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Kantersieg
Die Schweizer Nationalmannschaft begeistert in Winterthur: Sie besiegt Estland vor 2'078 Zuschauern in der ausverkauften Eulachhalle gleich mit 39:21 (19:10).
07.01.2018
WM-QUALIFIKATION: SCHWEIZER KANTERSIEG GEGEN ESTLAND

Die Schweizer Nationalmannschaft verschafft sich in der WM-Qualifikation eine gute Ausgangslage: Sie kantert Estland vor 2'078 Zuschauern in Winterthur mit 39:21 (19:10) nieder und setzt sich an die Tabellenspitze. Mit einem Heimsieg gegen Bosnien-Herzegowina kann die SHV-Auswahl am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) in St. Gallen vorzeitig in die Playoffs einziehen.

Die Zuschauer erhoben sich von ihren Sitzen, Fangesänge hallten durch die Arena und die Schweizer Nationalspieler genossen die letzten Minuten in der wunderbaren Atmosphäre sichtlich. Das Heimspiel gegen Estland in der ausverkauften Eulachhalle verkam in der zweiten Halbzeit zu einem Schaulaufen, das mit dem höchsten Länderspielsieg seit acht Jahren endete. Damals hatte die SHV-Auswahl – ebenfalls in der WM-Qualifikation – mit 44:17 gegen die Färöer Inseln gewonnen.

Die Schweizer Nationalmannschaft löste die Aufgabe gegen Estland am Sonntagabend mehr als souverän. Nach dem schwierigen Auswärtsspiel am Mittwoch in Tallinn mit einem hart erkämpften Sieg war die Schweiz in ihrem Heimspiel von Beginn weg eine Klasse besser. «Es hat von Anfang an alles gepasst, es ist wie am Schnürchen gelaufen», sagte Trainer Michael Suter. 

Das Drehbuch spielte dem Gastgeber in die Hände: Die Schweiz führte nach fünf Minuten mit 5:1, und der Funke zum Publikum sprang sofort. Die Esten reagierten nach einem Time-out zwar kurzzeitig, aber mehr als ein Strohfeuer waren die beiden Tore zum 3:5 nicht. Die SHV-Auswahl liess sich auf ihrem Weg nicht beirren und kaufte den Gästen früh jeglichen Schneid ab. Im Prinzip war die Partie nach einer Viertelstunde beim Stand von 11:4 gelaufen.

Es war eine Kombination von mehreren Faktoren, die den deutlichen Unterschied ausmachten. Die Schweizer Verteidigung war ab der ersten Minute kompakt – und dahinter stand wie schon am Mittwoch ein starker Keeper Nikola Portner. Seine Leistung mit 13 Paraden (davon zwei Siebenmeter) und einer Abwehrquote von 52 Prozent war erneut herausragend. Die Esten bissen sich die Zähne aus und fanden gegen den Schweizer Abwehrriegel nie eine nachhaltige Lösung. Der siebte Treffer glückte den Gästen vom Baltikum erst nach 26 Minuten.

Dazu kam, dass den Schweizern auch in der Offensive eine starke Vorstellung gelang. Am Mittwoch in Tallinn tat sich die SHV-Auswahl noch enorm schwer – doch davon war in der Eulachhalle nichts zu spüren. Der Gastgeber trat als geschlossenes, spielwitziges Kollektiv auf uns begeisterte das Publikum mehr als einmal mit wunderbar herausgespielten Toren. 

Nationaltrainer Michael Suter konnte früh beginnen, seine Stammkräfte zu schonen, ohne dass ein Leistungsabfall bemerkbar war. Bis zum Schluss trugen sich zwölf verschiedene Akteure in die Torschützenliste ein. Aus dem Kollektiv ragte dabei einer heraus: Maximilian Gerbl. Der rechte Flügelspieler war mit sieben Treffern bester Torschütze – und das mit makelloser Bilanz. Gerade er profitierte davon, dass es dem Heimteam immer wieder auf spielerische Weise gelang, Überzahlsituationen zu schaffen.

Trotz der überzeugenden Vorstellung ist für die Schweiz in der WM-Qualifikation noch nichts gewonnen. Was die Siege gegen Estland wert sind, wird sich am Mittwoch in St. Gallen weisen. «Das wird gegen Bosnien-Herzegowina ein ganz anderes Spiel, eine schwierige Aufgabe. Aber wir haben uns gut vorbereitet, und wir werden bereit sein», sagte Michael Suter. Mit einem Heimsieg kann die SHV-Auswahl erstmals seit acht Jahren wieder den Sprung in die WM-Playoffs schaffen. Eben seit damals, als in der Qualifikation der Kantersieg gegen die Färöer Inseln gelang. 
 



WM-Qualifikation Männer

Schweiz – Estland 39:21 (19:10)
Eulachhalle, Winterthur – 2'078 Zuschauer (ausverkauft) – Sr. Bolic/Hurich (AUT).
Torfolge: 3:0, 3:1, 5:1 (6.), 5:3, 6:4 (9.), 11:4 (16.), 11:5, 13:5, 13:6, 16:6 (25.), 16:8, 19:10; 22:10, 22:12, 24:12, 25:13, 27:13, 27:14, 29:14, 29:16, 33:16, 34:18, 36:18, 37:20, 39:20, 39:21.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 6mal 2 Minuten gegen Estland.
Schweiz: Portner (13 Paraden)/Winkler (ab 38./5 Paraden); Meister (3), Rubin (6), Lier (1), Alili (1),  Delhees (5), Von Deschwanden (5), Röthlisberger, Küttel (3), Maros (2), Huwyler, Dähler (2), Geisser (2), Gerbl (7), Blättler (2).
Estland: Ots (11 Paraden)/Varusk (20. bis 30./2 Paraden); Pinnonen (3), Jaanimaa, Patrail (3), Johannson (1), Sillaste (2), Celmins, Toom (3), Rooba (3), Lees, Voika (5/1), Löpp, Varul (1).
Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Sidorowicz, Vernier, Markovic, Tynowski (alle verletzt), Schmid (dispensiert) und Wick (überzählig). Portner hält Penaltys von Jaanimaa (4./1:0) und Voika (34./21:10). Varusk hält Penalty von von Deschwanden (22./13:6). Ots hält Penalty von von Deschwanden (32./20:10), von Deschwanden verwandelt den Nachschuss.

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Quelle: Marco Ellenberger/Matthias Schlageter

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