 22:17 (41.) davon. Bei beiden Teams tat sich ein Duo beim Toreschiessen hervor: Für die Stadtzürcher trafen Roman Sidorowicz und Simon Wittlin je siebenmal, bei den Schaffhausern zeichneten Rares Jurca (7) und Marko Mamic (6) für 13 Treffer verantwortlich.

Kriens-Luzern, in der vergangenen Saison Dritter, feierte im dritten Saisonspiel den ersten Sieg. Die Innerschweizer bezwangen Wacker Thun in einer sehr intensiven und guten Partie 33:31. In der 41. Minute hatte es aus Sicht des Heimteams noch 24:26 gestanden, ehe es dank des zehnfachen Torschützen Boris Stankovic und Goalie Roman Schelbert doch noch jubeln konnte.

Zu seinem ersten Punkt kam Aufsteiger Suhr Aarau beim 26:26 gegen Fortitudo Gossau. Das Unentschieden war für die Aargauer sehr glückhaft: Fünf Sekunden vor dem Ende scheiterte der Gossauer Valon Dedaj mit einem Penalty an Martin Pramuk. Fortitudo hatte mit bis zu vier Toren (21:17) geführt und war nur einmal in Rücklage (12:13/27.) gelegen.

NLA, Qualifikation
BSV Bern Muri - St. Otmar St. Gallen 24:30 (10:18)
Pfadi Winterthur - Lakers Stäfa 32:25 (14:10)
Fortitudo Gossau - Suhr Aarau 26:26 (13:13)
GC Amicitia Zürich - Kadetten Schaffhausen 26:29 (14:13)
Kriens-Luzern - Wacker Thun 33:31 (20:18)

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Quelle: Sportinformation (Si)

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17.09.2014
Die Schweiz vor den beiden Länderspielen in Deutschland

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft am Samstag (17 Uhr, Göppingen) sowie am Sonntag (17 Uhr, Ulm, TV-live auf Sport1) zweimal auf den grossen Nachbarn und Favoriten Deutschland. In den Länderspielen Nummer 66 und 67 gegen diesen Gegner hat die SHV-Auswahl die Möglichkeit, sich im Hinblick auf den Start der EM-Qualifikation unter Wettkampfbedingungen weiterzuentwickeln.

Den Schweizern steht dabei ein neu konzipiertes Deutsches Nationalteam gegenüber. Der neue Trainer Dagur Sigurdsson hat mit Philipp Müller, Paul Drux, Erik Schmidt und Julius Kühn gleich vier Debütanten einberufen. Er musste jedoch auch auf Verletzungen reagierten: So sagten unter anderen Finn Lemke (Lemgo/Knie) und Felix Danner (Melsungen/Rücken) ihre Teilnahme zu Beginn der aktuellen Woche noch ab. Und trotzdem: Nach dem Playoff-Out gegen Polen im vergangenen Juni hat die junge, hungrige DHB-Auswahl im eigenen Land doch einiges gutzumachen. Der Schweizer Nationaltrainer Rolf Brack spricht denn auch mit grossem Respekt vom Gegner und weist auf dessen Stärken hin: «Vor allem auf der Torhüterposition (Heinevetter, Wolff) sowie im Gegenstoss (Gensheimer, Groetzki) hat die Mannschaft Weltklasse», sagt er.

Verstecken wollen und werden sich die Schweizer in Deutschland gleichwohl nicht. Auch wenn die SHV-Auswahl am Samstag in Göppingen in der mit 5'500 Zuschauern wohl ausverkauften EWS-Arena gleich eine beeindruckende Kulisse erwartet, sollen mutige Auftritte her. «Wir wollen in diesen Spielen den Glauben an unsere eigenen Stärken entwickeln. Darum wollen wir natürlich auch möglichst gute Ergebisse erzielen», sagt Rolf Brack, der den Fokus im Lehrgang – natürlich auch bereits im Hinblick auf das Auswärtsspiel in Mazedonien von Ende Oktober – auf die Defensive legen wird. Ihm stehen, mit Ausnahme des rekonvaleszenten Pascal Vernier, erstmals seit seinem ersten Länderspiel vor neun Monaten sämtliche Leistungsträger zur Verfügung.
 


