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«Das stelle ich über alles»
Andy Schmid hat mit den Rhein-Neckar Löwen den EHF-Cup gewonnen. Der Luzerner Regisseur spricht im Interview mit der Sportinformation über den Final und den Titel.
Prickelnde Atmosphäre
Die Schweiz trifft am Mittwoch, 12. Juni, in Zürich auf Mazedonien. Für das Spiel sind bereits rund 1000 Tickets abgesetzt. Der Vorverkauf läuft weiter bei ticketportal.
Goldene Löwen
Die Rhein-Neckar Löwen mit dem Schweizer Regisseur Andy Schmid gewinnen den EHF-Cup. Die Badener setzen sich im Final gegen den HBC Nantes mit 26:24 durch.
Achtungserfolg
Die Schweizer U19-Juniorinnen beenden die EM-Qualifikation mit einem verdienten 31:28-Sieg gegen Litauen und belegen hinter Spanien und Kroatien Platz drei.
21.05.2013
Andy Schmid: "Nantes spielte mehr Rugby als Handball"
Die Rhein-Neckar Löwen sind erstmals an der europäischen Spitze angelangt. Beim EHF-Cup-Triumph in Nantes gehörte mit Andy Schmid (29) ein Schweizer zu den zentralen Figuren. In der Mannheimer Handball-Weltauswahl füllt der Luzerner Regisseur eine Rolle aus, wie sie einst Marc Baumgartner 1996 beim europäischen Coup mit Lemgo spielte. Schmid hat sich in der global besten Liga einen erstklassigen Namen geschaffen. Als Topskorer führte der charismatische Mittelmann die hoch dotierten Süddeutschen sowohl im Championat (143 Treffer) als auch auf europäischer Ebene (50 Tore) unter die Top-Teams.

Gegenüber der Sportinformation äusserte sich der Captain der Nationalmannschaft nach einem strapaziösen Fest-Marathon zur Bedeutung des Finalsiegs - und erzählte, wie sehr die Löwen unter der Erwartungshaltung und den unzimperlichen Methoden der unfairen französischen Gastgeber zu leiden hatten.
  

 
Wo ordnen Sie den europäischen Triumph mit den Löwen ein?
Andy Schmid: Für mich persönlich ist dieser Titelgewinn ein Meilenstein. Den Sieg in einem europäischen Endspiel stelle ich über alles, was ich bisher erlebt und erreicht habe. Meister oder Cupsieger zu sein, ist auch schön, aber im Europacup eine Trophäe zu gewinnen, stellt alles in den Schatten. An diesen nervenaufreibenden Tag erinnere mich lebenslang.
 
Zum zehnten Mal in Folge setzte sich im EHF-Cup ein Bundesligist durch. In Nantes hätte die Serie aber auch reissen können, oder?
Andy Schmid: Ich erlebte eines der schwierigsten und intensivsten Spiele meiner ganzen Karriere. Die Atmosphäre auf und neben dem Feld empfand ich als extrem ungemütlich. Die Franzosen erzeugten eine sehr aggressive Stimmung. In den ersten 20 Minuten spielten sie mehr Rugby als Handball. Die Grenze wurde mehrfach überschritten. Es gab Schläge ohne Ende und Provokationen. Aber wir steckten alles weg und hielten dagegen. Das ist auch ein Zeichen unserer Klasse.

Ihr Verein hat zuvor in fünf Jahren zweimal den Halbfinal der Champions League erreicht und verlor zwei weitere Finals. Wie fühlte es sich an, den Bann zu brechen?
Andy Schmid: Eine tonnenschwere Last ist abgefallen. Wir alle standen enorm unter Druck. Der Verein hatte ja noch nie einen Titel gewonnen. In Deutschland wurde der Klub jahrelang damit konfrontiert. Vor dem 'Final Four' redeten alle über unsere grosse Chance, dieser Leidenszeit ein Ende zu setzen - die Medien, die Fans, das Umfeld. Die Erwartungshaltung war gewaltig. Entsprechend ausgelassen haben wir nun auch gefeiert.

