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Ein Sieg zum Auftakt
Die Schweiz gewinnt zum Auftakt der WM-Qualifikation auswärts gegen Estland mit 26:22 (14:11). Torhüter Nikola Portner brilliert in Tallinn mit 17 Paraden.
03.01.2018
WM-QUALIFIKATION: DIE SCHWEIZ GEWINNT IN ESTLAND

Die Schweizer Nationalmannschaft ist in Estland erfolgreich in die WM-Qualifikation gestartet. Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter gewann ein wie erwartet hart umkämpftes Auftaktspiel vor 1'200 Zuschauern in Tallinn mit 26:22 (14:11). Das Rückspiel steht am Sonntag auf dem Programm: Dann empfängt die Schweiz die Esten um 16.45 Uhr (live auf SRF zwei) in der Eulachhalle.

Die Begegnung in der estnischen Hauptstadt war das erwartet schwierige Auswärtsspiel. Bosnien-Herzegowina war vor zwei Monaten als klarer Favorit angereist und schliesslich beim 29:25-Heimsieg der Esten ohne wirkliche Siegchance geblieben. Umso höher ist der Auftritt der Schweizer Nationalmannschaft zu werten, auch wenn es an diesem Mittwochabend gewiss keine Kost für Handball-Feinschmecker war. Oder wie es Michael Suter formulierte: «Es lief nicht alles so, wie wir es uns erhofften. Aber wir haben das Spiel gewonnen – das war unser grosses Ziel.»

Den Schweizern kam zugute, dass sie einen optimalen Start erwischten und nach acht Minuten bereits mit 5:1 in Führung lagen. Grossen Anteil daran hatte Torhüter Nikola Portner, der in der Anfangsphase vier von fünf Würfen parierte – darunter mehrere Eins-gegen-Eins-Situationen – und damit eine allfällige estnische Euphorie schon im Keim erstickte. Dank ihrem Torhüter kaschierten die Schweizer auch, dass sie selbst nur mit Mühe in die Partie fanden. «Der Druck war gerade bei den Jungen zu spüren», sagte Michael Suter. «Die Dynamik in unserem Spiel ging etwas verloren.»

Es war eine kampfbetonte Partie, die nie wirklich Fahrt aufnahm. Aber es war eben auch eine Partie, welche die SHV-Auswahl resultatmässig stets im Griff hatte. Die Gäste erhöhten nach 27 Minuten auf 12:7 und hatten auch die richtige Antwort, als Estland nach der Pause wieder auf 16:17 (38.) herankam. In schwierigen Phasen waren Luka Maros (6), Lukas von Deschwanden (5) oder Dimitrij Küttel (4) zur Stelle. Drei Treffer innert vier Minuten zum 20:16 (43.) bedeuteten die Vorentscheidung, die zwei Tore von Maros zum 23:19 (55.) machten den Deckel drauf.

Die SHV-Auswahl, die vom 1:0 bis zum Schluss über die gesamte Partie in Führung lag, kam nicht mehr wirklich in Gefahr. «Wir haben trotz der Schwierigkeiten durchaus auch positive Sachen in unserem Spiel gehabt, und wir haben gerade in der Schlussphase eigentlich auch gut verteidigt. Wichtig war, dass wir dem Druck standhielten», sagte Michael Suter. Gerade die taktische Variante einer vorgezogenen Deckung auf den starken Linkshänder Dener Jaanimaa erwies sich als richtig: Die Esten taten sich enorm schwer, ihren Rhythmus in der Offensive zu finden.

Den grössten Anteil am Erfolg hatte zweifellos Keeper Nikola Portner. Er las die Würfe des Heimteams und strahlte enorm viel Ruhe aus. Die Zahlen sprechen für sich: Insgesamt 17 Paraden, in der ersten Halbzeit eine Abwehrquote von 50 Prozent, und dazu wehrte er sämtliche vier (!) Siebenmeter der Gastgeber ab. Seine Penalty-Parade gegen Robert Löpp (48.) war gewiss ein Schlüsselmoment, der dem Heimteam und dem Publikum endgültig den Schneid abkaufte. «Es war in diesen Situationen deutlich zu sehen, über welche Erfahrung Nikola trotz seines jungen Alters bereits verfügt. Er hat uns heute über 60 Minuten im Spiel gehalten», sagte Michael Suter.

Der Schweizer Auswärtssieg in Tallinn und die beiden Punkte können derweil enorm viel wert sein: Der SHV-Auswahl reichen nun zwei Heimsiege am 7. Januar in Winterthur (gegen Estland) und am 10. Januar in St. Gallen (gegen Bosnien-Herzegowina), um in die Playoffs einzuziehen. Die Schweizer sind allerdings gewarnt: Vor drei Jahren siegte die SHV-Auswahl in Tallinn deutlich, verlor dann aber wenige Tage später ihr Heimspiel. Tickets für die beiden Partien gibt es bei Ticketcorner.
 



WM-Qualifikation Männer

Estland – Schweiz 22:26 (11:14)
Kalevi Spordihall, Tallinn – 1200 Zuschauer (ausverkauft) – Sr. Kirkolm Madsen/Mortensen (DEN).
Torfolge: 0:2, 1:2, 1:5 (8.), 6:9, 7:9, 7:12 (27.), 8:13, 10:13, 11:14; 11:15, 13:15, 14:17, 16:17 (38.), 16:20, 18:20, 19:21, 19:23, 21:23, 21:25, 22:26.
Strafen: 4mal 2 Minuten plus Disqualifikation Rooba (14./Kopftreffer) gegen Estland; 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Estland: Ots (2 Paraden)/Varusk (ab 11./10 Paraden); Pinnonen (3), Muuga (2), Jaanimaa (5), Patrail (2), Johannson (3), Sillaste (1), Celmins, Toom, Rooba (2), Lees (1), Pärt, Löpp (3).
Schweiz: Portner (17 Paraden); Meister (4), Rubin (2), Lier (2), Delhees, Von Deschwanden (5/2), Röthlisberger, Küttel (4), Maros (6), Huwyler, Geisser, Gerbl (3).
Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Sidorowicz, Vernier, Markovic, Tynowski (alle verletzt), Schmid (dispensiert), Wick (überzählig), Winkler, Alili, Suter und Blättler (alle nicht eingesetzt). Portner hält Penaltys von Rooba (14./3:7), Patrail (19./5:8), Löpp (trifft im Nachschuss zum 14:16/36.) und Löpp (48./18:21).

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Quelle: Marco Ellenberger

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