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Die positive Bilanz
Die Schweiz trifft in den WM-Playoffs auf das Handball-Land Norwegen: Der nationale Verband zählt gegen 130'000 Mitglieder. Immerhin die Bilanz spricht für die Schweiz.
08.06.2018
Norwegen: Ein Weltklasse-Gegner und eine positive Schweizer Bilanz

Die Schweizer Nationalmannschaft hat mit Norwegen einen der stärksten möglichen Gegner für die WM-Playoffs zugelost erhalten. Mit dem Gewinn der Silbermedaille an der WM-Endrunde in Frankreich im Januar 2017 setzten die Skandinavier ein Ausrufezeichen. Die beiden Partien sind am Samstag (19.15 Uhr) und am Dienstag (18.15 Uhr) live auf SRF zwei zu sehen.

Der Norges Handballforbund (NHF) vereint über 700 Vereine und gegen 130’000 Mitglieder – zwei Drittel davon sind weiblich. In der öffentlichen Wahrnehmung standen die Männer denn auch tatsächlich lange im Schatten der Frauen, die international alles gewannen: Mehrere WM-Titel, EM-Titel und auch zweimal Olympiagold (2008, 2012).

Mit dem Gewinn der WM-Silbermedaille vor eineinhalb Jahren schaffte es die Männer-Nationalmannschaft von Trainer und Ex-Nationalspieler Christian Berge aber, aus diesem Schatten herauszutreten. Die Norweger zeigten in Frankreich ein überragendes Turnier, setzten sich in den K.o.-Spielen gegen Mazedonien, Ungarn und Kroatien durch und mussten erst Gastgeber Frankreich im Final den Vortritt lassen.

Die erste Medaille an einem grossen Turnier für die norwegischen Männer war dabei alles andere als ein Produkt des Zufalls. Den Norwegern steht enorm viel spielerisches Potenzial zur Verfügung, das als Mannschaft an einem guten Tag jeden Gegner der Welt besiegen kann. An der EM-Endrunde im vergangenen Januar, die Norwegen auf dem siebten Platz abschloss und an welcher der Einzug in den Halbfinal um nur einen Treffer verpasst wurde, gewann die NHF-Auswahl in der Hauptrunde unter anderem gegen den späteren Silbermedaillen-Gewinner Schweden.

Die Mannschaftsliste zeigt auf, warum Norwegen derzeit eine Auswahl von Weltklasse-Format stellt. 15 der 19 für die WM-Playoffs nominierten Spieler sind im Ausland engagiert, teils bei internationalen Spitzenclubs. Der 23-jährige Sander Sagosen von Paris St-Germain, Espen Lie Hansen von Champions League-Finalist Nantes, die mittlerweile bei Skiern in Dänemark aktive Kreisläufer-Legende Bjarte Myrhol (220 Länderspiele) oder Linkshänder Kristian Björnsen vom Bundesligisten Wetzlar (443 Länderspiel-Tore in 94 Einsätzen) – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die Schweizer Nationalmannschaft von Trainer Michael Suter kommt in den Genuss zweier Playoff-Spiele gegen einen hochkarätigen Gegner, die sie gänzlich ohne Druck angehen kann – erst recht, da die SHV-Auswahl auf zahlreiche Stammkräfte verzichten muss. So stehen Ron Delhees, Stefan Huwyler, Dimitrij Küttel, Cédrie Tynowski, Pascal Vernier, Michael Kusio, Zoran Markovic, Nicolas Raemy und Roman Sidorowicz aufgrund von Verletzungen nicht zur Verfügung.

In den Länderspielen Nummer 37 und 38 gegen diesen Gegner wird die Schweiz aber alles daransetzen, über sich hinauszuwachsen und die Sensation zu schaffen. Immerhin die Statistik macht Mut: In ihrer Länderspiel-Geschichte hat die SHV-Auswahl gegen Norwegen nämlich eine positive Bilanz. Von den 36 bisherigen Begegnungen entschieden die Schweizer 18 für sich – bei 3 Remis und 15 Niederlagen. Bisher zum letzten Mal spielten die beiden Nationen im Jahr 2011 am Yellow Cup gegeneinander. Norwegen setzte damals in Winterthur mit 36:28 durch.

Der Sieger aus Hin- und Rückspiel in den Playoffs qualifiziert sich für die WM-Endrunde. Diese findet von 9. bis 27. Januar 2019 in Deutschland und Dänemark statt.

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Quelle: Marco Ellenberger

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