Wie reagierten die Anhänger?
Andy Schmid: Grossartig! Die Bedeutung des Europacup-Siegs ist riesig. Im letzten Heimspiel werden 13'000 Fans mit uns zusammen den Titel zelebrieren. Erfolge werden hier honoriert. Auch der Klub zeigt sich sehr spendabel und wird für uns eine Reise organisieren. Für das i-Tüpfelchen fehlen noch zwei Siege. Dann sind wir direkt für die Champions League qualifiziert, was nicht hoch genug einzuschätzen wäre.
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Quelle: Sportinformation (si)

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21.05.2013
Mazedonien-Heimspiel: Schon rund 1000 Tickets abgesetzt

Die Schweiz und Mazedonien dürften sich am Mittwoch, 12. Juni, in der Zürcher Saalsporthalle in einer prickelnden Atmosphäre begegnen. Für die Partie wurden bereits rund 1000 Tickets abgesetzt, wovon aber mehr als zwei Drittel den Fan-Sektor der Gäste betreffen. Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) empfiehlt den Schweizer Anhängern darum, möglichst den Vorverkauf zu benützen.

Auch wenn die SHV-Auswahl die EM-Endrunde im Jahr 2014 in Dänemark nicht mehr erreichen kann, verspricht das Heimspiel gegen Mazedonien viel Brisanz: Die Mazedonier benötigen unbedingt einen Sieg, um Portugal in der laufenden Ausscheidung noch abzufangen – die Schweiz ihrerseits benötigt einen Sieg, um der ungeliebten EM-Vorqualifikation in der nächsten Saison zu entgehen. 

Der Vorverkauf für das Spiel gegen Mazedonien läuft bei ticketportal unter der Nummer 0900 101 102 (CHF 1.19/Min., Anrufe ab Festnetz), im Internet unter ticketportal.com, an jedem SBB-/SOB- und BLS-Bahnhof, in über 1‘000 Poststellen, in über 100 Hotelplan-Filialen, in allen grösseren Manor- und Coop-City-Warenhäusern und weiteren Verkaufsstellen.

Ausserdem ist beim Schweizerischen Handball-Verband (SHV) ein spezielles Angebot (maximal 15 Tickets zum Preis von nur 120 Franken) für Teams und Vereine erhältlich. Das Kontingent ist beschränkt, das Angebot gilt solange Vorrat. Bestellung per Mail an tickets@handball.ch.

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Quelle: Marco Ellenberger

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19.05.2013
Andy Schmid und die Löwen gewinnen den EHF-Cup
Andy Schmid (29) hat mit den Rhein-Neckar Löwen den EHF-Cup gewonnen. Beim Final Four in Nantes setzte sich der Bundesliga-Topklub im Endspiel gegen den französischen Gastgeber 26:24 (16:12) durch. In seiner dritten Saison in Deutschland ist der Captain der SHV-Auswahl auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn angelangt. Sechs Jahre nach Iwan Ursic (HSV Hamburg, Cupsieger-Cup) sowie 19 Jahre nach dem früheren Top-Shooter Marc Baumgartner (TBV Lemgo, Cupsieger-Cup) stemmte wieder ein Schweizer Handball-Professional eine international erhebliche Trophäe empor.

Andy Schmid gehört im hoch dotierten Ensemble inzwischen zu den Leaderfiguren. Der isländische Coach Gudmundur Gudmundsson setzt auf der Spielmacher-Position uneingeschränkt auf den besten Schweizer Handballer. Die Löwen, in der Liga knapp hinter dem europäischen Dominator Kiel klassiert, setzten nach drei Halbfinal-Vorstössen (Champions League und EHF-Cup) und einer Final-Teilnahme (Cupsieger-Cup) ein weiteres internationales Ausrufezeichen. Der Klub aus dem Sport-Konglomerat von Dietmar Hopp kehrte zwar erst vor acht Jahren in die höchste Liga Deutschlands zurück, hat sich aber mittlerweile endgültig in der europäischen Elite etabliert. Im Land des Olympiasiegers verlängerten die Mannheimer die beispiellose europäische Siegserie deutscher Vertreter. Zum zehnten Mal in Folge jubelte im EHF-Cup am letzten Spieltag ein Verein aus der (weltbesten) Bundesliga.
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Quelle: Sportinformation (si) / Foto: EHF (eurohandball.com)

