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Die Chance gewahrt
Die Schweizer Nationalmannschaft verliert das Hinspiel der WM-Playoffs gegen ein starkes Norwegen mit 26:32 (11:19), kämpft sich dabei aber mit viel Moral zurück.
09.06.2018
WM-Playoffs: Die Schweiz kämpft sich in Norwegen zurück

Die Schweizer Nationalmannschaft hat das Hinspiel der WM-Playoffs auswärts gegen Norwegen mit 26:32 (11:19) verloren, sich dabei aber für das Rückspiel vom Dienstag in Zug alle Chancen erhalten. Vor 4'500 Zuschauern in Stavanger kämpfte sich die Schweiz gegen den WM-Zweiten wieder zurück. Tickets für die Begegnung vom Dienstag in der Bossard Arena gibt es bei Ticketcorner.

19 Tore aus 22 Angriffen, kein einziger Ballverlust und ein aus dem starken Kollektiv herausragender Sander Sagosen: Was Norwegen in der ersten Halbzeit in Stavanger veranstaltete, war Weltklasse. Entsprechend schwer tat sich die Schweiz.

Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter kriegte in der Verteidigung keinen Zugriff – und die Aufgabe wurde nicht eben einfacher, als Lucas Meister bereits nach 21 Minuten seine zweite Zeitstrafe kassierte. Norwegen traf mit seinen kraftvollen und konsequenten Angriffen auf wenig Widerstand; die Schweizer konnten nicht dagegen halten.

Offensiv durchaus ordentlich
Das 19:11 zur Pause sprach eine deutliche Sprache – und zeigte doch nicht alles auf. Die Schweizer blieben nach der raschen 3:0-Führung (4.) der Norweger nämlich bis zum 7:5 eine Viertelstunde lang dran. Michael Suter setzte schon früh auf den siebten Feldspieler, und die SHV-Auswahl fand regelmässig Lösungen.

Zwar scheiterte sie gerade in der Startphase wiederholt an Keeper Torbjoern Bergerud (14 Paraden), doch bis zur Pause kam sie in ihren 21 Angriffen mit nur zwei Ballverlusten auf eine durchaus vernünftige Angriffseffizienz von 52 Prozent. Gegen die 86 Prozent der Norweger verblasste das aber natürlich vollends.

Auch der Start in die zweite Halbzeit gelang den Schweizern nicht. Nach 38 Minuten führte der Gastgeber mit 23:12. Doch der Charakter des Spiels veränderte sich: Die Angriffe wurden beidseitig kürzer und hektischer, und auch die Norweger streuten nun den einen oder anderen Fehler ein. Die Schweizer Deckung fand je länger zu mehr Stabilität, und dahinter wurde Torhüter Nikola Portner kontinuierlich stärker.

Gute taktische Organisation
Mit drei Toren in Serie zum 15:23 meldeten sich die Gäste zurück ins Spiel, das daraufhin eine Viertelstunde lang resultatmässig ausgeglichen verlief. Die SHV-Auswahl griff dabei konsequent mit sieben Feldspielern an – dank guter Organisation und gutem Rückzug kassierte sie bis zum Schluss keinen einzigen Treffer ins leere Tor.

Den Beweis für die im Verlauf der Partie gefundene Stabilität erbrachten die Schweizer in der Schlussphase. Mit fünf Toren innert fünf Minuten stellten sie von 21:31 auf 26:32 – und damit auf ein Ergebnis, das für das Rückspiel vom Dienstag alle Chancen offenlässt: Mit der Unterstützung des Publikums in Zug will die SHV-Auswahl an die zweite Halbzeit in Stavanger anknüpfen und die Sensation möglich machen.

Nikola Portner, der wie die ganze Deckung im ersten Durchgang nicht ins Spiel gefunden hatte, kam in der zweiten Halbzeit mit zehn Paraden auf eine Quote von 43 Prozent. Der umsichtige Regisseur Andy Schmid und Max Gerbl trafen je sechsmal – und die Schweizer Angriffseffizienz blieb auch in der zweiten Halbzeit mit 48 Prozent ordentlich. Es waren aber vor allem Deckung, Torhüter und Organisation, die es ermöglichten, die zweite Halbzeit mit 15:13 zu gewinnen.

«Wir konnten sie nicht stoppen»
«Eine Niederlage tut immer weh», sagte Michael Suter. «Wir hatten keinen Zugriff am Anfang, und wir konnten sie bis zur Pause nicht stoppen. Vielleicht waren wir trotz des Testspiels in Dänemark nochmal ein wenig überrascht, wie es auf diesem Top-Niveau zu und her geht. Defensiv brauchen wir von Anfang an etwas mehr: Verteidigung und Goalie müssen direkt harmonieren.»

«In der zweiten Halbzeit haben wir eine grosse Moral bewiesen – es ist nicht selbstverständlich, gegen diesen Gegner noch einmal auf sechs Tore zurück zu kommen. Wir haben über das ganze Spiel eigentlich gut und flüssig angegriffen, aber halt auch viele freie Chancen ausgelassen. Sonst wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen. Das ist aber das Level, auf das wir wollen. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gut verkauft.»

Die Ausgangslage mit sechs Toren Rückstand gegen den WM-Zweiten verspricht nun viel Spannung. Die Schweizer Nationalmannschaft ist im Rückspiel vom Dienstag jedenfalls auf volle Unterstützung des Publikums angewiesen. Anpfiff in der Bossard Arena in Zug ist um 18.15 Uhr. Der Vorverkauf läuft bei Ticketcorner. Wer in Zug nicht dabei sein kann: SRF zwei überträgt die Begegnung live.
 


 
WM-Qualifikation

Norwegen – Schweiz 32:26 (19:11)
DNB Arena, Stavanger – 4’500 Zuschauer – Sr. Pichon/Reveret (FRA).
Torfolge: 3:0, 3:1, 7:5 (13.), 9:5, 9:6, 11:6, 13:8, 13:9, 15:9, 15:10, 18:10, 19:11; 21:11, 21:12, 23:12 (38.), 23:15, 29:21, 31:21 (54.), 31:25, 32:26.
Strafen: Je 5mal 2 Minuten.
Norwegen: Bergerud; Sagosen (10/3), Myrhol (3), Jakobsen (2), Tönnesen (5), Joendal, Björnsen (5), Gullerud, Sörheim, Johannessen (4), O’Sullivan (3), Reinkind, Gulliksen, Röd, Lie Hansen.
Schweiz: Portner (1)/Winkler (21. bis 30.); Schmid (6/1), Meister (2), Rubin (2), Lier (1), Alili, Von Deschwanden (2/1), Röthlisberger (1), Maros (2), Tominec (1), Gerbl (6), Blättler (2), Haas.
Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Küttel, Delhees, Tynowski, Vernier, Markovic, Sidorowicz, Huwyler, Kusio (alle verletzt), Engler, Wick (beide überzählig), Arn und Jud (beide nicht eingesetzt). Bergerud hält Penaltys von Schmid (15./8:5 und 29./18:10) und von Von Deschwanden (56./31:21). Lier mit Fussverletzung ausgeschieden (35.).

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Quelle: Marco Ellenberger / Foto: NHF/Carina Johannsen.

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