 
Kaderliste Schweiz

Tobias Baumgartner (RM/RR, HC Kriens-Luzern, 7 Länderspiele/6 Tore)
Fabio Baviera (KL, HC Kriens-Luzern, 14/3)
Aurel Bringolf (TH, Pfadi Winterthur, 34/1)
Jonas Dähler (FR, Wacker Thun, 25/48)
Daniel Fellmann (KL, HC Kriens-Luzern, 102/177)
Stefan Freivogel (RR, Pfadi Winterthur, 20/5)
David Graubner (RL, Kadetten Schaffhausen, 114/323)
Dimitrij Küttel (RR, Kadetten Schaffhausen, 0/0)
Marvin Lier (FL, Pfadi Winterthur, 11/23)
Manuel Liniger (FL, Kadetten Schaffhausen, 189/833)
Luca Mühlemann (KL, BSV Bern Muri, 3/6)
Andreas Portmann (TH, HC Kriens-Luzern, 7/0)
Nikola Portner (TH, Kadetten Schaffhausen, 32/0)
Nicolas Raemy (RR, Wacker Thun, 22/81)
Andy Schmid (RM, Rhein-Neckar Löwen/D, 140/614)
Roman Sidorowicz (RM, GC Amicitia Zürich, 6/14)
Valentin Striffeler (FR, BSV Bern Muri, 0/0)
Michal Svajlen (RL, Pfadi Winterthur, 46/72)
Lukas von Deschwanden (RL/RR, Wacker Thun, 18/54)

Trainer: Rolf Brack
 



Kaderliste Deutschland

Silvio Heinevetter (TH, Füchse Berlin)
Andreas Wolff (TH, HSG Wetzlar)
Uwe Gensheimer (FL, Rhein-Neckar Löwen)
Michael Allendorf (FL, MT Melsungen)
Sven-Sören Christophersen (RL, TSV Hannover-Burgdorf)
Philipp Müller (RL, MT Melsungen; Länderspiel-Debüt)
Julius Kühn (RL, VfL Gummersbach; Länderspiel-Debüt)
Tim Kneule (RM, Frisch Auf Göppingen)
Paul Drux (RM, Füchse Berlin; Länderspiel-Debüt)
Michael Müller (RR, MT Melsungen)
Fabian Wiede (RR, Füchse Berlin)
Patrick Groetzki (FR, Rhein-Neckar Löwen)
Johannes Sellin (FR, MT Melsungen)
Patrick Wiencek (KL, THW Kiel)
Hendrik Pekeler (KL, TBV Lemgo)
Erik Schmidt (KL, TSG Friesenheim; Länderspiel-Debüt)

Trainer: Dagur Sigurdsson
 



Länderspiel-Statistik: Schweiz vs. Deutschland

65 Spiele
6 Siege Schweiz
5 Unentschieden
54 Siege Deutschland
1‘136 : 1‘480 Tore

Die letzten Begegnungen
10. März 2013: Deutschland – Schweiz 30:25 (Freundschaftsspiel in Koblenz)
9. März 2013: Deutschland – Schweiz 36:22 (Freundschaftsspiel in Wetzlar)
17. März 2010: Deutschland – Schweiz 34:26 (Freundschaftsspiel in Stuttgart)
16. März 2010: Schweiz – Deutschland 26:26 (Freundschaftsspiel in Aarau)

Letzer Schweizer Sieg
29. Mai 2000: Deutschland – Schweiz 26:27 (Freundschaftsspiel in Freudenstadt)