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19.05.2013
U19-Juniorinnen beenden EM-Qualifikation mit einem Sieg

Die Schweizer Juniorinnen der Jahrgänge 1994 und jünger haben die EM-Qualifikation in Kroatien mit einem Sieg abgeschlossen: Im Spiel um Platz 3 erkämpfte sich das Team der Trainer Pavol Streicher, Christoph Sahli und Anita Weber gegen Litauen einen verdienten 31:28-Erfolg. In den ersten fünf Minuten lieferten sich beide Teams einen offen Schlagabtausch, doch dank starken Paraden von Sladana Dokovic – sie hielt acht der ersten zehn Würfe und kam auf eine Fangquote von 44 Prozent – zogen die Schweizerinnen drei Tore davon. Litauen blieb jedoch in Schlagdistanz und profitierte nach 20 Minuten von den vergebenen Chancen der SHV-Auswahl. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gelangen den Spielerinnen aus dem Baltikum vier Gegenstosstreffer, wovon der letzte trotz abgelaufener Zeit gegeben wurde, und ging zur Pause mit 17:15 in Führung.

Wer nun dachte, die Schweizerinnen würden die Köpfe hängen lassen, wurde eines besseren belehrt. Nur gerade 90 Sekunden nach Wiederanpfiff glichen die Schweizerinnen zum 17:17 aus. In der Folge entwickelte sich ein zähes Spiel mit leichten Vorteilen auf Seiten Litauens. Nach 40 Minuten konnte die erst 16-jährige Svenja Stutz mit ihrem dritten verwandelten Siebenmeter – sie blieb am ganzen Turnier ohne Fehlwurf von der Linie – die Führung der Schweiz wieder herstellen und der scheinbare Bann war gebrochen. Zwar musste die Schweiz für jedes weitere Tor enorm hart kämpfen, machte es im Gegenzug aber auch Litauen nicht einfacher zum Torerfolg zu kommen. In der 52. Minute stellte die Schweiz auf zwei Tore Vorsprung, verpasste es in der Folge aber, die Entscheidung frühzeitig herbei zu führen. Die SHV-Auswahl vergab auch im zweiten Umgang fünf sogenannte 100-Prozent-Chancen. Erst Simona Krstic, zwei Minuten vor Ende beim Spielstand von 28:30, konnte mit einem gehaltenen Siebenmeter einen Big Point setzen. In der Schlussminute traf nur noch die Schweiz und gewann so verdient. Endlich gelang damit der SHV-Auswahl ein Sieg gegen ein Team aus Topf drei, und sie überzeugte dabei mit Tempo – es gelangen zwölf Gegenstosstore – sowie erneut mit der spielerisch feineren Klinge, trotz oder gerade wegen der körperlichen Unterlegenheit. Die Schweizerinnen unterstrichen einmal mehr das vorhandene Potential.

Den Sprung an die EM-Endrunde schafften am Ende Spanien und Kroatien. Die Ibererinnen setzten sich am Sonntag im direkten Duell mit 27:24 durch und holten sich damit den Gruppensieg.

Litauen – Schweiz 28:31 (17:15)
Dugo Selo – 40 Zuschauer – Sr. Ilieva/Karbeska (Maz).
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Litauen; 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: Dokovic/Krstic/Betschart; Murer (3), Lisa Frey (7), Wyder (3), Van Polanen (3), Egli (6), Sommerhalder (1), Javet, Stutz (4/4), Calchini (1), Emery (3), Traber, Spaar.
Bemerkungen: Schweiz ohne Aline Mathys (verletzt) und Lorenz (krank).
  


 
U19-EM-Qualifikation, Gruppe 6
Sämtliche Spiele in Vrbovec (Kroatien)

Freitag, 17. Mai
Spanien – Schweiz 33:24 (18:5)
Kroatien – Litauen 28:21 (12:6)

Samstag, 18. Mai
Litauen – Spanien 17:35 (9:21)
Schweiz – Kroatien 23:27 (10:12)

Sonntag, 19. Mai
Litauen – Schweiz 28:31 (17:15)
Kroatien – Spanien 24:27 (12:14)

Spanien und Kroatien an der EM-Endrunde vom 1. bis 11. August 2013 in Dänemark.

