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Das Ende der Leidenszeit
Während Schaffhausen, St. Gallen und Gossau sich über 2 Punkte freuten, jubelte man in Thun über etwas ganz anderes: Nicolas Raemy ist zurück auf dem Feld!
04.02.2018
NLA: Siege für Thun, Schaffhausen, Gossau und St. Gallen

Wacker Thun (24:20 gegen Kriens-Luzern) und die Kadetten Schaffhausen (27:23 gegen Bern Muri) festigten am zweiten Spieltag der Finalrunde die Plätze 1 und 2. Bei Wacker Thun feierte dabei der Internationale Nicolas Raemy ein gelungenes Comeback. In der Abstiegsrunde sammelten die beiden St. Galler Clubs Punkte. Der TSV St. Otmar bezwang GC Amicitia Zürich, Fortitudo Gossau besiegte den TV Endingen.

Als in der Thuner Lachenhalle nach 16 Minuten der rechte Rückraum Nicolas Raemy erstmals wieder das Spielfeld betrat, gab es stehende Ovationen von den Zuschauern. Dies geschah keinesfalls wegen dem Spielstand, denn zu diesem Zeitpunkt lag Leader Wacker gegen den HC Kriens-Luzern mit 4:7 zurück. Vielmehr lag es daran, dass Raemy zu seinem ersten Einsatz nach 16 monatiger Verletzungspause kam. Bei einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Goalie hatte er sich im Oktober 2016 ein schweres Schädeltrauma zugezogen.

Raemys Rückkehr hatte am Samstagabend Signalwirkung für die Berner Oberländer. Nach 27 Minuten und sechs Toren hintereinander führte Wacker 10:7. Kurz vor der Pause erzielte dann auch Raemy zum 12:8 sein Tor. Kriens-Luzern, deutlich verbessert als bei der Heimniederlage gegen Schaffhausen am vergangenen Mittwoch, schaffte es trotz guter Ansätze nicht, konstant sein Leistungsoptimum abzurufen. Zu viele verworfene Bälle in der Offensive konnte auch ein gut aufgelegter Paul Bar im Tor der Gäste (18 Paraden/45%-Quote) nicht vollends kompensieren. Zumal sein Gegenüber, Flavio Wick, einen noch besseren Tag erwischte. 20 Paraden und eine Abwehrquote von 50% sorgten schlussendlich für den 24:20 (12:9) Sieg.

Die Kadetten Schaffhausen folgen in der Finalrunde mit zwei Punkten Rückstand auf Wacker Thun auf Platz 2. Die Schaffhauser gewannen das Verfolgerduell gegen den BSV Bern Muri 27:23. Sechs Minuten vor Schluss stand es im ersten Heimspiel der Kadetten unter Arno Ehret noch 23:23. Der BSV zeigte bis anhin ein weiteres Mal, dass man den Hauptstadt-Club in dieser Spielzeit auf dem Zettel haben muss, wenn es um die Titelvergabe geht. Einzig die Schlussminuten in der BBC-Arena verliefen nicht nach dem Wunsch der Gäste. Kadetten-Flügel Maximilian Gerbl traf dreimal innert 130 Sekunden und sorgte so für die Entscheidung in einer zuvor umkämpften Partie.

Die Gastgeber mussten wie schon am Mittwoch auf einige Stammkräfte verzichten. So fehlten u.a. Stammgoalie Ivan Stevanovic, Routinier Manuel Liniger oder auch die Schweizer Internationalen Luka Maros und Lucas Meister. Dennoch startete der Titelverteidiger mit Schwung in die Partie (5./3:0). Die Gäste antworteten postwendend mit vier Toren in Serie. Bis zur 35. Minute (15:15) entwickelte sich fortan ein abwechslungsreicher Schlagabtausch. In der Folge konnten sich die Kadetten leicht absetzen, bis sechs Minuten vor Schluss blieb aber weiterhin alles offen. Bestnoten verdienten sich neben Gerbl auch Bojan Beljanski (6 Tore) und auf Seiten der Berner die torgefährlichen Simon Getzmann (10/4) und Luka Groff (6).

In der Abstiegsrunde gewann Fortitudo Gossau mit 30:27 (18:11) gegen den TV Endingen und tauschte damit die Plätze mit den Aargauern, die neu das Schlusslicht der Liga sind. Für die Gäste aus dem Surbtal muss sich das Auswärtsspiel in Gossau wie ein dejà-vu vom vergangenen Mittwoch angefühlt haben. Erneut lag das Team von Zoltan Majeri frühzeitig hoch in Rückstand. Eine 9-Tore-Hypothek war es beim Stand von 11:20 in der 35. Minute aus Sicht der Endinger. Auch durch eine dreifache Überzahl gelang die Aufholjagd, die jedoch erneut nicht von Erfolg gekrönt war. Die Gastgeber feierten derweil bei ihrem ersten Auftritt in der Abstiegsrunde einen wichtigen Sieg. Mobiliar Topscorer Lucius Graf (12 Tore) und eine starke Phase in der ersten Halbzeit, als es dem Team von Rolf Erdin gelang sieben Tore Differenz herauszuspielen, waren die Basis für den Heimsieg.

Zwei Punkte gab es auch für den Gossauer Kantonsrivalen TSV St. Otmar St. Gallen. Das Team von Vedran Banic besiegte GC Amictia Zürich mit 30:27 (16:13) und verbesserte sich damit in der Tabelle auf Rang 1 in der Abstiegsrunde. GC Amicitia liegt nach der Niederlage mit einem Zähler Rückstand unmittelbar hinter den St. Gallern. Bis zur 15. Minute war das Spiel, in dem EM-Torschützenkönig Ondrej Zdrahala für die Gastgeber zwei Tore erzielte, völlig ausgeglichen (8:8). Mit einem 4:0-Lauf konnte sich Otmar dann aber erstmals absetzen (20./12:8). Diesem Rückstand rannten die Gäste in der Folge erfolglos hinterher. GC Amicitia schaffte es zwar noch den zwischenzeitlich auf sechs Tore angewachsenen Rückstand zu verkürzen, eine Wende wollte der Mannschaft von Markus Berchten aber nicht mehr gelingen. Bester Torschütze bei den Zürchern war Max Dannmeyer mit neun Toren, beim TSV St. Otmar reihten sich nicht weniger als elf Spieler in die Torschützenliste ein.

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Quelle: sda/Matthias Schlageter/Bild: Roland Peter

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