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Quelle: Marco Ellenberger

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25.05.2011
KADETTEN ZUM FÜNFTEN MAL SCHWEIZER MEISTER

Die Kadetten Schaffhausen haben im Playoff-Final der Männer gegen Pfadi Winterthur auch das dritte Spiel gewonnen und die Best-of-5-Serie damit vorzeitig entschieden. Die Kadetten fertigten Pfadi vor 1400 Zuschauern im Schweizersbild gleich mit 38:25 ab. Für den aktuellen Branchenprimus ist es nach 2005, 2006, 2007 und 2010 der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Nach zwei hart umkämpften Finalspielen war die dritte Partie bereits nach der ersten Hälfte (17:11) vorentschieden. Dank sechs Toren in den ersten sieben Angriffen führten die Kadetten rasch 6:2 (9.) und liessen die Winterthurer in der Folge nicht mehr näher als bis auf zwei Tore herankommen. Das Heimteam agierte in der Offensive sehr geduldig und routiniert, liess den Ball so lange zirkulieren, bis sich eine Lücke auftat. Die Angriffseffizienz der Schaffhauser in den ersten 30 Minuten betrug sehr starke 71 Prozent.

In der Verteidigung nahmen die Kadetten Pfadis Topskorer Marco Kurth (1 Tor) aus dem Spiel, indem er quasi manngedeckt wurde. Auf diese taktische Massnahme wussten die Gäste kein Rezept; einzig Michal Svajlen (7 Treffer) vermochte bei den Winterthurern in der Offensive zu überzeugen. Zudem scheiterte Pfadi nicht weniger als 19-mal an Kadettens Torhüter Björgvin Gustavsson, der sich einen Tag nach seinem 26. Geburtstag mit einer weiteren Topleistung aus der Schweiz verabschiedete – der isländische Nationalgoalie und Publikumsliebling wechselt in die Bundesliga zu Magdeburg.
 
Nach der Pause setzten sich die Gastgeber bis zur 37. Minute auf 22:12 ab, worauf der Widerstand von Pfadi endgültig gebrochen war. So konnte die Mehrheit der 1400 Zuschauer in der Schweizersbildhalle frühzeitig mit der Meisterfeier beginnen. Zum besten Torschützen der Kadetten avancierte der Serbe Aleksandar Stojanovic mit neun Toren. Iwan Ursic traf siebenmal. Der Este Mait Patrail verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Lemgo.

"Das war eine mehr als perfekte Saison", sagte Präsident Giorgio Behr. Captain David Graubner ergänzte: "Ich wüsste nicht, was wir in dieser Saison anders hätten machen können." In der Tat erreichten die Kadetten sämtliche Ziele: Nach 2004/2005 und 2006/2007 gewannen sie zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Davor hatten sie den Supercup für sich entschieden und erstmals in der Champions League die Gruppenphase überstanden.
 
In der Schweiz war der Gewinn von drei Titeln nichts als logisch. Die Kadetten bewegen sich in einer eigenen Liga. Und wäre kurz vor dem Saisonstart nicht die Einführung eines Playoff-Finals beschlossen worden, hätte es keinerlei Spannung im Kampf um die Meistertrophäe gegeben. Denn in den ersten 30 Begegnungen gaben die Schaffhauser bloss vier Punkte ab, wobei sie nur einmal verloren (gegen Pfadi). In den letzten beiden Runden der Finalrunde setzte es noch Niederlagen gegen Wacker Thun und Kriens-Luzern ab, allerdings schonten die Kadetten dabei einige Spieler.
 
Trotz der Überlegenheit hatten die Kadetten "riesigen Respekt" (Behr) vor der Finalserie. Es sei nicht so einfach, wenn man während Wochen nicht gefordert werde und dann plötzlich gewinnen müsse. Graubner empfand es vor den Playoffs als "enorm schwierig". Es sei eine Belastung gewesen. Jeder habe einen Sieg erwartet. Der Druck sei enorm gewesen. Sie hätten sich "extrem lächerlich" machen können. Nun gewinnt er der Finalserie positive Aspekte ab: "Es macht mehr Spass, so Meister zu werden. Und für die Fans war es ein gutes Erlebnis. Pfadi hat uns mehr abverlangt, als uns lieb war." Von daher sei es sicher ein Traumfinal gewesen und sei die Genugtuung gross.