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Quelle: Schweiz U19

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06.07.2012
U20-EM: Die Schweiz besiegt Weltmeister Dänemark

Die Schweizer U20-Junioren haben an der EM in der Türkei einen grossen Coup gelandet und den U19-Weltmeister Dänemark überraschend mit 25:24 besiegt. Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter hat sich somit nach der Auftaktniederlage gegen Schweden im Kampf um die Hauptrunde alle Chancen erhalten. Das entscheidende Spiel folgt am Sonntag gegen Island.

Wie hoch der Schweizer Erfolg gegen die dänischen Junioren einzuschätzen ist, zeigt ein Rückblick auf die U19-Weltmeisterschaft in Argentinien im letzten August. Damals bekam es die SHV-Auswahl im Viertelfinal mit den Skandinaviern zu tun – und ging sang- und klanglos mit 20:37 unter. Jetzt hat sich die Mannschaft von Trainer Michael Suter für das bittere Aus vor Jahresfrist revanchiert.

In Ankara entwickelte sich von Beginn weg eine ausgeglichene Partie, die folgerichtig mit einem 12:12-Unentschieden in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Schweizer dank einer starken Phase von Keeper Nikola Portner eine 19:16-Führung. Die SHV-Auswahl, die sich über die gesamten 60 Minuten auf ihre solide Deckung verlassen konnten, mussten den Dänen jedoch wieder den Ausgleich zugestehen. Den entscheidenden Treffer erzielte schliesslich Nicolas Raemy 30 Sekunden vor dem Ende in Überzahl.

Der Luzerner war am Freitag der deutlich beste Schweizer Angreifer. Stark auch der Auftritt von Luka Maros, der in der zweiten Halbzeit fünf wichtige Tore markierte. Hervorzuheben waren auch die Defensivleistungen von Jonas Mächler, Pascal Vernier, Stefan Huwyler und Luca Spengler, die im Abwehrverbund mit Fabio Baviera dem dänischen Rückraum das Leben schwer machten. Getrübt wurde der tolle Erfolg der SHV-Auswahl am Ende jedoch durch eine Knieverletzung von Stefan Huwyler, der für den Rest des Turniers ausfallen wird.

In der zweiten Partie der Gruppe C vom Freitag setzte sich Schweden gegen Island diskussionslos mit 36:23 durch. Für den dritten und letzten Vorrunden-Spieltag am Sonntag ist somit alles offen. Vorausgesetzt, dass die Schweiz gegen Island gewinnt, hängt der Einzug in die Hauptrunde vom Ausgang der Partie zwischen Schweden und Dänemark ab. Siegt dort Schweden oder gibt es ein Remis, wäre die SHV-Auswahl durch. Bei einem dänischen Sieg hingegen müsste die Tordifferenz unter den drei punktgleichen Mannschaften über das Weiterkommen entscheiden.


U20-EM Männer, Vorrunde

Schweiz – Dänemark 25:24 (12:12)
Ankara Arena – 100 Zuschauer – Sr. Alvarez/Bustamante (Sp).
Schweiz: Portner (15 Paraden)/Rosenberg (für 1 Penalty); Raemy (7), Jud (5/3), Maros (5), Baviera (2), Lier (3), Getzmann (1), Mächler (1), Spengler (1), Huwyler, Muggli, Tynowski, Vernier.
Bemerkungen: Schweiz ohne Strebel und Lengacher (beide nicht eingesetzt). Huwyler mit Knieverletzung ausgeschieden (53.).

Gruppe C. 2. Spieltag: Schweiz – Dänemark 25:24 (12:12). Island – Schweden 23:36 (9:22). Tabelle: 1. Schweden 2/4. 2. Dänemark 2/2 (+5). 3. Schweiz 2/2 (-4). 4. Island 2/0. – Die beiden besten Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde.

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Quelle: Marco Ellenberger

 

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