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Den Matchball vergeben
Die Schweizer Nationalmannschaft verliert in St. Gallen gegen Bosnien-Herzegowina mit 21:24 (12:12) und verpasst damit den vorzeitigen Einzug in die Playoffs.
10.01.2018
WM-Qualifikation: Die Schweiz verliert gegen Bosnien-Herzegowina

Die Schweizer Nationalmannschaft hat in St. Gallen den vorzeitigen Einzug in die WM-Playoffs verpasst. Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter verlor  am Mittwochabend ihr Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina vor 2’561 Zuschauern in der ausverkauften Kreuzbleiche mit 21:24 (12:12). Die Entscheidung fällt damit am Samstag (20 Uhr) im Auswärtsspiel in Tuzla.

In der Endabrechnung wurde den Schweizern eine torlose Viertelstunde zum Verhängnis: Nach dem 18:16 (41.) gelang der SHV-Auswahl erst in der 57. Minute der nächste Treffer. Zu spät, obwohl die Schweizer auch in dieser Phase nie die defensive Stabilität verloren und mit Nikola Portner (20 Paraden) erneut auf einen starken Torhüter zählen konnten. 

Bosnien-Herzegowina war in der zweiten Halbzeit deutlich abgeklärter und erzielte mit einer gewissen Regelmässigkeit die entscheidenden Treffer – das 21:18 durch Marko Tarabochia vier Minuten vor Schluss war wegweisend. «Der Gegner hat das sehr routiniert gemacht. Uns haben die Ruhe, die Cleverness und vielleicht auch noch die taktische Klasse gefehlt, um unsere Angriffe ganz fertig zu spielen», sagte Michael Suter. 

So scheiterten die Schweizer in der Schlussphase entweder am stärker werdenden Bundesliga-Keeper Benjamin Buric, oder sie verloren den Ball gleich mehrfach nach Stürmerfouls oder technischen Fehlern. Die Cleverness und die internationale Erfahrung in der hitzigen Ambiance liess sich in der Endabrechnung an zwei Zahlen ablesen: Bei den Schweizern häuften sich bis zum Schluss total 16 unnötige Ballverluste an – die Bosnier hielten diese Zahl mit lediglich sechs deutlich tiefer.

Dabei hatten die Schweizer gerade in der ersten Halbzeit lange alle Vorteile in ihrer Hand. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten übernahmen sie in der Kreuzbleiche das Spieldiktat und führten beim 11:8 nach 23 Minuten erstmals mit drei Toren. Sie schafften es aber nicht, den Vorsprung zu konservieren: Bosnien glich vor dem Seitenwechsel mit drei Toren in Serie wieder zum 12:12 aus. «Da hat uns etwas der Mut verlassen und wir haben Tempo und Übersicht verloren – so wie auch in der entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit», sagte Michael Suter.

Die SHV-Auswahl verlor die Partie in St. Gallen denn auch im Angriff, nicht in der Verteidigung. Neben dem erneut starken Lukas von Deschwanden, der viel Verantwortung übernahm und Lucas Meister, der am Kreis makellos blieb, kam in der entscheidenden Phase gerade aus dem Rückraum viel zu wenig. Wohl auch, weil Luka Maros krankheitshalber nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war und Lenny Rubin nie wirklich in die Partie fand. Als Folge davon gelang es den Schweizern zu selten, so wie in den letzten Partien ihre Flügelspieler in gute Abschlusssituationen zu bringen.

Die Schweiz verlor so ihr Heimspiel, obwohl ihr taktisches Konzept mehrheitlich aufging, ihre Defensive über 60 Minuten funktionierte und Keeper Nikola Portner wieder stark aufzeigte. Gerade das dürfte aber der SHV-Auswahl für das Auswärtsspiel vom Samstag Mut machen. «Wir sind nach dem heutigen Spiel um wertvolle Erfahrungen reicher. Viele unserer Jungen haben heute das erste Mal so etwas erlebt. Wir wissen auch, dass uns im Auswärtsspiel erneut eine solche Ambiance erwartet. Aber genau daran wachsen wir als Mannschaft», sagte Michael Suter. 
 



WM-Qualifikation Männer

Schweiz - Bosnien-Herzegowina 21:24 (12:12)
Kreuzbleiche, St. Gallen – 2'561 Zuschauer (ausverkauft) Sr. Leandersson/Lindroos (FIN).
Torfolge: 0:2, 1:3, 2:3, 2:4, 5:4, 6:5, 6:7, 8:7, 8:8, 11:8, 11:9, 12:9, 12:12; 13:12, 14:13, 15:14, 17:15, 17:16, 18:16 (41.), 18:21, 19:21 (57.), 19:22, 20:22, 20:23, 20:24, 21:24.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Bosnien-Herzegowina.
Schweiz: Portner; Meister (6), Rubin (2), Lier (3), Delhees, Von Deschwanden (5/1), Röthlisberger, Küttel (4), Maros (1), Huwyler, Geisser, Gerbl, Blättler, Dähler.
Bosnien-Herzegowina: Buric; Ovcina (1), Mandic, Tarabochia (5/2), Panic (2), Terzic (2), Vranjes (2), Malinovic, Nuic (1), Predragovic (2), Vegar (6), Toromanovic (2), Peric, Vrazalic (1).
Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Sidorowicz, Vernier, Markovic, Tynowski (alle verletzt), Schmid (dispensiert). Timeouts: Schweiz (27./12:10, 49./18:19, 56./18:21.), Bosnien-Herzegowina (22./10:8, 55./18:20, 59./20:23). Buric hält Penalty von Von Deschwanden (35./14:14). Portner hält Penalty von Terzic (41./17:16).

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Quelle: Matthias Schlageter

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