Behr verspürte nach dem Titelgewinn eine grosse Befriedigung: "Ich habe einen riesen Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft. Mit Ausnahme der letzten beiden Partien in der Finalrunde spielten wir unglaublich diszipliniert. Das muss man zuerst machen. Wir haben gegenüber der vorangegangenen Saison nochmals zugelegt, obwohl das Budget (dieses beträgt offiziell 2,5 Millionen Franken) um zehn Prozent reduziert wurde."
 
Für die kommende Spielzeit wird das Budget gemäss Behr nochmals um zehn Prozent reduziert. Dennoch werden die Kadetten erneut als klarer Favorit in die Saison steigen, umso mehr, als das Kader noch breiter besetzt sein wird. Bislang stehen den Abgängen von Björgvin Gustavsson (Magdeburg), Mait Patrail (Lemgo), Jan Filip (noch offen) und Fabio Baviera (Kriens-Luzern) die Zuzüge von Arunas Vaskevicius (GC Amicitia), Marko Vukelic (Kriens-Luzern), Nik Tominec (Maribor), Ruben Schelbert (RTV Basel) sowie Andrija Pendic (Suhr Aarau) gegenüber. Zudem dürfte als Nachfolger von Patrail der 19-jährige, 2,02 m grosse Deutsche Christian Dissinger (Ludwigshafen-Friesenheim) verpflichtet werden; dieser gilt als grosses Talent und ist gemäss Behr auch "ein sehr guter Abwehrspieler." Sie seien gut unterwegs, ist der Präsident deshalb überzeugt.
 
Sicher einen Schritt vorwärts machen die Kadetten bezüglich Halle, werden sie doch nicht mehr in der nicht sehr komfortablen Schweizersbildhalle, sondern in der bald fertiggestellten "BBC-Arena" spielen. Diese wird 2400 Sitz- sowie rund 700 Stehplätze umfassen. Für Behr ist die neue Halle ein "entscheidender Schritt". Graubner sprach davon, dass "ein kleiner Traum" in Erfüllung gehe.

Playoff-Final. Spiel 3: Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11). Endstand: 3:0.

Kadetten Schaffhausen – Pfadi Winterthur 38:25 (17:11)
Schweizersbild – 1400 Zuschauer – Sr. Wyss/Zowa.
Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 4:2, 6:2, 8:4, 8:6, 10:8, 13:8, 14:10, 16:10, 17:11; 18:12, 22:12 (37.), 24:14, 24:16, 27:19, 29:19, 29:20, 31:20, 32:21, 32:23, 34:23, 34:24, 36:24, 36:25, 38:25.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen, 4mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur.
Kadetten: Gustavsson; Kukucka (1), Goepfert (3), Graubner (1), Patrail (6), Filip (2/1), Starczan (1/1), Cvijetic (2), Baviera, Jurca (6/2), Stojanovic (9), Bucher, Ursic (7/2).
Pfadi: Pramuk/Baur; Krauthoff (4), Kasapidis (1), Hess (3), Kurth (1), Grimm (2), Kipili (1), Steiner (1), Krieg (2), Scheuner (2), Svajlen (7), Tarhai (1).
Bemerkungen: Kadetten ohne Vrany. Pfadi ohne Bay (beide verletzt) und Severin Brüngger (Beruf). Gustavsson hält Penalties von Kurth (4./2:1) und Krieg (49./28:19). Baur hält Penalty von Ursic (21./10:8).

Die Kadetten feiern ihren fünften Meistertitel. (Bild: FOTO WAGNER)

      
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Quelle: Sportinformation (si)

 

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